Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Über die tiefgreifenden Folgen des nunmehr dritten Lockdowns an Universitäten und in Betrieben für Studierende und Azubis wird noch immer (zu) wenig diskutiert. Stattdessen beherrschen Fragen wie die folgenden die öffentliche Debatte. Bei welchen Inzidenzwerten können die Kontaktbeschränkungen endlich wieder gelockert werden? Wann gelangt die Auslastung der Intensivstationen an kritische Werte? Wie lange noch müssen Unternehmen aus Handel, Gastronomie und Tourismus geschlossen bleiben?  Wann endlich dürfen Menschen wieder unbeschwert in den Urlaub fliegen?  Freiheit und Sicherheit sollen hier nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das Eine wie das Andere hat seine Berechtigung. Und schon gar nicht geht es darum, die Gefahren der Pandemie kleinzureden. Doch sollten sich die jungen Menschen in Studium und Ausbildung unserer Aufmerksamkeit und mehr noch unserer Solidarität sicher sein können. Immerhin geht es um ihre Zukunft, die auch die unsere ist. Wir gewinnen oder verlieren stets gemeinsam.

Die Entscheidung für den einen oder anderen Beruf wird in diesen Zeiten zunehmend schwierig. Mehr jedenfalls als in den gemeinhin normalen Zeiten. Immerhin sind bestimmte Berufe trotz eines hohen Zukunftspotentials von der Pandemie stark betroffen. Was zählt da mehr, die kurzfristige Flaute oder die erwartbare langfristige Nachfrage? Und wer kann Zukunft verlässlich voraussagen? Nicht nur Berufsberater haben sich schon gewaltig geirrt, sondern auch Zukunftsforscher, Manager und politische Entscheidungsträger. So sind denn Berufswähler wieder ganz auf sich geworfen. Zur Minimierung einer eventuellen Fehlentscheidung müssen sie viele Informationen einholen, systematisieren und bewerten. Müssen sie viele Gespräche führen. Müssen sie eigene Interessen und Begabungen herausfinden. Alles zusammen ergibt dann eine tragfähige Basis für eine ebenso erfolgreiche wie glückliche Karriere. Auch in der Pandemie. Unterstützen wir sie dabei und machen ihnen Mut.

Und sollte es dennoch notwendig werden, die getroffene Entscheidung zu korrigieren, weisen wir darauf hin, dass ein Scheitern kein Weltuntergang ist. Im Gegenteil, zu scheitern ist eine wichtige Lebenserfahrung. Unser erster Beitrag beschäftigt sich mit diesem Thema. Sein Fazit: Das Scheitern zu stigmatisieren, ist töricht. Die Gescheiterten zu Versagern zu stempeln ebenfalls. Freilich ist die innovative Fehlerkultur in unseren Breitengraden noch wenig entwickelt. Dabei wissen es alle: Am meisten lernen wir aus unseren eigenen Fehlern, wenigstens aber aus deren Analyse, weshalb dieser oder jener Versuch erfolglos blieb. Öffentlich eingestehen möchten es gleichwohl die wenigsten. Wir stehen dazu und freuen uns auch dieses Mal wieder auf ihr Feedback. Kritik ist notwendig, um beim nächsten Mal noch besser zu werden. Freilich freuen wir uns auch über Lob. Bis zur nächsten Ausgabe im Oktober verabschieden wir uns an dieser Stelle. Bleiben Sie gesund, passen Sie weiter gut auf sich auf, haben Sie einen schönen Sommer – mit Urlaubsreise oder ohne (!) – und bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen. Herzlichst, Ihr

Hans-Martin Barthold

 

Zum Thema …

Die Botschaft eines Speakers der Mannheimer Fuck Up-Night: „Hör nicht auf, wenn es weh tut. Hör auf, wenn du fertig bist.“ (Foto: FUN Mannheim)

Von Niederlagen und vom Wiederaufstehen: 
Scheitern macht klüger

Zu scheitern gilt immer noch als Makel. In der Arbeits- und Berufswelt allzumal. Für viele Personalmanager ist es Synonym für fachliche Inkompetenz, analytische wie planerische Unfähigkeit sowie einen Mangel an Intelligenz. Solche Mitarbeiter mag niemand gerne einstellen oder weiter auf der Payroll behalten. Es gibt indessen auch eine gänzlich andere Sichtweise auf diesen Sachverhalt. Der berühmte Henry Ford pflegte es so auszudrücken: „Scheitern ist die Möglichkeit, es noch einmal besser machen zu können.“ Freilich nicht mit „Augen zu und durch“. Immer wieder das Gleiche tun und dennoch ein anderes Ergebnis zu erwarten, hielt schon Albert Einstein für keine kluge Idee. Es im zweiten Anlauf besser zu machen, setzt eine intensive Analyse des Misserfolgs voraus. Nur dann kann man aus seinen Fehlern lernen und nur dann wird man wirklich klüger. Diese Chance aber sollte jeder erhalten. Denn sonst erhält der Spruch „Wer nichts macht, macht auch keine Fehler“ eine fatale Wirkmächtigkeit. Auf den Fuck Up-Nights wird darüber endlich laut gesprochen und nicht nur verschämt von neuen Herausforderungen geredet. Hier ein paar Gedanken zum Scheitern und Wiederaufstehen.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

Das chinesische Model Shu Pei auf der New Yorker Fashion Week (Foto: Wikimedia/CHRISTOPHER MACSURAK)

Models: Professionalität vor Schönheit

Einmal nur unter dem Blitzlichtgewitter der Fotografen auf den Fashion-Shows in Paris, Mailand und New York für eines der großen Labels über den Runway gehen dürfen. Einmal nur von Vogue oder einem der anderen Lifestyle-Magazine als Covergirl/Coverman ausgewählt werden. Einmal nur in einem Armani-Kleid oder einem Anzug von Louis Vuitton posieren. Viele junge Frauen und Männer träumen davon. Und für manchen wird der Traum sogar wahr. Für die Fashion-Stars aber auch die vielen anderen Models im Commercialbereich stehen vor solchen öffentlichen Auftritten freilich Selbstdisziplin und harte Arbeit. Körpermaße halten, fit sein, die Vorgaben der Fotografen ebenso schnell erfassen wie umsetzen, auch bei größtem Stress immer ein Lächeln auf den Lippen haben, all das gilt es, zeitgleich zu beherrschen. In der Saison wird nachts zum nächsten Termin geflogen, der schon in aller Herrgottsfrühe beginnt. Das Berufsleben eines Models ist eines im Zeitraffer. Ende zwanzig ist die Karriere für die meisten bereits wieder vorbei. Wer einen Blick in diesen Beruf und hinter dessen Kulisse werfen möchte, sollte hier weiterlesen.   Mehr >

 

Das Jugendzentrum Posthornstraße in Hannovers Stadtteil Linden (Foto: Wikimedia/Bernd Schwabe in Hannover)

Sozialarbeiter: Menschenversteher, Motiva-
tionskünstler, Brückenbauer

Probleme und der Anspruch, sie lösen zu können, sind ebenso Berufsalltag wie Grund für ihre Daseinsberechtigung. Damit professionell umzugehen, haben Sozialarbeiter im Studium gelernt. In Fachkreisen heißen die einschlägigen Begriffe dafür Nähe und Distanz. Sozialarbeiter, von denen im Übrigen drei Viertel Sozialarbeiterinnen sind, haben ein einfach zu formulierendes Berufsziel. Sie wollen, dass es den Menschen gut geht. Das heißt aber auch, sie arbeiten dafür, dass ihre Hilfe überflüssig wird. So, wie ein Skilehrer, der erst dann zufrieden ist, wenn seine Schützlinge den Berg ohne seine Unterstützung sicher hinunterfahren können. Zwingen können sie freilich niemanden. Nur mit dem eigenen Beispiel und dem guten Argument vermögen sie zu überzeugen. Sozialarbeiter besitzen ein Doppelmandat, eines gegenüber den Menschen, die sich an sie um Hilfe wenden, und eines gegenüber dem Staat, dessen finanzielle Ressourcen sie verwalten. Was das bedeutet und noch vieles mehr, erklärt unser Beitrag.   Mehr >

 

Die Open Air-Bühne Wolkenturm dient als zentrale Spielstätte beim Musik-Festival Grafenegg (Foto: Wikimedia/Studio Iris)

Ingenieure für Veranstaltungstechnik: 
Spezialisten für Live-Kommunikation

Im Moment durchleben die Ingenieure für Veranstaltungstechnik schwere Zeiten. Die der Coronapandemie geschuldeten Lockdowns haben die Nachfrage nach ihren Kompetenzen um drei Viertel abstürzen lassen. Dass es nicht so bleibt, hoffen in der Veranstaltungswirtschaft alle. Wann Theater, Filmstudios und Kinos, Konzertsäle und Open-Air-Bühnen allerdings wieder öffnen dürfen, kann im Moment freilich niemand beantworten. Doch ist gesellschaftliches Leben ohne Live-Kommunikation nicht vorstellbar. Und damit auch nicht ohne Ingenieure für Veranstaltungstechnik. Ihre Community ist überschaubar und entsprechende Studienmöglichkeiten bieten aktuell allein die Technische Hochschule Mittelhessen in Gießen und die Berliner Hochschule für Technik, früher Beuth Hochschule. Ingenieure für Veranstaltungstechnik sind interdisziplinäre Alleskönner. Die wachsende Bedeutung der IT in der Veranstaltungstechnik wird die Nachfrage nach ihnen stark wachsen lassen. Wer mehr über das Kompetenz- und Anforderungsprofil dieser Ingenieure wissen möchte, sollte hier weiterlesen.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Ein Berufs-Leben fürs Spielen (Foto: Ravensburger)

dem Spieleerfinder Reiner Knizia:  Vom Mathematiker über 
den Banker zum Spieleentwickler

Er gehört zu den ganz Großen seiner Community – in Deutschland wie auch international. Nahezu 800 Spiele kommen aus seiner „Werkstatt“ und über 10 Millionen Stück wurden davon bis heute verkauft. Allein die Lizenzverträge füllen 65 Aktenordner. Eine beeindruckende Bilanz. Doch ich treffe einen Mann ohne Starallüren, freilich auch einen, der weiß, was er kann. Für eine Profikarriere als Spieleautor entschied sich Reiner Knizia allerdings erst nach seinem vierzigsten Geburtstag. Zuvor studierte der Abiturbeste seines Gymnasiums Mathematik und machte nach seiner Promotion eine Karriere mit Siebenmeilenstiefeln in der Finanzwirtschaft. Gibt es einen roten Faden im Berufsweg des Reiner Knizia? Wie passen Mathematik und Spiele zusammen? „Ums Gewinnen geht es nur vordergründig“, lässt er sich zitieren. Viel spannender sei es, Lösungen für den Sieg zu finden. Das ist in der Entwicklung von Spielen nicht anders als in der Mathematik und der Finanzwirtschaft. Wer mehr über den Weg dieses Mannes wissen will, findet es in unserem Bericht.   Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

Campus der Uni Witten/Herdecke mit Wiedererkennungswert (Foto: UWH)

Private Universität Witten/Herdecke: Begeiste-
rung studieren und Gesellschaft gestalten

Sie ist die erste private Universität in Deutschland. 1982 gegründet, nahm sie bereits ein Jahr später den Lehrbetrieb auf. Klein und fein, vor allem aber innovativ ist sie. Das, was die großen und behäbigen staatlichen Super-Tanker in München, Berlin, Köln und andernorts bis heute nicht geschafft haben, stemmten die Wittener in nur wenigen Jahren. Sie setzen neue Akzente. In der Medizin ist es die Ganzheitlichkeit und eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit aller Heilberufe, die Wirtschaftswissenschaften verstehen sie mehr als nur eine Übungseinheit für kurzfristige und eindimensionale Gewinnorientierung. Die Zahl der angebotenen Studiengänge hat sich inzwischen erheblich erweitert. Studium und akademische Ausbildung versteht man in Witten als Persönlichkeitsentwicklung. Die Grundlage dafür legt das Studium fundamentale. Anonyme Vorlesungen sind in Witten ersetzt durch seminaristische Kleingruppenarbeit. Innovativ sind die Wittener aber auch auf zwei anderen Feldern. Bei der Auswahl ihrer Studierenden orientieren sie sich vor allem an deren Persönlichkeit und nicht allein an Abiturnoten. Und für die Finanzierung der Studiengebühren entwickelten sie einen umgekehrten Generationenvertrag. Die übrigen Details finden Sie, wenn Sie hier weiterlesen.   Mehr >

 

In diesem modernen Gebäude residiert die 42Wolfsburg (Foto: 42Wolfsburg)

42Wolfsburg: Hogwarts für Software 
Ingenieure

Es ist kein Geheimnis. Softwarespezialisten sind selbst in Zeiten wirtschaftlicher Rezession gesuchte Fachkräfte, in manchen Branchen und sofort arbeitsfähige Newcomer ganz besonders. In Wolfsburg, dem Stammsitz des Volkswagen Konzerns, geht man deshalb neue Wege. Mit dem Franchise-Curriculum der in Frankreich vom Unternehmer Xavier Niehl entwickelten 42(Schulen) wagt man den Schritt in eine deutschlandweit noch unbekannte Bildungslandschaft. Die Schüler sollen vor allem eigeninitiativ und voneinander lernen. So will man in der Endausbaustufe bei 600 Schülern nur mit sechs fest angestellten Mitarbeitern auskommen. Der Automobilkonzern VW unterstützt das Projekt im ersten Jahr mit knapp vier Millionen Euro. Für die Schüler wird die Ausbildung kostenfrei sein. Ein bestimmter Schulabschluss muss nicht nachgewiesen werden, wohl aber die fachliche Befähigung in einem aufwändigen Auswahlverfahren. Die Abschlüsse sind bislang staatlich nicht anerkannt. Was das Curriculum der 42(Schulen) von den hochschulischen Studienplänen unterscheidet, ist ihre kompromisslose Anwendungsorientierung. Auf die ersten Absolventen dieses Experiments darf man gespannt sein.   Mehr >

 

Einblicke …

Städteranking: Wo am Monatsende am meisten vom Gehalt 
übrig bleibt

Hochschulabsolventen haben zum Berufsstart eine Reihe wichtiger Dinge zu entscheiden. Zu allererst die Fragen, in welchem Unternehmen und an welchem Ort findet sich der passende Job. Manchmal ergibt sich das eine zwangsläufig aus dem anderen und reduziert damit den Entscheidungsspielraum gen Null. Aber immer wieder ergibt sich die Möglichkeit, unter zwei oder mehreren Angeboten auswählen zu können. Ganz ähnlich die Situation bei der Karriereplanung Berufserfahrener. Schließlich sagt die Höhe des Gehaltes allein noch nichts darüber aus, wie viel Netto am Monatsende vom Brutto überbleibt. Das sieht von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aus. Und wird oft auch noch von der familiären Situation bestimmt. Unser Beitrag gibt über all das Auskunft und bietet mittels einer individualisierbaren Tabelle die Möglichkeit, entsprechende Vergleichsberechnungen vornehmen und bei eventuellen Gehaltsverhandlungen gewinnbringend einsetzen zu können. Nutzen Sie die Gelegenheit.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

Tool „stav Mediranger“ zur Berechnung der Zulassungschancen für Medizinstudienplatz +++ Ausbildungsprämie verdoppelt +++ Digitaler Semesterstart für Studienanfänger Medizin +++ Sonderstudium für arbeitslose Piloten +++ HRK-Studienplatzbörse +++ Gehaltsrechner des Statistischen Bundesamtes +++ Neues Curriculum für Psychologiestudium +++ Ausbildungsmöglichkeiten für den Journalismus +++ Berufe am Theater +++ „Freiwilligendienst im Heimatschutz“ bei der Bundeswehr +++ Studium „Wirtschafts- und Organisationssoziologie“ +++ Masterstudium „Sustainability and Impact Management“ +++ Studium „Informatik in Kultur und Gesundheit“ +++ Deutsch-israelischer Studiengang „Master in Management Analytics“ +++ Masterstudium „Biomedizinische Datenwissenschaft“ +++ ESA sucht Astronauten +++ Übersicht über pflegeorientierte Studiengänge +++ Studiengang „Food-Process and Product Engineering“ +++ Aktuelles Zulassungsverfahren zum Medizinstudium +++ Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften +++ Masterstudiengang „Material Culture Design“ +++ Deutsch-französischer Studiengang „Internationales Management“ +++ Studiengang „Konservierung neuer Medien und digitaler Informationen“ +++ Studium „Hebammenkunde/Hebammenwissenschaft“ in Fulda, Gießen und Frankfurt +++ Der Arbeitsmarkt für professionelle Zauberkünstler +++ Bewerbungsschlusstermin für Studienplätze des Abiturjahrgangs 2021 verlängert +++ Ausbildung in den medizintechnischen Berufen modernisiert +++    Mehr >>

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >