Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Auch wenn es viele Länder der Welt derzeit nicht leicht miteinander haben, führt an der internationalen Zusammenarbeit doch kein Weg vorbei. Das gilt auch und besonders für den Bereich der beruflichen Bildung. Immer mehr Beschäftigte arbeiten während ihres Berufslebens mindestens zeitweilig im Ausland, andere brechen sogar alle Zelte ab und gehen für immer. In beiden Fällen erweist es sich als Vorteil, schon während der Ausbildung Auslandsluft geschnuppert zu haben. Nicht nur im Urlaub, sondern in einer echten Arbeitssituation.

Drei unserer Beiträge in dieser Ausgabe beschäftigen sich mit dem Thema. Sie zeigen ganz unterschiedliche Ansätze und Niveaustufen möglicher binationaler Ausbildungsmöglichkeiten auf. Das Deutsch-Französische Jugendwerk bietet Azubis die Chance, nur für einen Abschnitt ihrer Ausbildung nach Frankreich zu wechseln. Die FEDA Madrid geht einen Schritt weiter und offeriert eine Komplettausbildung sowie in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der spanischen Universidad de Alcalá auch ein vollständiges duales BWL-Studium. Der dritte Beitrag berichtet über Beschäftigungsmöglichkeiten in internationalen Organisationen, dort also, wo die ganze Welt am Verhandlungstisch sitzt. Eine lebenslange Berufsperspektive bieten die UN-Organisationen schon lange nicht mehr und auch bei den Institutionen der Europäischen Union nimmt die Zahl befristeter Beschäftigungsverhältnisse zu. Spannend ist das Eine wie das Andere dennoch. Aber jeder muss schauen, was am besten zu seinen Karriereplanungen passt. Wer ganz am Anfang nach dem Schulabschluss zum Kennenlernen und zur Selbstprüfung einen Auslandsaufenthalt mit einem Arbeitseinsatz verbinden möchte, sei auf unseren früheren Bericht „Freiwilligendienste, Work & Travel, Au Pair, Praktika und Co. – Nach dem Abitur ein kreativer Zwischenstopp“ (https://www.berufsreport.com/freiwilligendienste-work-travel-au-pair-praktika-und-co-nach-dem-abitur-ein-kreativer-zwischenstop/) verwiesen.

Was wir sonst noch erkundet und mit wem wir gesprochen haben, zeigt Ihnen unsere Übersicht. Vielleicht geht es Ihnen dabei wie uns. Man glaubt, den oder den Beruf kennt man doch. Erst wenn man tiefer in die Materie eintaucht, stellt man fest, wie sehr sich Inhalte und Rahmenbedingungen inzwischen verändert haben. Mit uns sind Sie deshalb immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung. Damit wünsche ich Ihnen noch einen wunderschönen Restsommer und verabschiede mich bis zur nächsten Ausgabe im November. Bleiben Sie uns gewogen! Herzlichst Ihr

Hans-Martin Barthold

 

Zum Thema …

Auch die Arbeitsagentur Celle berät lebensbegleitend (Foto: Wikimedia/Bernd Schwabe in Hannover)

Lebensbegleitende Berufsberatung: Drohung oder Verheißung?

Was machen, wenn die Unternehmen bei ihrer Suche nach Fachkräften immer öfter erfolglos bleiben? Und wenn Arbeitnehmer gleichzeitig mit dem einmal erlernten Beruf nicht mehr bis zur Rente kommen können? Wenn der Berufskompass während eines Berufslebens deshalb mehrfach nachjustiert werden muss? Da klingt das Konzept einer Lebensbegleitenden Berufsberatung verlockend. Die Bundesagentur für Arbeit verspricht, damit nicht weniger als die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft retten zu wollen. Das wird man sehen. Für die, denen dadurch früher als später eine Berufsentscheidung abverlangt wird, und für die, die ihnen dabei helfen sollen, hat es freilich Folgen. Welche und wie man ihnen begegnen kann, finden Sie in unserem Bericht.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

Hinweis auf eine Tierarztpraxis (Foto: Wikimedia/N-Lange.de)

Tierärztinnen: Traumjob ohne Zeit zum Träumen

Für Hundehalter, Reiter oder Katzenliebhaber sind sie oft die letzte Hoffnung, für Landwirte und Viehzüchter natürliche Verbündete, für Fragen der Lebensmittelsicherheit die wichtigste staatliche Kontrollinstanz. In der sozialen Hierarchie stehen Tierärzte dennoch weit hinter ihren Kollegen von der Humanmedizin, auch wenn es fachlich dafür keine Begründung gibt. Freilich hat sich das Berufsbild in den letzten fünfzehn Jahren stark verändert. Nicht nur ist der Frauenanteil unter allen berufstätigen Tiermedizinern auf inzwischen 65 Prozent gestiegen und sind es bei den Studienanfängern sogar neunzig Prozent. Einschneidender sind die Veränderungen der Beschäftigungsverhältnisse. Die althergebrachte Ein-Mann-Praxis wird zum Auslaufmodell. An ihre Stelle treten Gemeinschaftspraxen, Tierkliniken und neuerdings auch Klinikketten und immer mehr angestellte statt freiberuflicher Tierärzte. Verbunden ist beides mit einer weitreichenden Spezialisierung als tiermedizinischer Kardiologe, Orthopäde, Neurologe oder auch Anästhesist. Mehr dazu hier.   Mehr >

 

So hoch können Siegerinnen springen – Serena Williams nach ihrem Olympiasieg 2012 (Foto: Wikimedia/CharliTPhotographic)

Profisportler/Berufssportler: Zum Siegen verdammt

Eine Ausbildung für diesen Beruf gibt es ebenso wenig wie ein eigens dafür konzipiertes Studium. Irgendwann ist man es. Aber doch dauert die Vorbereitung auf eine Karriere als Berufssportler oft deutlich länger als eine Ausbildung oder ein Studium, und oft sogar länger als die eigentliche Karriere. Freilich ist das nur eine von vielen Besonderheiten dieses Berufes. Bei genauem Hinsehen besteht Profisport überwiegend aus Wiederholungen von Bewegungsabläufen, bei Ballsportarten von Spielzügen und überall aus vielfachen taktischen Überlegungen. Abhängig von der Disziplin und der Mannschaftsposition werden darüber hinaus an die körperliche Konstellation konkrete Anforderungen gestellt. Genauso wichtig für eine erfolgreiche Profikarriere scheint es freilich, schnell zu begreifen, wie das Sportbusiness funktioniert. Immerhin ist der moderne Profisport zum milliardenschweren Wirtschaftsfaktor mit mittlerweile industriellen Strukturen geworden. Berufssportler sollten schließlich auch Profis im Umgang mit Emotionen sein. Am schwersten fällt es aber offensichtlich, für die Zeit nach der Karriere zu planen. Wo Profisportlern sonst noch der Schuh drückt, und vieles andere Interessante findet sich in unserem Bericht.    Mehr >

 

Im Hauptquartier der UNO in New York arbeiten knapp 9.000 Mitarbeiter (Foto: Wikimedia/Neptuul)

Beschäftigte in internationalen Organisatio-
nen: Ein Job für Weltverbesserer mit Boden-
haftung

Die globale Welt ist ein Dorf – im Positiven wie im Negativen. Keiner weiß das besser als die Bediensteten in internationalen Organisationen. Unterschiedliche Sachverhalte wie Interessen zu analysieren, zu bewerten und irgendwann auch in einem Kompromiss zusammenzuführen, sind ihr tägliches Brot und ein ebenso spannendes wie mühsames Geschäft. Hier zu arbeiten, bedarf es deshalb Geduld genauso wie Empathie, einer hohen Frustrationstoleranz, diplomatischem Geschick, zugleich auch Durchsetzungsfähigkeit, allem voran jedoch eines ausgeprägten interkulturellen Sensoriums. Immerhin sitzt bei den Verhandlungen die ganze Welt mit am Tisch. Viel Zeit zur Einarbeitung bleibt nur selten. Der Koffer wird mit Blick auf die zahlreichen Dienstreisen zu einem der häufig genutzten Utensilien. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich für fast alle akademischen Berufe. Das Beschäftigungsumfeld ist freilich in hohem Maße wettbewerbsintensiv. Die Laufdauer der Arbeitsverträge beträgt nur selten mehr als drei Jahre. Unser Bericht enthält alles, was jemand wissen sollte, der eine Karriere in internationalen Organisationen anstrebt.    Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Joachim Posanz, the Toughest Firefighter Alive (Foto: privat)

Joachim Posanz:  Wie bei einem Weltmeister der Beruf zur 
Berufung wird

Sieger gehen gar nicht selten einen weiten Weg, Umwege inklusive. Weltmeister wie Joachim Posanz machen da keine Ausnahme. Aber vielleicht ist genau das ihr Erfolgsgeheimnis: So lange zu suchen, bis sie gefunden haben, wo ihr Herz schneller schlägt. Bei Joachim Posanz führte der Weg vom Kommunikationselektroniker zum Berufsfeuerwehrmann, vom Digitalexperten zum  Toughest Firefighter Alive der World Firefighter Games. „Ich hatte einen Beruf, sogar einen Beruf mit besten Zukunftschancen, aber keinen Beruf, der meine Seele berührte“, erzählt Posanz. Seine Berufung findet er erst, als er zur Berufsfeuerwehr in Göttingen wechselt. Dort begegnet ihm nicht nur der Beruf fürs Leben, sondern seine Berufung. Andere zählen schon ab dem vierzigsten Geburtstag die Wochen bis zur Rente. Ganz anders Joachim Posanz. Er wird die verbleibenden Jahre bis zum Arbeitsende in vollen Zügen genießen. Für einen dritten Weltmeistertitel ist er wohl schon zu alt. Noch einmal antreten wird er trotzdem. Und, wie im normalen Feuerwehrleben auch, sich ohne Neid mit den Siegern mitfreuen. Lesen Sie mehr von dem Mann, der in voller Einsatzkleidung in nur fünf Minuten bis in das 35. Stockwerk lief.   Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

Tradition und Moderne – Hier residieren FEDA und EWA (Foto: FEDA)

FEDA Madrid/EWA Europäische Wirtschaftsaka-
demie: Ausbildung und duales Studium in 
Spaniens Hauptstadt

Als Urlaubsland kennen Spanien viele. Als Land für einen Schüleraustausch oder ein Auslandssemester hat es inzwischen ebenfalls einen guten Ruf. Doch an eine komplette Berufsausbildung dort, gar ein duales Studium, denken nur wenige. Zu Unrecht. Immerhin gibt es Möglichkeiten, die beides zu deutschen Qualitätsstandards und Abschlüssen, zweisprachig und mit internationaler Ausrichtung anbieten. Die FEDA Madrid, eine anerkannte deutsche Auslandsberufsschule, hat beides im Portfolio. Neben den Ausbildungen als Industriekaufmann, Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, Kaufmann im Groß- und Außenhandel sowie Hotelfachmann bietet sie in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der spanischen Universidad de Alcalá auch ein duales BWL-Studium an. Die meisten Ausbildungsunternehmen sind Niederlassungen namhafter deutscher Konzerne. Wer mehr erfahren möchte, wir haben mit der Schulleitung und Personalmanagern von Ausbildungsbetrieben über die Ziele dieser Ausbildung, mit Azubis und dualen Studierenden über ihre Erfahrungen und Karrieremöglichkeiten gesprochen.  Mehr >

 

Das vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Bibliotheksgebäude (Foto: Wikimedia/Stormfighter)

Brandenburgische Technische Universität 
Cottbus-Senftenberg: Alles für die 
Studierenden

Wer eine überschaubare, aber dennoch innovative Universität sucht, sollte in die Lausitz und nach Cottbus fahren. Hier findet er das Gegenteil des anonymen Massenbetriebs der Metropolen. 43 Studierende teilen sich in Cottbus einen Professor. Damit sind die Lausitzer ihren Wettbewerbern in den sonst angesagten Szene-Metropolen wie Köln, München, Hamburg oder Berlin mehr als eine Nasenlänge voraus. Wichtiger aber, die Cottbuser machen etwas daraus. Für Studierende wie Studieninteressierte. Für Studienanfänger, denen die Festlegung auf ein bestimmtes Studienfach noch nicht recht gelingen will, bieten sie ein einjähriges, BAföG-gefördertes Orientierungsstudium an, College+ genannt. Sogar mit der Möglichkeit, Prüfungen ablegen zu können und diese im anschließenden regulären Studium anerkennen zu lassen. Studierende der Ingenieurwissenschaften können darüber hinaus noch während des Studiums zwischen einem wissenschafts- oder anwendungsorientierten, also einem universitären oder fachhochschulischen Studienprofil wählen und gegebenenfalls wechseln. Viele Fachdisziplinen sind darüber hinaus dual studierbar. Und auch wenn die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg klein ist, provinziell ist sie nicht. Jeder dritte Student kommt aus dem Ausland. Hinfahren und anschauen lohnen sich!    Mehr >

 

Ab hier beginnt das Reich der Autobahnmeistereien (Foto: Wikimedia/Qualle, Savax und Mediatus)

Autobahnmeisterei Braunschweig-Rüningen: Die täg-
lich den Weg frei machen

Autobahnen sind die Lebensadern einer modernen Industriegesellschaft. Und Autobahnmeistereien sorgen dafür, dass sie stets betriebsbereit sind. Zu jeder Jahreszeit, an sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden rund um die Uhr. Die Autobahnen im südöstlichen Niedersachsen sind das Revier der Autobahnmeisterei Braunschweig-Rüningen. 33 Straßenwärter tun hier ihren Dienst. Ohne zu klagen, bei Wind und Wetter. Doch wenn sie wegen Pflegearbeiten, Reparaturen und Unfällen den laufenden Verkehr einschränken oder im Winter vereiste Fahrbahnen mit geringerem Tempo abstreuen müssen, hören sie von Autofahrern dafür nur selten ein Dankeschön. Dabei wächst der Erhaltungsaufwand kontinuierlich. Besonders zu schaffen macht den Straßen der stetig zunehmende Schwerlastverkehr. Tatsächlich beansprucht ein einziger 40-Tonnen-LKW die Fahrbahn so sehr wie 60.000 (!) PKWs. Entmutigen lassen sich die Straßenwärter davon freilich nicht. Nur ganz wenige wechseln den Beruf. Wer mehr über die Arbeit in einer Autobahnmeisterei erfahren möchte, wir haben es recherchiert.    Mehr >

 

Bericht über …

Ein Stück französische Lebensart vor der Berliner Residenz das Deutsch-Französischen Jugendwerks am Molkenmarkt (Foto: Wikimedia/DFJW)

Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW): Wenn 
Azubis und Praktikanten neugierig aufs Nach-
barland sind

Früher gingen die Junggesellen auf die Walz, um zu sehen, wie andernorts gearbeitet wurde. Heute bieten sich solche Gelegenheiten bereits während der Ausbildung oder gar schon davor in einem Praktikum. Wer sich in Frankreich umschauen möchte, findet im Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) einen starken Partner. Der hilft, so manche bürokratische Hürde zu überwinden. Immerhin bedarf es für solche Austausche nicht selten genug eines komplizierten Vertragsrahmens. Das schreckt offensichtlich noch immer viele Auszubildende wie Ausbildungsbetriebe vom Austauschabenteuer ab. Das DFJW hat für fast alle Konstellationen eine Lösung. Auch finanziell. Und für die Auffrischung oder Erweiterung der Sprachkenntnisse sowieso. Sogar den Austausch ganzer Gruppen ermöglicht es. Zahlreiche Teilnehmer berichten nach ihrer Rückkehr, nicht nur fachlich neue Perspektiven kennengelernt zu haben, sondern auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung einen großen Schritt vorangekommen zu sein. In einem manchmal zwar unter Mühen, aber doch unaufhaltsam zusammenwachsenden Europa werden solche Kompetenzen immer stärker nachgefragt.    Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Ausbildung zum Heavy-Metal-Musiker +++ HRK-Studienplatzbörse +++ Mindestvergütung für Auszubildende +++ Stipendium für künftige Landärzte in Brandenburg +++ Studium Kinder- und Jugendliteratur +++ Weiterbildungsprogramm „Strategische Kompetenzen für Frauen in Aufsichtsräten“ +++ Digital Transformation & Social Responsibility +++ Studium der „Kleinen Fächer“ +++ Zahl hybrider Erwerbstätiger steigt +++ Mannheim Master in Management Analytics +++ Studium „Empirische Bildungsforschung und pädagogische Psychologie“ +++ Digitalisierung der Arbeitswelt +++ Game Production und Management +++ Brandenburg fördert die Ausbildung von Fachärzten in ländlichen Regionen +++ Deutsch-französischer Studiengang „Internationales Management“ +++ Wert von Praktika für Hochschulabsolventen gering +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >