Gerhard Trabert – Leidenschaftliche Sachlichkeit

Von Hans-Martin Barthold | 15. Mai 2015

Gerhard Trabert (Foto: www.andreasreeg.com)

Gerhard Trabert (Foto: www.andreasreeg.com)

Sein Weg ist beeindruckend, seine Erfolge sind es ebenso. Großes hat er schon erreicht. Von seinem Ziel ist er gleichwohl immer noch viele Meter entfernt. „Ich wünschte mir eine Schulterschlussgesellschaft“, formuliert er genauso freundlich wie bestimmt, „nicht eine, in der jeder gegen jeden die Ellenbogen ausfährt.“ Sein Name: Gerhard Trabert. Sein(e) Beruf(e): Sozialarbeiter, Arzt, Hochschullehrer. Auch wenn der inzwischen Achtundfünfzigjährige manchmal die Müdigkeit eines Marathonläufers bei der Hälfte der Strecke spürt, aufgeben mag er nicht. „Ich kann meine Patienten doch nicht im Stich lassen“, ist ein Satz typisch für den Mainzer mit großem Pflichtbewusstsein. Seine Patienten, das sind die Wohnungslosen, sind die, die keinen Krankenversicherungsschutz mehr haben, sind Flüchtlinge, sind die, um die die meisten Menschen einen Bogen machen. Das sind die, die in der bürgerlichen Gesellschaft keine Lobby haben, die, die von allen anderen irgendwann aufgegeben und abgeschrieben wurden.

Vor 18 Jahren gründete Gerhard Trabert den Verein Armut und Gesundheit in Deutschland. Seitdem erhält er landauf landab viel Lob. Im letzten Jahr zeichnete ihn die Bundesärztekammer gar als jüngsten Preisträger aller Zeiten für seine vorbildliche ärztliche Haltung mit der Paracelsus-Medaille aus. Das ist für Mediziner, als ob ein Brite durch die Königin von England zum Ritter geschlagen wird. Unter den Geehrten vor ihm finden sich Namen wie Albert Schweitzer oder Horst-Eberhard Richter. Die mit diesen Namen verbundenen Assoziationen von selbstaufopfernder Mildtätigkeit bricht Trabert schnell und absichtsvoll. Denn er wolle keine Armutsmedizin etablieren, erklärt er. Die medizinische Hilfe, die er im Rahmen des Vereins leiste, sei unabdingbare und durch Spenden finanzierte Soforthilfe. Immerhin brauche ein an Krebs erkrankter Wohnungsloser die entsprechende Behandlung ohne Aufschub. Er könne nicht warten, bis er und die vielen anderen auf der Straße irgendwann in die Regelversorgung unseres Gesundheitssystems integriert seien.

Gleichwürdigkeit anstelle von Ausgrenzung

Prof. Dr. Trabert. Behandlung im Arztmobil (Foto: www.andreasreeg.com)

Prof. Dr. Trabert. Behandlung im Arztmobil (Foto: www.andreasreeg.com)

Genau das allerdings ist der zweite Schauplatz, auf dem Trabert seine ganze Reputation in die Waagschale wirft. „Ich will die Strukturen verändern, die Menschen arm machen und sie an den Rand der Gesellschaft drängen.“ Für Trabert ist Armut nur selten persönliches Verschulden, sondern in den allermeisten Fällen Ergebnis ungerecht verteilter gesellschaftlicher Ressourcen. „Ich erlebe es immer wieder“, erzählt er sichtbar betroffen, „du kannst in unserem Land alles richtig machen und dennoch in der Armut landen.“ Trabert also ein Gutmensch, der sich gefühlsseelig von Einzelfällen und seinen Emotionen leiten lässt? Nein, vielmehr ist es leidenschaftliche Sachlichkeit. Denn wenn einer bei diesem Thema weiß, wovon er redet, auf Fakten verweisen und sie in Zusammenhänge stellen kann, dann ist es der Mainzer. Umso bemerkenswerter die Tatsache, dass einer wie er, Arzt und klug genug zu sehen, wie der Hase läuft, nicht den sonst üblichen Weg gegangen ist. Nämlich Reichtum anzusammeln und sich dann im Glanz des großzügigen Mäzens zu sonnen. „Dann wäre ich ja Teil des Problems, das ich lösen möchte.“

Diese Haltung gründet in Gerhard Traberts frühen Kindheitserfahrungen. So höre ich aufmerksam zu, als er erzählt, wie er groß geworden ist. Das war im Mainzer Kinderheim. Nicht weil er elternlos aufwuchs, sondern weil sein Vater dort als Erzieher arbeitete und die Familie, wie damals üblich, mitten auf dem Gelände wohnte. Was der kleine Pöks im Vorschulalter als etwas völlig Normales erlebte, bekam schon bald eine andere Perspektive. „Während ich mit meinen Eltern in den Sommerferien wegfuhr, blieben meine Spielkameraden im Heim zurück“, erzählt er. Benachteiligung, über die der eine oder andere akademisch und gerne auch bei einer Flasche Rotwein trefflich diskutiert, bekam für ihn plötzlich ein Gesicht. Mehr noch spürte er hautnah, was es heißt, am Rande der Gesellschaft ins Leben einsteigen zu müssen. Er empfand es als Ungerechtigkeit. „Das hat sich tief in meine Seele eingebrannt“, gibt er freimütig zu. Erst später fand er den Begriff, der präzise beschreibt, worum es ihm seitdem geht: Gleichwürdigkeit.

Selbstbewusst die eigene Begrenztheit überwunden

Afghanistan - Untersuchung eines Kindes (Foto: Gerhard Trabert)

Afghanistan – Untersuchung eines Kindes (Foto: Gerhard Trabert)

„Diesen Begriff“, sagt der Professor für Sozialmedizin und Sozialpsychiatrie respektvoll, „habe ich mir vom dänischen Familientherapeuten Jesper Juul geliehen.“ Albert Schweitzer hätte wahrscheinlich von der Ehrfurcht vor dem Leben gesprochen und dasselbe gemeint. Worum es geht, ist die Würde jedes einzelnen Menschen unabhängig von sozialer Herkunft, Reichtum oder Bildung. Trabert ist bei seinen Einsätzen in den Katastrophengebieten dieser Welt weit herumgekommen. Er weiß deshalb, dass die gesellschaftliche Wirklichkeit leider noch immer ganz anders aussieht. Und er weiß auch weshalb? „Im Credo der Ökonomen sind Ungleichheiten der Treibstoff für Wettbewerb, Umsatz und Gewinn“, ist er überzeugt. Über die Gewinner rede man gerne. Die Verlierer, ohne die dieses System nicht auskomme, überziehe man indessen wohlweislich mit dem Mantel des Schweigens. Doch Gerhard Trabert ist nicht bloß Beobachter. An zahlreichen Punkten wird er auch selbst Betroffener. Er kennt deshalb die Gleichgültigkeit der Mächtigen aus eigenem Erleben.

Doch er duckt sich nicht weg. Er ist ein Kämpfer. Das lernte er im Sport. Trabert  war Leichtathlet und startete für den USC Mainz, damals noch eine bekannte Größe in der Leichtathletik. In seiner Paradedisziplin, dem 400m-Lauf, gehörte er zur deutschen Spitze und belegte bei den Deutschen Hallenmeisterschaften immerhin den vierten Platz. Der Deutsche Leichtathletik-Verband nominierte ihn anschließend sogar für die Europameisterschaften, wo er mit der 4X400m-Staffel Vizeeuropameister wurde. Dass man für ein Ziel hart arbeiten muss, hatte er in ungezählten Trainingseinheiten schnell begriffen, dass hinter vielen Siegen noch mehr Niederlagen stehen, die es zu analysieren und konstruktiv zu verarbeiten gilt, auch. Was dass mit seiner beruflichen Karriere zu tun hat? Traberts kurze Antwort: „Es hat mir das erforderliche Selbstbewusstsein gegeben.“ Nach Hauptschulabschluss, Handelsschule und Fachoberschule hatte er sich für ein Studium der Sozialarbeit an der Fachhochschule Wiesbaden entschieden. Auf elterliche Erfahrungen mit einer akademischen Ausbildung konnte er nicht zurückgreifen. Er war der erste in seiner Familie, der diesen Schritt wagte.

Gescheitert, aber nicht verloren

Prof. Dr. Trabert. Nutzungsrechte. Oft ist neben dem medizinischen Wissen auch der Sozialarbeiter gefragt (Foto: www.andreasreeg.com)

Oft ist neben dem Arzt auch der Sozialarbeiter Trabert gefragt (Foto: www.andreasreeg.com)

Sozialarbeit zu studieren, war eine ebenso gut überlegte wie bewusste Wahl. Seine Mutter hätte ihn viel lieber in den Wirtschaftswissenschaften gesehen. Und tatsächlich waren seine Leistungen in den kaufmännischen Fächern der Handelsschule überdurchschnittlich gewesen. Die Richtigkeit seiner Entscheidung zugunsten der Sozialarbeit aber bestätigte sich von Semester zu Semester. Noch heute definiert sich Trabert als Sozialarbeiter mit medizinischem Spezialwissen, nicht umgekehrt. Geprägt haben ihn freilich nicht nur Sozialpädagogik und Sozialrecht, sondern in starkem Maße auch die politischen Diskussionen, die die damalige Hochschulszene bestimmten und die alle um die zentrale Frage kreisten, wie eine gerechte Gesellschaft aussieht. Die erste Stelle nach Studienabschluss fand Gerhard Trabert am Uniklinikum seiner Heimatstadt. Dort erhielt er eine Anstellung im Krankenhaussozialdienst, ziemlich genau das, was er sich gewünscht und vorgestellt hatte.

Doch der Praxisschock ließ nicht lange auf sich warten. Die Hierarchien im Krankenhaus erwiesen sich für den jungen hoch motivierten Sozialarbeiter als unüberwindbar. Die Ärzte hielten die Fäden fest in der Hand. Traberts Rat war nur selten gefragt. „Meistens hieß es“, erinnert er sich dieser Zeit, „das können sie gar nicht beurteilen.“ Etwa wenn Trabert bei Suizidpatienten darauf hinwies, dass deren Probleme mit dem Auspumpen ihres Magens noch lange nicht gelöst seien. Aber auch das Beharrungsvermögen der Administration hatte er unterschätzt. Patienten aus schwierigen sozialen Milieus nach deren Entlassung bis zu einer gewissen Stabilisierung nachsorgend ambulant betreuen zu dürfen, ließen die gesetzlichen Regelungen nicht zu. Mehr als das verwunderte ihn allerdings die phlegmatische und widerstandslose Akzeptanz durch alle  Krankenhausmitarbeiter. Bald war er als sozialromantischer Spinner abgestempelt.

Im Alter von 25 Jahren der zweite berufliche Anlauf

Hilfseinsatz in Pakistan – Arbeiten bis zur Erschöpfung (Foto: Gerhard Trabert)

Hilfseinsatz in Pakistan – Arbeiten bis zur Erschöpfung (Foto: Gerhard Trabert)

So manch einer hätte sich in dieser Situation wohl in eine berufliche Nische zurückgezogen und sich mit den Machtverhältnissen arrangiert. Trabert aber suchte nach einer Lösung – für sich und die der Hilfe bedürftigen Menschen. Bereits verheiratet und Vater eines kleinen Kindes entschied er sich mit der Unterstützung seiner Frau deshalb noch einmal für den Hörsaal. Ihm war klar, seine als richtig erkannten Lösungen konnte er nur umsetzen, wenn er mit den Halbgöttern in Weiß auf gleiche Augenhöhe kam. Nichts vermochte ihn deshalb jetzt noch von diesem Ziel abzuhalten. Nach einigem Hin und Her erhielt er den angestrebten Medizinstudienplatz. Die Lebenswelten der meisten seiner Kommilitonen waren ihm fremd, ihre Motive, Medizin zu studieren und nicht etwa Betriebswirtschaft oder Rechtswissenschaften, kaum weniger. Trabert aber ging seinen Weg. Der war oft kaum weniger steil und steinig als die Pfade in den Weinbergen am Rande der Stadt, auf denen er sich mit seinem Sohn im Tragetuch und dem Kopfhörer seines Taschenrecorders im Ohr auf die nächste Prüfung vorbereitete.

Trabert fiel es wie Schuppen von den Augen, weshalb die Ärzte im Uniklinikum ihre Entscheidungen damals so und nicht anders trafen. „Das Medizinstudium vermittelt alles, was ein Arzt braucht“, formuliert er seine damalige Erkenntnis, „einzig die für den Umgang mit den Patienten so wichtige Empathie findet keine curriculare Berücksichtigung.“ Erkenntnisse wie die Viktor von Weizsäckers – „Medizin ist eine Weise des Umgangs der Menschen mit dem Menschen.“ – blieben eine Minderheitsmeinung. Für Trabert aber wurde sie zum Stützpfeiler seiner Berufsethik. Heute endlich proklamiert die narrative Medizin einen ganzheitlichen Blick auf den Patienten und dessen soziales Umfeld. Pläne für die Zeit nach Abschluss des Studiums besaß Trabert erst in Umrissen. „Ich wusste nur“, erzählt er, „ich wollte keine typische Facharztkarriere und auch keine eigene Praxis anstreben.“ Die ganzheitlichsten Arbeitsmöglichkeiten sah er in der Allgemeinmedizin, die er um die Notfallmedizin ergänzte.

Ein Geschenk des Himmels

Prof. Dr. Trabert. Nutzungsrechte. Einmalige Nutzung in Persönliche Zuneigung ist Teil der Behandlung (Foto: www.andreasreeg.com)

Zuneigung ist Teil der Behandlung (Foto: www.andreasreeg.com)

Knapp acht Jahre arbeitete Gerhard Trabert dann im DRK-Krankenhaus Alzey, schwerpunktmäßig in der Inneren Medizin und der Onkologie. Er liebt seine Arbeit, er geht in ihr auf. Doch wieder gibt es Hürden, kollegiale Gleichgültigkeit, administratives Beharrungsvermögen. Zusammen mit einer Sozialarbeiterin baut er für die Patienten der onkologischen Station einen psychosomatischen Gesprächskreis auf. Es sind nicht etwa ausbleibende medizinische Erfolge, die ihn erneut scheitern lassen. Nein es sind ganz schlichte finanzielle Zwänge, die die Krankenhausleitung auf den Plan rufen. Das Angebot eines solchen Arbeitskreises könne er gerne machen, lautet die Entscheidung, allerdings nicht in der regulären Arbeitszeit, sondern wenn, dann top down. Dass diese Arbeit die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern und langfristig Kosten sparen helfen könnte, darauf mögen sich weder der ärztlicher noch der kaufmännische Geschäftsführer einlassen. Dauerhaft ist so ein Zusatzangebot nicht zu schultern. Zumal die ehrenamtliche Arbeit im Verein Armut und Gesundheit in Deutschland seine ohnehin eng bemessene Freizeit fast vollständig aufzehrt. „Wie nirgendwo vorher durfte ich dort selbstbestimmt, vor allem aber ganzheitlich arbeiten“, sagt er, „leben davon konnte ich allerdings nicht.“ Was also tun?

Das Angebot einer Professur für Medizin und Sozialmedizin vom Fachbereich Sozialwesen der Technischen Hochschule Nürnberg bot die Chance, Broterwerb und sinnerfüllte Tätigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Trabert überlegte nicht lange und nahm an. Neun Jahre später kehrte er zu seinen Wurzeln zurück und wechselte in gleicher Funktion zur Hochschule RheinMain nach Wiesbaden. Armut und Gesundheit in Deutschland blieb er all die Jahre als Vorsitzender und ehrenamtlich praktizierender Arzt verbunden. Inzwischen verfügt der Verein neben dem Arztmobil über eine medizinische Ambulanz und seit kurzem endlich auch über eine Wohnung. „In zahlreichen Fällen ist es eben nicht mit einer OP getan“, erklärt Trabert deren Bedeutung, „viele unserer Patienten brauchen danach zur vollständigen Gesundung einen Schutzraum. Den haben wir jetzt endlich.“ In den Semesterferien beteiligt sich Gerhard Trabert nahezu jedes Jahr als Freiwilliger an weltweiten Katastropheneinsätzen. Er half schon in Haiti, in Indien, im Libanon, in Afghanistan. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Optimismus statt Resignation

Gerhard Trabert (r.) bei der Verleihung der Paracelsus-Medaille 2014 (Foto: Bundesärztekammer)

Gerhard Trabert (r.) bei der Verleihung der Paracelsus-Medaille 2014 (Foto: Bundesärztekammer)

Trotz vielfacher öffentlicher Auszeichnungen ist Gerhard Trabert auch bei seinen ehrenamtlichen Engagements nur selten etwas in den Schoß gefallen. So erlaubte ihm die zuständige Kassenärztliche Vereinigung erst nach langen Diskussionen, Wohnungslose mit dem Arztmobil aufsuchen und außerhalb einer niedergelassenen Praxis behandeln zu dürfen. Überhaupt wünschte er sich insbesondere von den politischen Mandatsträgern statt hehrer Sonntagsreden lieber mehr tatkräftige Unterstützung. Doch da hapert es öfter, als ihm lieb ist. Zuletzt hatte er Anlauf genommen, die Arbeit der verschiedenen Institutionen in der Wohnungslosen- und Flüchtlingshilfe in regionalen Fallkonferenzen besser miteinander zu verzahnen. Es hätte dafür sogar Fördermittel der EU gegeben. „Die Politik sieht keinen Handlungsbedarf“, zitiert er die Antwort. Da fühlt er sich manchmal instrumentalisiert. Seine ernüchternde Erkenntnis: Barmherzige Samariter sind so lange gerne gesehen, solange sie nicht an den bestehenden Machtverhältnissen rütteln.

Genau auf diese Notwendigkeit aber weist Trabert immer wieder hin. „Das soziale Netz ist grobmaschiger geworden“, legt er den Finger in die Wunde, „die Politik wird zunehmend kälter und repressiver, die Verwaltung behandelt die Armen und Benachteiligten immer würdeloser.“ Er ahnt, nein er weiß es. Beifall, gar noch eine Auszeichnung, wird er für diese Gesellschaftsanalyse kaum erhalten. Und wenn doch, dann nur im Verborgenen, denn es passt nicht in den politischen Mainstream. „Dabei“, argumentiert er ganz rational, „ist die Gleichung doch so einfach. Ohne soziale Stabilität kein wirtschaftlicher Erfolg.“ Soll heißen, die vielfachen Ausgrenzungen in der Gesellschaft zu überwinden, wäre das Gebot der Stunde für alle. Sagt es und blickt doch skeptisch. Aber dann ein Gesprächsfetzen während des gemeinsamen Frühstücks mit einem seiner vier Kinder. „Vater“, sagt der Sohn, „du kannst die Welt nicht retten.“ Kurze Pause, ein unsicheres Lachen und dann die Antwort. „Vielleicht doch, wenigstens ein ganz klein wenig.“ Nichts könnte Gerhard Trabert besser beschreiben als dieser eine Satz!