Kfz-Mechatroniker – „Wir machen Mobilität möglich“

Von Hans-Martin Barthold | 15. November 2018

Die Situation gibt sich unübersichtlich. Ja, der Beruf des Kfz-Mechatronikers ist nach wie vor einer mit einem überdurchschnittlichen beschäftigungspolitischen Gewicht. Nicht weniger als 20.000 junge Menschen entscheiden sich jedes Jahr noch immer für eine Ausbildung in einer der über 35.000 großen oder kleinen Autowerkstätten. Und tatsächlich ist der Beruf technologisch noch immer einer vom Allerfeinsten. In der öffentlichen Wahrnehmung aber spiegelt sich das nicht mehr wider. Die Aura, die diesen Beruf einmal umgab, verliert zunehmend an Anziehungskraft. Und das Sozialprestige, das die Autoschlosser, wie sie damals noch hießen, in seligen Zeiten besaßen, hat sich inzwischen fast vollständig verflüchtigt. Schwarze Ölreste unter den Fingernägeln beeindrucken in der Disko schon lange niemanden mehr. Dabei ist die Bedeutung dieses Berufes volkswirtschaftlich wie für jeden Einzelnen unverändert hoch. „Wir ermöglichen und sichern Mobilität“, bringt es der Obermeister der Braunschweiger Kfz-Innung, Oliver Schatta, treffend auf den Punkt. Aufs Auto angewiesene Pendler, aber auch Spediteure und ihre Kunden wissen das. Und loben das Können der Kfz-Mechatroniker deshalb mit Nachdruck.

Junggeselle Antimo Follone bei der Arbeit (Foto: hmb)

Alle die, die mit einer Ausbildung in diesem Beruf liebäugeln, sollten freilich wissen, dass da Entdecker gebraucht werden, und dass kaum ein Beruf so dem Wandel unterliegt wie der des Kfz-Mechatronikers. Die Notwendigkeit des heute so oft beschworenen lebenslangen Lernens galt hier schon zu Zeiten, als viele das Wort noch nicht einmal buchstabieren konnten. Die einzige Konstante des Automobils seien seine vier Räder, witzeln die Protagonisten. Ansonsten aber haben Statistiker es aufgegeben, die Zahl seiner technischen Häutungen zu erfassen. Und gerade wieder scheint das Auto vor einer abermaligen Zeitenwende zu stehen, die wohl kaum einen Stein auf dem anderen lassen wird. Es bleibt also spannend für die Kfz-Mechatroniker. Angst löst das gleichwohl nicht aus. Antimo Follone ist dafür gutes Beispiel. Der Mitarbeiter in Oliver Schattas Betrieb sieht gelassen in die Zukunft. Autos lassen sein Herz höher schlagen. Kurz nach Abschluss seiner Ausbildung vor eineinhalb Jahren entschloss er sich zu einer Weiterbildung für Hochvolttechnik und darf nun auch Hybrid- und Elektroautos reparieren.

Das Fundament: Fachkenntnisse und Begeisterungsfähigkeit

Ein Blick auf die Ausbildung lässt erahnen, wie komplex das technische System Auto inzwischen geworden ist. Einer für alle und alles, Kfz-Mechatroniker, die sich in LKWs, Personenkraftwagen und Zweirädern gleichermaßen gut auskennen, die sowohl einen Fehler am Getriebe, einen Unfallschaden an der Karosserie oder einen Absturz der zentralen elektronischen Steuereinheit beheben können, das war einmal. Heute gilt es, sich schon vor Beginn der Ausbildung für einen von fünf beruflichen Tätigkeitsschwerpunkten zu entscheiden. Als da wären Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, Karosserietechnik sowie seit kurzem System- und Hochvolttechnik. Die Anforderungen, die die Betriebe an ihre Azubis stellen, unterscheiden sich trotz dieser Spezialisierungen aber nur geringfügig. „Natürlich sollten Bewerber einen Zugang zu Physik, Mathe und zur Informationstechnik besitzen“, formuliert es Oliver Schatta.

Birgit Behrens ist Geschäftsführerin Bildung beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (Foto: ZDH)

„Aber noch viel mehr suche ich junge Leute, die mit beiden Füßen im Leben stehen, die technisch neugierig sind, die etwas erreichen wollen, die Freude an der Arbeit haben, die sich verständlich ausdrücken können und darüber hinaus bereit sind, sich in die Hierarchie einer Werkstattcrew einzufügen.“ Immerhin ist der Ton dort zwar herzlich, aber eben manchmal auch etwas rau. Birgit Behrens, beim Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) Geschäftsführerin Berufsbildung, sieht es wie Schatta. „Unsere Betriebe“, sagt sie, „brauchen Fachkräfte mit Begeisterung fürs Auto und die Mobilität.“ Es scheint sie zu geben. Jedenfalls verharrt die Quote der Ausbildungsabbrecher trotz der im Handwerk üblichen Arbeitsbedingungen mit 13 Prozent auf vergleichsweise niedrigem Niveau. „Anders als in der Industrie lassen sich die Arbeitsabläufe nicht bereits monatelang im Voraus planen“, beschreibt es Behrens. Ohne Flexibilität geht deshalb nichts. Schatta ergänzt: „Bei allem Qualifikationsbedarf ist die Arbeit von Kfz-Mechanikern nicht nur Hightech. Auch im digitalen Zeitalter und auch bei autonom fahrenden Autos müssen ganz simpel Räder, Bremsscheiben oder Stoßdämpfer gewechselt werden.“

Der Alltag: Mischung aus High- und Lowtech

Wer sich für diese Tätigkeiten, die einen durchaus großen Umfang einnehmen, zu schade ist oder sie für unter seiner Würde hält, wird es in einer Autowerkstatt auf Dauer schwer haben. Belohnt werden Kfz-Mechatroniker allerdings durch den tagtäglich mit Augen zu sehenden, mit Händen zu fühlenden und mit Ohren zu hörenden Erfolg ihrer Arbeit. Das ist ein Privileg, von dem Buchhalter oder Rechnungsprüfer nur träumen können. Und daran wird sich auch im Zeitalter von Elektroantrieben statt des bisherigen Verbrennungsmotors nichts ändern! Noch etwas gilt es anzumerken. Handwerk ist stets Dienstleistung. Heißt, das Kundenwohl steht über allem. Das zeigt sich an einem Tag im Zeitdruck, weil die Inspektions- und Reparaturtermine auch trotz eines erkrankten Kollegen eingehalten werden müssen. Das ist am anderen Tag eine wegen ungenauer Kundenangaben ebenso komplizierte wie mühsame Fehlersuche. Und endet am dritten Tag mit schwierigen Kundengesprächen infolge einer technisch notwendigen aber sehr teuren Reparatur noch lange nicht.

Oliver Schatta, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeughandwerks Braunschweig (Foto: hmb)

Bis vor wenigen Jahren gingen selbst unter den Fachleuten gar nicht wenige von einer Dequalifizierung zukünftiger Kfz-Mechatroniker aus. Es werde reichen, so glaubten sie, die inzwischen allgegenwärtigen modernen Diagnosegeräte auszulesen und anschließend das als Fehlerquelle verifizierte Bauteil auszutauschen. Heute weiß man es besser. Nicht nur sind elektronische Komponenten, gar ganze Baugruppen, sehr teuer. Weshalb, wie Birgit Behrens betont, die Instandsetzung auch weiterhin ökonomisch oberstes Gebot sei. Oliver Schatta formuliert das Erfordernis einer tiefgehenden beruflichen Fachlichkeit aus der Perspektive des Technikers. Diagnosegeräte könnten bislang nur Fehler anzeigen, lautet sein Argument, aber (noch) keine Ursachen benennen. Er gibt dafür ein Beispiel. Das Diagnosegerät zeige an, dass die Lambdasonde die Abgasreinigung nicht mehr, wie vorgeschrieben, regele. Was aber, wenn das Diagnosegerät nach einem Tausch erneut die gleiche Fehlermeldung anzeigt. Ein Prüfungs-Joke? Nein doch, oft genug Realität.

Gewünscht: praktische Fertigkeiten und Systemkenntnisse

„Nur ein kluger Kfz-Mechatroniker weiß dann, dass nicht die Lambdasonde, sondern sehr wahrscheinlich das zugeführte Kraftstoffgemisch die Ursache dieser Störungsmeldung und der Ort sind, an dem er einzugreifen hat“, erzählt Schatta mit einem verschmitzten Lächeln. Und ergänzt wieder ganz ernst: „Deshalb benötigen Kfz-Mechatroniker heute viel mehr Systemwissen als früher!“ Das ist die Begründung für die zunehmende Bedeutung eines breiten theoretischen Backgrounds. „Hing der Prüfungserfolg noch zu meiner Lehrzeit vorrangig an den praktischen Fertigkeiten“, so Schatta, „unterscheiden heute die sicheren Theoriekenntnisse den guten vom weniger guten Kfz-Mechatroniker.“ Den Schraubenschlüssel müsse er gleichwohl weiter richtig auf die Mutter aufsetzen und auch den Hammer entsprechend in der Hand halten können, ergänzt er. Diese Kombination macht die Nachwuchssuche nicht gerade einfach. Das für Fachkräfte im Kfz-Handwerk übliche Einkommensniveau von 2.200 bis 2.850 Euro brutto macht die Dinge zusätzlich nicht leichter.

So wirbt die Kfz-Innung München-Oberbayern für ihr Programm „Abi + Auto“ (Foto: Kfz-Innung München-Oberbayern)

So richten denn zahlreiche Betriebe ihre Blicke immer häufiger auf Gymnasiasten, Fachoberschüler und Studienabbrecher als neues Bewerberpotential. Bisher besitzt nur jeder zehnte Kfz-Mechatroniker-Azubi eine Studienberechtigung. Die Kfz-Innung für München-Oberbayern bietet einschlägigen Bewerbern in ganz Bayern ein besonderes Ausbildungsmodell an. Sein Name „Abi + Auto“. In nur drei Jahren erwerben diese Azubis drei Abschlüsse. Das sind der Gesellenbrief zum Kfz-Mechatroniker, die Qualifikation zum Kfz-Servicetechniker und am Ende sogar der Meisterbrief zum Kfz-Technikermeister. Ein ähnliches Angebot macht seit diesem Jahr erstmals die Kfz-Innung in Münster „Unser Modell möchte eine für diese Bewerbergruppe attraktive, zugleich aber auch an den Bedürfnissen unserer (Handwerks)Betriebe ausgerichtete Alternative zum Studium sein“, erklärt Johannes Lock von der Kfz-Innung München-Oberbayern. Deshalb die Entscheidung für den Primat der betrieblichen Praxis anstelle eines theoriefokussierten dualen Studiums, wie von der Automobilindustrie und ihren Zulieferern angeboten.

Drei Abschlüsse in einem Schritt

„Die Betriebe“, weiß Lock nach inzwischen zehn Jahren einschlägiger Projekterfahrung, „betrachten dieses Modell als eine gute Möglichkeit zur Rekrutierung leistungsstarker Bewerber ebenso wie zum Auffüllen der schon bald erwarteten Lücken auf der Führungsebene mit taffen Nachwuchskräften.“ Tatsächlich wird den Auszubildenden hier eine Menge abverlangt. Dennoch gibt es keine Abbrecher und erreichen die allermeisten sehr gute bis ausgezeichnete Abschlüsse. Die teilnehmenden Betriebe sind des Lobes voll. Gleichwohl bleibt das Modell in München, die Kfz-Innung in Münster plant für das nächste Ausbildungsjahr ein ähnliches Modell, ein Nischenangebot. Das nicht bei allen in der Branche auf ungeteilte Anerkennung trifft. Birgit Behrens vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sieht anders als bei den Facharbeitern auf der Meisterebene keinen sichtbaren Mangel, umgekehrt aber einen hohen Organisationsaufwand für die Unternehmen. Und Betriebsinhaber Oliver Schatta warnt vor falschen Erwartungen. „Als Meister benötige ich neben guten Fachkenntnissen ein hohes Maß an persönlicher Reife“, ist er überzeugt und hegt Zweifel, ob ein 22-Järiger in seiner Entwicklung schon so weit ist.

Blick auf das Werkstattgelände der Schatta GmbH Braunschweig (Foto: hmb)

An dieser Stelle rücken die Branchenstruktur sowie die Entwicklungen der letzten Jahre in den Blick. Und die haben es in sich. Mehr noch die damit verbundenen Beschäftigungsbedingungen für Kfz-Mechatroniker. Der Konzentrationsprozess im Kraftfahrzeuggewerbe besitzt seit Jahren eine große Dynamik. Vor 15 Jahren lag die Zahl der Automobilwerkstätten noch um mehr als 8.000 über der gegenwärtigen. Dieser Aderlass hat verschiedene Gründe. Die hohen Investitionen in die erforderliche Werkstattausrüstung, zur Vorhaltung genügend großer Ausstellungsflächen als auch für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl an Vorführwagen sind das eine. Die gezielte Bereinigung der Händlernetze durch Hersteller und Importeure sind das andere. Meldeten sich 2016 nicht weniger als 650 Markenwerkstätten aus dem Markt ab, waren es bei den sogenannten freien Werkstätten lediglich zehn.

Bedenkenswert: ein Gewerbe, unterschiedliche Strukturen

Chancenlos scheinen die Kleinen also nicht. Zumindest im PKW-Sektor möchten die Autofahrer nicht erst viele Kilometer weit zur nächsten Werkstatt fahren. Neben den großen Autohäusern, die weiter wachsen und deren Ziel es ist, eine Region unter Ausschluss lästiger Konkurrenz mit vielen Filialen flächendeckend zu versorgen, hat deshalb auch der kleine Betrieb zwei Straßen um die Ecke wieder eine Lebensberechtigung. Freilich unterscheiden sich die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für Kfz-Mechatroniker hier in einigen Dingen von denen in den großen Markenwerkstätten. Dort die Arbeit mit der Technik einer einzigen Marke, je nach Größe eventuell auch nur mit den Fahrzeugen einer Modellgruppe. Hier Autos aller Hersteller, aller Baujahre und verschiedenster technischer Grundmuster. Heißt das Geschäftsmodell der Markenwerkstätten Neuwagenverkauf mit angeschlossenem Werkstattservice, dominiert bei den Mehrmarkenwerkstätten das Reparaturgeschäft, ergänzt mit den Einnahmen aus dem Gebrauchtwagenhandel.

Autohaus Wolfsburg Hotz und Heitmann GmbH – Einer der großen in der Branche (Foto: hmb)

Sind für Kfz-Mechatroniker bei den einen die Arbeitsabläufe stärker standardisiert und routinebehaftet, müssen sie sich bei den anderen immer wieder auf verschiedenartige Modelle, Systeme und Probleme einstellen. Wird der Kundenkontakt bei den Markenwerkstätten von Servicetechnikern am ölfreien Tresen im edlen Ambiente eines Showrooms bei einer Tasse Kaffee abgewickelt, findet und wünscht der Kunde bei den Freien das Gespräch direkt mit dem Monteur an der Hebebühne. Da müssen Kfz-Mechatroniker dann Face to Face komplizierte technische Sachverhalte für Laien verständlich erklären, gegebenenfalls die Notwendigkeit einer Reparatur begründen, vor allem aber Vertrauen herstellen können. Schließlich kommt der Kunde zu einer freien Werkstatt nicht wegen irgendeiner Markenbindung, sondern wegen der fachlichen Kompetenz. Die der Kfz-Mechatroniker deshalb täglich neu unter Beweis stellen muss. Ganz nebenbei, sich exakt ausdrücken zu können ist für Kfz-Mechatroniker schließlich auch für die Dokumentation seiner Arbeit von Bedeutung. Bei etwaigen Regressforderungen des Kunden muss der Umfang der Arbeiten ohne großen Aufwand nachvollziehbar sein.

Selbstprüfung: Macher oder Tüftler?

Die freien Werkstätten, klein aber nicht in jedem Fall auch fein, bilden in aller Regel nur nach Bedarf aus. Das heißt nicht kontinuierlich jedes Jahr und manchmal auch nur einen einzigen Azubi. Der sollte deshalb ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen. Genauso wichtig, er sollte gut organisiert sein. Aber auch die großen Markenwerkstätten leisten sich meist keinen extra allein für diese Aufgabe frei gestellten Ausbildungsmeister mehr. Weshalb auch hier Selbständigkeit gefordert ist. Gleichwohl verfügen Auszubildende über den Vorteil, sich untereinander austauschen und voneinander lernen zu können, sogar fachübergreifend. Das Autohaus Wolfsburg Hotz und Heitmann etwa hat vor wenigen Wochen insgesamt 115 neue Auszubildende eingestellt, neben Automobilkaufleuten, Fachkräften für Lagerlogistik, Fachinformatikern, Fahrzeuglackierern, Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikern auch 50 Kfz-Mechatroniker. Noch immer ist der Anteil weiblicher Kfz-Mechatroniker gering. Besser sieht es mit der Übernahme nach Ende der Ausbildung aus. „75 bis 80 Prozent münden in einem sofortigen Arbeitsverhältnis ein“, berichtet die Bildungsexpertin des ZDK, Birgit Behrens.

Bugatti Veyron 16.4 – Da schlägt das Herz jedes Kfz-Mechatronikers schneller (Foto: Wikimedia/M 93)

Sich fachlich weiterzubilden, dem Anspruch zu genügen, fachlich jederzeit uo to date sein zu müssen, Lösungen auch nur für selten auftretende technische Probleme entwickeln zu können, gehört freilich sowohl bei Marken- wie freien Werkstätten zum Arbeitsalltag von Kfz-Mechatronikern. Junge Menschen, die stärker in der Automobilentwicklung tätig werden wollen, die sich eher als Tüftler denn als Macher verstehen, sollten sich um einen Ausbildungsplatz bei einem der großen Automobilhersteller bewerben. Auch die bilden zum Kfz-Mechatroniker aus. Und bieten daneben duale Studienplätze an, die ein Ingenieurstudium der Fahrzeugtechnik mit der umfangreichen Praxis einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kombinieren. Interessante Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich allerdings auch im Handwerk. Etwa die zum Technischen Fachwirt, zum Geprüften Servicetechniker, zum Betriebswirt im Kfz-Handwerk und natürlich die zum Meister. Eine gute Nachricht noch für alle die, die lieber früher denn später ihr eigener Herr sein möchten. In den nächsten Jahren werden viele Betriebsinhaber das Rentenalter erreichen und einen Nachfolger suchen. Eine Perspektive für die, die das Risiko nicht scheuen.

Zukunft: Bewegung statt Stillstand

Lassen sich Aussagen über die Zukunft dieses Berufes machen? Nur bedingt. Klar ist lediglich, dass das menschliche Grundbedürfnis Mobilität sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen weiter eine einschlägige Verkehrsinfrastruktur mit entsprechenden Verkehrsmitteln erfordern. Moderne Gesellschaften zeichnen sich vor allem durch eine hohe Transportfähigkeit aus. Wie die künftig aussehen wird? Welche Anteile der Individualverkehr und die öffentlichen Verkehrssysteme einnehmen, wird von politischen Entscheidungen, ökonomischen Erfordernissen und ökologischen Notwendigkeiten abhängen. Aber egal wie, wird es immer Fachkräfte brauchen, die die Fahrzeuge und Systeme warten wie reparieren. „Auch wenn der Verbrennungsmotor nicht von heute auf morgen ersetzt werden kann, gehört die Zukunft elektrischen Antrieben“, ist sich Oliver Schatta sicher. Sicher ist er sich auch, dass elektronische Steuer- und Assistenzsysteme das Fahren immer stärker bestimmen werden. „Aber“, sagt er zum guten Schluss, „ohne die Fachkompetenz unserer Kfz-Mechatroniker gibt es keine Bewegung.“

 


Daten, Fakten & Links
(Stand: 01.11.2018)

Berufstätige Kfz-Mechatroniker: Die Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit weist (Stand: 31.12.2017) 370.400 Personen aus, die Kraftfahrzeuge reparieren und instandhalten. Nach Schätzungen von Fachleuten dürften davon etwa 250.000 Beschäftigte gelernte Kfz-Mechatroniker sein.

Altersstruktur berufstätiger Kfz-Mechatroniker: keine Angaben vorhanden.

Arbeitslose Kfz-Mechatroniker: keine Angaben vorhanden.

Ausbildungsvergütung: 713 Euro brutto im 1. Ausbildungsjahr; 891 Euro brutto im 4. Ausbildungsjahr.

Einkommen berufserfahrener Kfz-Mechatroniker: abhängig von Region und Unternehmen; durchschnittlich 2.200 – 2.850 Euro brutto.

Weiterführende Informationen:
https://www.autoberufe.de/fuer-schueler/die-autoberufe/kfz-mechatroniker-mw.html
https://www.wasmitautos.com/
http://www.kraftfahrzeugmechatroniker.com/
https://www.kfz-innung.de/aus-und-weiterbildung/ausbildung/abi-auto.html

 

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