Verpackungsingenieure – Das Packgut unversehrt zum Kunden bringen

Von Hans-Martin Barthold | 15. August 2018

Das Problem begleitet die Menschheit seit ihren Anfängen. Und doch scheiden sich noch heute die Geister daran. Die Rede ist vom Verpacken und von Verpackungen. Die einen geißeln mit ideologischer Verve die Materialverschwendung sowie die wachsende Menge an zurückbleibendem Abfall. Und wollen doch zugleich an frostklirrenden Wintertagen um nichts in der Welt auf das Dessert mit fruchtig frischen Erdbeeren aus Ägypten verzichten. Oder auf die bequeme Online-Bestellung samt Anlieferung durch einen Paketdienst bis vor die Haustür. So verbraucht jeder Deutsche pro Jahr 220 Kilogramm Verpackungsmaterial. Der EU-Durchschnitt liegt bei 167 Kilogramm.  Die anderen verweisen mit ökonomischer Attitüde auf den volkswirtschaftlichen Nutzen moderner Verpackungen. Auf einen rückläufigen Verderb bei Lebensmitteln. Auf immer weniger Transportschäden. Auf den Schutz vor Verunreinigungen und die Gewährleistung hygienischer Standards bei pharmazeutischen wie medizintechnischen Produkten. Auf die inzwischen gute Wiederverwertbarkeit vieler Packmittel, Packstoffe und Packhilfsmittel. Mitten in dieser Diskussion die Verpackungsingenieure, zu deren Berufsalltag es gehört, derartige Zielkonflikte zu lösen. Und die wissen, dass das Optimum stets ein Kompromiss ist. Tatsächlich müssen die von ihnen entwickelten Verpackungen ganz unterschiedlichen Ansprüchen genügen.

Kleingruppenarbeit im Labor an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (Foto: feinesbild.de)

Als Wichtigstes sollen Verpackungen natürlich das Packgut vor Beschädigung oder gar der Zerstörung schützen. Was sonst noch? Sie sollen es auch transport- und lagerfähig machen. Sie sollen die Umwelt vor dem Austritt des unter Umständen toxischen Packgutes bewahren. Einfach in der Handhabung sollen sie sein, mit Blick auf den Transportraum leicht und platzsparend, ein ästhetischer Blickfang, ökologisch verträglich sowieso. Sie sollen für Kunden produktspezifische Informationen kommunizieren. Mit Barcodes und RFID-Transpondern integrieren sie digitale Speicher für logistische Daten. Sie dienen darüber hinaus zunehmend auch als Plattform reaktiver Signalgeber für Transporteure, Handel und Kunden, etwa wenn Temperatur- oder Feuchtigkeitstoleranzen überschritten werden und davor gewarnt werden soll. Und das alles zu den geringstmöglichen Kosten. So bestimmt immer und überall das Packgut die Prioritäten, nicht der Verpackungsingenieur. Lebensmittel stellen andere Anforderungen als Kosmetika, Schmuck und Lifestyleprodukte andere als Haushaltsgeräte, Waschmittel oder Getränke, PCs und Laptops andere als Industrieverpackungen.

Generalist und Schnittstellenprofi

Die Erkenntnis daraus ist eine doppelte. „Verpackungsingenieure“, formuliert Eugen Herzau die erste, „sind Generalisten.“ Heißt, sie müssen von vielen Dingen etwas verstehen, wenn auch nicht jedes Mal bis zur vierten Nachkommastelle. Die zweite, damit verbunden: „Der Verpackungsingenieur ist ein typischer Schnittstellenberuf. Er arbeitet im Spannungsfeld von Produktion, Vertrieb, Marketing und Transport.“ Herzau weiß sehr genau, wovon er spricht. Er ist Studiendekan des Studiengangs Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK). Für Eigenbrötler ist der Job als Verpackungsingenieur also nichts, für Tüftler umso mehr. Gesucht sind kommunikationsstarke Teamplayer, deren Interessenspektrum von Technik und Werkstoffeigenschaften über Formgebung bis zu ökonomischen Fragestellungen und logistischen Prozessen reichen sollte. Das alles aber genügt noch nicht. „Verpackungsingenieure müssen entscheidungsfreudig sein“, ergänzt Anna Förster die Aufzählung der wichtigsten Anforderungen in ihrem Beruf, „vor allem dann, wenn Restrisiken nicht hundertprozentig aufgelöst werden können.“

Verpackungsingenieurin Anna Förster (Foto: DB Schenker)

Und das ist dort, wo Anna Förster arbeitet, durchaus keine Seltenheit. Förster ist Leiterin Verpackungsplanung bei DB Schenker in Leipzig, wo vorrangig Teile und Komponenten für die Automobilindustrie und deren weltweiten Versand auf dem Seeweg, der Schiene oder per Luftfracht verpackt werden. Auch wenn es gegenüber dem Vorhergehenden wie ein Widerspruch klingt, wie alle Verpackungsingenieure braucht auch Anna Förster für diesen Job ein hohes Qualitätsbewusstsein. Immerhin sind die in 40-Fuß-Containern zu stapelnden Teile gar nicht selten großen Kräften, auch Schwingungen, ausgesetzt. Schäden wegen fehlerhafter Planung könnten teuer werden. Darüber hinaus durchqueren die Teile verschiedene Klimazonen mit großen Unterschieden bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Doch muss die Verpackungsplanerin Förster bei der Entwicklung ihrer Packmittel und deren „Innenleben“ noch viel mehr bedenken. Erfüllen die Verpackungen die Anforderung an eine unkomplizierte Zuführung zur Produktionsline beim Kunden? Sind sie dort von den Montagefachkräften einfach und mit möglichst geringem Zeitaufwand zu öffnen?  Wie müssen die Packtische für die Verpacker gestaltet werden? Sind die Verpackungsanleitungen für die Mitarbeiter verständlich formuliert?

So viele Produkte, so viele Anforderungen, so viele Verpackungslösungen

Wie für Anna Förster, die den Abbruch ihres Jurastudiums zugunsten der Verpackungstechnik deshalb nie bereut hat, liegt auch für Falko Staufer die Faszination dieses Berufes in seinen vielfältigen Aufgabenstellungen. Sonst ist bei ihm einiges anders. Staufer arbeitet bei der Serag-Wiessner GmbH & Co. KG als Leiter der Verpackungsentwicklung. Das inhabergeführte Unternehmen in der fränkischen Kleinstadt Naila nahe Coburg ist der mit 152 Jahren Produkterfahrung älteste deutsche Hersteller von chirurgischem Nahtmaterial. Zum Produktportfolio gehören heute auch chirurgische Nadeln, textile Implantate, Lösungen, Gele und Antiseptika. „Die Verpackung unserer Produkte unterliegt hohen, gesetzlich vorgegebenen Sicherheitsstandards“, weist Staufer auf einen wichtigen Punkt. Die Bandbreite des Packgutes reicht bei Serag-Wiessner von manufakturmäßig hergestellten Kleinauflagen und Spezialitäten bis hin zu vollautomatisch produzierten Serienprodukten. Kenntnisse über die Verfahrenstechnik sind für Staufer deshalb unverzichtbar.

Verpackungsingenieur Falko Staufer (Foto: privat)

Wichtige Punkte bei der Entwicklung von Verpackungslösungen sind für Staufer vor allem das schnelle und einfache Handling im Produktionsprozess, die Funktionalität im OP sowie die Sicherheit des Sterilbarrieresystems. Immerhin muss die Verpackung bis zur Öffnung im OP-Saal absolute Keimfreiheit gewährleisten. Das führt zu einem technischen Zielkonflikt, dessen Lösung Falko Staufers Aufgabe ist. Produziert wird in Reinräumen unter kontrollierten Bedingungen. Zur Abtötung aller Keime durchlaufen die Verpackungen einen Sterilisationsprozess. In dem werden sie begast. „Trotz der erforderlichen Sicherheitsanforderungen“, erklärt er, „muss die Folie dafür gasdurchlässig aber bakteriendicht sein, so dass das Gas alle Hohlräume der Verpackung erreichen und anschließend vollständig wieder aus ihr herausgesaugt werden kann.“ Für die Materialauswahl wie die Prozessoptimierung stimmt sich Staufer eng mit Spezialisten anderer beteiligter Fachrichtungen ab. Je nach Chargengröße können die Verpackungskosten bis zur Hälfte des Produktpreises erreichen. Deshalb ist Falko Staufer stets auf der Suche nach einer Reduzierung der Verpackungsvarianten und besser noch einer eventuellen multifunktionellen Verwendung.

Immer wieder interdisziplinär denken

An Stammtischen gelten Verpackungen nicht selten als unterkomplex, die Verpackungstechnik als Schmalspurdisziplin. Nichts erweist sich falscher als das. Verpackungsingenieure müssen in hohem Maße analytisch und interdisziplinär denken können. Sie sollten in der Lage sein, fach- und funktionsübergreifende Zusammenhänge ebenso schnell zu erfassen wie zu priorisieren. Der Hochschullehrer Herzau spricht etwas flapsig vom Ich-will-es-genau-wissen-Gen. So avanciert Neugier zu einer der wichtigsten Eigenschaften von Verpackungsingenieuren. „Allerdings“, schränkt Staufer, der ursprünglich mit einem Architektur- beziehungsweise Bauingenieurstudium liebäugelte, ein, „sind detailverliebte Menschen in unserem Beruf nur auf wenigen Arbeitsplätzen gesucht. Die meisten Verpackungsingenieure sind Macher und technische Dienstleister.“ Sebastian Kraus, auch er Verpackungsingenieur, bestätigt diese Aussage mit Nachdruck. Kraus arbeitet als Teamleiter Verpackungsentwicklung bei Kao in Darmstadt und ist dort zuständig für GOLDWELL Haarfarben & Application Tools.

Studierende der Verpackungstechnik erlernen das Siegeln von Verbundfolien mit einem Laborsiegelgerät (Foto: feinesbild.de)

Bei einem Markenartikler wie Kao sind die Anforderungen an einen Verpackungsingenieur sehr designdominiert. „Vor allem Material, Form, Farbe und Haptik der Primärverpackung“, gewährt Sebastian Kraus einen Blick in seinen Arbeitsalltag, „garantieren die gewünschte Markenidentität.“ Der Wiedererkennungswert der Cola-Flasche ist beispielhaft. Vor diesem Hintergrund benötigen Verpackungsingenieure in der Konsumgüterindustrie unbedingt eines zielsicheren ästhetischen Urteilsvermögens, ohne dass sie freilich ihre ingenieurtechnischen Wurzeln verleugnen. „Ohne solide technische Kenntnisse geht auch bei uns nichts“, betont Kraus denn auch. In der Tat spielen wegen der Wechselwirkungen zwischen Füllgut und Verpackungsmaterial Werkstofffragen eine große Rolle. In der Produktgruppe, für die Kraus zuständig ist, wird überwiegend Kunststoff eingesetzt. Der darf nicht spröde oder gar porös werden. Er darf sich nicht verfärben. Er darf seine Dynamik auch bei niedrigen Temperaturen nicht verlieren. Denn immerhin soll der Endverbraucher die Menge Shampoo oder Färbemittel jederzeit einfach durch Handdruck dosieren können und muss die Flasche beim Sturz auf harte Fließen bruchsicher sein.

Viele Anforderungen, ein Ziel

„Im Konsumgüterbereich mit hohen Stückzahlen“, erklärt Eugen Herzau, „muss darüber hinaus jede Verpackungslösung maschinengängig sein.“ Immerhin geht es hier bei der Preisfindung regelmäßig um jeden einzelnen Cent. Für Sebastian Kraus heißt das, Verpackungen entwickeln zu müssen, die nicht nur ein Blickfang fürs Auge sind. Vielmehr müssen sie auch unkompliziert und einfach zu befüllen sein. In der industriellen Produktion ist Zeit Geld, in einer verzahnten Produktion wie hier oder in der Süßwarenindustrie umso mehr. Da zählt jede Sekunde. Das macht eine frühzeitige Abstimmung mit der Abfüllung, gegebenenfalls auch den Abfüllanlagenherstellern unerlässlich. Sebastian Kraus ist freilich auch gutes Beispiel für eine weitere Facette im Beruf eines Verpackungsingenieurs. Gemeint ist die internationale Perspektive. Kao etwa ist in Japan und Asien Marktführer bei Haushaltsprodukten, Waschmitteln und Kosmetik. „Jede Region hat ihre Besonderheiten“, formuliert Kraus die sich daraus ergebenden Anforderungen. „Die Qualitätsansprüche an Verpackungen“, wird er konkret, „sind deutlich höher als hierzulande.“ Nachfüllbeutel ohne intuitiven Öffnungsmechanismus und Ausgießhilfe wären für japanische Kunden völlig inakzeptabel.

So werden Plastikbecher thermogeformt (Foto: feinesbild.de)

Die Anforderungen an die Schutzfunktion einer Verpackung sind indessen da wie dort hoch. Bevor bei Kao eine neue Verpackung in die Produktion genommen wird, unterzieht sie Sebastian Kraus vielfachen selbst entwickelten oder vom Gesetzgeber vorgeschriebenen umfangreichen Tests. „Unter sechs Monaten sind die meisten nicht abgeschlossen“, erzählt er. Materialfragen spielen allerdings nicht nur bei den Primärverpackungen eine große Rolle, sondern auch bei den Sekundär- und Tertiärverpackungen, die die Transportsicherheit großer Mengen gewährleisten müssen. Überwiegen bei den Primärverpackungen Kunststoffe, sind es im Sekundärbereich Papier, Pappe und Kartonagen. Dass Nachhaltigkeit für Verpackungsingenieure durchaus kein Fremdwort ist, zeigt die mit nahezu drei Vierteln materialübergreifend hohe stoffliche Wiederverwertung. Und auch vor der Problematik von Kunststoffen verschließt man nicht die Augen. Bevor sie zu DB Schenker wechselte, arbeitete Anna Förster bei ihrem vorherigen Arbeitgeber beispielsweise an der Entwicklung biologisch abbaubarer Kunststoffe.

Vielseitige Arbeitsmöglichkeiten

Bei den Anwendungen von Verpackungen entfallen 41 % auf Lebensmittel, gefolgt von Industrieverpackungen (18 %) und Getränken (16 %). Interessant auch ein Blick auf die Packmittelgruppen. An der Spitze stehen Beutel aller Art, Flaschen sowie Schachteln und Boxen. Neben Packmittelherstellern, abpackenden Betrieben, Transport- und Logistikunternehmen finden Verpackungsingenieure Beschäftigungsmöglichkeiten zunehmend auch im aufstrebenden Versandhandel und in Ingenieurbüros. Umfasst die Tätigkeit bei den Packmittelherstellern vorwiegend Aufgaben in der Entwicklung und Produktion, stehen in abpackenden Unternehmen die Anwendung und Qualitätskontrolle im Mittelpunkt. Schließlich kaufen die Verpacker die eingesetzten Packmittel in der Regel von darauf spezialisierten Herstellern zu. „Bei anspruchsvollen Produkten wie den unseren“, schränkt Falko Staufer ein, „liegen wesentliche Entwicklungsaufgaben bis hin zum Musterbau allerdings bei den Verpackungsingenieuren der Anwender.“ Und das ist stets die Suche nach der bestmöglichen Lösung.

Professor Eugen Herzau lehrt an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (Foto: privat)

Mit Blick auf natürliche Ressourcen und Energie werden, wenn irgend möglich, im industriellen Sektor mehrfach nutzbare Pendelverpackungen eingesetzt. Überhaupt ist Optimierung eine Aufgabe, die alle Verpackungsingenieure sehr ernst nehmen. Anna Förster setzt beispielsweise Schocksensoren ein, mit denen sich besondere Belastungen an die Packmittel nachverfolgen und sich anschließend entsprechend verbessern lassen. Der Blick allein auf die Kosten von Verpackungen ist richtig und wichtig, aber nicht ausreichend. Der Anspruch von Verpackungsingenieuren reicht weit darüber hinaus. „Wir schützen nicht bloß das Verpackungsgut und die Umwelt, wir schützen durch die Eindämmung von Verschwendung auch volkswirtschaftliche Werte“, ist Eugen Herzau überzeugt. Schließlich ermöglicht die Verpackung nicht nur im Lebensmittelhandel zielgruppenspezifisch passende Portionsgrößen auch für die steigende Zahl von Ein- und Zweipersonenhaushalten. Genauso wie intelligente Verpackungen Transportraum und damit Kraftstoff sparen helfen. Der Gesamtökobilanz tut das gut.

Eine Branche mit Zukunft

„Uns wird die Arbeit nicht ausgehen“, schätzen meine Gesprächspartner die Zukunft ihrer Berufsgruppe mit nahezu gleichem Wortlaut als überaus positiv ein. Tatsächlich ist die Verpackungswirtschaft, zu der über 5.000 noch immer meist mittelständische Unternehmen gezählt werden, eine Branche mit hoher Leistungskraft. Mit mehr als 50 Milliarden Euro erwirtschaftet sie rund zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Wichtiger noch, über zwei Drittel davon verdienen die einschlägigen Unternehmen innerhalb Deutschlands, was die Gefährdung durch globale handelspolitische Verwerfungen signifikant reduziert. Der Onlinehandel scheint Garant für weiteres Wachstum. Darüber hinaus wird ab dem kommenden Jahr auch die schärfere Kontrolle des Recyclings von Verpackungen bei den Herstellern durch die „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ die Nachfrage nach Verpackungsingenieuren anheizen. Eine weltweit technologische Spitzenstellung nehmen die deutschen Verpackungsmaschinenbauer ein. Auch sie ein möglicher Arbeitgeber für Verpackungsingenieure. Nicht zuletzt besitzen Verpackungsingenieure mit ihrer breiten Projekt- und Führungserfahrung beste Karrierevoraussetzungen. Und das schon mit dem Bachelorabschluss! Anna Förster, die ihr Studium noch mit der Diplomprüfung abschloss, trägt immerhin Verantwortung für 30 Mitarbeiter.

Angehende Verpackungsingenieure stanzen Karton mit einer Laborstanze (Foto: feinesbild.de)

Doch vor der Karriere steht das Studium. Und wie bei allen Ingenieurdisziplinen warten in den ersten Semestern die harten Brocken Mathematik, Physik, Chemie, Werkstoffkunde, dazu technische Grundlagenfächer wie Apparatebau, Konstruktion und Mechatronik. „Für leistungsbereite Studienanfänger ist das schaffbar“, sagt Eugen Herzau, „auch wenn diese Fächer nicht als Prüfungskurse gewählt waren.“ Trotzdem empfinden viele Studienanfänger die ersten Semester als schwierige Herausforderung. „Über die Implementierung von Projektarbeit bereits ab dem ersten Semester“, wirft Herzau einen Blick in die Zukunft, „wollen wir das Fach von Anbeginn erlebbar machen und versprechen uns dadurch eine bessere Motivation.“ Die Hochschulen in Leipzig und Stuttgart legen die Betonung auf den Verpackungsdruck, Berlin auf Lebensmittelverpackung, München auf die Papier- und Kunststoffverarbeitung. Doch bilden alle Hochschulen zum Generalisten aus. Berufsanfänger beginnen zumeist als Verpackungsentwickler. Mit Berufserfahrung kann er schon bald auch Verpackungsstrategien definieren. Anschließend stehen alle Wege offen.

 


Daten, Fakten & Links
(Stand: 01.06.2018)

Berufstätige Verpackungsingenieure: 20.000 (Schätzung des Bundes Deutscher Verpackungsingenieure)

Altersstruktur berufstätiger Verpackungsingenieure: keine Angaben verfügbar.

Arbeitslose Verpackungsingenieure: keine Angaben verfügbar.

Studienabsolventen pro Jahr in Deutschland: ca. 130 bis 150.

Einkommen:

  • Berufsanfänger: Jahreseinkommen rund 40.000 Euro/brutto.
  • Mit Berufserfahrung: Jahreseinkommen rund 54.000 Euro/brutto.

Studienmöglichkeiten:

https://www.hochschulkompass.de/studium/studiengangsuche/erweiterte-studiengangsuche/search/1/studtyp/3.html?tx_szhrksearch_pi1%5Bfach%5D=Verpackungstechnik&tx_szhrksearch_pi1%5Bresults_at_a_time%5D=25
und
http://www.verpackung.org/ausbildung.html

Weiterführende Informationen:

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=HBCsWlfjfXPvKN2WfQCqQtsvTu1aOlOQbFeKaMQBvToT3zxDYsew!-1837189636?path=null/kurzbeschreibung&dkz=58742

 

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

 Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie dem Autor eine Mail: info@berufsreport.com