News aus der Welt der Berufe …

Zusammengestellt von Hans-Martin Barthold | 15. August 2020

 

Ausbildungs-News

Freie Ausbildungsplätze für das kommende Jahr sind unter folgenden Internetportalen zu finden:

Die App „AzubiWelt“ bietet Jugendlichen alle wichtigen Informationen und Funktionen rund um die Ausbildungsstellensuche. Sie wird von der Bundesagentur für Arbeit betrieben. Sobald die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf getroffen ist, werden die passenden Ausbildungsstellen angezeigt. Auch kann unbürokratisch der Kontakt mit der zuständigen Beratungsfachkraft der örtlichen Arbeitsagentur aufgenommen werden. Die App ist im Google Play Store und im Apple App Store kostenlos erhältlich.

Eine „Ausbildungsprämie“ können nach einem Förderprogramm alle Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis 249 Mitarbeiter erhalten. Förderberechtigt sind Unternehmen, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen anbieten. Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung auf dem Stand der drei letzten Jahre aufrechterhalten, bekommen pro Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro. Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung gegenüber dem Stand der drei letzten Jahre erhöhen, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro. Die Förderung ist bei den örtlichen Arbeitsagenturen zu beantragen und wird erst nach Ende der Probezeit ausgezahlt. Unternehmen, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls (mindestens 50 Prozent) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist. Unternehmen, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen Betrieben bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildendem eine Prämie von 3.000 Euro. Weiterführende Informationen unter: https://www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html.

 

Studien-News

Die „Studienplatzbörse“ informiert noch bis zum 31. Oktober über freie Studienplätze an Universitäten und Hochschulen. Die Hochschulen melden die freien Studienplätze, wenn die Zulassungsverfahren einschließlich der Nachrückverfahren beendet sind. Ein regelmäßiger Besuch der Website lohnt sich also. Die Online-Plattform wird bis Ende Oktober täglich aktualisiert, da immer wieder kurzfristig Plätze frei werden, die von schon Zugelassenen nicht angenommen wurden. Die Informationen reichen vom jeweiligen Studienfach über Bewerbungsfristen bis hin zu den Kontaktinformationen. Der Zugang zur Börse ist kostenfrei und erfordert keine Anmeldung. Zugang zur Studienplatzbörse unter: https://www.hochschulkompass.de/studium/studienplatzboerse.html.

Das Studium deutscher Staatsbürger in den USA wird im Herbst nur noch eingeschränkt und unter bestimmten Umständen möglich sein. Wegen der Coronakrise im ersten Halbjahr hatten viele Hochschulen den Lehrbetrieb auf Online-Angebote umgestellt. Normalerweise bekommen Studierende aus dem Ausland aber ein Studentenvisum (F1) für die USA nur dann, wenn sie Kurse wählen, für die sie persönlich im Vorlesungssaal erscheinen müssen. Während der Coronakrise hatte die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) für ausländische Studenten eine Ausnahmeregelung erlassen, nach der diese an amerikanischen Universitäten auch dann (weiter)studieren konnten, wenn die Universitäten das Studium komplett auf Online-Kurse umgestellt hatten. Diese Ausnahmeregelung ist ausgelaufen und bis jetzt nicht verlängert worden. Die Zahl deutscher Studenten in den USA betrug zuletzt rund 10.000.

Ein Medizin-Studium ist seit einiger Zeit auch ohne Abitur möglich. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss einer fachnahen Ausbildung sowie eine anschließende mindestens dreijährige Berufspraxis. Gegenwärtig haben etwa 1.000 Studierende über diesen Weg Zugang zum Medizinstudium gefunden. Weitere Informationen unter: https://www.che.de/2020/medizinstudium-ohne-abitur/.

“Berufswahl mit System – Hilfe zur Berufsfindung” ist eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte App, die nun auch als Online-Angebot vorliegt. Mit Hilfe der App sollen die eigenen Interessen und Fähigkeiten analysiert werden können. Zum Download der App führt der Link:  https://www.obs-ev.de/berufliche-qualifizierung/berufswahl-mit-system. Die Onlineversion ist zu finden unter: http://obs.jamatec.com/public/index.php.

Ein Masterstudium der „Bioeconomy“ bietet die Universität Hohenheim derzeit als einzige deutsche Hochschule an. Arbeitsfelder bieten sich nach Angaben der Hochschule vor allem im Energie- Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement sowie bei Biotech-, Pharma- oder Nahrungsmittelunternehmen. Weiterführende Informationen unter: https://www.uni-hohenheim.de/bioeconomy-master-studium.

 Einen Studiengang „Ingenieurpsychologie“ bietet die Hochschule Landshut neu zum Wintersemester 2020/2021 an. Das Studienangebot vermittelt nach Angaben der Hochschule Inhalte aus den Bereichen Psychologie, Technik und Informatik und umfasst dabei psychologische, kognitive, soziale und ergonomische Aspekte im technischen Gestaltungsprozess. Die Studiendauer erstreckt sich auf sieben Semester. Die Bewerbungsfrist endet am 10 September. Weiterführende Informationen unter: https://www.haw-landshut.de/hochschule/fakultaeten/interdisziplinaere-studien/studiengaenge/ingenieurpsychologie-bachelor.html.

 Ein duales Studium der „Hebammenwissenschaft“ bietet ab dem Wintersemester 2020/2021 auch die Jade Hochschule am Standort Oldenburg in Kooperation mit der Universität Oldenburg an. Dazu arbeitet die Jade Hochschule eng mit der Hebammenschule am Klinikum Oldenburg zusammen. Das siebensemestrige Studium schließt mit dem Bachelor ab. Es stehen 35 Studienplätze zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September. Weitere Informationen unter: https://www.jade-hs.de/tgm/studium/hebammenwissenschaft/ oder der Mailadresse hebammenwissenschaft@jade-hs.de.

Einen Studiengang „Autonomous Vehicle Engineering“ bietet die Technische Hochschule Ingolstadt erstmals ab dem Wintersemester 2020/2021 an. Das Studium schließt nach sieben Semestern mit dem Bachelor ab. Unterrichtssprache ist Englisch. Nach Auskunft der Hochschule eröffnet das Studium Berufsmöglichkeiten vor allem in den Ingenieurwissenschaften, der künstlichen Intelligenz und der Softwareentwicklung. Weiterführende Informationen unter: https://www.thi.de/elektro-und-informationstechnik/studiengaenge/autonomous-vehicle-engineering-beng.

Ein „Goethe-Orientierungsstudium“ für fachlich noch unentschlossene Bewerber bietet die Universität Frankfurt Main mit den Schwerpunkten „Natur- und Lebenswissenschaften“ sowie „Geistes- und Sozialwissenschaften“ an. Weiterführende Informationen und Kontaktadressen unter: https://www.uni-frankfurt.de/74060793/F%C3%BCr_vielf%C3%A4ltig_Interessierte__Das_Orientierungsstudium?legacy_request=1.

Zwei neuartige Bachelorstudiengänge für den Bereich der Digitalisierung bietet die Universität Passau an. Es handelt sich um die Studiengänge „Digital Transformation in Business and Society“ (weiterführende Informationen unter: https://www.uni-passau.de/digitaltransformationinbusinessandsociety/) sowie „Legal Tech“ (weiterführende Informationen unter: https://www.uni-passau.de/digitaltransformationinbusinessandsociety/).

 Einen berufsbegleitenden Studiengang „Master of Business Administration (MBA)“ bietet erstmals zum Wintersemester 2020/2021 die Universität Witten/Herdecke an. Die Studiendauer beträgt 2,5 Jahre. Als Zulassungsvoraussetzungen werden ein erster universitärer Studienabschluss sowie eine mindestens zweijährige anschließende Berufspraxis gefordert. Zu den Zielen diese Studienangebots erklärt die Universität Witten/Herdecke: „In insgesamt 12 Modulen lernen, entwickeln und erproben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Formen und Methoden der Unternehmensführung und strategischen Organisationsentwicklung. In den wählbaren Schwerpunkten können sie ihre individuellen Stärken und Karriereperspektiven in den Zukunftsbereichen „Sustainable Entrepreneurship“ und „Changemanagement“ ausbauen. Die interdisziplinären Führungsmodule ermöglichen es, die eigenen Fähigkeiten in spezialisierten Handlungsfeldern wie z. B. Mindful Leadership oder Strategie und Führung von Familienunternehmen zu erweitern.“ Weiterführende Informationen unter: https://professional-campus.de/produkt/mba.

Ein duales Studium „Technisches Facility Management“ bietet die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin an. Das Studium schließt nach sechs Semestern mit dem Bachelor of Engineering ab. Als Studienziel gibt die Hochschule an, Nachwuchskräfte für das mittlere Management im Immobilienbereich auszubilden, die vor allem in den Bereichen Gebäudebetrieb, Instandhaltung sowie Energiemanagement Projekte mit ihrem technischen und betriebswirtschaftlichen Knowhow umsetzen können. Weiterführende Informationen unter: https://www.hwr-berlin.de/studium/studiengaenge/detail/63-technisches-facility-management/.

Einen Studiengang „Angewandte Wirtschafts- und Medienpsychologie“ bietet erstmals zum Wintersemester 2020/2021 die Hochschule Ansbach an. Das Studium umfasst sieben Semester und schließt mit dem Bachelor ab. Die Lehrveranstaltungen bearbeiten die Schnittstellen zwischen Psychologie, Wirtschafts- und Medienwissenschaft. Weiterführende Informationen unter : https://www.hs-ansbach.de/bachelor/angewandte-wirtschafts-und-medienpsychologie/.

 Einen englischsprachigen Masterstudiengang „International Organisations and Crisis Management“ bietet erstmals zum Wintersemester 2020/2021 die Universität Jena an. Ein Auslandssemester ist Pflicht. Partneruniversitäten dafür sind Birmingham, Haifa und Rhodes Island. Die Themenbreite erstreckt sich nach Angaben der Universität von Pandemien über Finanzkrisen und Naturkatastrophen bis hin zum Terrorismus. Deutsche können sich noch bis Mitte September bewerben. Weiterführende Informationen unter: https://www.uni-jena.de/200522_Krisenstudiengang.

 

„Cross-boarder“-News

Rechtsreferendaren bietet Niedersachsen als erstes Bundesland eine ausbildungsbegleitende Nebentätigkeit als „Justizassistent“ an. Die Tätigkeit erfolgt als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einem Gericht (Land-/Amts-, Arbeits-, Sozial-, Finanz-, Verwaltungsgericht) oder einer Staatsanwaltschaft und umfasst sechs Arbeitsstunden pro Woche. Die Justizassistenten werden jeweils erfahrenen Richtern bzw. Staatsanwälten zugeteilt, die sie auch eng in die Arbeit bei Großverfahren einbinden. Die Nebentätigkeit als Justizassistent ist auf ein Jahr angelegt und wird mit etwa 400 Euro/Monat vergütet. Erstmaliger Beginn wird im November 2020 sein. Bewerben können sich Rechtsreferendare bis zum siebten Monat ihres Referendariats, erstmals im September 2020. Die Stellenkapazität wird mit zehn Prozent aller Referendare angegeben. Als Zulassungsvoraussetzungen nennt das niedersächsische Justizministerium ein erstes juristisches Staatsexamen mit der Note „vollbefriedigend“ sowie Zeugnisse der Gerichtsstation (Arbeitsplatz und Arbeitsgemeinschaft) ebenfalls mit mindestens „vollbefriedigend“ und einer Empfehlung für die Verwendung in der Justiz. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der niedersächsischen Oberlandesgerichte, Generalstaatsanwaltschaften und oberen Fachgerichte. Beispiel: https://oberlandesgericht-braunschweig.niedersachsen.de/startseite/karriere/richterassistenz/justizassistent-185566.html.

Das „Aufstiegs-Bafög“ (früher „Meister-Bafög“) erweitert seine Förderungsmöglichkeiten. Berufliche Weiterbildungen werden ab sofort stärker gefördert. Nun kann die Förderung für bis zu drei Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden, so zum Beispiel vom Facharbeiter/Gesellen zum Servicetechniker, vom Servicetechniker zum Meister und vom Meister zum Betriebswirt. Erfolgt die Weiterbildung im Vollzeitmodus, gibt es eine erweiterte Förderung zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Weiterführende Informationen unter: https://www.bafoeg-aktuell.de/karriere/meister-bafoeg.html.

 

 

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