News aus der Welt der Berufe …

Zusammengestellt von Hans-Martin Barthold | 15. November 2019

 

Ausbildungs-News

Freie Ausbildungsplätze für das kommende Jahr sind unter folgenden Internetportalen zu finden:

 Die App „AzubiWelt“ bietet Jugendlichen alle wichtigen Informationen und Funktionen rund um die Ausbildungsstellensuche. Sie wird von der Bundesagentur für Arbeit betrieben. Sobald die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf getroffen ist, werden die passenden Ausbildungsstellen angezeigt. Auch kann unbürokratisch der Kontakt mit der zuständigen Beratungsfachkraft der örtlichen Arbeitsagentur aufgenommen werden. Die App ist im Google Play Store und im Apple App Store kostenlos erhältlich.

Auszubildende erhalten ab 2020 einen Mindestlohn. Er wird unabhängig vom Beruf im ersten Lehrjahr 515 Euro betragen. Anfang 2021 soll die Vergütung dann auf 550 Euro steigen, 2022 auf 585 Euro und 2023 auf 620 Euro. Eine Untergrenze soll es auch für die weiteren Lehrjahre geben. Im zweiten Ausbildungsjahr wird sie 18 Prozent über der Vergütung im ersten Ausbildungsjahr liegen, im dritten Ausbildungsjahr 35 und im vierten Ausbildungsjahr 40 Prozent darüber. Ab 2024 soll der Azubi-Mindestlohn dann automatisch mit der Entwicklung der Lehrlingsgehälter steigen. Zudem sollen die betrieblichen Lernmittel komplett vom Arbeitgeber bezahlt werden. Ausnahmen von der Mindestvergütung sind künftig dennoch möglich, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen. Weitere Informationen unter: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/144/1914431.pdf.

Die Weiterbildung für Berufspraktiker wird neu geregelt. Das beschloss der Bundestag in seiner Sitzung am 23. Oktober 2019. Ab sofort wird es drei Niveaustufen der Weiterbildung mit den Bezeichnungen Geprüfter Berufsspezialist, Bachelor Professional und Master Professional geben. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen. Gleichzeitig will die Bundesregierung aber an den bisherigen Bezeichnungen wie Meister und Fachwirt weiter festhalten.

 

Studien-News

Die Zugänge zu den Berufen „Psychologischer Psychotherapeut“ sowie „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut“ sind neu geregelt worden. Grundlage dafür ist die Novellierung des Psychotherapeutengesetzes vom 15. August diesen Jahres. Informationen über die geänderten Zugangsvoraussetzungen zum Beruf finden sich unter: https://psychotherapie.dgps.de/infos-fuer-abiturienten/.

Einen Master-Studiengang „Community Health Nursing“ will zum Wintersemester 2020/2021 als erste deutsche Hochschule die Universität Witten/Herdecke anbieten. Als Vorbild dienen entsprechende Ausbildungsangebote in Kanada und Finnland, wo es Community Health Nurses bereits seit längerem gibt. Speziell ausgebildete Pflegefachpersonen unterstützen dort in Städten und ländlichen Regionen die primäre Gesundheitsversorgung. Community Health Nurses arbeiten dort in multiprofessionellen Teams, zu denen auch Arztpersonal oder Sozialarbeiterinnen und -arbeiter gehören. Weiterführende Informationen unter: https://www.uni-wh.de/gesundheit/department-fuer-pflegewissenschaft/forschung-und-qualifikationsarbeiten/community-health-nursing-chn/.

Brandenburg hat die ersten Landärztestipendien vergeben. 34 Studierende der Humanmedizin erhalten über die gesamte Regelstudiendauer ein Stipendium von 1.000 Euro monatlich, 7 weitere Studierende ein sogenanntes Co-Stipendium von 500 Euro monatlich. Mit dem Stipendium verpflichten sich die Medizinstudierenden, nach ihrer Ausbildung für mindestens fünf Jahre in ländlichen Regionen Brandenburgs ärztlich tätig zu sein. Bewerbungsschluss für den nächsten Förderbeginn zum 1. April ist der 15. Februar 2020. Weiterführende Informationen erteilt Frau Göpfert, Tel.: 0331/98 22 98 23, landaerzteprogramm@kvbb.de.

Bayern führt ab dem Wintersemester 2020/2021 im Zulassungsverfahren für das Medizinstudium eine „Landarztquote“ ein. Danach sollen künftig bis zu 5,8 aller Medizinstudienplätze in Bayern an Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach erfolgreichem Studienabschluss zehn Jahre als Hausärzte in Regionen zu arbeiten, die unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht sind. Die Höhe der „Landarztquote“ wird für jedes Bewerbungsverfahren neu ermittelt. Im Durchschnitt geht die bayerische Landesregierung von ca. 90 Studienplätzen aus. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege plant, die Auswahl vom Ergebnis des TMS, einer einschlägigen Berufsausbildung und Berufserfahrung und Auswahlgesprächen abhängig zu machen. Weiterführende Informationen unter (Tagesordnungspunkt 3): https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-3-september-2019/.

 Einen berufsbegleitenden kostenpflichtigen Master-Studiengang „Sustainable Chemistry“ wird erstmals zum Sommersemester 2020 die Leuphana Universität Lüneburg anbieten. Mit diesem Studiengang wendet sich die Lüneburger Hochschule speziell an internationale Studierende. Das Studium ver­mit­telt ein um­fas­sen­des Verständ­nis nach­hal­ti­ger Che­mie, von Be­trach­tun­gen auf mo­le­ku­la­rer Ebe­ne (z. B. To­xi­ko­lo­gie, Um­welt­ver­hal­ten, Mo­del­lie­rung von Ei­gen­schaf­ten und Stoff­de­sign) bis hin zu glo­ba­len Stoff­strömen, Me­tho­den der Nach­hal­tig­keits­be­wer­tung, in­ter­na­tio­na­len Kon­ven­tio­nen und al­ter­na­ti­ven Geschäfts­mo­del­len für che­mi­sche Pro­duk­te. Weiterführende Informationen unter: https://www.leuphana.de/professional-school/berufsbegleitende-master-mba/sustainable-chemistry.html.

185 Studienplätze für die Ausbildung zur „Hebamme“ stellt das Land Niedersachsen an den Studienstandorten Hannover, Göttingen, Oldenburg und Osnabrück zur Verfügung. Das Studium wird in dualer Form erfolgen. Weiterführende Informationen unter: https://www.studieren-in-niedersachsen.de/news/reform-der-hebammenausbildung-185-hebammen-studienplaetze-fuer-niedersachsen.html.

Einen Studiengang „Weinmarketing und Management“ bietet seit diesem Wintersemester die Hochschule Heilbronn an. Die Studiendauer beträgt sieben Semester. Als Abschluss wird der akademische Grad Bachelor of Arts erworben. Das Studium vermittelt ein fundiertes betriebswirtschaftliches Fachwissen, dazu breite Kenntnisse des Weinbaus. Neben Lehrveranstaltungen wie Marketing, Personal und Kostenrechnung, beinhaltet der Studienplan auch solche über Weinbau und Kellerwirtschaft. Weiterführende Informationen unter: https://www.hs-heilbronn.de/wmm.

Eine Übersicht über Studienangebote im „Technischen Umweltschutz“ bietet die Online-Plattform studienwahl.de. Die Angebote reichen von „Abfallwirtschaft und Altlasten“ über „Energie- und Umwelttechnik“, „Umwelttechnik und Ressourcenmanagement“ bis zu „Wasser und Umwelt“. Zu finden unter: https://studienwahl.de/finder/list?studyfield=760.

Einen Studiengang „Digital Technologies“ bieten erstmals seit diesem Wintersemester in einem Gemeinschaftsprojekt die Technische Universität Clausthal und die Hochschule Ostfalia Wolfenbüttel an. Ein Drittel der Studieninhalte entfällt auf den Bereich Informatik, ein Drittel auf einen Anwendungsbereich im Sektor Mobilität, Energie, Kreislaufwirtschaft oder Industrie 4.0. Ein weiteres Drittel entfällt auf praktische Studienprojekte. Weiterführende Informationen unter: https://digitecstudieren.de/.

Einen Master-Studiengang „Immobilien- und Vollstreckungsrecht“ bietet die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin an. Als mögliche Arbeitgeber gibt die Hochschule Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft, Banken, Versicherungen und auf die Immobilienwirtschaft spezialisierte Anwaltskanzleien an. Zulassungsvoraussetzung ist ein mindestens mit dem Bachelor abgeschlossenes rechts- oder wirtschaftswissenschaftliches Studium beziehungsweise eine Ausbildung zum (Diplom-)Rechtspfleger. Weiterführende Informationen unter: https://www.hwr-berlin.de/studium/studiengaenge/detail/45-immobilien-und-vollstreckungsrecht/.

Einen Studiengang „Training und Coaching im Fußball“ bietet die Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport (DHGS) an ihren Standorten München/Ismaning, Dortmund/Unna und Berlin an. Das Studium wird nach sieben Semestern mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Das Studium kann auch berufsbegleitend absolviert werden. Weiterführende Informationen unter: https://www.dhgs-hochschule.de/studienangebot/bachelor/sport/training-coaching-fussball/.

 

„Cross-boarder“-News

„Rückvermeisterung“ für 16 Gewerke des Handwerks zum Jahresbeginn 2020 geplant. Nachdem die Meisterpflicht in den Gewerken Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter, Orgel- und Harmoniumbauer 2004 abgeschafft worden war. Weiterführende Informationen unter: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/wiedereinfuehrung-der-meisterpflicht-wichtige-fragen-und-antworten/150/3094/387091.

Hilfe bei sexueller Belästigung für Beschäftige in den Bereichen Film, Fernsehen und Bühne bietet „Themis“, die vor einem Jahr neugegründete Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V. an. „Themis“ ist zu erreichen unter: Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V., Schöneberger Ufer 71, 10785 Berlin, www.themis-vertrauensstelle.de.

„Beruflich qualifiziert studieren – Informationen zum berufsbegleitenden Studium“ heißt eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegebene Broschüre. Sie bietet Berufstätigen mit Studienwunsch, aber ohne Studienerfahrungen, eine umfassende und verständliche Orientierungshilfe, welche Dinge für diesen Schritt im Vorfeld geklärt werden sollten. Ein Link zum Download ist zu finden unter: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/7335.

Die Broschüre „Einstellungstest Öffentlicher Dienst“, zusammengestellt von Kurt Guth, Marcus Mery und Andreas Mohr bietet eine gute Vorbereitung für eine Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz bei einer kommunalen, Landes- oder Bundesverwaltung. Zu finden unter: https://www.ausbildungspark.com/files/bewerbung-auswahlverfahren-oeffentlicher-dienst.pdf. Wer sich einen Überblick über die Strukturen, Arbeitsfelder und Laufbahnen des öffentlichen Dienstes verschaffen möchte sei noch auf den Bericht „Öffentlicher Dienst – Vater Staat als Arbeitgeber sehr beliebt“ (https://www.berufsreport.com/oeffentlicher-dienst-vater-staat-ist-als-arbeitgeber-sehr-beliebt/) verwiesen.

Eine Broschüre „Existenzgründungen von Frauen – aktuelle Entwicklungen“ hat das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn herausgegeben. Zu finden unter: https://www.ifm-bonn.org/uploads/tx_ifmstudies/Daten-und-Fakten-24_2019.pdf.

 

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt verlinkter Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie dem Autor eine Mail: info@berufsreport.com