Industrie 4.0 – Viele Fragen, aber noch wenige Antworten

Von Hans-Martin Barthold | 15. Februar 2017

Wird Industrie 4.0 zum Jobmotor avancieren oder wird die vierte industrielle Revolution doch eher eine Schneise der Verwüstung auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen? Trotz des medialen Hypes vermag diese Frage derzeit niemand sicher zu beantworten. Auch die Spitzenleute aus Wirtschaft und Politik, unter ihnen sogar die Kanzlerin, blieben beim letztjährigen 10. Nationalen IT-Gipfel bis auf wenige Ausnahmen im Ungefähren. Es ist deshalb kein Wunder, dass das Thema bei Schülern und Studenten bislang noch keine vorderen Plätze zu erobern vermochte. Das könnte sich freilich ändern. Die Politik jedenfalls macht mächtig Druck. 2014 verabschiedete das Bundeskabinett die „Digitale Agenda“. 2016 stellte Sigmar Gabriel auf der CeBIT in Hannover die „Digitale Strategie 2025“ vor. Es folgte das „Aktionsprogramm Digitalisierung“. Doch die Auswirkungen auf Ausbildung, Studium und Beruf(e) bleiben vorerst nur schemenhaft. Einig sind sich die Protagonisten lediglich in der Wichtigkeit des Themas. Die konkreten Details aber lassen auf sich warten.

5Constanze Kurz – In der IG Metall verantwortliche Referentin für Technologie-, Innovations- und Strukturpolitik (Foto: IG Metall)

Constanze Kurz – In der IG Metall verantwortliche Referentin für Technologie-, Innovations- und Strukturpolitik (Foto: IG Metall)

Ungeachtet dessen bewerben viele, Berufene und Unberufene, mit geradezu missionarischem Eifer die schöne neue Welt der vernetzten Dinge. Doch wie sich dadurch die vorhandenen Berufsbilder verändern, ob Industrie 4.0 gar zu völlig neuen Berufen führt, das alles vermag momentan noch keiner konkret zu benennen. „Wir sehen im Moment nur den Zipfel des Neuen aus der Kommode lugen“, beschreibt die Arbeits- und Industriesoziologin Constanze Kurz aus der IG Metall-Zentrale in Frankfurt die Situation. Auch die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterhaltene zentrale „Plattform Industrie 4.0“ gibt keinen Aufschluss. Viel mehr, als dass nach Dampfmaschine, Fließband, Elektronik und IT nun intelligente Fabriken (sogenannte Smart Factories) ein neues Industriezeitalter einläuten, ist auch dort nicht zu erfahren. Allenfalls noch der Gemeinplatz, dass mit Hilfe digital vernetzter Systeme eine weitgehend selbstorganisierte Produktion mit intelligenten Wertschöpfungsketten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes möglich werde.

Der Nebel lichtet sich nur langsam

Doch scheint die Wirklichkeit der Vision noch um viele Längen hinterherzuhinken. Jedenfalls macht Bernhard Rohleder, Mitbegründer und seit nunmehr achtzehn Jahren Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Deutschlands Bauernhöfe sind digitaler als Deutschlands Fabriken“, hält er den Unternehmen der Fertigungswirtschaft ihre Versäumnisse vor. Die sind sich in der Einschätzung der Entwicklung indessen völlig uneins, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt. Während 81 Prozent der Befragten davon überzeugt sind, dass im Gefolge von Industrie 4.0 neue Arbeitsplätze, insbesondere für hoch qualifizierte Fachkräfte entstehen werden, erwarten gleichzeitig 47 Prozent einen Verlust von Arbeitsplätzen, der vor allem die Ungelernten treffen werde. Aber auch das stößt auf Widerspruch. Immerhin meinen 42 Prozent, gerade Industrie 4.0 könne auch Geringqualifizierten die Übernahme komplexer Aufgaben ermöglichen.

Johannes Winter ist bei der acatech – Deutschen Akademie für Technikwissenschaften in München Leiter Themenschwerpunkt Technologien. Zusammen mit Projektleiter Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut Materialfluss und Logistik IML sowie dem wissenschaftlichen Referenten Andreas Heindl hat er den aktuellen Sachstand von Industrie 4.0 in ausgesuchten Unternehmen der Produktionswirtschaft konsolidiert. Auch hier, nachzulesen in „acatech POSITION: Kompetenzen für Industrie 4.0. Qualifizierungsbedarfe und Lösungsansätze“, bleibt das Bild in vielen Bereichen unscharf. Zur Begründung verweisen Winter wie Heindl auf die derzeit schwierige Situation der Unternehmen. „Umbruchzeiten sind stets auch Zeiten großer Verunsicherung“, beschreibt er deren Lage. Eine weitere Begründung liefert der VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau in seiner Studie „Digital vernetztes Denken in der Produktion“. Der geringe Digitalisierungsgrad in den eigenen Fabriken gründe insbesondere in der speziellen Struktur des Maschinen- und Anlagenbaus. Man fertige wenige sehr spezialisierte Produkte, deren Fertigung sich schwierig digitalisieren ließe. Mit anderen Worten, die Unternehmen fahren technisch, ökonomisch und bildungspolitisch auf Sicht.

Druck auf Facharbeiter wächst

4Andreas Syska – Professor für Produktionsmanagement an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach (Foto: privat)

Andreas Syska – Professor für Produktionsmanagement an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach (Foto: privat)

Andreas Syska, Professor für Produktionsmanagement an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach gilt in der öffentlichen Diskussion als Kritiker von Industrie 4.0. Doch bei näherem Hinsehen plädiert er lediglich für eine nüchterne Betrachtung dieser Entwicklung. Die Digitalisierung sei nichts Neues, lautet seine erste Einschätzung. Die habe bereits in der dritten industriellen Revolution begonnen. Und er befürworte sie uneingeschränkt. Einen Qualitätssprung vermag er derzeit aber noch nicht auszumachen. „Im Moment werden nur bestehende Modelle und Systeme perfektioniert“, fasst er seine Beobachtungen zusammen. Als eines der wenigen Beispiele, wo die Vernetzung ein wirklich neues Niveau erreicht, nennt er Ford in den USA. Der Autobauer vernetzte in einem Modellversuch die Regensensoren seiner Wagen mit Wetterdiensten zur Vorhersage für landwirtschaftliche Betriebe. Mehr noch sieht Syska Industrie 4.0 nicht als simples technisches Problem. „Wir müssen die vernetzte Wertschöpfung von der Gesellschaft her denken“, appelliert er für den großen Wurf einer soziotechnischen Lösung.

Nächster Anlauf für die Frage, wie sich die Arbeit verändern wird? „Arbeitsplätze, wo einfache Wenn-dann-Entscheidungen zu treffen sind“, ist Syska überzeugt, „werden schon bald wegfallen.“ Das gelte für gewerbliche wie kaufmännische Berufe. Menschliche Arbeitskraft bleibe nur dort unverzichtbar, wo Einzelfallentscheidungen getroffen werden müssten, die nicht automatisierbar seien, wo eigenständiges Denken erforderlich werde, wo Wissen einzuordnen und zu bewerten sei. Ganz ähnlich argumentiert Johannes Winter. „Fachkräfte werden immer öfter an fachlichen Schnittstellen arbeiten“, ist er überzeugt. „Deswegen wird interdisziplinärem Wissen eine enorm steigende Bedeutung zukommen.“ Ebenso werde Industrie 4.0 die bisherigen Hierarchien in den Unternehmen stark abflachen. Das habe zur Folge, dass zukünftig nahezu allen Mitarbeitern, wenn auch in der Mehrzahl der Fälle nur projektbezogen und situativ, Führungskompetenzen abverlangt würden. Zuletzt rückten das Datenmanagement und die Datenökonomie in den Blick. „Wie kann ich aus diesen oder jenen Daten ein neues Geschäftsmodell entwickeln?“

Nur wenige Arbeitsplatzverluste

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bestätigt diese Tendenzen. Mit „Industrie 4.0 und die Folgen für Arbeitsmarkt und Wirtschaft“ legten die Arbeitsmarktforscher Ende 2015 eine erste beschäftigungsorientierte Wirkungsabschätzung vor. Einige Aspekte daraus verdienen besondere Aufmerksamkeit. Der erste ist freilich weder spektakulär noch neu. Dass Industrie 4.0 den Strukturwandel hin zu mehr Dienstleistungen beschleunigt, ist nicht überraschend. Eher schon, dass der Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen bis 2025 entgegen so manchem Katastrophenszenario unerwartet moderat ausfällt. Die Brisanz liegt hinter dieser Zahl. Zwar prognostiziert das IAB die Entstehung von 430.000 neuen Arbeitsplätzen. Zugleich aber gehen 490.000 verloren. In der Summe werden also 820.000 Arbeitsplätze von den durch Industrie 4.0 angestoßenen Veränderungen betroffen sein. Die Verluste wie die Zuwächse verteilen sich von Branche zu Branche und von Beruf zu Beruf allerdings sehr unterschiedlich.

Die eigentliche Herausforderung sind deshalb die durch Industrie 4.0 ausgelösten Arbeitskräftebewegungen von einem Sektor zum anderen. Die größten Umwälzungen wird es für die 15 Millionen Beschäftigten in der produzierenden Wirtschaft und den mit ihr verbundenen Unternehmen geben. „Arbeitsplätze mit einer Mensch-Maschine-Interaktion stehen vor starken Veränderungen“, ist Johannes Winter überzeugt. „Autonome Systeme werden in hybriden Teams aus Menschen und Robotern zu intelligenten Partnern.“ Die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen hat dies jüngst auf die Ortsebene herunter gebrochen. Wie zu erwarten, schneiden Regionen mit einem hohen Anteil fertigungstechnischer Berufe schlecht ab. Im Agenturbezirk Wolfsburg/Helmstedt etwa mit einer vom Automobilbau dominierten Monostruktur, heißt es in einer Pressemitteilung vom 30. November letzten Jahres, übten 21 Prozent der Beschäftigten, das ist nicht weniger als jeder Fünfte, einen Beruf mit einem hohen Substitutionspotential aus. Das gibt einen Eindruck von der Größe des Problems.

Kognitive Berufe im Aufwind

1Johannes Winter – acatec, Leiter Themenschwerpunkt Technologien (Foto: acatec)

Johannes Winter – acatec, Leiter Themenschwerpunkt Technologien (Foto: acatec)

Junge Berufswähler haben angesichts solcher Szenarien ein große Frage. Welche Folgen wird Industrie 4.0 auf die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten haben? Johannes Winter antwortet darauf mit großer Zurückhaltung, aber dennoch sehr klar. „Der Druck, der beschäftigungsmäßig von Industrie 4.0 ausgeht“, erwartet er, „wird dieses Mal in besonderer Weise auf den Fachkräften liegen.“ Das IAB wird noch deutlicher. „Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung“, heißt es in der Wirkungsabschätzung der Nürnberger Arbeitsmarktexperten, „werden aufgrund der höheren Routinehaftigkeit ihrer Arbeit weniger nachgefragt.“ Sie erwarten bis 2025 eine um 150.000 Beschäftigte geringere Nachfrage mit dieser Qualifikation. Umgekehrt sehen sie den Bedarf an Hochschulabsolventen im gleichen Zeitraum um etwa 110.000 steigen, da als eine der Folgen von Industrie 4.0 die Zahl der Arbeitsplätze für kognitive Berufe stark zunehme. Bereichsübergreifendes Prozesswissen wird immer wichtiger. „Die Unternehmenssilos“, formuliert es Winter, „haben ausgedient.“ Meister und Techniker werden von diesem Change-Prozess indessen kaum betroffen.

IT-Kompetenzen werden in allen Berufen einen breiteren Raum einnehmen. Doch das ist ein Allgemeinplatz. Wie Johannes Winter erwarten viele eine rapide steigende Bedeutung der Weiterbildung. Und dass die Unternehmen sich in ungleich höherem Maße als bisher um die passgenaue Qualifizierung ihrer Mitarbeiter kümmern müssen. Winter spricht in diesem Zusammenhang von den „Wissen-Nuggets“, die es zu definieren gelte. „Darüber hinaus verkürzen sich die Innovationszyklen durch Industrie 4.0 noch einmal stark“, ergänzt er. „Die Lernzyklen müssen diesem Rhythmus folgen.“ Constanze Kurz ist überzeugt, dass Industrie 4.0 die Unternehmen zwingen werde, „viele Aufgaben und Tätigkeiten in ganz neue Arbeitsrollen zu gießen.“ Damit verbunden erwartet sie einen umfassenden Mentalitätswandel. „Die Kundenorientierung wird für alle Arbeitnehmer unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation zum bestimmenden Merkmal werden“, ist sie überzeugt. Denn schließlich dominierten die Kundenwünsche im Zeitalter von Industrie 4.0 alle Arbeitsprozesse, von der Produktidee bis zu dessen Recycling.

Internet der Dinge setzt Datensicherheit voraus

Andreas Heindl – acatec, wissenschaftlicher Referent (Foto: acatec)

Andreas Heindl – acatec, wissenschaftlicher Referent (Foto: acatec)

Es dürfte niemanden verwundern. Sowohl die US-amerikanischen IT-Giganten, dort wurde die Idee von Industrie 4.0 geboren, wie auch die heimischen Fabrikausrüster wittern mit der vernetzten Wertschöpfung ein gutes Geschäft und stattliche Gewinne. Aber nicht nur deswegen wird die Arbeitswelt auch in Zukunft nicht ins Paradies führen. Arbeit bleibt Arbeit. Die Nebelkerzen, die von der einen wie der anderen Seite geworfen werden, sollten den Blick dafür nicht trüben. Berichte, die IT-Fachleute ihre Aufträge während einer Weltreise nebenbei erledigen sehen, gehören ins Reich schlechten Journalismus. Gleichwohl empfiehlt Andreas Syska, die sich bietenden Chancen beim Schopfe zu greifen. „Große Fabriken“, glaubt er, „verlieren ihre Bedeutung.“ Industrie 4.0 vergrößere die Chance auch kleiner Betriebe, auf dem Markt wahrgenommen zu werden. Eine Vernetzung der Produktion, hofft er, könne auch zu einer nachhaltigen Stärkung der lokalen Wirtschaftsstrukturen führen. „Das autonome Fahren von LKW führt in die falsche Richtung“, bemüht er ein aktuelles Beispiel, „Denn Industrie 4.0 ermöglicht endlich die Produktion vor Ort und hilft damit die Kosten zu reduzieren.“ Immerhin entfielen heute noch fünf bis sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf die Kosten für Logistik.

Soll Industrie 4.0 ein Erfolg werden, gilt es zuvor freilich noch einige Probleme zu lösen. Darin sind sich alle Beteiligten einig. Das wichtigste ist die Datensicherheit. Bleibt die weiter so löchrig, wie sie sich derzeit darstellt, dürfte sich Industrie 4.0 schon bald als eine nur unbefestigte Entwicklungsstufe erweisen, die schnell zerbröseln könnte. Was passieren kann, wenn Kriminelle in Netze eindringen, in denen Maschinen mit Maschinen autonom interagieren, hat die Attacke gegen die Router von Telekom-Kunden in der Adventszeit gezeigt. Im Übrigen nicht der erste derartige Fall. Experten für IT-Sicherheit und gegen Cyber-Kriminalität gehören deshalb schon jetzt zu den gesuchtesten Fachleuten. Die Lösung, die momentan von nicht wenigen High-Tech-Schmieden praktiziert wird, nämlich mit geschlossenen IT-Systemen ohne jegliche Verbindung zum World Wide Web zu arbeiten, drückt die Not der Unternehmen aus, kann aber doch nur eine Übergangslösung sein.

Mehr als nur ein technisches Problem

Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Datenhoheit. Wer wird künftig die Kontrolle über die Daten besitzen? Der, der sie generiert, oder wird es der Auftraggeber sein? Immerhin erlaubt Industrie 4.0 den Beteiligten auch einen gegenseitigen Blick hinter die Prozesse des jeweils anderen. Wie leistungsfähig ist der Partner? Wie stringent oder kompliziert, wie störanfällig und mit welchem Aufwand organisiert er seine Arbeitsabläufe? Was hat das für Auswirkungen auf Markt und Wettbewerb? Wird Industrie 4.0 zu einer weiteren unternehmerischen Konzentration und zur Normierung von Problemlösungsstrategien führen? Die Betriebe sehen die Aufgaben. Eine stringente Lösung fehlt indessen noch, wie die eingangs zitierte Umfrage des VDMA erkennen lässt. Es wird spannend zu beobachten sein, wie tief Industrie 4.0 die Unternehmens- und Berufslandschaft umpflügen wird. Doch ist klar, es geht nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das wie.


Weiterführende Informationen

Informationsplattform des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: Informationsplattform Industrie 4.0

Kompetenzen für Industrie 4.0 (acatec-Studie): acatec – Kompetenzen für Industrie 4.0

 Wirksamkeitsstudie des IAB: IAB – Wirksamkeitsstudie Industrie 4.0

Chart zur Impulsstudie des VDMA: VDMA – Industrie 4.0

Substituierung von Arbeitsplätzen durch Industrie 4.0: IAB – Veränderung der Berufe durch Industrie 4.0

 Digitalisierung der Arbeitswelt am Beispiel Mecklenburg-Vorpommern: IAB – Entwicklungen der Arbeitswelt durch Industrie 4.0

 

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