Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Der Abschied von der Schule war gestern. Der Neubeginn in einer Berufsausbildung, in einem Studium oder im ersten Job ist heute. Vorfreude und Bedenken halten sich die Waage. Doch ist beides Voraussetzung für einen erfolgreichen Start, so wie Schauspieler das Lampenfieber vor der Premiere und Sportler die Anspannung vor dem Wettkampf brauchen. Gefordert ist schließlich die volle Konzentration. Wir wünschen allen gutes Gelingen. Auch denen, die sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden haben. Wie bereichernd, aber genauso steinig und oft genug unsicher der Weg bis zur Professur ist, beschreiben wir in der Rubrik „Zum Thema …“. Wer indessen noch auf der Suche nach dem passenden Berufsweg ist, sei auf unsere Beiträge zu den Zollfahndern, Verpackungsingenieuren und Orthoptistinnen verwiesen. Alle drei Berufe sind in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Umso interessanter ein Blick darauf, was sie machen, welche Anforderungen sie stellen und welche Entwicklungschancen sie bieten. Zum wiederholten Mal müssen wir über die Zulassung zum Medizinstudium berichten. Die Konferenz der Kultusminister hat neue Beschlüsse gefasst, ohne freilich den gordischen Knoten durchschlagen zu haben. Aber lesen Sie selbst. Worauf man sich in seiner Karriere konzentrieren sollte, davon hat uns Thomas Middelhoff erzählt. Als Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG und von Arcandor, vormals KarstadtQuelle, war er ganz oben, nach einer Verurteilung zu drei Jahren Gefängnis wegen Untreue und Steuerhinterziehung ganz unten. „Ich habe gelernt, was wichtig ist im Leben“, weiß der ehemalige Topmanager heute. Soll heißen, eine Karriere lebt nicht allein von Leistung, Effizienz und Siegen, sondern ebenso von Werten, Haltung und Moral. Das Lesen, auch der übrigen Berichte, lohnt – wie immer! Bleiben Sie uns gewogen. Bis zur nächsten Ausgabe im November verabschiede ich mich als Ihrr

Hans-Martin Barthold


Zum Thema …

Der Höhepunkt einer wissenschaftlichen Karriere – Die Inauguration/Ernennung zum Rektor/Präsidenten einer Universität (Foto: Wikimedia/Michal Manas)

Karriere in der Wissenschaft: Der steinige 
Weg zur Professur

Als Wissenschaftler einen Ruf an die Eliteuniversität X oder Y zu erhalten, es zu schaffen, die vorletzten Geheimnisse der Welt zu entschlüsseln, vielleicht sogar irgendwann einmal für den Nobelpreis vorgeschlagen zu werden, davon träumen viele der Besten. Und Hand aufs Herz, gibt es Spannenderes als neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Durchbruch zu verhelfen? Doch der Weg dahin ist lang und steinig. Das jedenfalls zeigt der „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017“. Gleichwohl wagen sich zunehmend mehr Hochschulabsolventen an den Startpunkt. Die Zahl der Promotionen stieg zuletzt auf knapp 200.000. Obschon die Promotionsquote in den einzelnen Fachbereichen sehr unterschiedlich ist und nicht alle Promovenden eine wissenschaftliche Karriere anstreben, wird die Luft auf dem weiteren Weg da wie dort beständig dünner. Die Zahl der Habilitationen als eine der gängigsten Voraussetzungen für eine Berufung zum Professor erreichte nur einen Wert von 1.600. Die Menge der tatsächlichen professoralen Neuberufungen war mit 872 aber bloß noch halb so groß. Die vollständige Analyse des Arbeitsmarktes für Wissenschaftler finden Sie hier.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

Abzeichen der Zollbeamten (Foto: Wikimedia/Benutzer: Hypnosekröte)

Zollfahnder: Die Spürnasen für Zoll- und 
Steuervergehen

Drogenschmuggel, illegale Waffengeschäfte, Geldwäsche, organisierte Schwarzarbeit, die Einfuhr ausländischer Kulturgüter wie geschützter Tierarten ohne Papiere und Genehmigungen, das alles hält Zollfahnder in Atem. Freilich folgen sie in ihrer Arbeit nicht nur ihrer spontanen Intuition, so wichtig diese bei der Aufklärung komplizierter Fälle auch sein mag. Vielmehr wird die Tätigkeit der Zollfahnder bestimmt durch rechtsstaatliche Prinzipien. In der Tat müssen die Ergebnisse ihrer Ermittlungen zuerst der kritischen Inaugenscheinnahme der Staatsanwaltschaften und anschließend dem prüfenden Blick der Gerichte standhalten. Eine penible Dokumentation und Aktenführung sind deshalb das A und O für diesen Job. Und Geduld! Denn die Gegner sind Profis. Da bedarf es oft genug großer Hartnäckigkeit, um früher oder später die Beweiskette vollständig schließen zu können. Der Weg zum Zollfahnder führt über eine Ausbildung im gehobenen oder mittleren Zolldienst. Was ein Zollfahnder fachlich und persönlich mitbringen sollte, wie sein Arbeitsalltag aussieht und eine mögliche Karriere, haben wir für Sie recherchiert.    Mehr >

 

Einfache Übung – Verpackung für den Bücherversand (Foto: Wikimedia/HornM201)

Verpackungsingenieure: Das Packgut unversehrt 
zum Kunden bringen

Das Thema Verpackung ist so alt wie die Menschheit. Und immer schon wurde es kontrovers diskutiert. Ist eine Verpackung wirklich unbedingt erforderlich? Ist die Verpackung wiederverwendbar oder kann sie doch wenigstens stofflich recycelt werden? Schützt die Verpackung das Packgut ausreichend vor Verderb, Beschädigung oder gar Zerstörung? Hält sie medizintechnische Produkte, wie gesetzlich vorgegeben, keimfrei und steril? Die Aufzählung könnte beliebig fortgesetzt werden. Verpackungsingenieure haben also eine Vielzahl von Aspekten zu beachten, bei Konsumgütern bis hin zum Design. Und schon jetzt sind Verpackungen einer der wichtigsten Informationsträger für Kunden, Logistik- und Transportunternehmen sowie den Einzelhandel. Das alles macht den Beruf des Verpackungsingenieurs so interessant, stellt gleichzeitig aber auch hohe Anforderungen an die, die ihn ausüben. Die Community der Verpackungsingenieure ist eine noch junge Berufsgruppe. In einer arbeitsteiligen globalen Wirtschaft geht gleichwohl nur noch wenig ohne sie. Entsprechend groß ist die Nachfrage.   Mehr >

 

Untersuchung der Augenbeweglichkeit an der Tangententafel (Foto: BOD/Chandler Photography)

Orthoptistinnen: Das Sehvermögen optimieren

Das Sehen gilt für die Wahrnehmung der Umwelt als einer der wichtigsten Sinneseindrücke. Und auch für die Pflege sozialer Kontakte ist die gegenseitige „Inaugenscheinnahme“ nur durch wenig zu ersetzen. Schon die Universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098 – 1179) wusste: „Augen sind die Fenster zur Seele“. Umso erstaunlicher ist es, dass den Beruf für Diagnose und Therapie von Seheinschränkungen kaum einer mit Namen kennt. Die Orthoptisten, wie sie heißen, sind indessen bis auf wenige Ausnahmen Orthoptistinnen. Die Zeiten, in denen sie fast ausschließlich in der Behandlung schieläugiger Kinder und Jugendlicher tätig wurden, sind schon geraume Zeit vorbei. Heute gewinnen die Arbeitsfelder visuelle Rehabilitation und Low Vision immer stärker an Bedeutung. Dabei geht es in der Rehabilitation um die Behandlung Verunfallter oder von Menschen mit neurologischen Erkrankungen, insbesondere Schlaganfallpatienten. Low Vision bedeutet die Auswahl einschlägiger Sehhilfen sowie schließlich das Training von Menschen mit nur (noch) geringer Sehleistung. Was viele Orthoptistinnen an ihrem Beruf fasziniert? Der intensive Patientenkontakt, das eigenständige Arbeiten, eine Ausbildung in Kleinstgruppen, die Bandbreite des Berufes.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Thomas Middelhoff (Foto: privat)

Thomas Middelhoff: Ganz oben, ganz unten und was 
wirklich zählt im Leben

Mit nur 45 Jahren rückt Thomas Middelhoff an die Spitze eines der bedeutendsten deutschen Unternehmen. Doch ist er nicht nur Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, sondern auch Mitglied in den Boards von AOL und der New York Times. Middelhoff gilt als entscheidungsfreudiger Macher und Medienfachmann. Mit seinen Ansichten über Wirtschaft, Unternehmertum und gesellschaftliche Entwicklungen avanciert er zum Meinungsführer. Für viele Nachwuchsmanager wird er zum Vorbild, für einige gar zum Idol. Sein Urteil zählt in jener Zeit. Alles geht wie im Zeitraffer. Sein Abstieg nur zehn Jahre später erfolgt im gleichen atemberaubenden Tempo. 2014 der Tiefpunkt. Thomas Middelhoff steht vor Gericht. Das Urteil des Vorsitzenden Richters: 3 Jahre Haft wegen Untreue und Steuerhinterziehung. Seit einem Dreivierteljahr ist der ehemalige Topmanager wieder auf freiem Fuß. Eine in der Haft erworbene Autoimmunerkrankung wird ihn die Zeit im Gefängnis nie mehr vergessen lassen. Verbittert ist er trotzdem nicht. Wer wissen möchte, wie dieser Mann heute über die Welt, seinen Beruf und die unsolidarische Community der Manager denkt, findet es in unserem Bericht.   Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

Schulterstücke für die unterschiedlichen Dienstgrade der Luftwaffe (Foto: Bundeswehr/Jessica Leopold)

Bundeswehr: Der etwas andere Arbeitgeber

Zwar gilt auch für die Soldaten der Bundeswehr mittlerweile eine 41-Stunden-Woche und erhalten sie für Überstunden einen Freizeitausgleich. Sollten die aktuellen Gedankenspiele aus dem Verteidigungsministerium Realität werden, werden sich bald auch ausländische Staatsbürger sogar von jenseits der EU-Grenzen um eine Verwendung in der Bundeswehr bewerben können. Dennoch ist die Bundeswehr kein Arbeitgeber wie jeder andere. Das beginnt mit ihrem Auftrag und setzt sich fort bis zu ihren Organisations- und Arbeitsstrukturen. Viele Bundeswehrangehörige verbringen allerdings nur einen Teil ihres Berufslebens in Uniform. Nach Ablauf ihrer ganz unterschiedlichen Verpflichtungszeiten wechseln sie wieder in einen zivilen Beruf. Ein kleiner Teil wird Berufssoldat und bleibt bis zum Renteneintrittsalter. Das ist in allen drei Teilstreitkräften, dem Heer, der Luftwaffe und der Marine, gleich. Die Wege zur Bundeswehr sind allerdings vielfältig, die Ausbildungen und Verwendungen ebenfalls. In vielen Funktionen wird Führungsverantwortung gefordert. Kein Wunder also, dass deshalb den Sozialkompetenzen der Bewerber und Bewerberinnen eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Was man sonst noch über den Arbeitgeber Bundeswehr wissen sollte, der im Übrigen auch zahlreiche zivilberufliche Angestellte beschäftigt, finden Sie in unserem Bericht.   Mehr >

 

Das zentrale Hörsaalgebäude beherbergt auf mehr als 4.000 Quadratmeter Nutzfläche acht Hörsäle und zehn Seminarräume (Foto: TU Chemnitz/Dirk Hanus)

Technische Universität Chemnitz: Wo Technik 
vernetzt gedacht wird

Die Technische Universität Chemnitz präsentiert sich in Forschung und Lehre ebenso leistungsstark wie innovativ, auch wenn sie (noch) keine Eliteuniversität ist. Ihr Markenzeichen: Technik wird disziplinübergreifend und vernetzt gedacht. In Zeiten von Digitalisierung und Nachhaltigkeit erweist sich das als hervorragende Berufsvorbereitung. Das hat sich bis über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus herumgesprochen. Mehr als jeder vierte Student kommt aus dem Ausland und sorgt so für internationales Flair auf dem Campus. Dort sind die Studienbedingungen so, wie sich das Studierende wünschen: kleine, diskussionsfähige Studiengruppen, junge, motivierte Dozenten, überschaubare und transparente Strukturen. Als fachliche Schwerpunkte nennt die sächsische Universität die Wissensbereiche “Materialien und Intelligente Systeme”, “Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau” sowie “Mensch und Technik”. Wollen Sie mehr über ein Studium in Chemnitz erfahren, schauen Sie in unseren Bericht.   Mehr >

 

Bericht über …

Traumarbeitsplatz künftiger Medizinstudierender: Hybrider Operationssaal mit bildgebenden Anlagen(Foto: Wikimedia/Keeve)

Medizinzulassung: Die unendliche Geschichte

Sechs Jahre benötigte das Bundesverfassungsgericht, um sein Urteil über die unendlich langen Wartezeiten in der Zulassung zum Medizinstudium zu treffen. 15 Semester betrugen diese zuletzt. Manche nennen die Urteilsbegründung verschwurbelt, manche salomonisch. Wie auch immer. Den Verantwortlichen in Bund und Ländern schrieb das Gericht ins Stammbuch, bis zum Wintersemester 2019/2020 ein neues grundgesetzkompatibles Vergabeverfahren zu erstellen. Dafür bleibt nun nicht mehr viel Zeit. Trotzdem verfahren die Universitäten ungerührt weiter wie bisher, so als ob nichts passiert wäre. Die Kultusministerkonferenz sorgt mit wirklichkeitsfremden Entschlüssen für Heiterkeit. Die Studienstiftung Hochschulstart, zuständig für das Studienplatzvergabeverfahren, sieht sich außerstande, innerhalb von immerhin zwei Jahren die für eine dialogfähige Onlineplattform erforderliche Software zu erstellen. Was das alles für die Bewerber bedeutet, besonders für die Altbewerber, die im Vertrauen auf die Rechtsstaatlichkeit des bisherigen Verfahrens vertrauten, damit beschäftigt sich unser Beitrag.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Neues über die Zulassung zum Medizinstudium +++ HRK-Studienplatzbörde +++ Hansestadt gründet „Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) +++ Zusatzqualifikation „Onkologie an Uni Kiel +++ Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie +++ Studiengang „Internet of Things – Digitale Automation“ +++ Anrechnungsmöglichkeiten praktischer Berufsqualifikationen auf späteres Studium +++ Stadtverwaltung bietet „Duales Studium Bauingenieurwesen“ an +++ UNO-Organisation als Arbeitgeber in Deutschland +++ Online-Masterstudium „Arts and Cultural Management“ +++ Uni Bonn und Uni Siegen bieten Studium „Digitale Medizin“ an +++ Studium „Entertainmanagement“ +++ Studium „Computervisualistik“ an Uni Magdeburg +++ MS Wissenschaft mit der Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“ auf Tour +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >