News aus der Welt der Berufe …

Zusammengestellt von Hans-Martin Barthold | 15. Mai 2020

 

Ausbildungs-News

Freie Ausbildungsplätze für das kommende Jahr sind unter folgenden Internetportalen zu finden:

Die App „AzubiWelt“ bietet Jugendlichen alle wichtigen Informationen und Funktionen rund um die Ausbildungsstellensuche. Sie wird von der Bundesagentur für Arbeit betrieben. Sobald die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf getroffen ist, werden die passenden Ausbildungsstellen angezeigt. Auch kann unbürokratisch der Kontakt mit der zuständigen Beratungsfachkraft der örtlichen Arbeitsagentur aufgenommen werden. Die App ist im Google Play Store und im Apple App Store kostenlos erhältlich.

Die Bundespolizei bietet Interessenten für eine Ausbildung im mittleren und gehobenen Polizeidienst ein webbasiertes Informations- und Trainingscenter. Es ist zu finden unter: https://www.polizeitest.de/.

Der Beruf „Fachinformatiker/-in“ wird zum 01.08.2020 mit neuen Fachrichtungen angeboten. Zu den bisherigen Fachrichtungen „Anwendungsentwicklung“ und „Systemintegration“ treten nun die neuen Fachrichtungen „Daten- und Prozessanalyse“ sowie „Digitale Vernetzung“ hinzu. Weiterführende Informationen unter: https://www.bibb.de/tools/berufesuche/index.php/regulation/VO_Fachinformatiker_2020.pdf.

Der Beruf „Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement“ löst zum 01.08.2020 den bisherigen Beruf „IT-Systemkaufmann/-frau“ ab. Weiterführende Informationen unter: https://www.bibb.de/tools/berufesuche/index.php/regulation/Kaufmann_IT_System_Management_2020.pdf.

Der Beruf „Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement“ löst zum 01.08.2020 den bisherigen Beruf „Informatikkaufmann/frau“ ab. Weiterführende Informationen unter: https://www.bibb.de/tools/berufesuche/index.php/regulation/Kaufmann_fuer_Digitalisierungsmanagement_2020.pdf.

Der bisherige grundständige Ausbildungsberuf „Film- und Videoeditor“ wird in den Beruf „Mediengestalter/-in Bild und Ton“ integriert. Über sogenannte Wahlqualifikationen wie etwa Kameraproduktionen, Studio-, Außenübertragungs- und Bühnenproduktionen, Postproduktion sowie Ton können die Auszubildenden aber weiter entsprechende fachliche Schwerpunkte bilden. Weiterführende Informationen unter: https://www.bibb.de/tools/berufesuche/index.php/regulation/Mediengestalter_Bild_und_Ton_2020.pdf.

 

Studien-News

Einen gemeinsamen Studiengang „Hebammenwissenschaft“ als dualen Bachelor-Studiengang wollen erstmals zum Wintersemester 2020/2021 die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und die Medizinische Fakultät der Universität Hamburg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf anbieten. Die Studiendauer beträgt sieben Semester. Pro Studienjahr werden 60 Studienplätze angeboten. Weiterführende Informationen unter: https://www.haw-hamburg.de/bachelor-hebammenwissenschaft-dual.html.

Studiengänge „Radverkehr“ sollen an zunächst sieben Hochschulen (Universität Wuppertal, Hochschule Karlsruhe, Hochschule Wiesbaden, Hochschule Wolfenbüttel, Technische Hochschule Wildau, Universität Kassel, Frankfurt University of Applied Sciences) eingerichtet und durch das Bundesverkehrsministerien gefördert werden. Weiterführende Informationen über die Konzepte der einzelnen Hochschulen finden sich unter: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/steckbriefe-stiftungsprofessuren-radverkehr.html.

Der Studiengang „Hebammenwissenschaft“ an der Medizinischen Hochschule Hannover wird erst zum Wintersemester 2021/2022 starten. Als Grund gibt die Hochschule Bauvorhaben an. Weiterführende Informationen unter: https://www.studieren-in-niedersachsen.de/news/beginn-des-hebammenstudiums-verzoegert-sich-an-der-mhh.html.

Für den Studiengang „Rechtswissenschaften“ wird die Regelstudienzeit von bislang 9 auf 10 Semester erhöht. Das geht auf eine Gesetzesänderung des Deutschen Richtergesetzes vom Herbst 2019 zurück. Weiterführende Informationen unter: https://jura-online.de/blog/2019/10/19/jurastudium-bundestag-verlangert-regelstudienzeit/.

Eine Übersicht über Studien- und Arbeitsmöglichkeiten „Ökotrophologie“ hat der Berufsverband Oecotrophologie zusammengestellt. Die Zusammenstellung ist zu finden unter: https://www.vdoe.de/studium-berufsbild.html.

Die Zulassung zum Pharmaziestudium machen inzwischen mehrere Universitäten unter anderem vom Ergebnis eines fachspezifischen Tests abhängig. Die Universitäten Greifswald und Hamburg verwenden den an der Uni Hamburg entwickelten Test HAM-Nat, die Universitäten Heidelberg, Tübingen und Freiburg den PHAST. Auf eine bundesweit einheitliche Regelung hat sich die Kultusministerkonferenz (KMK) bislang nicht einigen können. Weiterführende Informationen sind direkt bei den oben genannten Universitäten zu erfragen.

 

„Cross-boarder“-News

Die Novellierung des „Wissenschaftszeitvertragsgesetz“ erlaubt es, zwischen dem 01. März und 30. September bestehende Zeitverträge von Wissenschaftlern um 6 Monate über die bisher geltende Höchstgrenze hinaus zu verlängern, wenn der Forschungs- und Entwicklungsbetrieb wegen der Corona-Pandemie herunter gefahren werden musste. Sollte dieser Zustand länger anhalten, kann das Bundesforschungsministerium eine nochmalige Verlängerung um weitere 6 Monate beschließen. Das teilt die Hochschulrektorenkonferenz in einer Pressemitteilung vom 07.05.2020 mit. Zu finden unter: https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-02-PM/Allianz_PM_WissZeitVG_07052020.pdf.

 Die Arbeitsbelastung von Krankenhausärzten ist hoch. Das ergab eine Umfrage des Marburger Bundes Niedersachsen.
Danach arbeiteten:

  • 59 % der Befragten 49 Stunden und mehr pro Woche, an Universitätskliniken sogar 27% der Befragten 60 Stunden und mehr pro Woche.
  • 62% der Ärzte verzichteten mehrmals in der Woche auf die arbeitsgesetzlich vorgeschriebenen Pausen.
  • 25% der Kliniken gewährten keinen Überstundenausgleich.
  • 31% der Kliniken erfassten Arbeitszeiten generell nicht.
  • 69% der Ärzte waren mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden, bei den Chefärzten sind es sogar 84%. Jeder fünfte Arzt bezeichnete die Arbeitsbedingungen sogar als „schlecht“ und „sehr schlecht“.
  • 58% der Ärzte benötigten täglich mindestens 3 Stunden für Verwaltungstätigkeiten und Organisation, 13% sogar 5 Stunden und mehr.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk hat eine Umfrage unter Teilnehmern seiner verschiedenen Förderprogramme für Jugendliche vor, während und nach einer Berufsausbildung durchgeführt. Die Ergebnisse können abgerufen werden unter: https://www.dfjw.org/media/ergebnisse-der-umfrage-zur-mobilitat-und-beruflicher-bildung.pdf.

In polnischen Universitäten ausgebildete deutsche Ärzte erhalten In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg aufgrund einer neuen Rechtsgrundlage eine sofortige und uneingeschränkte, allerdings auf zunächst 12-13 Monate begrenzte Berufszulassung. Innerhalb dieser Zeit ist eine Kenntnisprüfung abzulegen. Wird diese erfolgreich bestanden, wird die Berufszulassung entfristet und die Approbation erteilt. Von dieser Zeit können bis zu sechs Monate auf eine Facharztausbildung angerechnet werden. Weiterführende Informationen: https://www.brandenburg.netzwerk-iq.de/aktuelles/news/news-singleview/berufserlaubnis-fuer-in-polen-ausgebildete-aerztinnen-und-aerzte-in-brandenburg.

 

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