Logopäde – Menschen (wieder) sprachfähig machen

Von Hans-Martin Barthold | 15. August 2015

Stationäre Therapie bei Sprachverlust nach einem Schlaganfall (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Stationäre Therapie bei Sprachverlust nach einem Schlaganfall (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Frauke Kern lebt und arbeitet in Berlin, Silke Winkler in Chemnitz. Beide sind Logopädinnen und haben damit einen Beruf, der auf viele Abiturientinnen noch immer eine große Faszination ausübt. Tatsächlich sind über neunzig Prozent aller Logopäden Frauen, die meisten davon im Besitz einer Hochschulzugangsberechtigung. Zwar beträgt die Entfernung vom Arbeitsort der einen zum Arbeitsort der anderen nur 270 Straßenkilometer. Das ist in heutiger Zeit ein Katzensprung. Zwischen ihren Patienten und dem, was Frauke Kern und Silke Winkler beruflich tun, liegen allerdings gefühlt Welten. Beide Frauen sind Beispiele für die große Bandbreite beruflicher Möglichkeiten in der Logopädie. Frauke Kern betreibt eine eigene auf Redeflussstörungen spezialisierte logopädische Praxis. Silke Winkler arbeitet in einer neurologischen Akutklinik.

Therapiert die Berlinerin Kern vor allem Kleinkinder mit Problemen beim Spracherwerb oder der Aussprache sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Redeflussstörungen oder Stimmproblemen, sind Silke Winklers Patienten von internistischen oder neurologischen Erkrankungen betroffen. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich Logopäden darüber hinaus auch in Rehabilitationseinrichtungen, Sprachberatungsstellen, Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ), Frühförderzentren und in kooperativen Kindertagesstätten. Die häufigsten Diagnosen in neurologischen Kliniken lauten: Schlaganfall und neurodegenerative Erkrankungen, auch Hirntumore. Silke Winkler gehört neben Ärzten, Pflegefachkräften und Physiotherapeuten wie selbstverständlich zum Team der Schlaganfallintensivstation, auch Stroke Unit genannt.

Bei jedem neu eingelieferten Patienten schaut Silke Winkler zum Ausschluss von Komplikationen als allererstes nach eventuellen Schluck-, Sprech- oder Sprachstörungen. Diese motorischen Funktionen zu aktivieren, ist eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Da erübrigt sich die Frage schnell, wie viel medizinisches Fachwissen Logopädinnen für ihren Job benötigen. Umso mehr, desto besser! Das gilt auch für Frauke Kern. Frühkindliche Sprachentwicklungsstörungen zu therapieren ist nämlich mehr, als nur bunte Kärtchen hoch zu halten und geduldig die Aussprache der dort visualisierten Begriffe zu üben. „Am Anfang jeder Behandlung muss ich zunächst einen logopädischen Befund erheben“, erklärt Kern. Schließlich könne eine Sprachstörung ganz unterschiedliche Ursachen haben. Genau so gut wie eine periphere Hörstörung, bei der die Weiterleitung des Schalls beeinträchtigt ist, könnte der Grund auch eine fehlerhafte Verarbeitung dieses Schalls durch das Gehirn sein.

Viel medizinisches Wissen erforderlich

Kommunikative Freispielsituation (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Kommunikative Freispielsituation (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Anders die Situation bei Kindern, die lispeln. Hier muss Frauke Kern die Physiologie der Zungen- und Lippenmuskulatur sowie gegebenenfalls den Schluckauf in Augenschein nehmen – und je nach Fehlfunktion die entsprechende Therapiemethode zu deren Stärkung und dem Erreichen einer konkreten Zungenlage auswählen. So geht auch bei ihr ohne ein breites medizinisches Hintergrundwissen fast nichts. Deshalb sollten zukünftige Logopädinnen keine Berührungsängste gegenüber Anatomie, Physiologie und Biologie haben. In der einen oder anderen Form begegnen ihnen diese naturwissenschaftlich orientierten Fächer unabhängig von ihrem gewählten Arbeitsbereich nämlich immer wieder. Als Leistungskurse muss man die Biologie oder Physik deswegen jedoch nicht belegt haben. Zu den vier größten Arbeitsfeldern von Logopäden gehören die Sprachentwicklungsstörungen, die Störungen des Redeflusses, neurologisch bedingte Sprach- und Sprechstörungen sowie Störungen der Stimme.

Freilich werden Logopädinnen auch in die Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Spalten, von Spastiken infolge einer Cerebralparese sowie von mutistischen und autistischen Kommunikationsstörungen eingebunden. Oft zählen darüber hinaus Menschen mit Behinderungen zu ihren Patienten. Sechs bis acht Therapieeinheiten pro Tag, darunter oft auch einige Gruppentermine, verlangen Logopädinnen nicht allein stimmlich alles ab. Das aber eben auch! Damit erklärt sich die Forderung der Ausbildungseinrichtungen nach einem phoniatrischen Gutachten über die uneingeschränkte Leistungsfähigkeit der eigenen Hör- und Sprechorgane durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Doch es ist nicht bloß die körperliche Anstrengung, die Logopäden schultern müssen. Auf ihnen lastet auch ein hohes Maß an Verantwortung. Denn es ist vor allem Sprache, die Kommunikation ermöglicht und darüber am gesellschaftlichen Leben teilhaben lässt. Oder, wenn sie eingeschränkt ist, davon ausschließt.

Hohe Erwartungen der Patienten verlangen vollen Einsatz

Silke Winkler (Foto: privat)

Silke Winkler (Foto: privat)

So geht es etwa bei Silke Winklers Patienten nach den Akutmaßnahmen in der Stroke Unit während der anschließenden Rehabilitation um nicht weniger als deren berufliche Wiedereingliederung. Die aber setzt in den allermeisten Fällen Sprachfähigkeit voraus. Alle kennen das Schicksal der ehemaligen Sportschaumoderatorin Monica Lierhaus. „Die Hoffnung, die Patienten vor diesem Hintergrund in unsere Arbeit setzen“, weiß Silke Winkler; „ist deshalb riesengroß.“ Anders gelagert, allerdings nicht geringer sind die Erwartungen, die die Eltern der kleinen Patienten von Frauke Kern haben. Sie wissen, ein qualifizierter Schulabschluss, eine gute Berufsausbildung, gar ein anspruchsvolles Studium gelingen nur mit tadellosem Sprachvermögen. „Der Erfolg meiner Therapie entscheidet in hohem Maße über die Bildungschancen junger Menschen“, ist die Berliner Logopädin überzeugt. Diesem Druck, sagt sie, müssten Logopäden standhalten können. Tatsächlich bedürfen die Hochs und Tiefs der Patienten einer überdurchschnittlichen psychischen Stabilität des Therapeuten, ist dessen Bereitschaft zur täglichen kritischen Selbstreflektion unabdingbar.

Ähnlich wie die Berufe von Physio- und Ergotherapeuten ist auch der der Logopäden bis ins Detail durch ein eigenes (Berufs)Gesetz sowie eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung geregelt, darin festgeschrieben unter anderem Umfang und Inhalte der Ausbildung. Bis vor wenigen Jahren besaßen die mehr als achtzig staatlichen und privaten Berufsfachschulen ein Ausbildungsmonopol. In einer dreijährigen Ausbildung verbinden sie Theorie und Praxis. Neben medizinischen und sprachpathologischen Fächern wie Anatomie, Physiologie, Pädiatrie, Phoniatrie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kieferorthopädie  und Pathologie gilt es für die angehenden Logopäden, auch sozial- und sprachwissenschaftliche Fächer wie Psychologie, klinische Psychologie, Pädagogik, Sonderpädagogik, Linguistik und Stimmbildung zu bimsen – alles zusammen 1.740 Unterrichtsstunden lang. Dazu kommen 2.100 Stunden praktische Ausbildung unter der Anleitung und Supervision von besonders qualifizierten Lehrlogopädinnen und Praxisanleiterinnen.

Es geht um Handlungskompetenz

So übt eine Logopädin die Lautanbahnung mit einer jungen Patientin (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

So übt eine Logopädin die Lautanbahnung mit einer jungen Patientin (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Schon seit langem weisen die Berufsverbände der Logopäden auf die Akademisierung ihres Berufes in den Nachbarländern. Vielerorts wird für die Berufsausübung ein Bachelorabschluss, in zahlreichen anderen Ländern sogar der Master gefordert. Das schränkt die aktuelle berufliche Freizügigkeit deutscher Logopäden in starkem Maße ein und macht sie nicht selten sogar unmöglich. Auf der Grundlage einer sogenannten Modellklausel können seit 2009 nun aber auch hierzulande Absolventen einschlägiger Studiengänge zum Beruf zugelassen werden. Freilich müssen auch die Hochschulen für einen ausreichenden Praxisbezug Sorge tragen. Für einen anwendungsorientierten Expertenberuf wie den der Logopädin könne auf Erfahrungswissen nicht verzichtet werden, sind sich Gesundheitspolitiker und Fachleute über sonst sehr unterschiedliche Standpunkte hinweg ausnahmsweise einmal einig. Die Modellklausel ist zunächst bis 2017 befristet, bis Ende dieses Jahres sollen die Erfahrungen mit der hochschulischen Ausbildung ausgewertet werden. Dann wird man weitersehen.

Klar ist allerdings Eines. Wie in der gesamten Medizin ist auch der Wissenszuwachs in der Logopädie und ihren Bezugsdisziplinen immens. Dem müssen sich die Logopäden stellen. „Denn dadurch wird nicht nur die Diagnostik immer differenzierter“, beschreibt Azzisa Pula-Keuneke die gegenwärtige Situation, „sondern sind wir als Logopädinnen auch viel stärker gefordert, die Wirksamkeit unserer therapeutischen Methoden gegenüber Ärzten und Patienten beweisen zu müssen.“ Evidenzbasiertes Arbeiten nennen das die Fachleute. „Das aber gelingt nicht ohne wissenschaftliches Handwerkszeug“, weiß die Referentin für Bildung des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie. Zwar wird sich im Arbeitsalltag auch zukünftig wenig an der engen Bindung zu sowie der Rechenschaftspflicht gegenüber den überweisenden Ärzten ändern. Jeweils nach zehn Therapieterminen müssen Logopädinnen schriftlich über den Behandlungsfortschritt berichten. Dennoch dürften sich die Anforderungen an ihre Entscheidungskompetenz erhöhen. Immer öfter werden Logopäden deshalb gefordert sein, für eine erfolgreiche Behandlung ihre praktischen Vorerfahrungen mit dem jeweils neuesten Fachwissen verknüpfen zu müssen.

Sprache ist ein komplexes System

Logopädische Untersuchung der Mundhöhle (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Logopädische Untersuchung der Mundhöhle (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Dass die logopädische Berufsausbildung komplett an Hochschulen verlagert wird, scheint indessen wenig realistisch. Der mächtige Wissenschaftsrat empfiehlt der Bundesregierung einen Anteil von zwanzig Prozent akademisch ausgebildeter Logopäden. Das sichere das Erreichen internationaler Therapiestandards und schütze gleichzeitig vor dem Verlust des so wichtigen Erfahrungswissens. Ob sich durch die Akademisierung der logopädischen Ausbildung die von vielen gehegte Hoffnung auf eine Einkommensverbesserung erfüllt, bleibt ebenso fraglich. Die Krankenkassen unterscheiden in ihrem Heilmittelkatalog schließlich nicht, ob die Therapie durch einen Bachelor oder den Absolventen einer traditionellen Berufsfachschule durchgeführt wurde. In den Kliniken wird deshalb nicht nach Bildungsabschluss, sondern nach ausgeübter Tätigkeit bezahlt. Im Wettbewerb um die wenigen lukrativer bezahlten Leitungsfunktionen jedoch dürften Hochschulabsolventen die besseren Karten in der Hand halten, für Stellen in der Lehre ist diese Qualifikation bereits jetzt in den meisten Bundesländern zwingend vorgeschrieben.

Unabhängig, ob sich Berufsinteressenten für ein Studium oder die Ausbildung an einer Berufsfachschule entscheiden, bleibt das Profil der beruflichen Anforderungen davon doch völlig unberührt. Auf die Bedeutung der Naturwissenschaften wurde bereits ausgiebig hingewiesen. Darüber hinaus hat Sprache stets etwas mit Rhythmus zu tun, weshalb ein gewisses Maß an Musikalität unbedingt vorhanden sein sollte. Nicht zwingend erforderlich, für die medizinische Terminologie gleichwohl sehr hilfreich sind Lateinkenntnisse. Alles wird jedoch überragt von guten Leistungen im Fach Deutsch, mehr noch von einer ganz grundsätzlichen Liebe zu Sprache – die in Schülerkreisen oft ungeliebte Grammatik eingeschlossen. „Als Logopädin muss ich selbstverständlich wissen, wie Sprache aufgebaut ist“, formuliert Silke Winkler ultimativ. Zusätzlich seien analytische Kompetenzen unabdingbar. „Als Logopädin muss ich die Zusammenhänge zwischen Symptomen, Ursachen und den dazu passenden Therapiemethoden herstellen können.“

Therapeut und Motivator

Frauke Kern (Foto: privat)

Frauke Kern (Foto: privat)

Frauke Kern ergänzt die Aufzählung ihrer Kollegin um einige weitere Aspekte: Beharrlichkeit, Empathie sowie Entscheidungs- und Durchsetzungsfähigkeit. „Eine Logopädin wird die Behandlung immer an der persönlichen Situation des Patienten ausrichten und sie dann mit diesem absprechen“, sagt sie. „Am Ende aber bleiben wir die Experten und müssen entscheiden, welche Behandlung den besten Erfolg verspricht.“ So ist der Berufsalltag dauerhaft eine Gratwanderung. Denn der Therapieerfolg wird sich erst dann einstellen, wenn es der Logopädin gelingt, den Patienten von der unbedingten Notwendigkeit zu überzeugen, zwischen den Behandlungsterminen immer wieder in eigener Verantwortung zu üben, zu üben, zu üben … Bleibt ein Letztes, über das freilich niemand gerne spricht. Logopäden müssen lernen, neben vielen Erfolgen und noch mehr strahlenden Augen ihrer glücklichen Patienten auch mit Niederlagen umzugehen. Manchmal ist es der Tumor, dessen Wachstum nicht aufzuhalten ist. Ein anderes Mal verzweifeln Patienten und geben auf. Überforderte Eltern brechen die Therapie ihrer Kinder ab.

Dazu komme, bedeuten mir meine Gesprächspartnerinnen, die geringe gesellschaftliche Wertschätzung dessen, was Logopäden tun. Obwohl die Heilmittel, zu der auch die Logopädie gehört, im gesamten Gesundheitsbudget lediglich mit zwei Prozent (!) zu Buche schlagen, sind die Kostensätze trotz steigender Anforderungen seit Jahren nahezu unverändert. Für eine 45minütige Therapieeinheit zuzüglich deren Vor- und Nachbereitung erhält Frauke Kern wie alle anderen selbständigen Logopäden gerade mal 34 Euro. Davon gehen Steuern, Sozialabgaben sowie Kosten für Miete und Therapiematerialien ab. Nur ihr Zweitjob als Stimmcoach für Callcentermitarbeiter eines großen Unternehmens sichert das betriebswirtschaftliche Überleben Frauke Kerns Praxis. Und dies alles vor dem Hintergrund einer teuren Ausbildung. Immerhin sind viele Berufsfachschulen und Hochschulen mit entsprechenden Ausbildungsangeboten in privater Trägerschaft.

Neurologische Indikationen auf dem Vormarsch

Ambulante Therapie bei Sprachverlust nach einem Schlaganfall (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Ambulante Therapie bei Sprachverlust nach einem Schlaganfall (Foto: Deutscher Bundesverband für Logopädie dbl/Jan Tepas)

Da gibt es dann nicht nur keine Ausbildungsvergütung, sondern müssen umgekehrt Schulgeld beziehungsweise Studiengebühren aufgebracht werden. Leicht wird es dem Berufsnachwuchs also wahrlich nicht gemacht. Doch das ist noch immer nicht alles. Im Beruf angekommen, stellt man plötzlich fest, es gibt auch noch nicht-logopädische akademische Konkurrenz wie etwa die Patholinguisten, die klinischen Linguisten, Sprachheilpädagogen oder die pädagogisch-linguistischen Sprachtherapeuten. Zwar besitzen neben den Logopäden nur wenige andere Sprachtherapeuten den Vorzug einer uneingeschränkten Kassenzulassung. Die Mehrheit der nicht-logopädischen Konkurrenz muss sich stattdessen mit indikations- oder einzelfallbezogenen Teilzulassung zufriedengeben und sich deshalb auf eng eingegrenzte Indikationen beschränken. Gleichwohl bleibt der Markt umkämpft und fällt es den Patienten schwer, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden. Gelingt in diesem heterogenen Umfeld ein Blick in die Zukunft? Viele Logopäden sehen in der gegenwärtigen Teilakademisierung ihres Berufes nur eine Übergangsphase.

Freilich bleibt offen, ob die Hochschulmedizin ihre Abwehrhaltung gegen die Etablierung der Logopädie als autonome wissenschaftlich-klinische therapeutische Disziplin wirklich aufgibt. Erst das aber könnte die Logopädie aus dem Studiendilemma der Fachhochschulen befreien, die traditionell keine echte Infrastruktur in den medizinischen Bezugswissenschaften besitzen. Doch genau das wird im Kontext des biografischen Wandels und der damit einhergehenden Bedeutungszunahme neurologisch bedingter Erkrankungen umso wichtiger. Demgegenüber tritt die Frage, ob und wann die Logopädin zur First-Contact-Practitioner aufsteigt, die selbstverantwortlich Diagnosen stellen und Verordnungen treffen darf, ein Stück weit in den Hintergrund. Für die Kinderlogopädie sieht Frauke Kern ein weiteres Gefährdungspotenzial. Tatsächlich muss die Sprachförderung in den Kitas nicht in jedem Fall logopädisches Niveau erreichen. Die Versuchung indessen, allein auf die preiswertere Sprachförderung zu setzen, ist gleichwohl groß. Wie sieht Frauke Kern ihre Berufswahl heute? „Ich bin gerne Logopädin, denn ich habe einen wunderschönen Beruf!“

 


Daten, Fakten & Links
(Stand: 01.06.2015)

Berufstätige: keine belastbaren Angaben verfügbar.
Arbeitslose: keine Angaben.
Einkommen:

  • Angestellte (Öffentlicher Dienst): 2.050 € bis 2.350 €
  • Selbständige: 33 €/Therapieeinheit a. 45 Minuten

Ausbildungsmöglichkeiten:
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/kursDetail.do?seite=1&elearn=false&bz=logop%C3%A4de&anzahlSeite=200&gv=B+81733-900&anzahlGesamt=14&ae=164&anzahlProSeite=200&gpBy=gbZiel&doNext=detail&out=gbZiel
Studienmöglichkeiten:
http://www.hochschulkompass.de/studium/studieren-in-deutschland-die-fachsuche.html?tx_szhrksearch_pi1[search]=1&genios=&tx_szhrksearch_pi1[fach]=logop%C3%A4die&tx_szhrksearch_pi1[studtyp]=3
Weiterführende Informationen:
https://www.dbl-ev.de/fileadmin/Inhalte/Publikationen/0002_ausbildung_beruf.pdf
und
http://www.logopaedie.com/

 

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