Notker Wolf – Vom Weg eines Berufenen

Von Hans-Martin Barthold | 15. August 2017

Die Erzabtei St. Ottilien ist Notker Wolfs zu Hause (Foto: Wikipedia/Patrick Huebgen)

Die Erzabtei St. Ottilien ist Notker Wolfs zu Hause (Foto: Wikipedia/Patrick Huebgen)

Von Karriere möchte Notker Wolf nur ungern sprechen. Er berichtet lieber über (s)einen beruflichen Weg. Der ihn freilich von seinem Geburtsort Grönenbach unweit von Memmingen im Allgäu bis an die Spitze des Benediktinerordens nach Rom führte. Von dort aus leitete er nach seiner Wahl am 7. September 2000 und zwei folgenden Wiederwahlen sechzehn lange Jahre die Geschicke des ältesten Ordens der Christenheit. Bis zum Ende des letzten Jahres. „Ich habe mich um keine einzige meiner zahlreichen beruflichen Stationen beworben“, erzählt der inzwischen 77-Jährige. Stets sei er gefragt worden, ob er diese oder jene Aufgabe übernehmen wolle. Seit einem Jahr ist er nun im Ruhestand. Und hat doch noch immer einen prall gefüllten Terminkalender. Die aktuelle Diskussion um eine ausgewogene Work-Life-Balance verfolgt er interessiert, wenngleich mit freundlicher Distanz. „Ich besitze einen anderen Anker“, formuliert der ehemalige Abtprimas gelassen. „Das ist mein Mönchsein.“

Und meint damit den klösterlichen Wechsel von Arbeit, Lektüre, Meditation, Gebet und Gemeinschaft. „Wenn die Glocke zur Vesper läutet, hat alles andere zurückzustehen“, sagt er, „egal wie wichtig die Arbeit ist, an der du gerade sitzt.“ Und beschreibt damit die produktive Spannung, die er in der Verpflichtung und Freiheit mönchischen Lebens gefunden hat. Dies, sein unerschütterliches Gottvertrauen, dazu die Solidarität vieler Ordensmitglieder halfen Notker Wolf, die Verantwortung für die weltweit 1.000 Klöster, 7.500 Mönche sowie 16.500 Nonnen und Schwestern der Benediktiner zu schultern. Ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückte ihn gleichwohl etwas anderes. Es waren neben zahlreichen Buchveröffentlichungen, die meisten davon ganz oben auf den Bestsellerlisten, die Auftritte mit der Rockband Feedback. Einer davon machte sogar überregionale Schlagzeilen. Deep Purpel engagiert Feedback im Rahmen eines Konzertes auf dem Meierhof im Kloster Benediktbeuern als Vorband. Wolf steht auf der Bühne im schwarzen Habit der Benediktiner.

Arbeit ist etwas Wunderbares

Notker Wolf (v.r.n.l.) gemeinsam mit Roger Glover und Steve Morse von Deep Purple auf der Bühne (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf (r.) gemeinsam mit Roger Glover und Steve Morse von Deep Purple auf der Bühne (Foto: Notker Wolf)

Seit 1991 tritt die Band gelegentlich auf. Notker Wolf spielt E-Gitarre und Querflöte. Auch zwei CD’s geben sie heraus. Es ist indessen nicht die Show, die ihn in dieser eher mönchsfernen Disziplin mittun lässt. „Es ist die enge und tiefe Verbindung zu den Bandmitgliedern“, erzählt er und weist damit auf etwas, was die Person des Notker Wolf kaum besser erklären könnte. Ohne Wenn und Aber den Menschen der modernen Welt zugewandt, immer jedoch geerdet in und geleitet von den Werten einer über 2.000 Jahre alten Glaubensgemeinschaft. Mit deren Tradition wurde er groß. Das war nichts Außergewöhnliches im Bayern der Nachkriegsjahre. Deren Schatten um Grönenbach allerdings keinen Bogen machten. Seinen Vater lernt der kleine Werner Wolf, wie er damals noch hieß, erst kennen, als der aus der Gefangenschaft zurückkommt. Da ist er schon sieben und gerade eingeschult worden. Bis sich Vater und Sohn gefunden haben, brauchte es Zeit. An die er sich gleichwohl gerne erinnert.

Dass Arbeit ein ganz natürlicher Teil des Lebens ist, dass Leben umgekehrt vor allem in der arbeitstäglichen Verwirklichung gelingt, diese Erkenntnis Wolfs hat hier ihren Ursprung. „Müßiggang“, zitiert er den Ordensgründer Benedikt, „ist der Feind der Seele.“ Etwas profaner formuliert: Wer im Kopf immer nur bei der Zeit nach dem Feierabend ist, lebt am wirklichen Leben vorbei. Wolf hält es lieber mit einer Formulierung aus der Bibel, die er etwas frei so wiedergibt: „Ihr sollt von eurer eigenen Hände Arbeit leben – und nicht von der anderer!“ Vor diesem Hintergrund bekommen die Ansprüche der westlichen Freizeitgesellschaft eine ganz neue Wertung. „Zu viele Menschen sitzen im Käfig der Bequemlichkeit“, sagt er und liefert damit zugleich den Beweis, wie bildhaft er zu formulieren vermag. Und natürlich gibt es auch noch einen politischen Aspekt der Arbeit. Nur die Produktion, aber nicht auch die Entscheidungshoheit in Billiglohnländer auszulagern, was ist das anderes als Kolonialismus in neuen Kleidern? Er weiß, wovon er spricht. Er ist weit gereist.

Priester, Wissenschaftler und Manager

Notker Wolf hält die Zukunft im Arm (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf hält die Zukunft im Arm (Foto: Notker Wolf)

Sein Vater war in einem Schneiderbetrieb beschäftigt. In seiner knapp bemessenen Freizeit flickte er oft noch die Kleider, Hosen und Jacken der Dörfler. „Da wurde viel erzählt, gelacht und gesungen“, erinnert sich Abt Notker. „Wir waren nicht reich, aber wir waren glücklich miteinander.“ Mehr noch, mit dem daraus erwachsenen Selbstvertrauen hätten ihm seine Eltern etwas ganz Wichtiges fürs Leben mitgegeben, sagt er im Rückblick und seine Stimme atmet Dankbarkeit. Die Augen nicht vor den Anforderungen zu verschließen, aber zugleich das Zutrauen zu besitzen, es schaffen zu können, das ist es, was ihn seitdem auszeichnet. Die innigst gewünschte Schwester stellte sich 1952 ein. Doch wurden es nur noch zwei gemeinsame Jahre, denn schon 1954 wechselte der inzwischen vierzehnjährige Werner ins Internat des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien. Dennoch verbindet ihn und seine Schwester bis heute eine tiefe Gemeinschaft. „Wir sind beide froh, einander zu haben.“

Den Weg ins Internat nach St. Ottilien ebnet der Gemeindepfarrer. Auf dem Dachboden des elterlichen Hauses findet und liest der jugendliche Werner Wolf den Bericht über einen Missionar, eines sehr erfolglosen Missionars im Übrigen. Diese Geschichte berührt die Seele des Jungen. Er fragt seinen Pfarrer, wie kann ich das werden? Also erst Abitur. Danach Eintritt ins Kloster St. Ottilien. Ab nun heißt er nicht mehr Werner, sondern Notker. Anschließend geht es zum Studium der Philosophie an die Benediktinerhochschule Sant’Anselmo in Rom. Drei Jahre später wechselt Wolf an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort führt er seine philosophischen Studien fort, schreibt sich in der Theologie ein und belegt zusätzlich Lehrveranstaltungen in der Zoologie, der Anorganischen Chemie, Psychologie, Biomathematik und Astronomiegeschichte. 1968 erhält er die Priesterweihe, 1974 promoviert er in Rom. Schon zuvor aber beruft ihn die Hochschule Sant’Anselmo auf eine Professur für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie.

Wahrhaftigkeit schafft Vertrauen

Weg zur Kirche Sant’Anselmo all’Aventino (Foto: Wikipedia/Dguendel)

Weg zur Kirche Sant’Anselmo all’Aventino (Foto: Wikipedia/Dguendel)

Beginnt damit eine große wissenschaftliche Karriere? Tatsächlich besitzt der junge Priester Wolf allerbeste Voraussetzungen. Er ist intelligent, leistungsfähig, diszipliniert und gut organisiert. Die Begeisterung für die Philosophie, die für ihn vor allem Nachdenken über den Sinn des Lebens ist, packt ihn jedenfalls mit Haut und Haaren. Und wird ihn nicht mehr loslassen – bis heute. Die Zeit als Hochschullehrer endet allerdings bereits sechs Jahre später. Die Mönche seines Heimatklosters St. Ottilien wählen ihn zum Erzabt, zum Vorsteher. Ihre Hoffnung, Wolf möge das Klosters und die gesamte Kongregation von St. Ottilien in eine gute Zukunft führen. Wie in allen Klöstern sinkt die Zahl der Mönche bereits in jenen Jahren dramatisch, auch die wirtschaftliche Situation wird schwieriger und schwieriger. Abt Notker weiß das alles nur zu gut. Er nimmt dennoch an. Er mag sich der Verantwortung nicht entziehen. Statt als Wissenschaftler zu lehren, wird er nun also ein Klosterdorf in der Größenordnung eines mittelständischen Unternehmens managen. Obendrein galt es die Frage zu beantworten, welche Richtung der weltweite Klosterverband, die sogenannte Kongregation, einschlagen solle.

St. Ottilien, das sind immerhin 82 Mönche und 120 Angestellte. Personalberater von McKinsey hätten dem Konvent des malerisch vor schneebedeckten Alpengipfeln liegenden Klosters wahrscheinlich von der Personalie Wolf abgeraten. Denn weder kann der 37-jährige Professor auf eine kaufmännische Ausbildung verweisen, noch gehörte Betriebswirtschaftslehre zu seinen Studienfächern und auch einen MBA besitzt er nicht. Dafür aber einen gesunden Menschenverstand, Mut und das Selbstverständnis, die eigene Person nicht ernster zu nehmen als die Aufgabe es erforderlich macht. Die in Managementkreisen übliche Selbstinszenierung, das Pfauenradschlagen und Schaulaufen käme ihm nicht in den Sinn. Er konzentriert sich ganz auf die vor ihm stehende Aufgabe. Etwas kess, doch seiner Sache sicher, gleichwohl ohne das Eifern der Ideologen, sagt Wolf heute: „Für moderne Unternehmensführung reichen die benediktinischen Regeln (http://www.benediktiner.de/index.php/regula-prolog.html)  völlig aus.“ Der Erfolg bestätigt ihn.

Im Mittelpunkt steht das Wohl der Menschen

Notker Wolf vor Ort in Indien (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf vor Ort in Indien (Foto: Notker Wolf)

Und wie! Wolf bringt nicht allein St. Ottilien wieder auf Vordermann. Auf seine Initiative werden Klöster auch auf der philippinischen Insel Mindanao, in Togo und Indien, später sogar ein Krankenhaus in Nordkorea gebaut. Er ist viel unterwegs. Gemeinschaft herzustellen, gelinge nicht über Videokonferenzen, ist er überzeugt. Ein Handschlag, eine Umarmung, ein gemeinsames Gebet brauchen körperliche Nähe. Dafür nimmt Wolf die Strapazen des Reisens bis in die hintersten Winkel der Erde auf sich. Er spricht sieben Sprachen fließend, korrespondieren kann er in sechs weiteren. Später, nach seiner Wahl zum Abtprimas seines Ordens, das ist vergleichbar einem Vorstandsvorsitzenden in einem internationalen Großkonzern, sollen es jährlich mehr als 300.000 Flugkilometer werden. Immer wieder bricht er von seiner Zentrale auf dem Aventin-Hügel in Rom auf. Unterwegs sein, im Glauben, immer zu suchen, das ist das Selbstverständnis der Benediktiner. Von Ort zu Ort zu ziehen, ist das Los eines Missionars, als den sich Wolf versteht. Im Gegensatz zu manch anderen modernen Kirchenmännern und –frauen hat der ehemalige oberste Benediktiner zu diesem Begriff ein ganz unverkrampftes Verhältnis.

„Mission heißt Verkündigung“, sagt er. Die Botschaft anzunehmen oder abzulehnen, stehe jedem Menschen frei. „Aber weshalb sollten wir nicht überall von dem reden, an das wir glauben und für wahr halten?“ Zurück zum Manager Wolf. Es ist eine einfache Wahrheit, die den beruflichen Erfolg des Abtes aus dem Allgäu begründet und aus der sich alles andere ableitet. Ökonomie, heißt seine Überzeugung, ist angewandte Ethik. Wolf weiß zwar, dass wirtschaftliches Handeln die Ergebnisüberwachung und Gewinne braucht. Doch für ihn ist das nur Mittel zum Zweck. „Hinter diesen Zahlen geht es um das Wohl der Menschen.“ Den Werteverfall, den er in vielen Chefetagen beobachtet, treibt ihm die Zornesröte ins Gesicht. Das Geld der Anleger und tausende von Arbeitsplätzen zu vernichten, bezeichnet er als Skandal. Freilich geht seine Analyse tiefer, als nur mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. „Wir alle haben zugelassen, dass Vorstandsvorsitzende so handeln können.“

Die Mitarbeiter mitnehmen und beteiligen

Notker Wolf geht keiner Diskussion aus dem Weg – Hier mit der ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ursula Engelen-Kefer (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf geht keiner Diskussion aus dem Weg – Hier mit der ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ursula Engelen-Kefer (Foto: Notker Wolf)

Nach innen führt der Abt, der Hochschullehrer, Erzabt und Abtprimas kollegial. Nicht, um sich vor Entscheidungen zu drücken. Sein Motiv ist ein anderes. Respekt vor dem Können, der Erfahrung, mehr noch dem Gegenüber als einer von Gott geschaffenen Persönlichkeit ist das eine. Die Mitarbeiter nicht zu bevormunden, sondern sie mit ihrem Wissen gleichberechtigt in die Entscheidungen einzubinden, das zweite. „Die Leute denken doch auch“, sagt er anerkennend. Wolf ist ein begnadeter Moderator, wenn auch stets einer mit einer klaren Meinung zu den Dingen. Einen Lösungsvorschlag als alternativlos zu bezeichnen, ist er viel zu intelligent, Diskussionen mit einem Basta zu beenden, zu wenig machtverliebt. Dass die Schnellen die Langsamen fressen, wie eine Managementweisheit behauptet, hält er für Unsinn. „Die Mitarbeiter zu überzeugen, ist wichtiger“, lautet seine Erfahrung. Und war deshalb mutig genug, für die eine oder andere Entscheidung noch einmal auf Los zurückzugehen, wenn sich jemand von ihm zu Recht oder Unrecht übersehen fühlte.

Dass die Menschen um ihn Vertrauen haben und frei von Angst sein können, ist ein Anspruch, der den Berufsweg des Notker Wolf von Anbeginn an bestimmt. Für manches Kloster, für manche Äbte ist das ungewohnt, beinahe revolutionär. Doch über die Würde des Menschen lässt Wolf nicht mit sich verhandeln. Er weiß sich darin in der Nachfolge des gekreuzigten Jesus Christus, wie es Theologen formulieren. Wie viel bürokratische Hürden, Neid, Missgunst, vielleicht sogar Intrigen, auch Niederlagen er deswegen aushalten und einstecken musste, darüber spricht er nicht. Es bedeutet ihm wenig. Das wirkt wie aus der Zeit gefallen. Aber genauso ist er. Notker Wolf will nicht Sieger sein. Er möchte Probleme lösen. Er weiß, je größer die formale Macht, umso zahlreicher die Fesseln. „Meine Macht“, blickt er zurück, „war die der Machtlosigkeit und des besseren Arguments.“ Dazu sein Gespür für gute Leute und deren besondere Gaben. Der Mönch geht damit nicht hausieren. Aber wenn er gefragt wird, erklärt er es. Auch, dass wer entscheidet, meist nicht ohne Schuld bleibt.

Das falsche und das wahre Leben

Typisch Notker Wolf - „Licht ins Dunkel“ (Foto: Notker Wolf)

Typisch Notker Wolf – „Licht ins Dunkel“ (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf ist bei alldem kein Träumer. Er steht fest auf dem Boden der Tatsachen. Er hat sich stets Ziele gesetzt. Für taktische Spielereien steht ihm seine Geradlinigkeit im Wege. Er ist ein kluger Pragmatiker, kein Eventualist. „Ich habe versucht, meine Arbeit zu machen“, bringt er es unprätentiös auf den Punkt. Sein Verhältnis zur Macht ist nüchtern und funktional. Es wird bestimmt durch die Menschen, für die er Verantwortung trägt. Aber natürlich weiß er um die Gefahren von persönlicher Eitelkeit und Geltungsdrang. „Sie im Zaum zu halten, werde ich als Mönch jeden Tag wieder neu erinnert“, bekennt er humorvoll. Auch vor unserem Gespräch? Kein Wort jedenfalls von seinen vielfältigen Ehrungen und Auszeichnungen bis hin zum Großen Verdienstkreuz. Und natürlich kennt der heute wieder in St. Ottilien lebende Abt die talkshowüblichen Sprüche von Managern und Politikern. Dem selbstverliebten „Ich brauche Macht, um gestalten zu können“ hält er ein erdverbundenes „Die sollen einfach ihren Job tun“ entgegen. Womit für ihn die Sache erledigt scheint.

Aber nein, nicht ganz. Denn Wolf weiß, wo es um Macht geht, ist Machtmissbrauch oft nicht weit. Am meisten dort, wo die Menschen sich mit Untertanengeist ängstlich wegducken oder unbeteiligt wegschauen. Das geht dem Christen Wolf gehörig gegen den Strich. „Von Duckmäusertum“, sagt er, und seine Stimme wird bestimmter, „steht nichts in der Bibel.“ Vor diesem Hintergrund schaut Notker Wolf deshalb mit Sorge auf die bevorstehende Digitalisierung weiter Bereiche der Gesellschaft . Für junge Menschen hat er vor allem einen Rat: selbständig, eine eigene Persönlichkeit zu werden und auf die Dinge der Welt neugierig zu bleiben. Wichtiger noch, sie stets mit wachem Verstand und kritisch zu hinterfragen. „Liebt die Menschen, aber lasst Euch nicht von anderen leben“, formuliert er es in seiner bayerischen Mundart. Und zitiert noch einmal aus dem tiefen Schatz seiner Bibelkenntnis den Psalm 115, in dem es um das wahre Leben geht. „Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold“, heißt es da. „… Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen und sehen nicht. Sie haben Ohren und hören nicht, eine Nase und riechen nicht …“ Sein Blick ist ernst und freundlich zugleich. Das geht nicht? Doch, Notker Wolf kann es!

 

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