Technische Universität Chemnitz – Wo Technik vernetzt gedacht wird

Von Mario Steinebach | 15. August 2018

 

Zum Autor: Mario Steinebach ist Leiter der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion der TU Chemnitz.

 

Am 1877 errichteten Hauptgebäude der TU Chemnitz halten zwei Löwen das sächsische Staatswappen (Foto: TU Chemnitz/Wolfgang Thieme)

Chemnitz ist laut einer Analyse des Immobilien-Portals immowelt.de die günstigste Schwarmstadt Deutschlands. Schwarmstädte sind Orte, in denen junge Leute zwischen 15 und 34 Jahren gerne leben, studieren oder arbeiten möchten – sie steigen sinnbildlich wie Vögel auf und landen dann als Schwarm in einer Stadt. Wie Chemnitz sind das verstärkt mittelgroße Städte im Osten und Süden Deutschlands mit modernen und leistungsfähigen Hochschulen, attraktiven Jobangeboten, einem vielfältigen Kulturprogramm und bezahlbaren Mieten. Chemnitz bietet all das. Der Mietpreis liegt derzeit bei fünf Euro pro Quadratmeter. Für Studenten bedeutet das: Man benötigt hier nicht zwingend einen Nebenjob, um sein Studium finanzieren zu können. Man darf sich ganz aufs Studieren konzentrieren. Im Zentrum der Chemnitzer Region ist die Technische Universität heute die Heimat von mehr als 11.000 Studierenden. Innerhalb von 25 Jahren stiegen die Studierendenzahlen um etwa 4.000.

Dennoch ist das Betreuungsverhältnis in den meisten Studiengängen der TU überdurchschnittlich gut, die Hörsäle sind nicht überfüllt. Zum Wintersemester 2018/19 hat die Universität 102 Studiengänge im Programm. Über Grenzen von Fächern und Fakultäten hinweg sind an der TU Chemnitz Forschung und Lehre in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in der Mathematik und Informatik ebenso eng verknüpft wie mit den Wirtschaftswissenschaften sowie den Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften. Deshalb gibt es hier auch deutschlandweit ganz besondere, teilweise sogar einzigartige Studienangebote wie zum Beispiel „Sensorik und kognitive Psychologie“, „Informatik für Geistes- und Sozialwissenschaftler“, Sports Engineering“ sowie mehrere Europastudiengänge. Studieninteressierte, die sich ein authentisches Bild von den Studienbedingungen machen möchten, sollten sich am besten bei den Tagen der offenen Tür oder im Rahmen der Angebote des „Schülerportals“ direkt vor Ort an der Universität informieren.

 In fünf Minuten vom Studentenwohnheim bis zum Hörsaal

Luftbild vom Campus der TU Chemnitz (Foto: TU Chemnitz/Dirk Hanus)

Anders als die meisten deutschen Unis hat die TU Chemnitz einen zentralen Campus. Hörsäle, Bibliotheken, Labore, Wohnheime, Kita, Sportstätten, Studentenclubs und die Mensa sind hier in weniger als fünf Minuten zu erreichen. Mit einer neuen rund zwei Kilometer langen Straßenbahntrasse sind seit Dezember letzten Jahres auch die beiden größten Universitätsstandorte der Stadt – der Campus und das historische Hauptgebäude der Universität am Hauptbahnhof – noch enger zusammengewachsen. Damit einher ging die Neugestaltung des Campusplatzes. Zur weiteren Steigerung der Attraktivität der Stadt Chemnitz als Studien-, Arbeits- und Lebensort tragen sowohl der aktuelle Umbau der Alten Aktienspinnerei zur neuen Zentralbibliothek als auch die Ansiedlung weiterer Universitätseinrichtungen entlang der Straßenbahntrasse des sogenannten “Chemnitzer Modells” bei.

Um seine Unterkunft braucht sich in Chemnitz kein Student zu sorgen: Gleich zehn Wohnheime gibt es auf dem Campus mit insgesamt etwa 1.800 Plätzen in Einzelappartements, Doubletten oder Mehrpersonen-WGs. Auf 100 Studierende kommen also 18 Plätze – im Bundesschnitt sind es nur zehn. Aber auch auf dem freien Wohnungsmarkt sind preiswerte Unterkünfte leicht zu finden – oft auch in Uni-Nähe. So bietet Chemnitz deutschlandweit die günstigsten Studenten-WGs. Und wer mit Kind studieren möchte, genießt die Annehmlichkeiten einer familiengerechten Hochschule. So arbeitet die TU mit drei Kooperationskindertagesstätten der Stadt zusammen, im Juli eröffnet zudem eine neue Kita des Studentenwerks unmittelbar auf dem Campus mit 100 Plätzen.

 Es geht um Wertschöpfungsprozesse und nachhaltige Zukunftssicherung

Philipp Klimant zeigt Energieflussvisualisierungen als Forschungs-Baustein auf dem Weg zur emissionsneutralen Fabrik. (Foto: TU Chemnitz/Jürgen Lösel)

In Forschung und Lehre steht die Chemnitzer Universität für die drei Kernkompetenzfelder “Materialien und Intelligente Systeme”, “Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau” sowie “Mensch und Technik”, in denen wichtige Fragestellungen der Zukunft bearbeitet werden. Chemnitz entwickelt sich zu einem international sichtbaren Forschungsstandort für künftige Wertschöpfungsprozesse und nachhaltige Zukunftssicherung. So entsteht derzeit beispielsweise an der TU das europaweit einzigartige “Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen” (MAIN). Und der Bundesexzellenzcluster “Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen” (MERGE) ist deutschlandweit der einzige auf dem zukunftsweisenden Technologiefeld “Leichtbau”. Von derartigen Leuchttürmen in der Forschung profitieren die Studierenden 1:1, denn Forschungsergebnisse werden schnell und unmittelbar in die Lehre integriert, gegebenenfalls auch in neuen, innovativen Studienangebote zusammengeführt.

Internationale Anziehungskraft

Von wegen Provinz – Jeder dritte Studierende der TU Chemnitz kommt inzwischen aus dem Ausland (Foto: Sven Gleisberg)

Auf internationaler Ebene kooperiert die Chemnitzer Universität mit 130 Partnereinrichtungen auf allen Kontinenten – mit sichtbarem Erfolg! Laut dem Berenberg-Städteranking 2017 ist Chemnitz unter den 30 größten Städten Deutsch­lands die Hochschulstadt, die auf ausländische Studierende die stärkste Anziehungskraft ausübt. Und bezogen auf die Anzahl der ausländischen Studierenden ist die TU Chemnitz heute die internationalste Universität in Sachsen, bundesweit belegt sie unter den staatlichen Universitäten Platz 3. Rund 27 Prozent der Studierenden kommen inzwischen aus dem Ausland und repräsentieren fast 100 Nationen. Das spürt man fast überall an und in der Hochschule. Viele loben insbesondere das international orientierte Studienangebot. Auf dem Campus wird Multikulti groß geschrieben. Hier gibt es zum Beispiel den „Club der Kulturen“. Und das Zentrum für Fremdsprachen bietet jedes Semester für ca. 2.500 Studierende in 150 Kursen Sprachausbildungen in Englisch, Deutsch als Fremdsprache, Spanisch, Italienisch, Französisch, Russisch, Tschechisch, Polnisch, Latein, Chinesisch und seit Sommersemester 2017 auch Arabisch an. Wer seine Sprachkenntnisse bei einem Studienaufenthalt im Ausland testen möchte, dem hilft das Internationale Universitätszentrum gern weiter.

 Exzellente Studienbedingungen  

 Die Chemnitzer Studierenden loben in Rankings immer wieder die Lehrqualität, die technische Ausstattung, den Service und die Rahmenbedingungen an ihrer Universität. So hat die TU Chemnitz beispielsweise im „Studienqualitätsmonitor 2017“ sehr gut abgeschnitten. Aktuell zählt die Universität mit ihren Studienangeboten in der Mathematik, Chemie, Physik und Informatik unter Studierenden zu den deutschen Top-Adressen. Dies ist eines der Ergebnisse des jüngsten Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), bei dem mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum untersucht wurden. Die besonderen Stärken der TU Chemnitz schälten sich dabei die sehr gute Betreuungsrelation von Professoren und Studierenden sowie die attraktiven Studienbedingungen heraus, die einen zügigen Studienabschluss ermöglichen. Sehr gute Bewertungen erhält die TU Chemnitz vor allem im Bereich Mathematik. Hier sind die Chemnitzer Studierenden überdurchschnittlich zufrieden mit der Unterstützung am Studienanfang, mit der Betreuung durch die Lehrenden, mit der Studienorganisation, mit dem Lehrangebot, der Infrastruktur und mit der allgemeinen Studiensituation. Auch die Informatik punktet mit ihren Angeboten vor dem Studienbeginn, darüber hinaus auch mit der internationalen Ausrichtung der Masterstudiengänge. Im Studiengang Physik werden vor allem die Studienorganisation, die Unterstützung am Studienanfang und die Bibliotheksausstattung gelobt. Und beim Studiengang Chemie ist aus Sicht der Chemnitzer Studierenden ein Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit möglich, eine Seltenheit in der deutschen Hochschullandschaft.

Enge Kontakte zur Wirtschaft

Die weißen Stimmgabelelemente der Hamburger Elbphilharmonie wurden an der TU Chemnitz entwickelt (Foto: TU Chemnitz/Sarah Weißbach)

Zukunftsweisend für die TU Chemnitz ist die zunehmende Verknüpfung mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Wissenschaftsregion Chemnitz. Gemeinsam mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und An-Instituten der TU, mit der Stadtverwaltung und Wirtschaftspartnern schafft die Universität ideale Bedingungen, die eine praxisorientierte Ausbildung sowie Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung verbinden. Gute Voraussetzungen für den Sprung vom Hörsaal in die Selbstständigkeit bieten das Gründernetzwerk SAXEED an der TU sowie das Technologie Centrum Chemnitz. Mit deren Hilfe wurden seit 2002 etwa 200 Ausgründungen mit mehr als 900 Arbeitsplätzen generiert. Dies ist einer der Gründe, dass die TU Chemnitz als eine der besten Gründerhochschulen in Deutschland gilt. Viele der jungen Unternehmen bieten den Studierenden darüber hinaus attraktive Nebenjobs, Abschlussarbeitsthemen und Praktika an. Hier hilft auch der Career Service der TU Chemnitz weiter.

Neue Landingpage www.studium-in-chemnitz.de

Wer sich umfassend über das Chemnitzer Studium und die mehr als 100 Studienangebote informieren möchte, sollte im Internet die neue Landingpage www.studium-in-chemnitz.de  ansteuern. Dieses Webportal will die Fragen von Schülerinnen, Schülern und Studieninteressierten beantworten und sie auf ihrem Weg ins Studium begleiten sowie bei ihrem Studienstart unterstützen. Rund um die Studienentscheidung, den Studieneinstieg und darüber hinaus werden hilfreiche Informationen und Tipps gebündelt und für Interessierte schnell sichtbar gemacht. Studierende der TU berichten zudem regelmäßig auf ihrem Blog „Campus TUschler“ (http://www.unibotschafter.tu-chemnitz.de) über ihr Studium und Leben auf dem Uni-Campus oder in der Stadt. Generell bietet der Webauftritt der Universität einen guten Einstieg für die Studienorientierung. Gleichwohl sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich vor Ort ein eigenes Bild von Uni und Stadt zu machen.

 


Hochschul-Steckbrief
(Stand: 17. Mai 2018)

Gründung: 1836 als Königliche Gewerbschule, seit 1986 Technische Universität

Anschrift: Straße der Nationen 62, 09111 Chemnitz

Mitarbeiter: 2.298

Professoren: 158 zuzüglich 18 Juniorprofessuren.

Studierende: 11.135 (Frauenanteil: 43 Prozent, Ausländeranteil: 27 Prozent)

Studienmöglichkeiten: insgesamt 113 Studienangebote.

  • 37 Bachelorstudiengänge
  • 61 Masterstudiengänge
  • 2 Diplomstudiengänge
  • 2 Staatsexamensstudiengänge (Lehramt an Grundschulen)
  • 11 berufsbegleitende Fern- und Weiterbildungsstudiengänge (in Kooperation mit der TUCed – An-Institut für Transfer und Weiterbildung GmbH)

Weitere Informationen unter: https://www.tu-chemnitz.de/studentenservice/zsb/studiengaenge/

Ausbildungsmöglichkeiten:

  • Elektroniker/-in für Geräte und Systeme
  • Industriemechaniker/-in (Einsatzgebiet Feingerätebau)
  • Kaufmann/-frau für Büromanagement
  • Verwaltungsfachangestellte(r)
  • Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin/Fachrichtung Metalltechnik

Weitere Informationen unter: https://www.tu-chemnitz.de/verwaltung/personal/berufe/index.php

Schülerpraktika: ja. Weitere Informationen unter: https://www.tu-chemnitz.de/verwaltung/personal/berufe/praktikum.php

Kontakt:

Studieninteressierte: studienberatung@tu-chemnitz.de

Ausbildungsplatzbewerber: abt22@verwaltung.tu-chemnitz.de

Internet:

Landingpage „Studieren in Chemnitz“: www.studium-in-chemnitz.de

Homepage der Universität: www.tu-chemnitz.de

Schülerportal der TU Chemnitz: www.tu-chemnitz.de/schuelerportal

Blog der „Campus TUschler“: http://www.unibotschafter.tu-chemnitz.de

 

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