Universität Hohenheim – Exzellente Lehre und ein wunderschöner Campus

Von Florian Klebs | 15. Februar 2019

Zum Autor: Florian Klebs bereut noch heute, nicht selbst in Hohenheim studiert zu haben, kennt die Universität als Pressesprecher inzwischen jedoch ziemlich gut.

 

Ein Campus in weitläufigen Parkanlagen und in spätbarockem Ambiente (Foto: Uni Hohenheim/Boris Lehner)

Exzellente Lehre? Verbrieft und mit Gütesiegel? An der Universität Hohenheim in Stuttgart gibt es das: Sie trägt den Exzellenzpreis Lehre: die höchste Auszeichnung, die in Deutschland an Hochschulen vergeben wird. Und auch der Wohlfühlfaktor stimmt: Wahrzeichen der Universität ist Schloss Hohenheim, die Bereichsbibliothek besitzt Stuckdecken und Kristalllüster, der Campus verschmilzt mit weitläufigen Parks. Mit knapp 10.000 Studierenden ist die Universität überschaubar. Doch wer über den Campus schlendert, blickt in Gesichter aus aller Welt: Beleg für ein weltumspannendes Netzwerk mit tollen Chancen für Auslandsaufenthalte und internationale Doppel-Abschlüsse.

Zu Füßen des „schönsten Campus des Landes“ liegt die Metropolregion Stuttgart, eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Mit vielen der regionalen Weltunternehmen pflegt die Universität gute Kontakte. Umfragen unter den Absolventinnen und Absolventen belegen die sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Über 90% der Studierenden würden ihr Studium weiterempfehlen. Das macht die Universität Hohenheim zu einer der beiden beliebtesten Universitäten der Republik, ermittelte die Studiengangs-Bewertungs-Plattform „StudyCheck“.

Forschung bereits im Bachelor-Studium

Die Hälfte der Studierenden belegt Wirtschafts- oder Kommunikationswissenschaften. Besondere Bedingungen bietet die Uni in Agrarwissenschaften und Naturwissenschaften mit den Schwerpunkten Lebensmittelwissenschaft, Ernährung und Biologie. Das Besondere: in Hohenheim arbeiten Wissenschaftler all dieser Disziplinen eng zusammen, schaffen Querbezüge und fachübergreifende Angebote – bis hin zu gemeinsamen Studiengängen.

Aushängeschild der exzellenten Lehre ist das Reformprojekt „Humboldt reloaded“ mit dem forschenden Lernen. Als einzige Hochschule Deutschlands ermöglicht die Uni Hohenheim ihren Studierenden schon im Grundstudium, eigene Forschungsfragen zu bearbeiten. Videos im youtube-Channel zeigen, wie Studierende in Gen-Analysen von Krallenfröschen eintauchen, Verhandlungsstrategien analysieren, die Schwächen von Schädlingen wie dem Rapsglanzkäfer ausloten, fettarmen Grillkäse entwickeln oder die Strategien von Livestyle-Magazinen beleuchten, mit denen sie z.B. bei Diät-Tipps versuchen, ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Anwendungsorientiert und international vernetzt studieren

Studenten sind in fachübergreifende Forschungsprojekte wie „Hopfen und Malz“ integriert (Foto: Uni Hohenheim/Sacha Dauphin)

Auch hier kommen schnell Studierende aus ganz verschiedenen Fächern und Ländern zusammen. Beim Projekt „Hopfen und Malz“ beispielsweise überprüfen verschiedene Gruppen, wie sich die Hopfenzucht verbessern lässt und ob die Inhaltsstoffe des Hopfens gegen Krebszellen wirken. Andere prüfen, wie sich Reststoffe der Bierproduktion als Viehfutter nutzen lässt und wie sich der Klimawandel auf Braugerste auswirkt. Weitere Gruppen untersuchen die Braulogistik oder entwickeln ein Vermarktungskonzept für eine Spezialität, die die Universität inzwischen als Jubiläumsbier vertreibt.

International wird’s z.B. bei den Humboldt reloaded Summer Schools, die Studierende aus aller Welt und verschiedensten Fächern acht Tage lang zu einer Forschungsfrage zusammenführt. Wer hier Blut leckt, findet in Hohenheim eine Reihe von Austauschprogrammen mit der Euro League of Life Sciences oder dem Hermes-Netzwerk von Europas profiliertesten Wirtschafts-Universitäten. Im Master-Studium lockt in vielen Programmen ein internationaler Doppel-Abschluss.

Wissenschaft für das Wohl der Gesellschaft

Ihr Ideal, Forschung für die Gesellschaft zu betreiben und dabei weltoffen, vielfältig und tolerant zu sein, bekam die Universität Hohenheim bereits mit ihrer Gründung. Denn die geht zurück auf eine Hungerkatastrophe – verursacht durch einen Vulkanausbruch am anderen Ende der Welt. Es war die Sprengkraft von 170.000 Hiroshima-Bomben, mit der Vulkan Tambora vor gut 200 Jahren in Indonesien ausbrach. Tonnen von Asche- und Staubpartikel verdunkelten weltweit den Himmel. So sehr, dass der Sommer 1816 ausfiel, Ernten verdarben und Hungersnöte grassierten.

Als Schlüssel zum Überleben investierten König Wilhelm von Württemberg und Königin Katharina in Bildung und Forschung: Sie gründeten am 20. November 1818 in Hohenheim die „Landwirtschaftliche Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt“ – die Vorläuferin der heutigen Universität. 200 Jahre später folgt die Universität Hohenheim ihrem Gründungsauftrag, durch Forschung und Lehre Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen zu liefern. Die Energie, die zu ihrer Gründung führte, hat sie sich bis heute bewahrt.

Probieren kommt vor dem Studieren

Unter www.uni-hohenheim.de/interesse-am-studium bietet die Studienberatung verschiedene Möglichkeiten zum Schnupper-Studium oder Einblicke als „Student.in für einen Tag“. Zu einzelnen Studiengängen gibt es Erfahrungsberichte von Absolventinnen und Absolventen und vor allem den sogenannten Reality Check, der dabei hilft Fragen zu beantworten wie „Passt dieser Studiengang zu mir?“ oder „Wie unterscheidet er sich von ähnlichen Studiengängen?“

Hinzu kommen Ausblicke auf spätere Berufsfelder und Masterstudiengänge – oder das Angebot, schon während der Studienzeit in der Start-Up-Garage den eigenen Chefsessel aufzubauen. Abgerundet wird das Info-Angebot durch Videos und Einblicke ins Campusleben, zum 1. Jahr als Studentin oder Student und zur Study-Life-Balance. Weitere Eindrücke bieten #unihohenheim auf Instagram oder www.facebook.com/UniHohenheim.

 


Hochschul-Steckbrief
(Stand: 15.01.2019)

Gründung: 20. November 1818

Anschrift: Universität Hohenheim, Schloss Hohenheim 1, 70599 Stuttgart

Fakultäten/Fachbereiche: Die Hochschule gliedert sich in die Fakultäten

  • Agrarwissenschaften
  • Naturwissenschaften
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Mitarbeiter: 148 Professoren

Studierende: 9560 (Frauenanteil: 57 %, Ausländeranteil 15 %)

Studienmöglichkeiten: 12 Bachelor- und 27 Master-Studiengänge. Übersichtzu finden unter: www.uni-hohenheim.de/interesse-am-studium

Kontaktmöglichkeiten für Studieninteressenten/Bewerber: www.uni-hohenheim.de/interesse-am-studium

Internet: www.uni-hohenheim.de

 

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