Niedersachsen-Technikum – Angebot für Abiturientinnen auf der Suche

Von Hans-Martin Barthold | 15. Februar 2013 (aktualisiert am 02. Oktober 2018)

(Karrikatur: Christoph Freisem)

(Karrikatur: Christoph Freisem)

Studiere ich lieber Lehramt, Betriebswirtschaft oder vielleicht doch Maschinenbau? Die Unsicherheit prägt das Bild an vielen Orten in Deutschland und sie wiederholt sich jedes Jahr aufs Neue. So auch im letzten Sommer in unserer Region. Eigentlich hätten alle fünf jungen Frauen, von denen gleich die Rede sein soll, froh und glücklich sein können. Das Abitur war geschafft, das Tor zur Welt stand weit offen. Annika Giesbrecht hatte das Gymnasium Kleine Burg in Braunschweig besucht, Lina Tacke und Svea Biermann das Wolfenbütteler Gymnasium im Schloss, Carolina Wiezer das Gymnasium in Salzgitter, Jessica Cramme kam vom Gymnasium Salzgitter-Bad. Die von ihnen in der Qualifikationsphase angewählten Profile verteilten sich über die gesamte Bandbreite entsprechender Möglichkeiten: Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Kunst. Für die Naturwissenschaften hatte sich allerdings nur Svea Biermann entschieden. Und doch plagte die jungen Frauen ein Problem, für das sich einfach keine Lösung finden wollte. Wie würde es nun weitergehen?

Klar war allen nur, ein Studium sollte es sein. Aber welche Fachrichtung? Etwas Technisch-Naturwissenschaftliches schloss keine der frisch gebackenen Abiturientinnen völlig aus, doch stand es umgekehrt auch auf keiner Hitliste ganz oben. Weniger, wie sie versichern, weil sie derlei Fragestellungen nicht interessiert hätten, sondern mehr, weil ihnen das Zutrauen fehlte, es schaffen zu können. Das bezeichnen Lena Drabert von der Technischen Universität Braunschweig und Britta Böckmann von der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel als ein typisches Problem junger Frauen. „Junge Männer nehmen selbst mit einer Drei im Mathe-Grundkurs noch voller Zuversicht ein Maschinenbaustudium auf“, beobachten sie immer wieder. „Eine Abiturientin aber zweifelt schon mit einer Zwei minus im Mathe-Leistungskurs, ob sie den Anforderungen wirklich gewachsen ist.“

Einblick in Beruf und Studium

Technikantinnen 2012/2013 (Foto: Ostfalia Wolfenbüttel)

Technikantinnen 2012/2013 (Foto: Ostfalia Wolfenbüttel)

Drabert und Böckmann wissen, wovon sie sprechen, denn sie organisieren in enger Kooperation an ihren Hochschulen das Niedersachsen-Technikum. Dabei handelt es sich um ein Programm, das jungen Frauen die Entscheidung für oder gegen ein Studium der sogenannten MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik –  erleichtern soll. Ein Semester lang leisten die Niedersachsen-Technikantinnen über vier Tage ein Unternehmenspraktikum und erhalten so Einblicke in den späteren Beruf. Einen Tag nehmen sie an der Hochschule an ausgewählten Lehrveranstaltungen teil und gewinnen damit ein Gefühl für die in einem solchen Studium gestellten Anforderungen. Das wichtigste aber ist die intensive Begleitung durch die Projektleiterinnen und die studentischen Tutorinnen. Lena Drabert und Britta Böckmann sowie die Tutorinnen unterstützen jede einzelne Teilnehmerin, deren persönliche Erfahrungen aus Praktikum und Schnupperstudium für die individuelle Studienwahlentscheidung nutzbar zu machen.

Während es dieses Angebot in Braunschweig und Wolfenbüttel erst seit letztem Jahr gibt, hat man in Osnabrück bereits Erfahrungen aus zwei Durchläufen. Und die könnten der niedersächsischen Wissenschaftsministerin Johanna Wanka Beweis genug sein, dass das dafür eingesetzte Geld, es sind rund 800.000 €, gut angelegt ist. Die Bilanz der Leiterin der Koordinierungsstelle für das Niedersachsen-Technikum, Barbara Schwarze, jedenfalls ist makellos. Die Professorin für Gender and Diversity Management an der Hochschule Osnabrück hat bislang keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen.

Überzeugender Erfolg auch ohne Leistungskurs Physik

Lena Drabert/TU Braunschweig (Foto: privat)

Lena Drabert/TU Braunschweig (Foto: privat)

„Die sieben Technikantinnen des Jahrgangs 2010 nahmen alle ein technisches Studium auf“,  berichtet sie. Und wichtiger noch: „Keine hat es abgebrochen!“ Auch von den neun Praktikantinnen 2011 seien alle Teilnehmerinnen bei der Technik geblieben. Sieben hätten sich für die Aufnahme eines entsprechenden Studiums entschieden, zwei das Angebot ihres Praktikumsunternehmens für eine betriebliche Ausbildung angenommen. Gegenwärtig gibt es an den zwölf teilnehmenden niedersächsischen Universitäten und Hochschulen sechzig Technikantinnen. An der TU Braunschweig sind es dreizehn, an der Ostfalia in Wolfenbüttel vier. Bis auf jeweils eine verteilen sich alle auf den Fachbereich Maschinenbau, die zwei anderen entschieden sich für die Informatik.

Annika Giesbrecht, Technikantin bei der Volkswagen AG, hat ihre Wahl für die Zeit nach dem Technikum schon getroffen. Sie wird nach dessen Ende ein Studium der Elektrotechnik beginnen. Noch in der Oberstufe empfand sie die Naturwissenschaften als lästigen Klotz am Bein. Nachdem sie sich aber bereits während der Schulzeit am Mentoring-Programm der TU Braunschweig beteiligt hatte, brachte ihr das Niedersachsen-Technikum die endgültige Gewissheit. „Ich konnte in den Praxisprojekten ausprobieren, woran ich Interesse habe und was mir liegt. An der Uni sehe ich, was im Studium auf mich zukommt“, erzählt sie. „Daneben habe ich einen sehr guten Überblick über die beruflichen Einsatzbereiche von Ingenieuren und Ingenieurinnen bekommen.“

Ingenieurarbeit begeistert

Technikantin beim Versuchsaufbau (Foto: TU Braunschweig)

Technikantin beim Versuchsaufbau (Foto: TU Braunschweig)

Lina Tacke, Carolina Wiezer, Jessica Cramme und Svea Biermann, Technikantinnen an der Wolfenbütteler Ostfalia Hochschule, bestätigen in großer Übereinstimmung ebenfalls die herausgehobene Bedeutung des Betriebspraktikums für den persönlichen Klärungsprozess. „Wir haben tolle Praxisprojekte, aber stehen bei deren Umsetzung, anders als die Mitarbeiter, nicht unter Zeit- und Erfolgsdruck. So haben wir auch ausreichend Gelegenheit für Gespräche über die fachlichen wie persönlichen Anforderungen in den späteren Berufsfeldern von Ingenieuren und Ingenieurinnen“, berichten sie. Gleichwohl machen sie keinen Hehl daraus, dass das Eintauchen in die Arbeits- und Berufswelt für sie schon eine Herausforderung ist, besonders in den männerdominierten Technikabteilungen.

Wie vielfältig die Erfahrungen der Technikantinnen sind, zeigt das Beispiel Lina Tackes. Sie ist in einem Softwareunternehmen direkt in die Produktionsprozesse mit eingebunden. Dadurch erlebt sie den Druck infolge enger Termine und die hohe Verantwortung, die jeder Einzelne für das Gelingen des jeweiligen Projektes trägt, hautnah. Oder Svea Biermann, Praktikantin bei Volkswagen in Wolfsburg, die bereits um 4:30 Uhr aufstehen muss, um rechtzeitig auf der Arbeit zu sein, und die erst kurz vor 18:00 Uhr wieder nach Hause zurückkehrt. „Es ist schön zu sehen, dass die jungen Frauen diese Herausforderungen annehmen und ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie bei ihnen das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit wächst“, zieht Britta Böckmann ein erstes Zwischenfazit.

Anrechnung von Studienleistungen als Belohnung

Britta Böckmann/Ostfalia Wolfenbüttel (Foto: privat)

Britta Böckmann/Ostfalia Wolfenbüttel (Foto: privat)

Aus den teilnehmenden Unternehmen kommt viel Lob. Markus Rottwinkel von der Abteilung Führungskräfte der Salzgitter AG sieht im Niedersachsen-Technikum eine gute Möglichkeit, mehr junge Frauen für technische Berufe und natürlich auch sein Unternehmen begeistern zu können. Deren Vorbehalte gegenüber den MINT-Studiengängen sieht der Senior Referent vor allem im Fehlen entsprechender Rollenvorbilder begründet. Wenn Vater und Mutter in ihrer Arbeit keinen Bezug zur Technik haben, fehle ganz einfach der sachkundige Ansprechpartner. „Diese Vorbilder können wir mit dem Niedersachsen-Technikum jetzt endlich zur Verfügung stellen.“ Weshalb man auch viel Manpower in die Betreuung der jungen Frauen investiere. Ayleen Niebuhr und Lynn Ebner, Praktikantinnen im Salzgitteraner Stahlunternehmen, bestätigen das ohne Vorbehalte. Sie sind restlos zufrieden mit ihrem Einsatz bei der Wiederaufarbeitung von Austauschteilen, wo sie in der Qualitätssicherung eingesetzt sind.

Die Praktikantinnen erhalten von ihren Praxisbetrieben eine Vergütung. An den Hochschulen sind die Teilnehmerinnen des Niedersachsen-Technikums zeitlich befristet (Ostfalia Hochschule) oder als Gasthörerinnen (Technische Universität Braunschweig) eingeschrieben. Die Braunschweiger und Wolfenbütteler Hochschule haben sich verpflichtet, während dieser Zeit erworbene Leistungsnachweise auf ein anschließendes Studium anzurechnen. Das gilt auch für eventuelle Vorpraktika. Die Bewerbungen für eine Teilnahme am Technikum sind in der Zeit nach den Abiturprüfungen bis Ende Juli an die gewünschte Hochschule zu richten. Diese vermitteln anschließend auch die Praktikumsplätze. Das Niedersachsen-Technikum beginnt jeweils am 1. September und endet am 28. Februar des Folgejahres. Einer Studienaufnahme im Sommersemester (Studienbeginn März/April) steht damit nichts im Wege.

Verstetigung und Öffnung wünschenswert

Technikantinnen im Labor (Foto: Ostfalia Wolfenbüttel)

Technikantinnen im Labor (Foto: Ostfalia Wolfenbüttel)

Schade freilich, dass ein solch gutes Instrument wie das Niedersachsen-Technikum zunächst nur bis 2014 befristet ist. Geeignete Wege zu finden, es in den Köpfen junger Abiturientinnen dauerhaft verankern zu können, dafür brauchte es eines längeren Atems. Das Programm lediglich im Herbst, nicht aber auch für die Zielgruppe der Studienabbrecherinnen und/oder derer, die sich mit ihrer Studienwahl schlicht vertan haben, auch im Frühjahr anzubieten, erschließt sich nicht einmal auf den zweiten Blick. Ebenso, weshalb auf eine Nachbetreuung der Teilnehmerinnen verzichtet wird und eine Evaluation von Seiten des Wissenschaftsministeriums nicht vorgesehen ist.

Die begeisterte Technikantin Annika Giesbrecht wünschte sich aus ihrer Erfahrung drei Dinge: Anerkennung der praktischen Tätigkeit auch für die studienintegrierten Praktika im anschließenden Bachelorstudium, nach einer ersten Orientierungsphase eine interessengeleitete freie Wahl der Lehrveranstaltungen, schließlich die Öffnung des Technikums für junge Männer. „Von denen wären bestimmt viele über eine solche Möglichkeit ebenfalls sehr froh“. Und tatsächlich lässt der Blick auf die Studienabbrecherquoten in den MINT-Studiengängen nur einen Schluss zu, auch Abiturienten täte ein Praktikum zur fundierten Studienwahlentscheidung, wie es im Rahmen des Niedersachsen-Technikums angeboten wird, zweifellos gut.

 


Weiterführende Informationen

Koordinierungsstelle Niedersachsen-Technikum: www.niedersachsen-technikum.de

Technische Universität Braunschweig: www.tu-braunschweig.de/gleichstellung/angebote/projekte/technikum

Ostfalia Wolfenbüttel: www.ostfalia.de/cms/de/bfg/Studieninteressierte

 

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Im Februar 2013 berichteten wir zum ersten Mal über das Niedersachsen-Technikum. Seitdem hat sich einiges geändert. Judith Bräuer von der Zentralen Koordinierungsstelle Niedersachsen-Technikum aktualisiert diesen Beitrag am 02. Oktober 2018 um die wichtigsten Neuerungen. (bart)

Für alle jungen Frauen, die ein Abitur oder ein Fachabitur abgeschlossen haben und auf der Suche nach einem spannenden Beruf sind, bietet das Niedersachsen-Technikum Orientierungshilfe. Sechs Monate lang können die Teilnehmerinnen in einem Unternehmen ein bezahltes Praktikum absolvieren und dabei testen, wo ihre MINT-Kompetenzen liegen. Parallel nehmen sie an einem „Schnupperstudium“ an einer Hochschule teil. MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

So funktioniert das Niedersachsen-Technikum (Quelle: Zentrale Kordinierungsstelle Niedersachsen-Technikum)

Und so funktioniert das Niedersachsen-Technikum:

  • An 4 Tagen in der Woche lernen die Teilnehmerinnen in einem bezahlten Unternehmenspraktikum das Arbeitsleben in einem MINT-Beruf kennen.
  • An einem Tag pro Woche nehmen die Technikantinnen an einem Schnupper-Studium an einer niedersächsischen Hochschule oder Universität teil.
  • Den Technikantinnen steht ein umfangreiches Angebot an Erstsemestervorlesungen, Exkursionen und Seminaren zur Verfügung. Zum Abschluss erhalten die Technikantinnen eine Praktikumsbescheinigung ihres Unternehmens und ein Zertifikat ihrer Hochschule/Universität.

„Wir brauchen mutige junge Frauen, die sich trauen, sich für einen bislang noch immer sehr männerdominierten Bereich zu entscheiden“, so Dr. Barbara Hartung, Ministerialrätin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, bei der Auftaktveranstaltung des Niedersachsen-Technikums im September 2018. Hartung ist von dem Konzept des Technikums überzeugt: „Damit können wir den Teilnehmerinnen nicht nur die vielfältigen Studien- und Berufsmöglichkeiten im MINT-Bereich aufzeigen. Das Niedersachsen-Technikum gibt ihnen vielmehr auch die Möglichkeit, ihre Potentiale zu erkennen und hinterher zu wissen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen.“

Das Niedersachsen-Technikum wurde 2010 erstmalig an der Hochschule Osnabrück erprobt und wird seit 2012 mit der Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur an weiteren Hochschulen angeboten. Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht den Erfolg des Projekts: „Insgesamt haben schon fast 600 junge Frauen nach ihrem Abitur oder Fachabitur das Niedersachsen-Technikum absolviert. Rund 90 Prozent der Technikantinnen haben sich im Anschluss für ein technisches Studium oder eine technische Ausbildung entschieden“, so die Initiatorin und Leiterin des Niedersachsen-Technikums, Prof. Barbara Schwarze.

Eine der ersten Abiturientinnen, die 2010 am Niedersachsen-Technikum teilnahmen, war Nora. Sie erfuhr durch einen Zeitungsartikel vom Niedersachsen-Technikum und war sofort begeistert. Während ihrer Schulzeit war sie trotz Mathe bzw. Physik LK und einem Interesse an technischen Prozessen verunsichert, ob sie wirklich einen Studiengang im MINT-Bereich wählen sollte. Also bewarb sie sich um einen Platz im Technikum und hat dies bis heute nicht bereut. „Ich habe damals an der Hochschule Osnabrück mit sechs weiteren jungen Frauen das Technikum im Herbst 2010 begonnen. Neben den fachlichen Eindrücken, die man während der Praxiseinsätze und in der Hochschule gewonnen hat, fand ich es vor allem hilfreich den Arbeitsalltag in einem Unternehmen kennenzulernen. Nicht nur das erste Mal 40 Stunden in der Woche zu arbeiten, auch das Integrieren in eine Abteilung bzw. festzustellen wie untereinander kommuniziert wird, hat mir geholfen mich im Arbeitsleben zurechtzufinden.“ Nach einem dualen Studium absolviert Nora derzeit ein Masterstudium Sustainable Engineering in UK.

Prof. Barbara Schwarze berichtet über das Niedersachsen-Technikum (Foto: Thomas Damm/Niedersachsen-Technikum)

Technikantinnen im Hörsaal (Foto: Thomas Damm/Niedersachsen-Technikum)

Auch die ehemalige Technikums-Teilnehmerin Laura hat sich für ein MINT-Fach entschieden. Nach sechs Monaten Schnuppervorlesungen und Unternehmenspraktikum hat sie ein Maschinenbau-Studium an der Hochschule Hannover absolviert und danach ein Masterstudium in Angewandter Werkstoffwissenschaft an die Hochschule Osnabrück aufgenommen. „Ohne das Technikum hätte ich mir das Studium nicht unbedingt zugetraut, weil ich keine Vorstellung davon hatte, was auf mich zukommen würde. Ich bin heute sehr glücklich, dass ich an dem Programm teilgenommen habe und dadurch für mich den richtigen Weg gefunden habe“, berichtet Laura.

„MINT ist der wohl spannendste Bereich den man sich vorstellen kann. Neue Ideen und die ständige Weiterentwicklung von Instrumente, Apparaten oder Forschungsfragen führen dazu, dass dieser Bereich immer in Bewegung ist. Jeden Tag kann man etwas Neues entdecken und ein kleiner Teil eines großen unglaublich spannenden Themenkomplex sein. Jeder und vor allem JEDE sollte die Chance nutzen und einmal in MINT hereinschnuppern!“ findet Mareike, die ihr Technikum an der Hochschule Osnabrück absolviert hat und sich danach für ein Mechatronik-Studium an der Hochschule entschieden hat. Heute studiert sie Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft an der Hochschule Osnabrück am Standort in Lingen.

Technikantinnen im Seminar (Foto: Jan Rüther/Niedersachsen-Technikum)

Technikantinnen im Labor (Foto: Jan Rüther/Niedersachsen-Technikum)

Auch die Unternehmen profitieren von dieser Erprobungsphase, indem sie durch ihr Engagement bei dem weiblichen Nachwuchs punkten können. Seit Jahren mit dabei ist der weltweit zweitgrößte Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG mit seinem Standort in Lemförde. „Seit 2012 konnten wir 16 Technikantinnen, die gleichermaßen interessiert und engagiert waren, bei ihrer beruflichen Entscheidungsfindung unterstützen. Das Niedersachsen-Technikum verknüpft zwei Herausforderungen, die insbesondere Technologieunternehmen treffen: dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und gleichzeitig zu einem ausgewogeneren Verhältnis von Männern und Frauen im MINT-Bereich beizutragen“, fasst Andrea Henning, Personalleiterin bei ZF, zusammen.

Das Niedersachsen-Technikum wird von verschiedenen niedersächsischen Hochschulen in Kooperation mit mehr als 100 Unternehmen angeboten. Weitere Informationen gibt Judith Bräuer von der Zentralen Koordinierungsstelle des Niedersachsen-Technikums.

Weitere Informationen:
Judith Bräuer
Zentralen Koordinierungsstelle Niedersachsen-Technikum
Telefon 0541 969-3703
E-Mail: judith.braeuer@niedersachsen-technikum.de
www.niedersachsen-technikum.de