Technische Universität Bergakademie Freiberg – Zukunftsthemen und Ressourcen im Fokus

Von Lisa Schmidt | 15. November 2020

Hinweis:  Lisa Schmidt arbeitet an der Technischen Universität (TU) Bergakademie Freiberg im Dezernat Universitätskommunikation als Referentin für Marketing und Wissenschaftskommunikation.

 

Studierende der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik (Foto: Crispin-I. Mokry/TU Freiberg)

Innovation, Industrie 4.0, das Internet der Dinge oder E-Mobilität – All unsere modernen Entwicklungen bedingen Ressourcen, Energie und Materialien und einen nachhaltigen Umgang damit. In Forschung und Lehre entwickelt die TU Bergakademie Freiberg effiziente und alternative Technologien für Rohstoffgewinnung, Energietechniken, Werkstoffe und Recyclingverfahren und trägt so zur Lösung ökonomischer und ökologischer Herausforderungen unserer Gesellschaft bei.

Als Technische Universität stellt sie sich den Themen einer nachhaltigen Stoff- und Energiewirtschaft und vereint mit den Ingenieur-, Natur-, Geo-, Material- und Wirtschaftswissenschaften alle Bereiche der modernen Rohstoffforschung im Grundlagenbereich und der anwendungsorientierten Forschung unter einem Dach.

Als eine der forschungsstärksten Universitäten in Deutschland verfügt die TU Bergakademie Freiberg über ein exzellentes internationales Netzwerk mit anderen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Das Freiberger Know-How im Bereich Ressourcen, insbesondere in den Material- und Werkstoffwissenschaften ist dabei weltweit gefragt.

Der Rektor der TU Freiberg Prof. Klaus-Dieter Barbknecht (Foto: TU Freiberg/Detlev Müller)

 

»Nur gemeinsam und über Ländergrenzen hinweg können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern. Denn Wissenschaft und Bildung sind der Schlüssel für den Frieden und das Gleichgewicht zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Natur weltweit. « Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg

 

Lokal lernen und forschen, global denken

Die vier Kernfelder Geologie, Material, Energie und Umwelt geben der 1765 gegründeten und somit ältesten aktiven montanwissenschaftlichen Universität der Welt ihr einmaliges Lehr- und Forschungsprofil. Es ist durch 69 Studiengänge in sechs Fakultäten verankert und ermöglicht eine interdisziplinäre Forschung und Ausbildung der derzeit rund 4.000 Studierenden. Über 1.000 Studierende aus dem Ausland bereichern dabei den internationalen und kulturellen Austausch in Freiberg.

Mit den eigenen Forschungs- und Lehrbergwerken „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“ verbindet die Bergakademie Theorie und Praxis. Hier fahren die Studierenden traditionell selbst ein und wenden Wissen ganz praktisch und interdisziplinär an.

Wie Tradition in der Bergstadt gelebt wird, sieht man bei sämtlichen akademischen Anlässen. Das Ehrenkleid der Bergleute, der schwarz gehaltene Bergkittel, ist noch heute das beste Kleidungsstück für akademische Feste, bei denen auch das Steigerlied nicht fehlen darf. Dass die traditionsreiche Universität auch für die Zukunft gut aufgestellt ist, zeigt sich an modernsten Laboren und Forschungsanlagen, praxisnaher Lehre und einer einzigartigen Betreuung, mit der die Universität schon jetzt die Wissenschaftler von morgen qualifiziert.

Student Lukas Eichinger (Foto: TU Freiberg)

 

»Glück Auf!! Mit der TU Bergakademie Freiberg triffst Du die richtige Wahl, wenn Dir eine einzigartige, individuelle Betreuung an einer Universität wichtig ist. Dein Interesse am Studiengang wird durch Übungen und Praktika an der Uni mit Sicherheit gefestigt, denn gerade in den MINT-Studiengängen sind die Fakultäten sehr gut ausgestattet und man erhält bereits während des Studiums tiefe Einblicke in Forschungsthemen der Zukunft.« Lukas Eichinger, Student an der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie

 

Studieren im Welterbe

Die Universitätsstadt Freiberg liegt in der Mitte Sachsens und gehört als Teil der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří seit 2019 zum UNESCO-Welterbe. Neben der malerischen Altstadt bietet die Silberstadt bedeutende kulturelle Institutionen, darunter die weltweit größte Mineraliensammlung der Welt terra mineralia, den Freiberger Dom sowie das älteste Stadttheater der Welt.

Etwas mehr als 42.000 Einwohner zählt die Stadt Freiberg. Die Wohnmöglichkeiten für Studierende sind trotzdem in ausreichendem Maße vorhanden. Zum Feiern ziehen die Studierenden am liebsten in die Altstadt. Die Kneipenmeile verläuft über die Meißner Gasse, Studenten erholen sich im „Konzert- und Ballhaus Tivoli“ oder feiern im „Erdalchemistenclub“ und im ältesten Studentenclub der Stadt, dem „Klubhaus Alte Mensa“.

Obwohl über 500 Kilometer von Köln entfernt, hat der akademische Karneval in Freiberg berüchtigte Tradition. Jedes Jahr am 11.11. lässt der „Karnevalklub“ den Oberbürgermeister der Stadt drei Fragen beantworten, den berühmten Sprung über das Arschleder absolvieren und einen großen Krug Freiberger Bier leeren.

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Quelle 1
Quelle 2

 

Turbulent geht es zu, wenn die Absolventen ihr bestandenes Studium feiern. Tradition ist es nämlich, dass Freiberger Studenten nach ihrer erfolgreichen Exmatrikulation in den Wassern des Löwenbrunnens am Obermarkt baden, quasi als „akademische Taufe“. Die steinernen Löwen zu reiten, ist ein weiterer Brauch. Früher ging das Treiben so lange, bis die Polizei kam und die jungen Wilden zur Kasse bat. Als tolles Andenken hängt dieser Strafzettel, der die „Erregung öffentlichen Ärgernisses durch Löwenreiten“ bescheinigte, in so mancher ehemaligen Studierstube.

Ende Juni lockt mit dem Bergstadtfest das größte Volksfest Mittelsachsens. Bis August verwandeln die Freiberger Sommernächte Schloss Freudenstein in das kulturelle Zentrum der Altstadt, bevor im Dezember die Bergparaden die traditionelle Erzgebirgsweihnacht einläuten. Bergmänner und Engel leuchten dann wie vor hundert Jahren in beinahe jedem Fenster Freibergs und laden zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland ein.



Steckbrief

(Stand: 31.12.2019)

Gründung: 1765
Anschrift:  TU Bergakademie Freiberg, Akademiestr. 6, 09599 Freiberg
Fakultäten:

  • Mathematik und Informatik
  • Chemie und Physik
  • Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau
  • Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik
  • Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
  • Wirtschaftswissenschaften

Studierende: 4.016 Studierende, davon: 34,5 % internationale Studierende
Mitarbeiter: 2.169 Hochschulbeschäftigte, 89 Professoren
Studienangebot: 69 Studiengänge, davon: 15 Diplom-Studiengänge, 18 Bachelor-Studiengänge, 36 Master-Studiengänge (davon 14 englischsprachige Master-Studiengänge).
Alle grundständigen Studiengänge sind zulassungsfrei.
Übersicht über das Studienangebot:  https://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge
Kontakt: Zentrale Studienberatung, Tel.: +49 3731 39 – 3469, – 3827 Mail: studienberatung@tu-freiberg.de
Wohnen in Freiberg: https://tu-freiberg.de/leben/wohnen-in-freiberg
Internet: https://tu-freiberg.de/ und https://studieren-in-freiberg.de
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