News aus der Welt der Berufe …

Zusammengestellt von Hans-Martin Barthold | 15. April 2021

 

Ausbildungs-News

Freie Ausbildungsplätze für das kommende Jahr sind unter folgenden Internetportalen zu finden:

Die App „AzubiWelt“ bietet Jugendlichen alle wichtigen Informationen und Funktionen rund um die Ausbildungsstellensuche. Sie wird von der Bundesagentur für Arbeit betrieben. Sobald die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf getroffen ist, werden die passenden Ausbildungsstellen angezeigt. Auch kann unbürokratisch der Kontakt mit der zuständigen Beratungsfachkraft der örtlichen Arbeitsagentur aufgenommen werden. Die App ist im Google Play Store und im Apple App Store kostenlos erhältlich.

Die „Ausbildungsprämie“ soll nach Plänen des Bundesarbeitsministeriums aufgestockt werde. Unter Beibehaltung der bisherigen Fördervoraussetzungen (siehe dazu: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern) soll die Förderprämie von 2.000 Euro auf 4.000 Euro, bei Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze von 3.000 auf 6.000 Euro erhöht werden. Die Förderung soll für alle Ausbildungsverträge gelten, die ab Juni 2021 beginnen. Statt bisher nur Betrieb bis 249 Beschäftigte sollen künftig auch Betriebe bis zu einer Beschäftigtenzahl von 499 Mitarbeitern gefördert werden. Weiterführende Informationen unter: https://www.arbeitsagentur.de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern/ausbildungspraemie.

Die Ausbildung in den medizinischen Assistenzberufen soll modernisiert werden. Grundlage dafür ist das noch nicht abschließend verabschiedete MTA-Reformgesetz. Die Ausbildungszeit soll weiterhin 3 Jahre betragen. Das bisher noch an vielen Ausbildungseinrichtungen zu zahlende Schulgeld soll entfallen und stattdessen eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden. Die Berufsbezeichnungen sollen künftig „Medizinischer Technologe/Medizinische Technologin für Laboratoriumsanalytik“, „… für Radiologie“, „… für Funktionsdiagnostik“ sowie „… für Veterinärmedizin“ lauten. Weiterführende Informationen unter:  https://www.bundesgesundheitsministerium.de/mta-reformgesetz.html.

Zahl der im letzten Jahr abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 9,4 % niedriger als im Vorjahr. Mit 465.200 lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach Angaben des Statistischen Bundesamtes so niedrig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Als Grund geben die Statistiker den Effekt der Corona-Krise an. Am stärksten betroffen waren die Bereiche Industrie und Handel (- 11,9 %). Im Vergleich dazu fielen die Verluste im Handwerk (- 6,6 %) moderat aus. Über die Zahlen für das laufende Jahr sind derzeit keine Aussagen möglich.

 

Studien-News

Mit Hilfe des Tools „stav Mediranger“ lassen sich die Chancen für eine Zulassung zum Medizinstudium berechnen. Entwickelt wurde das Tool am Universitätsklinikum der Universität Hamburg-Eppendorf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt. Zu finden unter: https://mediranger.projekt-stav.de/.

Die Bewerbungsschlusstermine für Abiturienten des aktuellen Prüfungsjahrgangs sind bis zum 31. Juli verlängert worden. Das gilt nicht für Bewerber, die ihr Abitur bereits vor 2021 abgelegt haben (Altabiturienten. Die Details finden sich unter:  http://hochschulstart.de/aktuelles?tx_news_pi1%5baction%5d=detail&tx_news_pi1%5bcontroller%5d=News&tx_news_pi1%5bnews%5d=43&cHash=cd5731f59b9b306589598d9ff71dca87.

Einen „Digitalen Semesterstart“ für Medizinstudierende bietet der Marburger Bund auch für das Sommersemester 2021 an. Die Themenübersicht und das Online-Anmeldeformular sind zu finden unter: https://www.marburger-bund.de/bundesverband/themen/studium/digitaler-semesterstart-2021.

 Einen praxisorientierten Studiengang „Wirtschafts- und Organisationspsychologie“ bietet erstmals zum Wintersemester 2021/2022 die Hochschule Hof an. Der Studiengang kann auch als duales Studium studiert werden. Weiterführende Informationen finden sich unter: https://www.hof-university.de/studieninteressierte/studienangebot/wirtschafts-und-organisationssoziologie-ba.html.

 Die HRK-Studienplatzbörse hat noch bis zum 30 April geöffnet. In ihr werden an einzelnen Universitäten in zulassungsbeschränkten Studiengängen unbesetzt gebliebene Studienplätze angeboten. Zu finden unter: https://www.hochschulkompass.de/studienplatzboerse.html.

 Ein Sonderstudium „Betriebswirtschaftslehre“ für arbeitslose Piloten bietet die Hochschule Accadis in Bad Homburg an. Die Studiendauer beträgt ein Jahr. Als akademischen Abschluss erwerben die ehemaligen Piloten den Master of Business Administration. Das Studium erfolgt in weiten Teilen online, so dass ein Umzug an den Standort der Hochschule nicht erforderlich ist. Die Hochschule nutzt für dieses Sonderstudium die Möglichkeit des Hessischen Hochschulgesetzes, nachdem in besonderen Fällen die Zulassung in ein Masterstudium auch ohne Bachelorabschluss möglich ist. Inhaltlich lehnt sich das Curriculum dieses Studiums an das MBA-Studium der Hochschule an. Zulassungsvoraussetzung ist der Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung sowie einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit als Verkehrsflugzeugführer. Die Studiengebühren belaufen sich auf 16.800 Euro. Weitere Informationen unter: https://www.accadis.com/live/Master-of-Business-Administration-MBA-fuer-Piloten/ma-mba-mls-pilotenklasse.aspx.

Über die neuen Studieninhalte des Bachelorstudiums „Psychologie“ zum Wintersemester 2021/2022 informiert eine Informationsbroschüre der Universität Leipzig. Zu finden unter: https://www.uni-leipzig.de/fileadmin/studiengangsdatenbank/dokumente/weitere_dokumente/Informationen_B.Sc.Psychologie_WS2020-21.pdf. Hilfreich sind ebenfalls die Informationen der Gesellschaft für Psychologie:  https://studium.dgps.de/infos-zum-studium/psychotherapiereform-das-aendert-sich-im-studium/. Zuletzt sei an dieser Stelle noch auf die Info-Broschüre der PFH Private Hochschule Göttingen verwiesen: https://www.pfh.de/fileadmin/Content/PDF/broschueren/berufsfelder-psychologie-fernstudium-pfh.pdf.

 Eine Zusammenstellung journalistischer Ausbildungsmöglichkeiten bietet eine Informationsbroschüre des Deutschen Fachjournalisten Verbandes. Zu finden unter: https://www.dfjv.de/beruf/ausbildung.

 Einen Masterstudiengang “Sustainability and Impact Management” bietet die Mannheim Business School der Universität Mannheim an. Sie richtet sich branchen- und funktionsübergreifend an Nachwuchskräfte mit akademischem Erstabschluss und erster Berufserfahrung. Die Studiendauer beträgt 24 Monate. Studiensprache ist Englisch. Das Curriculum umfasst unter anderem Veranstaltungen zu Themengebieten wie Impact Measurement und Valuation, Dekarbonisierung, Impact Investing oder Social Entrepreneurship. Die Hälfte der Lehrveranstaltungen erfolgt im Präsenzunterricht. Das Studium beginnt erstmals im September diesen Jahres. Die Studiengebühren gibt die Universität mit 32.000 Euro an. Studierenden des ersten Studienjahres gewährt die Hochschule einen Rabatt von 30 Prozent. Weiterführende Informationen unter: https://www.mannheim-business-school.com/en/mba-master/mannheim-master-in-sustainability-and-impact-management/.

Einen Studiengang „Informatik in Kultur und Gesundheit“ bietet erstmals zum Wintersemester 2021/2022 die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin an.

Einen deutsch-israelischen Studiengang „Master in Management Analytics“ bietet die Mannheim Business School in Zusammenarbeit mit der Arison School of Business des IDC Herzliya an. Die Studiendauer beträgt zwei Semester, von denen je eines in Mannheim und in Herzliya nahe Tel Aviv zu absolvieren ist. Weiterführende Informationen unter: https://www.mannheim-business-school.com/en/mba-master/master-in-management-analytics/.

Einen Masterstudiengang „Biomedizinische Datenwissenschaft“ bietet die Medizinische Hochschule Hannover erstmals zum Wintersemester 2021/2022 an. Das Studium erstreckt sich über vier Semester. Es stehen 20 Studienplätze zur Verfügung. Als Zugangsvoraussetzung nennt die Hochschule ein mit dem Bachelor abgeschlossenes biowissenschaftliches oder medizinisches Studium. Die Studierenden lernen, große, heterogene und komplexe Datenmengen zu generieren und zu handhaben sowie IT-Lösungen zu entwickeln und anzuwenden – z. B. für Krankheitsprävention, passgenaue Diagnosen, Behandlungs- und Therapieentscheidungen sowie für die Auswertung umfangreicher Forschungsdaten. Weiterführende Informationen unter: https://www.mhh.de/master-biomeddat/kurzbeschreibung.

Eine Übersicht über Hochschulen mit primärqualfizierenden pflegeorientierten Studiengängen enthält eine Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Zu finden unter: https://www.pflegeausbildung.net/alles-zur-ausbildung/pflegestudium/uebersicht-der-studiengaenge.html.

Täuschungsversuche von Studierenden werden strenger bestraft. Wer sich bereits im Bachelorstudium wegen eines Täuschungsversuches einer Wiederholungsprüfung unterziehen musste, besitzt im anschließenden Masterstudium keine zweite Chance, sondern wird bei einem erneuten Täuschungsversuch sofort exmatrikuliert. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin höchstrichterlich entschieden. Das Urteil (VG Berlin 12 K 237.18) ist zu finden unter: https://openjur.de/u/2320674.html.

Einen Studiengang „Food-Process and Product Engineering“ wollen das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik und die Hochschule Osnabrück erstmals zum Wintersemester 2022/2023 anbieten, Dafür ist eine Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover geplant. Der Studiengang im Bereich Lebensmittelprozesstechnik und Produktentwicklung beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lebensmitteln sowie den notwendigen Prozessen bei der Herstellung. Das Studienmodell wird in englischer Sprache angeboten und bietet 25 Studienplätze pro Jahrgang. Weiterführende Informationen liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vor.

Alle aktuellen Informationen über die Zulassung zum Medizinstudium sind unter folgender Quelle zu finden: https://www.che.de/2021/deadlines-und-abiturnoten-che-publikation-klaert-die-wichtigsten-fragen-zum-auswahlverfahren-beim-medizinstudium/.

Die private Hochschule für Kommunikation und Gestaltung bietet an ihren Studienstandorten Stuttgart und Ulm die Studiengänge Kommunikationsdesign, Illustration sowie Werbung und Marktkommunikation an. Die Studiengänge führen in drei Jahren zum Bachelor of Arts (B.A.). Die Studiengebühren gibt die Hochschule mit 500 Euro pro Monat an. Weiterführende Informationen unter: https://www.hfk-bw.de/.

Einen Studiengang „Hebammenkunde/Hebammenwissenschaften“ werden die Hochschulen in Fulda (https://www.hs-fulda.de/pflege-und-gesundheit/studium/bachelorstudiengaenge/hebammenkunde-bsc), Gießen (https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/30agiessenerkooperationbeineuemstudiengangfuerhebammen) und Frankfurt (https://aktuelles.uni-frankfurt.de/studium/wissenschaftliche-hebammenausbildung-in-frankfurt-startet/) anbieten. Weiterführende Informationen sind auf den Websites der Hochschulen zu finden.

Einen projektorientierten Masterstudiengang „Material Culture Design“ bietet die Hochschule Wismar ab dem Sommersemester 2021 mit den Vertiefungsrichtungen Schmuck- und Produktdesign an. Der Fokus dieses Studiengangs liegt auf technologischen und ökologischen, aber auch strategischen und kommunikativen Aspekten gestalterischer Berufe. Die Studiendauer beträgt drei Semester. Weiterführende Informationen unter: https://fg.hs-wismar.de/studium/studienangebot/design/master/.

Einen deutsch-französischen Studiengang „Internationales Management“ bietet die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin in Kooperation mit der École Supérieure du Commerce Extérieur Paris an. Das insgesamt fünfjährige Studium schließt mit dem Master ab. Studiensprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. Studiengebühren werden nicht erhoben. Weiterführende Informationen unter: https://www.hwr-berlin.de/studium/studiengaenge/detail/25-internationales-management-management-international/.

Einen Bachelor-Studiengang „Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information“ bietet die Staatliche Akademie für Bildende Künste Stuttgart an. Die Studierenden erwerben Kenntnisse für den langfristigen Erhalt von Kulturgütern in den Bereichen Fotografie, Film, Audio, Video sowie Digitaler Information. Zulassungsvoraussetzung ist der Nachweis eines mindestens 12-monatigen einschlägigen Praktikums. Weiterführende Informationen unter: https://www.abk-stuttgart.de/studium/studienangebote/konservierung-und-restaurierung-neuer-medien-und-digitaler-information-knmdi.html.

 

„Cross-boarder“-News

Einen „Gehaltsrechner“ als Vorbereitung und zur Unterstützung bei Gehaltsverhandlung hat jetzt das Statistische Bundesamt auf seiner Website eingestellt. Zu finden unter: https://service.destatis.de/DE/gehaltsvergleich/index.html.

Einen detaillierten Überblick über die Situation pofessioneller Zauberkünstler gibt eine Studie von Professor Dr. Carsten Baumgarth von der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Die Studie ist zu finden unter: http://cbaumgarth.net/wp-content/uploads/2021/01/%C3%BCberlebensstrategie_zauberer.pdf.

Die Broschüre „Berufe am Theater“ ist soeben neu erschienen. Die Daten wurden vollständig aktualisiert. Darüber hinaus wurden alle Berufsbilder durch multimediale Elemente wie Videos und Bilder aus dem Alltag der jeweiligen Theaterberufe, Links mit weiterführenden Informationen und Beiträge aus Online-Medien erweitert. Die Broschüre ist online zu finden unter: https://www.buehnenverein.de/de/jobs-und-bildung/berufe-am-theater-ueberblick.html.

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA sucht neue Astronauten für ihre bemannten Missionen zur Internationalen Raumstation ISS sowie für geplante Flüge zum Mond. Voraussetzungen für eine Bewerbung sind nach Angaben der ESA neben einem ärztlichen Attest und der Flugtauglichkeit ein Masterabschluss in Medizin, Informatik, Mathematik oder in einer Natur- bzw. Ingenieurwissenschaft. Interessierte Frauen und Männer können sich vom 31. März bis zum 28. Mai bewerben. Danach findet ein sechsstufiger Auswahlprozess ab, der im Oktober 2022 endet. Sechs Bewerber werden zu aktiven Raumfahrern ausgebildet, Zwanzig Bewerber werden der Reserve zugeteilt. Weiterführende Informationen unter: https://jobs.esa.int/.

Einen „Freiwilligendienst im Heimatschutz“ bietet ab sofort die Bundeswehr an. Die gesamte Dienstzeit beträgt 12 Monate, wovon 7 Monate als aktiver Dienst am Stück abzuleisten sind. Die restlichen 5 Monate können heimatnah innerhalb von 6 Jahren abgeleistet werden. Während der Dauer des aktiven Dienstes wird eine Vergütung von 1.550 Euro brutto gezahlt. Weiterführende Informationen: https://www.bundeswehrkarriere.de/deinjahrfuerdeutschland.

Ein „Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften“ hat das Land Baden-Württemberg beschlossen. Das Programm ist mit 9 Millionen Euro ausgestattet und soll 500 Zeitarbeitsplätze für Ingenieure und Informatiker schaffen. Das Programm wird vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft umgesetzt. Weiterführende Informationen unter: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/hochschulen-studium/brueckenprogramm-ingenieurwissenschaften/ und https://www.brueckenprogramm-ing.de/.

 

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