Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Es sind ungewöhnliche Zeiten. In vielerlei Hinsicht. Und niemand weiß, wie das Virus Covid-19, wenn es denn irgendwann unter Kontrolle sein wird, unser Land am Ende zurücklässt. Einig sind sich Politiker, Wirtschaftsfachleute und Sozialwissenschaftler nur in einem: Es wird ein anderes Land sein, als es das bis zum Ausbruch der Covid-19-Pandemie war. Schon jetzt hat der Shutdown in zahlreiche Berufe tief, wenngleich sehr unterschiedlich, eingegriffen. Auch in die, über die wir in dieser Ausgabe berichten. Doch werden Auftritts- und Kontaktverbote, Terminabsagen sowie andere Restriktionen früher oder später wieder aufgehoben und wird sich das Berufsleben normalisieren. Auch wenn offen bleibt, wie viele Unternehmen die Krise überleben und wie viele ihr trotz großzügiger Staatshilfen zum Opfer fallen.

Spannend ist indessen die Frage, ob und wie sich die Berufslandschaft als Ganze verändert. Viele namhafte Ökonomen erwarten als Folge der Krise und in deren Gefolge der Unterbrechung wichtiger globaler Lieferketten eine wieder stärkere Regionalisierung der Wirtschaft. Das dürfte die globalisierten Unternehmen der Automobilwirtschaft ebenso betreffen wie die pharmazeutische Industrie und die Hersteller von Medizintechnik, vor allem aber die Logistikdienstleister. Sollte es so kommen, wird all das freilich Jahre dauern. Welche Berufe davon profitieren werden, welche Federn lassen müssen, welche Berufe und wie sich ihre Tätigkeitsprofile verändern könnten und welche Berufe vielleicht ganz neu auf den Plan treten, keiner weiß es.

Für alle die, die sich nach Ende ihrer Schulzeit jetzt für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden müssen, sind das schwierige Zeiten. Kaum weniger kompliziert für Berufsanfänger die Planung der nächsten Karriereschritte. Die einen wie die anderen stellen fest, wieder ganz auf sich zurückgeworfen zu sein. Wohin willst du? Was begeistert dich? Was kannst du besonders gut? Mit unseren Berichten und Reportagen wollen wir helfen, die dafür erforderlichen Informationen verfügbar und transparent zu machen. Wir wünschen allen Lesern interessante Einsichten beim Durchschauen der Beiträge dieser Ausgabe. Passen Sie weiter gut auf sich auf, bleiben Sie gesund und uns auch weiterhin gewogen. Herzlichst Ihr

Hans-Martin Barthold

 

Zum Thema …

SES-Experte Günter Kuhn(M.) im Einsatz (Foto: SES/Frauke Syring)

Senior Experten: Kompetenz kennt kein Ver-
fallsdatum

Ihre Schläfen sind meist schon grau, doch ihre Augen blicken hellwach und die Begeisterung für das Lösen von Problemen ist so groß wie zu ihrer aktiven Arbeitszeit. Viele Unternehmen schwören auf ihre Expertise, wenn es kurzfristige Personallücken oder außergewöhnliche Schwierigkeiten zu überwinden gilt. Schließlich enthält der Werkzeugkoffer der Senior Experten mehr als nur das Inhaltsverzeichnis der drei gängigsten Managementmodelle. Stattdessen ist er prall voll mit Führungserfahrungen. In aller Regel in mittelständischen Unternehmen. Dort also, wo man sich als Bereichsleiter oder Geschäftsführer nicht in ein Büro weit weg von den Problemen des unternehmerischen Alltags verkrümeln kann, sondern an der operativen Front tagtäglich seinen Mann und seine Frau stehen muss. Sie sind finanziell abgesichert. Sie müssen niemandem mehr etwas beweisen. Sie brauchten nicht mehr zu arbeiten. Doch sie tun es trotzdem. Denn für sie ist Arbeit keine Last, sondern Lust und eine spannende Aufgabe. Was bei den Einsätzen der Senior Experten zählt, ist nicht jugendliche Unbekümmertheit, sondern sind fachliche Kompetenz und Begeisterung. Beides kennt kein Verfallsdatum. Mehr über die Silberrücken, wie sie ebenso humor- als auch respektvoll genannt werden, finden sie in diesem Bericht.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

„Scheidung für Anfänger“ – Thorsten M. Schmidt (M.) am Set mit Doris Schretzmayer (v. li.) und Andrea Sawatzki (Foto: ARD Degeto/Christoph Assmann)

Regisseure: Geschichten zum Leben erwecken

Ohne sie blieben die Theaterbühnen lehr und die Filmleinwände dunkel. Die großen Zampanos mit dem Zauberstab in der Hand sind sie dennoch nicht. Ihr Job ist es, eine Geschichte, einen Roman, ein Stück, manchmal auch nur eine Idee zum bildlichen wie akustischen Leben zu erwecken. Die künstlerisch-gestalterische Freiheit, die sie dafür beanspruchen und erhalten, ist Ungezwungenheit und Verpflichtung zugleich. Denn ein mathematisch konkretes Richtig oder Falsch gibt es dafür nicht. Wohl aber das Lob oder den Verriss der Kritiker, die Begeisterung oder Enttäuschung des Publikums, den ökonomischen Erfolg ebenso wie den finanziellen Flop. Regisseure tragen für beides die Verantwortung, weshalb sie in dem einen wie dem anderen Fall breiter Schultern bedürfen. Niemand weiß freilich besser als sie, dass der Erfolg immer viele Väter hat. Von den Schauspielern angefangen, über die Dramaturgen und Drehbuchautoren, Kameraleute, Kostüm- und Maskenbildner, die Leute vom Ton bis hin zu den Cuttern/Editoren. Regisseure müssen deshalb ehrliche Moderatoren sein, vor allem aber empathische Menschenfischer. Wer mehr über den Beruf der Regisseure erfahren möchte, findet alles Wichtige in diesem Beitrag.    Mehr >

 

Kein bloßer Job, sondern ein Beruf, der für viele Berufung ist (Foto: Cora M. Jennissen_photography)

Pferdewirte: Die Zügel immer fest in der 
Hand

Wer schon einmal bei der Ankunft im Stall von seinem Pferd freudig begrüßt wurde, wer an einem lauen Sommermorgen der aufgehenden Sonne entgegen geritten ist, wer bei den ersten ungelenken Schritten eines Fohlens zusehen durfte, weiß, was Glück bedeutet. Eine nüchterne Betrachtung des Berufsalltags eines Pferdewirtes erweist sich gleichwohl als hilfreich. Mehr noch sollte sie bei diesem Beruf zur unbedingten Voraussetzung gehören. Wichtiger jedenfalls, als sicher im Sattel sitzen zu können. Zwar hält dieser Beruf viele ungezählte Glücksmomente bereit, doch mit den schönen Bildern der sanften Pferdeflüsterer hat er nur wenig gemein. Und noch weniger reicht es, Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen nur für den Umgang mit Pferden zu haben. Als mindestens genauso wichtig erweist sich das Händchen für die Besitzer, Reiter und Reitschüler. Denn die wollen erklärt haben, wie mit dem Pferd hier und heute umzugehen ist, was ich von ihm verlangen kann und womit es überfordert wäre. Der Beruf des Pferdewirtes ist breit gefächert und in fünf Fachrichtungen spezialisiert. Wer mehr über diesen ebenso schönen wie anstrengenden Beruf erfahren möchte, sollte hier weiterlesen.     Mehr >

 

Mit den Kameras eines Aqua-Satelliten – Die Wolkenlage über Finnland und den baltischen Staaten (Foto: Wikimedia/Antti Lipponen)

Meteorologen: Vorhersagen im Chaos eines 
dynamischen Systems

Der Klimawandel rückt die Meteorologen verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Denn ohne sie gibt es keine Erklärung der sich verändernden Wetterphänomene und schon gar keine Lösungen gegen die Erderwärmung. Bei den Berufswählern scheint diese Botschaft allerdings noch nicht angekommen. Die kleine Zahl der Studienanfänger, viel mehr die um noch einiges geringere Zahl der Absolventen treibt den Personalmanagern des Deutschen Wetterdienstes als zwar nicht einzigem, gleichwohl wichtigstem Arbeitgeber für Meteorologen schon seit geraumer Zeit die Schweißperlen auf die Stirn. Die Berufschancen stehen deshalb gut wie selten zuvor. Doch sind Meteorologen nicht nur Experten fürs Wetter und Klima, sondern weit umfassender Fachleute für das Geschehen in der gasförmigen Hülle der Erdoberfläche, der Atmosphäre. Das Geschehen dort folgt freilich überwiegend physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Weswegen Kenntnisse der Physik und Mathematik, wenigstens aber eine entsprechende naturwissenschaftliche Leidenschaft, für Meteorologen zwingende Voraussetzungen sind. Was es von diesem Beruf noch zu berichten gibt, haben wir für Sie zusammengetragen.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Veronika Fischer bei einem ihrer ungezählten Konzerte (Foto: Wikimedia/Paulae)

Veronika Fischer: Auf den Flügeln von Talent, 
Leidenschaft und Mut bis ganz nach oben 

Ihre Stimme ist unverwechselbar und wird es immer bleiben. Seit fünfzig Jahren steht Veronika Fischer nun schon auf der Bühne. Der Klang ihrer Musik, der Inhalt ihrer Texte und das Timbre ihrer Stimme verzaubern heute genauso wie in den ersten Jahren ihrer großen Karriere. Wo sie noch während des Musikstudiums mit der Gruppe „Panta Rhei“, aus der später „Karat“ wurde, und anschließend ihrer eigenen Band die Hallen, Säle und Konzerthäuser füllte. Auf die seichte Schlagerwelle sprang sie nie auf, obwohl die Versuchungen ebenso zahlreich wie verlockend waren. Das geteilte Deutschland verlangte ihr mehrere Karriereanläufe ab. Erst in der DDR, dann in der Bundesrepublik, nach dem Mauerfall schließlich der dritte im wiedervereinigten Deutschland. Alle gelangen ihr mit großem Erfolg. Veronika Fischer ist ehrgeizig, hartnäckig und eine begnadete Sängerin, bei all dem aber stets sehr geerdet. Manche behaupten, sie sei abseits der Bühne ein sperriger Typ. Dabei ist sie nur eine Frau, die sich ungern ein X für ein U machen lässt und die Dinge um sie herum mit einem gesunden Menschenverstand betrachtet. Ganz einfach war ihr Weg freilich zu keiner Zeit. Nachlesen kann man ihn hier.    Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

THW-Helfer bauen eine Behelfsbrücke (Foto: THW/Sabrina Strauch)

Technisches Hilfswerk (THW): Helfer für 
alle Fälle

Die Männer in den blauen Uniformen sind immer dann zur Stelle, wenn bei Hochwasser, bei Schneekatastrophen, bei Großbränden oder anderen Großschadenslagen Not am Mann ist. Und wenn die Bundesregierung es für notwendig hält, werden die Helfer sogar auch im Ausland tätig. Die blauen Uniformen gehören zum Technischen Hilfswerk. Das THW ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes und untersteht dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Neben rund 80.000 ehrenamtlichen Helfern beschäftigt das Technische Hilfswerk in seiner Bonner Zentrale, den Geschäftsstellen der Landesverbände und den Regionalstellen auch 1.800 hauptberufliche Mitarbeiter. Die Aufgaben dieser Männer und Frauen reichen von Verwaltungsaufgaben wie der Abrechnung von Einsätzen, über die Planung der Ausbildung ehrenamtlicher Helfer und die Beschaffung des technischen Equipments bis hin zur Katastrophenforschung. Das THW bietet nur wenige Karrieremöglichkeiten, dafür aber die große Chance für eine sinnstiftende Tätigkeit. Wollen Sie in die Welt der Katastrophenretter schauen, dann hier.     Mehr >

 

Uni-Platz – Rostock bietet neben blauem Ostseehimmel auch viel hanseatisches Flair (Foto: Uni Rostock)

Universität Rostock: 600 Jahre Erfahrung 
in Forschung und Lehre

Im letzten Jahr feierte die Universität Rostock ihr 600-jähriges Bestehen. Damit ist sie die älteste Universität im Ostseeraum. Freilich wechselten sich Hochzeiten mit solchen des wissenschaftlichen Niedergangs ab. Was das heutige Hochschulmanagement daraus gelernt hat, ist so einfach wie überzeugend und heißt, sich niemals auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen. An vier Standorten bietet die Universität Rostock in sieben Studienfeldern gegenwärtig 170 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Gleichwohl zeichnet sich die Universität mit 13.000 Studierenden durch eine gute Überschaubarkeit, in einigen Fachbereichen sogar durch eine familiäre Atmosphäre aus. Eine Besonderheit bildet die Interdisziplinäre Fakultät. Die verfügt zwar nicht über eigenständige Studienangebote. Ihr Ziel ist es vielmehr, als zentrale wissenschaftliche Einrichtung Forschende wie Studierende aller Fachrichtungen in fakultätsübergreifenden interdisziplinären Departments zusammenzuführen. Ein Konzept, das wissenschaftlichen Tiefgang mit 360°-Perspektive verbindet. Drei Graduiertenkollegs und eine breite internationale Vernetzung bieten an einer Promotion interessierten Absolventen beste Bedingungen. Einige Institute bieten darüber hinaus auch Ausbildungsplätze an. Zuletzt braucht sich die Lebensqualität in Rostock vor keinem Vergleich zu scheuen. Ein Blick in das Porträt dieser Universität lohnt.   Mehr >

 

Bericht über …

Job-Speed-Dating (Foto: Wikimedia/Silverije)

Azubi-Speed-Datings: Bewerber ohne Illusionen 
und Lehrstellen von der Resterampe

In diesem Jahr fällt die Hochsaison der Azubi-Speed-Datings dem Virus Covid-19 zum Opfer. Es wird interessant zu beobachten sein, ob und wie viele Ausbildungsplätze dadurch mehr als in den Jahren zuvor unbesetzt bleiben. Allerdings hat diese Auszeit vielleicht auch ihr Gutes. Immerhin erspart es Unternehmen wie Bewerbern die sonst übliche Scharade. Wer glaubt schon an die großspurigen Versprechungen der Veranstalter „In 10 Minuten zur Lehrstelle …“? Jedenfalls nicht dann, wenn es sich um anspruchsvolle und komplexe Berufsbilder handelt. Azubi-Speed-Datings sind eine Resterampe für Ausbildungsplätze, die man bislang nicht an den Mann oder die Frau bringen konnte, aus welchen Gründen auch immer. Und es ist eine Heerschau desillusionierter Bewerber, die noch immer ohne Ausbildungsvertrag sind, ebenfalls aus welchen Gründen auch immer. Spitze Zungen verwenden für diese Situation auch den Begriff Sklavenmarkt. Unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten zwischen Ausbildungsbetrieb und Bewerbern sind indessen lobenswert. Doch bedürfen sie intensiver Vorbereitung. Auf beiden Seiten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Auslandsaufenthalte während Ausbildung förderfähig +++ Ressourcenmanagement Wasser +++ „Studium Generale“ zur Studienorientierung +++ Security and Industrial Internet of Things +++ Anzahl zulassungsbeschränkter Studiengänge schwankt von Bundesland zu Bundesland +++ Angewandte Informatik mit Doppelabschluss +++ Cyber Security +++ Digital Biomedical and Health Sciences +++ Approbation von Absolventen polnischer Universitäten nur noch unter bestimmten Voraussetzungen +++ Zugang zum Beruf Psychotherapeut neu geregelt +++ Schleswig-Holstein bietet Quereinsteigern für Lehramt an Berufsbildenden Schulen attraktives Angebot +++ Zusatzweiterbildungsmöglichkeit „Homöopathie“ in immer mehr Bundesländern ersatzlos gestrichen +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >