Insolvenzverwalter – Sanieren geht vor liquidieren

Von Hans-Martin Barthold | 15. November 2013

Pleite: Die Baumarktkette Praktiker wird abgewickelt (Foto: emb)

Pleite: Die Baumarktkette Praktiker wird abgewickelt (Foto: emb)

Es passiert immer wieder. Die Baumärkte Praktiker und Max Bahr sind nur die jüngsten Beispiele. Das Management ist mit seinem Latein am Ende, das Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet. Weder Lieferanten, Handwerker noch Löhne, Steuern und Sozialversicherungsabgaben können mehr bezahlt werden. Spätestens in diesem Moment wird der Gang zum Insolvenzrichter unabwendbar. Im letzten Jahr traf es mehr als 28.000 Betriebe. Noch viel höher ist die Zahl der Einzelpersonen, die ihre Rechnungen endgültig nicht mehr begleichen können und deshalb Privatinsolvenz anmelden müssen. Für 122.000 Männer und Frauen blieb 2012 nur noch dieser letzte Ausweg. Da wie dort schlägt dann die Stunde der Insolvenzverwalter, ihres Zeichens mehrheitlich Rechtsanwälte, seltener Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Jede Wirtschaftskrise beschert ihnen volle Auftragsbücher.

Vom zuständigen Gericht berufen, steigen die Insolvenzverwalter auf den Punkt konzentriert in die Arena, wenn es sein muss auch am Wochenende. Bei den spektakulären Fällen wie börsennotierten Unternehmen mit vielen tausend Mitarbeitern werden sie nicht selten vom Blitzlichtgewitter der Presse ins helle Rampenlicht der Öffentlichkeit katapultiert. Christoph Niering, promovierter Jurist und Partner der Kölner Niering Stock Tömp Insolvenzverwaltungen GbR, ist einer von ihnen. Zu seinen „Kunden“ zählten schon Fußballvereine, Immobiliengesellschaften, Krankenhäuser sowie die unterschiedlichsten Produktionsunternehmen. Sein jüngster Fall, die Multiblitz GmbH, galt einst als führender Hersteller professioneller Studioblitzgeräte für Fotografie und war der Erfinder von Kompaktblitzgeräten. Aber jetzt ist das alles vorbei. Der wirtschaftliche Niedergang des einstigen Marktführers ist mit Händen zu greifen, nichts geht mehr. Die Hoffnung der Gläubiger und Beschäftigten ruhen nun allein auf Christoph Niering.

Sachlage erfassen, Lösungen entwickeln, Entscheidungen treffen

Der tut in dieser Situation das, was er immer macht. „Als erstes“, erklärt er, „verschaffe ich mir einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sowie über die Höhe seiner Verbindlichkeiten und noch vorhandenen Werte, sondiere die Struktur seiner Gläubiger, informiere mich über die Entwicklung der entsprechenden Märkte, analysiere die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte und mache mir ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Belegschaft.“ Für all das bleibt ihm, ähnlich einem Notarzt, der zu einem Herzinfarktpatienten gerufen wird, nur wenig Zeit. Schon nach drei Monaten müssen Insolvenzverwalter der Gläubigerversammlung ein schlüssiges Konzept vorlegen. Sofern die wirtschaftliche Fortführung des Unternehmens als Ganzes aussichtslos ist, schreibt ihnen die Insolvenzordnung (InsO) dessen Verwertung, heißt also dessen Verkauf, sowie die anschließende Verteilung der daraus erzielten Erlöse unter den Gläubigern gemäß der Höhe ihrer Forderungen vor. Eines von vier Verfahren kann dann allerdings mangels Masse gar nicht erst eröffnet werden.

Daniel Bergner, Geschäftsführer des Verbandes Insolvenzverwalter Deutschlands VID (Foto: VDI)

Daniel Bergner, Geschäftsführer des Verbandes Insolvenzverwalter Deutschlands VID (Foto: VDI)

Was auf den ersten Blick so einfach klingt, ist beim zweiten Hinschauen hoch komplex und überaus kompliziert. Schließlich haben beim Konkurs eines Unternehmens die verschiedenen Akteure ganz unterschiedliche, häufig sogar völlig entgegensetzte Interessen. „Während die Banken als gesicherte Gläubiger zumeist auf schnelle Liquidation drängen,“ erzählt der Geschäftsführer des Verbandes Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), der ebenfalls promovierte Jurist Daniel Bergner, „sind die ungesicherten Gläubiger wie Lieferanten und Mitarbeiter natürlich an einer Fortführung des Geschäftsbetriebs interessiert.“ Wollen die einen das noch verfügbare Kapital schnell zu Geld machen, um es anderweitig gewinnbringend einsetzen zu können, fürchten die anderen den Verlust eines vielleicht wichtigen Kunden oder gar ihrer Arbeitsplätze.

Arbeiten im Spannungsfeld gegensätzlicher Interessen

Es allen Parteien recht zu machen, gelingt auch erfahrenen Insolvenzverwaltern eher selten. Denn in der Regel müssen alle Beteiligten Federn lassen. Am Ende des Tages wird keiner restlos zufrieden sein. Die Rolle des Insolvenzverwalters scheint wie die eines Ringrichters im Boxsport. Ohne ihn geht es zwar nicht, die Kritik von allen Seiten aber ist ihm so sicher wie das Amen in der Kirche. Vor diesem Hintergrund ist es für Insolvenzverwalter nicht einfach, auch nach Jahren noch einen untadeligen Ruf reklamieren zu können. Genau der aber ist für sie im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig. Denn in diese Funktion wird man von unabhängigen Gerichten, beim Schutzschirmverfahren von der vorläufigen Gläubigerversammlung, berufen. Neben exzellenten Fachkenntnissen brauchen Leute wie Christoph Niering deshalb ein robustes Nervenkostüm, ein überdurchschnittliches Verhandlungsgeschick, den unbedingten Willen zum fairen Interessenausgleich sowie die Fähigkeit zum Abwickeln auch gegen große Widerstände.

Die formalen Voraussetzungen, die ein Insolvenzverwalter erfüllen muss, sind schnell aufgezählt. Weder muss er ein bestimmtes Fachstudium noch überhaupt einen Hochschulabschluss nachweisen. Laut Insolvenzordnung muss er lediglich geeignet, geschäftskundig und gegenüber Schuldnern wie Gläubigern unabhängig sein. Wer nun allerdings meint, das erfülle ja mindestens jeder zweite, der irrt. Die Gerichte schauen sich Interessenten, die sich für eine entsprechende Berufung registrieren lassen wollen, sehr genau an. Geschäftskundig heißt fachkundig, mit Blick auf die komplizierte Materie bei Konkursen vor allem rechtskundig. Das umfasst alle Facetten des Wirtschaftsrechts und reicht vom Handels- über das Vertrags- bis hin zum Arbeitsrecht.

Viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten

Christoph Niering, Insolvenzverwalter aus Köln (Foto: VDI)

Christoph Niering, Insolvenzverwalter aus Köln (Foto: VDI)

So verwundert es nicht, dass nach Schätzungen des VID die überwiegende Mehrzahl der etwa 2.000 Insolvenzverwalter ausgebildete Juristen sind, immer öfter Fachanwälte für Insolvenzrecht, in einigen Fällen auch mit der Mehrfachqualifikation zum Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Viele sammeln erste Erfahrungen im Backoffice einer großen Kanzlei und werden bei der späteren Übernahme eigener Verfahren auch von den Gerichten behutsam aufgebaut. „Bis zur beruflich vollen Handlungskompetenz“, schätzt Christoph Niering, „benötigt man eine Lehrzeit von durchschnittlich drei bis fünf Jahren.“ Meist beginnt es mit den weniger komplizierten Privatinsolvenzen und Pleiten kleinerer Handwerksbetriebe. Nach und nach berufen die Gerichte dann auch für die Insolvenzen größerer Unternehmen. Insolvenzverwalter können sich gleichzeitig bei mehreren Gerichten in die Liste der registrierten Kollegenschaft aufnehmen lassen.

Die Tätigkeit des Insolvenzverwalters stellt sehr spezielle Anforderungen. „Insolvenzverwalter müssen in diesem Job lernen, unternehmerisch zu denken“, beschreibt es Daniel Bergner. Damit meint er die Bereitschaft genauso wie die Fähigkeit, auch in sehr oft unklaren Situationen Entscheidungen zu treffen, für den „gemeinen“, in Studium und Referendariat analytisch sozialisierten Juristen eine große Herausforderung. Der Insolvenzverwalter, ergänzt Christoph Niering, sei vor allem ein Allrounder. Neben soliden Rechtskenntnissen benötige er unbedingt ein gutes Verhältnis zu Zahlen sowie Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen. Schließlich müsse er die Bilanz eines Unternehmens zu lesen und zu verstehen vermögen. „Darüber hinaus sollte er schnell Zugang zu Menschen finden und klar formulieren können, für den akademisch vorgebildeten Geschäftsführer ebenso wie für die Produktionsarbeiter in der emotional aufgeladenen Atmosphäre einer Betriebsversammlung.“ Gleiches gilt für die Verhandlungen mit Verwaltungen und gar nicht selten auch politischen Mandatsträgern. Zuletzt müsse er in der Lage sein, sich selbst, seine Mitarbeiter und die Prozesse im konkursbehafteten Unternehmen gut zu organisieren. „Wie ein Jongleur“, vergleicht Niering, „hat er schließlich stets mindestens fünf Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten.“

Spielführer eines Teams von Spezialisten

„Die besonderen Anforderungen“, erklärt Christoph Niering, „bestehen vor allem darin, dass sich Defizite auf dem einen Feld nicht durch bessere Leistungen auf einem anderen kompensieren lassen.“ Und noch einem Missverständnis möchte Niering entgegentreten. Einzelkämpfer seien in der Insolvenzverwaltung fehl am Platz, Teamfähigkeit dagegen unverzichtbar. „Ich kann kein Unternehmen alleine führen“, fasst er seine Erfahrung von zwanzig Berufsjahren zusammen, „ich bin immer auf die Unterstützung meiner sowie der Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens angewiesen.“ Dafür ist viel diplomatisches Fingerspitzengefühl erforderlich, freilich gepaart mit gleichzeitig energischem Durchsetzungsvermögen. Denn meist ist der aktuellen Zahlungsunfähigkeit ein langes wirtschaftliches Siechtum vorausgegangen und sind drei Viertel aller Insolvenzen auf schwere Managementfehler zurückzuführen.

Für die Öffentlichkeit unsichtbar spielt sich der Großteil der (Team)Arbeit freilich abseits davon in der Kanzlei des Insolvenzverwalters ab. Deshalb machen die einschlägigen Gerichte die Berufung für große Verfahren auch vom Vorhalten einer entsprechenden Infrastruktur abhängig. Bei umfangreichen Fällen kann so ein Team, bestehend aus jungen Rechtsanwälten, zunehmend häufiger Wirtschaftsjuristen, Buchhaltern sowie Rechtsanwaltsfachangestellten, durchaus bis zu zehn Mitarbeiter und mehr umfassen. Da wird der Insolvenzverwalter dann auch als Führungskraft gefordert. Auf den Lohnlisten der Kanzlei von Christoph Niering und seiner Partner stehen gegenwärtig über achtzig Frauen und Männer. Dazu kommen hohe Kosten für die spezielle Programmsoftware. So ist der Insolvenzverwalter am Ende auch Unternehmer in eigener Sache.

Für die Gemeinschaft aller Gläubiger Einzelinteressen widerstehen

Zahlungsunfähig: Baumarktkette Max Bahr wird verkauft (Foto: emb)

Zahlungsunfähig: Baumarktkette Max Bahr wird verkauft (Foto: emb)

Schon immer hatten Insolvenzverwalter mächtigen Interessen zu widerstehen. Immerhin bestellt sie der Insolvenzrichter zum Interessenvertreter aller Gläubiger. Das verpflichtet sie, auch die unternehmerische Vergangenheit des Konkurskandidaten zu durchforsten. Hat es eventuelle Informationsasymmetrien gegeben? Wussten also einzelne Gläubiger frühzeitig von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens und zogen trotz dessen bereits bestehender Zahlungsunfähigkeit noch Geld aus ihm ab? Wurden dadurch andere Gläubiger geschädigt? Wenn ja, hat der Insolvenzverwalter diese Vorgänge gegebenenfalls auch auf dem Klageweg anzufechten und Masse zurückzufordern. Schließlich besteht seine Aufgabe darin, alle Gläubiger fair zu entgelten und keinen zu bevorteilen. Unterlässt er es aus falscher Rücksichtnahme, kann ihn der Insolvenzrichter dafür haftbar machen. Das schafft nicht nur Freunde.

Um welche Summen es dabei geht, zeigt das Beispiel TelDaFax. Dessen Insolvenzverwalter hat gerade in diesen Tagen den Fußballklub Bayer 04 Leverkusen auf 16 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Begründung: Bayer 04 Leverkusen habe bereits Kenntnis von der Zahlungsunfähigkeit seines Hauptsponsors gehabt und dennoch umfangreiche Zahlungen angenommen. Aber Insolvenzverwalter müssen noch ganz anderen Begehrlichkeiten widerstehen. Drei Monate nach Eröffnung des Verfahrens müssen sie sich der Gläubigerversammlung stellen, Abwahl möglich. Bis dahin haben sie nur den Status eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Da soll es schon vorgekommen sein, dass man in Hinterzimmern Druck macht, wie zu hören ist allen voran von Unternehmungsberatungen. Etwa nach dem Motto, wir bestätigen Dich als Verwalter nur, wenn unsere Honorare der letzten Monate unangetastet bleiben. Beim Baumarkt Praktiker wollen Insider von knapp 80 Millionen Euro Beraterhonoraren wissen. Eine Riesensumme, die die Pleite dennoch nicht abzuwenden vermochte. Ist da alles mit rechten Dingen zugegangen? Der Insolvenzverwalter wird dies untersuchen und beantworten müssen.

So avancieren Geradlinigkeit, Unbestechlichkeit, Mut und Zivilcourage zu weiteren wichtigen Eigenschaften eines Insolvenzverwalters. Selbstherrlichkeit und Kritikunfähigkeit gehören indessen nicht dazu. Oberstes Ziel aller Insolvenzverwalter ist immer die doch wenigstens teilweise Erhaltung des Unternehmens, bei Privatinsolvenzen die baldige Wiederherstellung der persönlichen Geschäftsfähigkeit ihrer Mandanten. So ist die Aufgabe eine doppelte, die Wahrung der Gläubigerinteressen die eine, die Rettung von Produktionskapazitäten und Arbeitsplätzen die politisch derzeit höherrangige andere. Der Gesetzgeber hat dem 2012 mit der Möglichkeit zur Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens, ähnlich Chapter 11 in den USA, Nachdruck verliehen. Sanieren vor liquidieren bekommt hier eine völlig neue Qualität.

Der Ausgleich ist das Ziel

Nach vielen erfolgreichen Jahren kam 2010 die Zahlungsunfähigkeit (Foto: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9597866)

Nach vielen erfolgreichen Jahren kam 2010 die Zahlungsunfähigkeit für Karmann in Osnabrück (Foto: Wikipedia/OS Meyer)

Unternehmen, die von der Zahlungsunfähigkeit bedroht sind, ohne dass sie bereits eingetreten ist, dürfen seitdem das sogenannte Schutzschirmverfahren beantragen. Wichtigste Neuerung für die Gilde der Insolvenzverwalter: für diese Verfahren werden sie oft nicht mehr vom Insolvenzrichter, sondern von einem vorläufigen Gläubigerausschuss des kränkelnden Unternehmens ausgewählt. Bedeutsamer aber noch, die unternehmerischen Entscheidungen werden anders als beim regulären Insolvenzverfahren weiter zwischen der Gläubigergemeinschaft und der Geschäftsleitung ausgehandelt. Der Insolvenzverwalter hat ähnlich einem Aufsichtsratsvorsitzenden lediglich noch eine Sachwalterfunktion, die darin besteht sicherzustellen, dass die Rechte der Gläubiger gewahrt werden. Damit wächst die Gefahr, künftige Berufungen aufs Spiel zu setzen, wenn man sich gegenüber den Wünschen der mächtigsten Gläubiger nicht aufgeschlossen genug zeigt. In dieser Gemengelage als Insolvenzverwalter den Kopf über Wasser zu halten, bedarf es  deshalb einer starken Persönlichkeit und überdurchschnittlicher Kompetenzen zum Schmieden von ausgewogenen Kompromissen.

Christoph Niering beobachtet diese Entwicklung mit wachsendem Unbehagen. Eines aber werde sich nicht ändern, ist er gewiss. „Ich sehe hinter jeder Insolvenz immer die Menschen und ihre Schicksale.“ Und die gehen dem Vater dreier Kinder oft sehr nahe. Besonders dann, wenn Entlassungen unvermeidbar sind oder Privatinsolvenzen ganze Familien und ihre Lebensentwürfe zerbrechen lassen. Neben rund 100 Unternehmensinsolvenzen betreut seine Kanzlei jährlich bis zu 700 Verbraucherinsolvenzen, wie die Zahlungsunfähigkeit von Privatpersonen im Juristendeutsch heißt. Sein Lohn bei den Privatinsolvenzen ist weniger das kaum kostendeckende Honorar, sondern vielmehr die Genugtuung, Menschen zu einer zweiten Chance verholfen zu haben. Gleiches gilt für den Unternehmensbereich, wenn es ihm gelingt, Unternehmensteile zu retten und auf eine solide wirtschaftliche Grundlage zu stellen, oder doch wenigstens einen fairen Interessenausgleich zwischen den Gläubigern hinzubekommen. Um dann zurückzutreten und den Erfolg seinen Schutzbefohlenen auf Zeit zu überlassen.

 


Daten, Fakten & Links
(Stand: 01.11.2013)

Insolvenzverwalter: ca. 2.000 (nach Schätzungen des VID); davon betätigen sich

  • 700 vorrangig in der Unternehmensinsolvenzverwaltung
  • 1.300 in der Verbraucherinsolvenzverwaltung

Einkommen:
Insolvenzverwalter erhalten eine Vergütung nach dem Wert der Insolvenzmasse

  • von den ersten 25.000 € der Insolvenzmasse à 40%
  • von dem Mehrbetrag

bis zu        50.000 €  à 25%
bis zu      250.000 €  à   7%
bis zu      500.000 €  à   3%
bis zu 25.000.000 €  à   2%
bis zu 50.000.000 €  à   1%
darüber  à 0,5%

  • Sind die Kosten des Verfahrens gestundet, steht dem Insolvenzverwalter für seine Vergütung und seine Auslagen ein Anspruch gegen die Staatskasse zu, soweit die Insolvenzmasse dafür nicht ausreicht. Das ist bei Verbraucherinsolvenzen häufig der Fall. In diesem Fall liegt die Höhe der Erstattung im Durchschnitt bei etwa 1.000 €.

Insolvenzen (2012):

  • Unternehmensinsolvenzen: 28.297 (davon eröffnet: 21.311)
  • Verbraucherinsolvenzen: 122.001 (davon eröffnet: 116.342)
  • Schutzschirmverfahren (ESuG): keine Zahlen veröffentlicht.

 

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