Robert Schumann Hochschule Düsseldorf – Irgendetwas mit Musik

Von Matthias Schwarz | 15. November 2018

Zum Autor: Matthias Schwarz ist Pressesprecher der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

 

Der Studiengang „Ton und Bild“ kombiniert Musik und Technik (Foto: Susanne Diesner)

Viele Abiturienten wollen nach der Schule „irgendetwas mit Musik“ machen. Nicht für jeden kommt eine Karriere als Konzertpianist, Opernsängerin oder Orchestermusiker in Frage. Die Gründe sind vielfältig. Der eine will nicht ein Leben lang auf der Bühne stehen oder täglich stundenlang im „stillen Kämmerlein“ üben. Der andere möchte gerne über den Tellerrand schauen und sich möglichst breit qualifizieren. An diese jungen Menschen richtet sich das Angebot des Instituts für Musik und Medien (IMM) der Robert Schumann Hochschule. Eine Übersicht über sämtliche Studiengänge der Robert Schumann Hochschule findet sich am Ende des Beitrags. Die nachfolgende Vorstellung beschränkt sich indessen auf das Studienangebot des Instituts für Musik und Medien (IMM).

Musik in Kombination mit Technik oder Kunst studieren

Schulabgänger, die seit längerer Zeit ein Instrument spielen, zum Beispiel im Schulorchester, und sich für Technik begeistern, sollten sich den Studiengang „Ton und Bild“ einmal näher anschauen. Er knüpft an das renommierte Düsseldorfer Toningenieur-Studium an und kombiniert musikalischen Einzelunterricht mit dem technischen Wissen über Ton- und Bildübertragung. Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Signalübertragung, Nachrichtentechnik und Mehrkameraproduktion. Die Absolventen können später nicht nur als Toningenieure oder Sounddesigner arbeiten. Auch viele andere, technisch orientierte Berufe in der sich ständig wandelnden Musik- und Medienbranche kommen in Frage.

Visual Music umfasst alle Methoden, Musik, Klang und Geräusch zu visualisieren (Foto: Susanne Diesner)

Wer lieber künstlerisch arbeiten will, findet mit „Musik und Medien“ einen geeigneten Studiengang. Er  vereint Musik und Kreativität. Fächer wie Ton- und Bildproduktion, Musiktheorie, Musikwissenschaft, Mediengeschichte und Sinnesbildung bilden die Grundlage. Später können die Studentinnen und Studenten aus acht Schwerpunkten wählen, darunter Klassische Musikaufnahme, Medienkomposition oder auch Visual Music – ein Begriff, mit dem nur wenige etwas anfangen können. Visual Music umfasst alle Methoden, Musik, Klang und Geräusch zu visualisieren, beispielsweise in Installationen, Musikvideos, Performances und Games.

Technische Infrastruktur garantiert hohe Qualität

Alle, die am Institut für Musik und Medien (IMM) studieren, profitieren vom engen Austausch mit Musikern, die das ganze stilistische Spektrum der Musik verkörpern. Das macht das IMM in Deutschland so besonders. Ob Konzertmitschnitte, Musikfilme, Visuals oder der Livestream einer Opernaufführung – der Lehrbetrieb der Robert Schumann Hochschule bietet viele Chancen, das im Institut erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Dabei hilft das hervorragende Equipment der Hochschule: Es gibt drei auf höchstem technischen Niveau ausgestattete Surroundstudios, ein Labor für Digitale Bildmedien, eine Bild- und mehrere Tonregien mit angeschlossenen Aufnahmestudios und entsprechenden Produktionsumgebungen, ein Ton-Ü-Wagen, eine mobile Bildregie sowie ein Experimentallabor. Besondere Impulse ergeben sich auch aus jahrelangen Kooperationen. Das IMM arbeitet beispielsweise mit der Filmakademie Baden-Württemberg, der Northeastern University Boston und der Kunsthochschule für Medien in Köln zusammen.

Unterrichtssituation: Rund 200 Studentinnen und Studenten hat das Institut für Musik und Medien (Foto: Susanne Diesner)

Da das Institut Teil der Musikhochschule ist, geht kein Weg an einer sogenannten künstlerischen Eignungsprüfung vorbei. Die Bewerber müssen also ein Musikinstrument spielen oder singen können. Das setzt Begabung und einen oft mehrjährigen Musikunterricht parallel zur Schule voraus. Darüber hinaus verlang das Institut Arbeitsproben und einen Praktikumsnachweis. Wer diese Hürde geschafft hat, darf sich auf eine hervorragende Ausbildung freuen. Die rund 200 Studentinnen und Studenten des Instituts erhielten in der Vergangenheit zahlreiche Auszeichnungen. Im Sommer bekamen Celia Ruiz Artacho und Ben Winkler den Nachwuchspreis der Soundtrack-Cologne, des größten Fachkongresses für Musik und Ton in Film, Games und Medien. Ian Weinfurtner, Lennard Schubert und Lukas Hierl wurden im Frühjahr von der Audio Engineering Society geehrt.

 


Hochschul-Steckbrief
(Stand: 01.11.2018)

Gründung: 1935 als Robert-Schumann-Konservatorium der Stadt Düsseldorf. Ab 1972 fortgeführt als Robert Schumann Institut Düsseldorf der Staatlichen Hochschule für Musik Rheinland. Seit 1987 Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Anschrift: Fischerstraße 110, 40476 Düsseldorf.

Fakultäten/Fachbereiche: Die Hochschule gliedert sich in die Fachbereiche Musik und Musikvermittlung, darüber hinaus in die Institute:

  • Institut für Kirchenmusik
  • Institut für Komposition und Musiktheorie
  • Institut für Musik und Medien
  • Musikwissenschaftliches Institut
  • Schumann Junior

Mitarbeiter: 45 haupt- und nebenberufliche Professoren, 200 Lehrbeauftragte (der Frauenanteil wird von der Hochschule nicht ausgewiesen).

Studierende: 850 (der Frauen- und Ausländeranteil wird von der Hochschule nicht ausgewiesen)

Studienmöglichkeiten: Die Robert Schumann Hochschule bietet Studienmöglichkeiten mit Bachelor- und Masterabschluss, in den sogenannten Exzellenzstudiengängen mit dem Konzertexamen, in der Musikwissenschaft zusätzlich auch ein Promotionsstudium an.
Eine Übersicht über das gesamte Studienangebot ist zu finden unter: http://www.rsh-duesseldorf.de/studiengaenge/.

Kontaktmöglichkeiten für Studieninteressenten: http://www.rsh-duesseldorf.de/campus/beratung-und-service/studienstart/tutoren-wm/.

Bewerbung: Informationen unter: http://www.rsh-duesseldorf.de/studienbewerbung/bewerbungsverfahren/fragen-zur-bewerbung/.

Internet: http://www.rsh-duesseldorf.de/

 

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