Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Nein, unsere Berichte über die Welt der Berufe, sind von Krimis so weit entfernt wie die Erde von der Sonne. Aber dennoch sind sie kaum weniger spannend. Und ihr Mehrwert für den Alltag dürfte bei aller gebotenen Bescheidenheit deutlich über dem der meisten Thriller liegen. Zu wissen, was in welchem Beruf gemacht wird, welche Zugangsvoraussetzungen erfüllt werden müssen und was für Karrierechancen er eröffnet, erhöht immerhin die Chance für eine  tragfähige Berufswahlentscheidung. Wie wertvoll die für ein glückliches Leben ist, dafür stehen viele unserer zahlreichen Gesprächspartner als Beispiel. So hoffen wir, dass die Lektüre auch der Beiträge der nun vorliegenden Ausgabe des „Berufsreport“ für alle Neugierigen wieder zu einer Quelle der Inspiration wird.

Dabei dürfen wir Sie als unsere Leser zum wiederholten Mal versichern, keine Reklame für bestimmte Berufe oder Unternehmen zu machen, wie wir umgekehrt auch keinen Beruf schlecht reden. Berufe sind ganz unterschiedlich, die Talente der Menschen ebenfalls. Was den einen langweilt, fasziniert den anderen. Wir wollen helfen, dass jeder das zu seinen Begabungen und Interessen Passende findet. Aus diesem Grund akzeptieren wir Werbeangebote, die wir zunehmend häufiger erhalten, grundsätzlich nicht, so lukrativ sie auch sein mögen. Und auch sonst fühlen wir uns strikter Neutralität verpflichtet. Wir möchten Sie als unsere Leser unvoreingenommen und objektiv informieren. Dafür müssen wir in unseren redaktionellen Entscheidungen unabhängig bleiben. Die immer noch steigende Zahl der User bestätigt uns die Richtigkeit dieser Entscheidung. Danke für Ihr Vertrauen!

Damit wünsche ich Ihnen besinnliche Tage in der „stillen Zeit“, erwartungsvolle Adventswochen, frohe Weihnachten und einen glücklichen Übergang ins neue Jahr. Ich verabschiede mich schon einmal bis zur nächsten Ausgabe im Februar. Bleiben Sie uns gewogen! Herzlichst Ihr

Hans-Martin Barthold

 

Zum Thema …

Frauen erreichen bei „Ausbildung und Abi-tur“ genauso wie Männer hervorragende Prüfungsergebnisse (Foto: Porsche Leipzig GmbH)

Ausbildung und Abitur: Zwei in einem

Es klingt verlockend. Je nach Bundesland trägt das neue Ausbildungsmodell unterschiedliche Namen. Die reichen von „BerufsAbitur“ bis zu „Dual plus“. Und tatsächlich verbindet sich mit diesem Angebot eine einzigartige Chance. In nur vier Jahren einen Berufsabschluss und das Abiturzeugnis erwerben zu können, im Alter von 20 Jahren zwischen allen beruflichen Optionen entscheiden zu dürfen. Was wollten junge Menschen mehr. Doch vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. In der praktischen Ausbildung wie im schulischen Unterricht gibt es eine 40-Stunden-Woche und statt 3 Monate Ferien nur den für Auszubildende üblichen Tarifurlaub. Lehrer wie Ausbilder loben denn auch die hohe Motivation dieser Azubi-Schüler. Und berichten, dass der ständige Wechsel zwischen Praxis und Theorie, zwischen Grundlagenwissen und Anwendung, zwischen Arbeit und Reflektion Persönlichkeiten formt, die sich kein X für ein U vormachen lassen. In welchen Bundesländern und in welchen Berufen es dieses Angebot gibt, wie es organisiert ist, erfahren Neugierige hier.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

PA Anette Sonnabend (r.) assistiert beim Einsetzen einer Knie-Endoprothese (Foto: privat)

Physician Assistant (Arztassistent): An der Seite der Ärzte

Noch kennt man sie nicht überall. Kein Wunder. Die ersten Absolventen verließen die Hochschulen erst vor zehn Jahren. Doch wie bei vielen neuen Berufen dürfte es auch bei den Physician Assistants, überall bloß PA genannt, nur eine Frage der Zeit sein, bis sie sich etabliert haben. Schon jetzt behaupten sie sich sehr erfolgreich. Denn dort, wo Ärzte bereits Erfahrungen mit PAs besitzen, wollen auch ursprüngliche Skeptiker sie schon bald nicht mehr missen. Als nichtärztliche medizinische Akademiker entlasten sie die approbierten Mediziner in Diagnostik und Therapie immerhin von zahlreichen Routinetätigkeiten und übernehmen darüber hinaus zeitaufwendige Organisations- wie Dokumentationsaufgaben. Damit ermöglichen sie den Ärzten, sich wieder ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu können. Gleichwohl sind sie kein Arzt „light“. Sie sind Assistent und Koordinator für das medizinische Prozessmanagement, übernehmen gegenüber Ärzten anderer Fachgebiete eine Scharnierfunktion, sind Ansprechpartner für Physiotherapeuten, Pflegefachkräfte und andere Gesundheitsberufe. Noch wichtiger, Patienten erleben sie als medizinisch kompetente Vertrauenspersonen, die sie von der Einweisung bis zur Entlassung begleiten. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann finden Sie hier alles, was Sie sonst noch über diesen Beruf wissen sollten.   Mehr >

 

Restaurierung des Dreikronenbanners/Kölner Stadtbanners (Foto: Wikimedia/Raimond Spekking)

Restauratoren: Das kulturelle Erbe bewahren

Zwar ist ihr fachlicher Ehrgeiz groß. Doch Altes wieder wie neu scheinen zu lassen, ist nicht ihr Ziel. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, Altes zu bewahren, mehr noch seine Geschichte und ursprüngliche Botschaft (wieder) lesbar zu machen. Dazu brauchen akademische Restauratoren interdisziplinäres Vielfachwissen. An erster Stelle natürlich Kenntnisse aus der Kunstgeschichte, den Natur- und Materialwissenschaften, aber auch über modernste technische Entwicklungen zur Analyse der zu bearbeitenden Objekte. Ihr Beruf ist ein planerischer ebenso wie ein handwerklich ausführender. Die Qualifikation zur Konzepterstellung unterscheidet sie von den Restauratoren mit handwerklichem Herkommen, die nach ihren Vorgaben zwar ebenfalls auf hohem Niveau, aber schwerpunktmäßig vor allem ausführen. Restauratoren sind objektorientiert hoch spezialisierte Fachleute. Die Palette reicht vom archäologischen Kulturgut über Gemälde, Keramik, kunsthandwerklichen Objekten, Stein, Büchern und Textilien bis hin zu Wandmalereien und sonstigen Architekturoberflächen. Wodurch sie sich beruflich auszeichnen, was einen guten von einem nur durchschnittlichen Restaurator unterscheidet, finden sie in unserem Bericht.   Mehr >

 

Das aktuelle Pfandsiegel, umgangssprachlich “Kuckuck” genannt (Foto: Wikimedia/Hermine Tuzzi)

Gerichtsvollzieher: Sachwalter von Gläubigern und 
Schuldnern

Ihr Job ist nicht jedermanns Sache. Doch keine Gesellschaft kommt ohne sie aus. Sie nehmen eine ordnungspolitisch wichtige Funktion wahr. Sie sind die personifizierte Mahnung dafür, sich nicht mit fremder Leute Geld einen lauen Lenz machen zu dürfen. Wenn also gute Worte nicht mehr helfen, der Schuldner das geborgte Geld partout nicht zurückzuzahlen gedenkt oder Unternehmen sich ihrer Pflicht zur Abführung der Sozialbeiträge an Kranken- und Rentenversicherungen verweigern, kommt erst die Stunde der Gerichte und anschließend die der Gerichtsvollzieher. Sie brauchen für das, was sie tun müssen, solide Rechtskenntnisse. Genauso aber müssen sie mit Menschen in schwierigen und deshalb oft auch emotional stark aufgeladenen Situationen umgehen können. Ihre Arbeit ist in hohem Maße reglementiert. Doch haben sie durchaus auch Gestaltungsfreiheit. Bisher war der Weg in den Beruf eine zweite Karriere, insbesondere für Fachkräfte aus den Reihen der Justizbeamten. Baden-Württemberg hat die Ausbildung vor kurzem in ein Fachhochschulstudium überführt. Weitere Länder denken darüber nach. Wer einen Blick in diesen Beruf werfen will, sollte es hier tun.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Bevor Daniela Jacob redet, hört sie zu (Foto: GERICS/T. Schaube)

Daniela Jacob:  Eine Frau fürs Klima

Das Klima und der Klimaschutz begleiten Daniela Jacob bereits seit Schülertagen. Mehr noch die Frage, welchen Anteil der Mensch an den Veränderungen der Wetterphänomene hat. Seitdem sucht sie mit Leidenschaft nach Lösungen. Zuerst als Mitarbeiterin im Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie, jetzt als Direktorin des Climate Service Center Germany (GERICS), parallel dazu immer wieder als Autorin, zuletzt sogar als Koordinierende Leitautorin, zahlreicher Berichte des Weltklimarates. Seit Studientagen diskutiert sie mit einer schier unendlichen Begeisterung über alles, was mit dem Klima zusammenhängt. Emotional aufgeheizten ideologischen Streitereien aber geht sie aus dem Weg. Sie ist Wissenschaftlerin mit Haut und Haaren. Für sie zählen Fakten, nicht Stimmungen. Und sie kann führen, im GERICS immerhin achtzig Mitarbeiter, die Mehrheit davon Wissenschaftler. Da ist die Notwendigkeit, immer wieder nach den besten Argumenten suchen zu müssen, ständige Herausforderung. Ausgleich fand Daniela Jacob über drei Jahrzehnte im Flamenco. Auf der Flamenco-Gitarre begleitete sie auch andere Tänzer. Wer noch mehr über die Klimaexpertin wissen will, sollte hier weiterlesen.    Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

Bevor Daniela Jacob redet, hört sie zu (Foto: GERICS/T. Schaube)

Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen: 
Die Entschärfer

Sogar der niedersächsische Ministerpräsident Stefan Weil kam zum Gratulationsempfang, als die Männer und Frauen des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) im letzten Jahr ihr siebzigjähriges Bestehen feierten. Seit 1948 ist es ihre Aufgabe, die gefährlichen Hinterlassenschaften zweier Weltkriege unschädlich zu machen und zu entsorgen. Aber noch immer ist kein Ende abzusehen. „Die Arbeit reicht für mindestens zwei weitere Generationen“, gibt sich der Chef des KBD, Thomas Bleicher, überzeugt. Bei jedem neuen Fund stehen die Sprengmeister und Munitionsfacharbeiter ganz vorne. Obwohl ihre Aufgabe keine ist wie jede andere, erlebe ich die Fachleute für Kampfmittel aller Art als sehr geerdet. Natürlich wissen sie um das Risiko ihres Jobs. Doch haben sie gelernt, dessen Höhe einzuschätzen und unkalkulierbare Wagnisse zu vermeiden. Sie sind mutig, aber nicht tollkühn. 145 Tonnen bargen sie im letzten Jahr. Der Bau neuer Windräder on- und offshore, die Kabeltrassen in der Nordsee und die Stromautobahnen nach Süddeutschland, Flussvertiefungen sowie der Wohnungsbau bescheren ihnen viele weitere neue Aufträge. Doch trotz modernster Technik bleibt am Ende stets der persönliche Einsatz. Wollen Sie mehr erfahren, lesen Sie hier weiter.   Mehr >

 

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Mensa und Hofgarten der Sommerresidenz am Campus Eichstätt (Foto: KU/Christian Klenk)

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: 
Mit MehrWert studieren

Wer während seines Studiums die Welt sehen will, muss nicht in München, Hamburg oder Berlin studieren. Er kann das auch von der kleinsten deutschen Universitätsstadt aus organisieren. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ist mit mehr als 280 Universitäten in 58 Ländern weltweit vernetzt. Der Campus im malerischen Altmühltal verspricht viel Gemeinschaft mit den Kommilitonen genauso wie mit den Lehrenden. Die Uni möchte Fachwissen und soziale Kompetenzen auf dem Fundament christlicher Werte vermitteln. Dennoch stehen die Hörsäle und Seminarräume Bewerbern aller Religionen und Glaubensrichtungen offen. Gewünscht ist allerdings die Bereitschaft, bereits als Student Verantwortung für die Gesellschaft und das, was in ihr passiert, übernehmen zu wollen. Das Altmühltal, Eichstätt und schon gar nicht die Katholische Universität sind für eine Flucht aus der Welt geeignet. Wohl aber als Ort, über deren Woher und Wohin nachdenken zu können. Die KU besitzt einen zweiten Campus in Ingolstadt. Dort befindet sich die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Wer mehr über die Universität in Eichstätt-Ingolstadt wissen möchte, sollte hier weiterlesen.   Mehr >

 

Bericht über …

Zentrale der Fachhochschule Stralsund (Foto: Wikimedia/Klugschnacker)

Der Rückzug der Ingenieurinnen: Und noch immer
keine Lösung

Bei diesem Problem kommen offensichtlich auch die härtesten Genderaktivistinnen und Genderaktivisten an ihre Grenzen. Diese Feststellung ist nicht mit Häme verbunden, sondern beschreibt nur die aktuelle triste Wirklichkeit. Der Anteil der Frauen in den Ingenieurstudiengängen wächst bundesweit, wenn überhaupt, allenfalls im Schneckentempo. Es kommt aber noch schlimmer. Auch das Förderinstrument der Frauenstudiengänge vermag die Situation nicht zu verbessern. Diese Studiengänge waren gedacht, Frauen den Einstieg in die Technik zu erleichtern, ohne bereits vom ersten Studientag an der Dominanz ihrer männlichen Kommilitonen ausgesetzt zu sein. Nun stehen zwei dieser vier Studienangebote vor dem Aus. Die Bewerberzahlen sind so gering, oft nur noch im einstelligen Bereich, dass eine Fortführung dieser Studienmodelle wohl nicht mehr gerechtfertigt werden kann. Die Suche nach den Gründen hat gerade erst begonnen. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Eine Übersicht über die Situation der Frauenstudiengänge in den Ingenieurwissenschaften finden Sie in unserem Bericht.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Mindestlohn für alle Auszubildenden +++ Bachelor of Professionals und Master of Professionals +++ Neues Gesetz zur Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten +++ Community Health Nursing +++ Landärztestipendien in Brandenburg +++ Sustainable Chemistry +++ Neue Studiengänge „Hebamme“ +++ Weinmarketing und Management +++ Rückvermeisterung in 16 Handwerksberufen +++ Training und Coaching im Fußball +++ Vertrauensstelle für sexuell belästigte Beschäftige bei Film, Fernsehen und Bühne +++ Immobilien- und Vollstreckungsrecht +++ Beruflich qualifiziert studieren +++ Digital Technologies +++ Einstellungstest Öffentlicher Dienst +++ Studiengänge Technischer Umweltschutz +++ Existenzgründungen von Frauen +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >