Bundeswehr – Der etwas andere Arbeitgeber

Von Hans-Martin Barthold | 15. August 2018

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen begrüßt Soldaten (Foto: Bundeswehr/Dana Kazda)

Wenn die Bundeswehr derzeit in den Schlagzeilen auftaucht, dann nur selten mit guten Nachrichten. Das räumt sogar die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ein. Tatsächlich haben der Sparkurs seit der Wiedervereinigung und die Außerkraftsetzung der Wehrpflicht tiefe Spuren in der Truppe hinterlassen. Dass die Bundeswehr mit 179.000 Soldaten und Offizieren sowie 85.000 zivilberuflichen Angestellten gleichwohl einer der größten deutschen Arbeitgeber ist und über eine Berufspalette wie kein anderes Unternehmen verfügt, gerät dabei oft aus dem Blick. Zu Unrecht. Schließlich bietet der Bund, wie die Bundeswehr von Eingeweihten auch noch genannt wird, im militärischen wie im zivilen Bereich jedes Jahr eine Vielzahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an. Doch dazu gleich mehr. Allerdings ist die Bundeswehr ein ganz besonderer Arbeitgeber. Das sollte jedem klar sein, der seine berufliche Karriere berufslebenslang oder nur für begrenzte Zeit mit ihr verbinden will. Die Bundeswehr garantiert für die äußere Sicherheit des Landes.

Im Ernstfall heißt das für Soldaten, Recht und Freiheit notfalls auch unter Einsatz von Gesundheit oder gar des eigenen Lebens verteidigen zu müssen. Freilich unterscheidet sich die Bundeswehr auch außerhalb des Ernstfalls von anderen Arbeitgebern. „Zur Erfüllung ihrer Aufgabe bedarf sie klarer Strukturen“, nennt die ehemalige Kapitänleutnant und jetzige Sachgebietsleiterin im Bundesamt für Personalmanagement Silvia Schuck den wichtigsten Aspekt. Aus dem sich zwei weitere Anforderungen ableiten. „In diese Strukturen muss man sich einfügen wollen“, erklärt Schuck, „zugleich aber ist man gefordert, sich als Person und Persönlichkeit zu erkennen zu geben.“ Für Offiziere, wie sie einer war und als Offizier der Reserve noch immer ist, gilt das in besonderer Weise. Immerhin besteht der Job von Offizieren vor allem darin, Menschen zu führen. Die bestimmenden Werte dafür: Glaubwürdigkeit, Loyalität, Tapferkeit und Kameradschaft. Nach Auskunft der Bundeswehr scheitern nicht wenige Bewerbungen genau an diesen Punkten: einem fehlenden inneren Wertebezug und der ungenügenden Auseinandersetzung mit dem Soldatenberuf.

Ein Labyrinth an Berufen

Das schweißt zusammen – Gebirgsjäger bei der Übung Eiskristall in Norwegen (Foto: Bundeswehr/Mario Bähr)

Kameradschaft sollte indessen nicht mit Kameraderie verwechselt werden. Die Zeiten von Befehl und bedingungslosem Gehorsam sind lange vorbei. Die Zeiten, in denen Missstände und Fehlhandlungen aus falsch verstandener Solidarität mit dem Mantel des Schweigens zugedeckt wurden ebenfalls. Das Leitbild der Bundeswehr ist nicht der verwegene Einzelkämpfer. Umgekehrt verstehen sich  Bundeswehrsoldaten seit jeher als Teamplayer. „Die Bundeswehr ist ein Spiegel der Gesellschaft“, blickt Silvia Schuck mit der Erfahrung von vierzehn Berufsjahren zurück, „gesellschaftliche Entwicklungen machen keinen Bogen um die Truppe.“ Wohl wahr, auch wenn es zum soldatischen Ethos gehört, Kritik und kontroverse Diskussionen zunächst innerhalb der eigenen Reihen zu führen und sie nicht auf dem Marktplatz öffentlicher Eitelkeiten auszubreiten. Doch wacht der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, an den sich alle Bundeswehrangehörigen direkt wenden können, mit Argusaugen darüber, dass strukturelle Defizite und persönliche Entgleisungen zeitnah untersucht und behoben werden.

Wer sich bei der Bundeswehr bewerben möchte, hat zuvor mehrere Entscheidungen zu treffen. Als allererste die, ob er eine Laufbahn als Soldat oder als ziviler Mitarbeiter anstrebt. Beides ist möglich. Schauen wir zunächst auf die militärischen Laufbahnen. Die beginnt in den drei Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe und Marine, darüber hinaus in den  Organisationsbereichen Sanitätsdienst, Streitkräftebasis sowie dem im Aufbau befindlichen Cyber- und Informationsraum. Den größten Personalbedarf hat das 61.000 Soldaten starke Heer, gefolgt von der Luftwaffe mit 28.000 Soldaten und der Marine, zu der 16.000 Soldaten gehören. Dem Cyber- und Informationsraum sollen in der Endausbaustufe, bundeswehrintern Zielstruktur genannt, 12.600 Spezialisten angehören, darunter viele IT-Fachkräfte. Doch endet die Kette der Entscheidungen mit der Festlegung auf eine der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche noch nicht. Denn unabhängig davon, in welcher Uniform oder in welchem Organisationsbereich man seine Karriere beginnt, muss vor allem die Laufbahn festgelegt werden. Drei stehen zur Auswahl. Wobei die Entscheidung hierüber weitgehend durch den Schulabschluss vorbestimmt ist, über den die einzelnen Bewerber verfügen.

Führungsfähigkeiten und soziale Kompetenzen

Vereidigung von Offizieranwärtern der Marine (Foto: Bundeswehr/Björn Wilke)

Die Offizierlaufbahn setzt das Abitur, mindestens aber die Fachhochschulreife oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss voraus. Eine Ausnahme bilden Feldwebel des Truppendienstes, die bei entsprechender Eignung, Befähigung und Leistung als Offizieranwärter für die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes zugelassen werden können.  Eine weitere Ausnahme bilden die wenigen Offiziere des Militärfachlichen Dienstes im Fliegerischen Dienst. Sie werden für die Waffensysteme Kampfjet, Transportflugzeug, Hubschrauber und Drohne ausgebildet. Ihre Verpflichtungszeit beträgt 16 Jahre. Für diese Laufbahn ist der Realschulabschluss ausreichend und ein Studium nicht vorgesehen, so wie es für die Ausbildung der übrigen Offiziere im Truppendienst integraler Bestandteil der Ausbildung ist. Bei den Offizieren im Truppendienst legt die Bundeswehr neben intellektuellen Qualifikationen sowie der charakterlichen und körperlichen Eignung besonderes Augenmerk auf die sozialen Kompetenzen. Zwischen den Bewerbern unterschiedlicher Schulformen seien dabei auf allen Feldern keine signifikanten Unterschiede erkennbar, heißt es auf Anfrage.

Die Offizierbewerber für den Truppendienst, die bei der Einstellung nicht älter als 29 Jahre sein dürfen, binden sich für 13 Jahre an die Bundeswehr. Danach ist eine Übernahme als Berufsoffizier möglich, jedoch abhängig vom Bedarf und den eigenen Leistungen. Die Mehrzahl der Truppenoffiziere scheidet allerdings regulär nach dem Zeitraum von 13 Jahren aus und wechselt in eine zivile Berufslaufbahn. Die meisten beginnen in der Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst, von Fall zu Fall aber auch, wie Silivia Schuck, als Zivilangestellte(r) in der Bundeswehrverwaltung eine zweite Karriere. Die Ausbildung der Offiziere folgt in den einzelnen Teilstreitkräften unterschiedlichen Mustern, setzt sich aus der militärfachlichen Ausbildung und einem Studium an den Universitäten der Bundeswehr in Hamburg oder München zusammen. Als Abschlüsse werden heute mehrheitlich der Bachelor-, in geringerem Umfang auch der Mastergrad erworben. Die Zulassung zum Studium richtet sich nach den Ergebnissen der entsprechenden Eignungsprüfung und den persönlichen Wünschen. Die Palette der Studiengänge reicht von A wie Aeronautical Engineering über B wie Bildungswissenschaften und P wie Psychologie bis hin zu W wie Wirtschaftsinformatik.

Größter Personalbedarf im Heer

Fallschirmspringer beim Übungsspringen aus einer C 160 (Foto: Bundeswehr/Eduard Wagner)

Offiziere beginnen ihre Laufbahn an den Offizierschulen des Heeres, der Luftwaffe, der Marine oder an der Sanitätsakademie der Bundeswehr. Den jährlichen Einstellungsbedarf in der Offizierslaufbahn gibt die Bundeswehr für 2018 mit  2.270 Nachwuchskräften an. Der größte Anteil entfällt dabei mit 1.154 Ausbildungsplätzen auf das Heer. Es folgt die Luftwaffe mit 539 geplanten Einstellungen und die Marine mit 280. Die restlichen 297 Ausbildungsplätze verteilen sich auf den Sanitätsdienst mit den Studienfächern Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin und der Doppelqualifikation Pharmazie-Lebensmittelchemie. Für die zukünftigen Offiziere des Sanitätsdienstes gelten abweichende Ausbildungsabläufe. Nicht nur ist die militärfachliche Ausbildung auf 3 Monate reduziert und beträgt die Studienzeit, abhängig von der Studienfachrichtung, statt sonst nur 4 Jahre hier zwischen 5 bis 8 Jahre. Anders als die Offiziere im Truppendienst studieren die Offiziere des Sanitätsdienstes an öffentlichen Hochschulen. Aber wie ihre Offizierskameraden an den Bundeswehrhochschulen erhalten auch sie über die gesamte Studienzeit ihr Gehalt weiter.

Mindestens über den Hauptschulabschluss müssen Bewerber verfügen, die Unteroffizier oder Feldwebel werden wollen. Als günstig erweist sich eine abgeschlossene Berufsausbildung, umso mehr eine, die im Fadenkreuz der Bundeswehr liegt. Schließlich verkürzt sich dann die Ausbildungszeit um die sonst erforderlich werdende zivilberufliche Ausbildung, die für eine Vielzahl der späteren Dienstposten unverzichtbar ist. Während die Verwendung der Unteroffiziere vorwiegend als Spezialisten im technischen, kaufmännischen oder medizinischen Bereich erfolgt, werden Feldwebel neben Funktionen in Fachdiensten überwiegend mit Führungsfunktionen für Mannschaften im Truppendienst eingesetzt. Die Mindestverpflichtungszeit für Unteroffiziere beläuft sich auf 8, die der Feldwebel auf 12 Jahre. Die militärfachliche Ausbildung beträgt 13 beziehungsweise 12 Monate.

Anspruchsvolle Auswahlverfahren

Auslandseinsätze wie hier in Kunduz/Afghanistan gehören zum Alltag von Bundeswehsoldaten (Foto: Wikimedia/Sean Harriman, U.S. Army)

Bleibt die Laufbahn der Mannschaften. Für sie gibt es zwei Einstellungsmöglichkeiten. Wer 17 Jahre alt ist und keinen Schulabschluss besitzt kann sich als Mannschaftssoldat bewerben. Die Grundausbildung der Mannschaftssoldaten umfasst wie bei allen anderen Laufbahngruppen drei Monate. Die Verpflichtungsdauer beträgt mindestens 2 Jahre. Es wird die Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung erwartet. Wer Soldat auf Zeit wird, erklärt sich generell auch bereit, an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Interessenten, die die Schulpflicht erfüllt haben, steht darüber hinaus eine Bewerbung für den Freiwilligen Wehrdienst offen, für den es das Erfordernis einer Verpflichtungszeit von mindestens 7 Monaten gibt und der spätestens nach 23 Monaten endet. Während es für die Laufbahnen der Offiziere und Unteroffiziere feste jährliche Einstellungstermine gibt, kann der Freiwillige Wehrdienst zu jedem Monatsersten begonnen werden. Für Soldaten auf Zeit gibt es pro Quartal zwei Einstellungstermine. Freiwillig Wehrdienstleistende, die sich für 12 Monate oder länger verpflichten, können auch zu Auslandseinsätzen herangezogen werden.

Über die Auswahl der Bewerber für die Laufbahn der Mannschaften und Unteroffiziere wird in acht bundesweiten Karrierecentern entschieden. Für Offizierbewerber sind die entsprechenden Zuständigkeiten im Assessmentcenter für Führungskräfte in Köln zentralisiert. Die Auswahlverfahren umfassen, für die einzelnen Laufbahnen freilich mit unterschiedlicher Gewichtung, schriftliche, praktische sowie Sport- und Computertests, eine ärztliche Untersuchung, einen Kurzvortrag, dazu ein Auswahlgespräch. Die Anforderungen sind in allen Bereichen anspruchsvoll. Gar nicht wenige Bewerber scheitern nach Auskunft der Bundeswehr an ihrer zu geringen Leistungsbereitschaft, an mangelnder psychischer Belastbarkeit, teilweise auch an tiefgreifenden psychosozialen Verhaltensproblemen. Für Fragen zu Bewerbungsfristen und Einstellungsmöglichkeiten, Laufbahnen, Ausbildungsinhalten, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten informiert ein dichtes Netz von Beratungsstellen. Die Anschriften finden sich am Schluss dieses Beitrages.

Gute Vorbereitung auf die zweite Berufskarriere

Bis zu ihrem Wechsel ins Bundesamt für Personalmanagement diente Silvia Schuck als Offizier in der Marine (Foto: Bundeswehr/pizpersonal)

Aus den Schlagzeilen verschwunden, weil inzwischen Normalität, sind Frauen als Soldatinnen. Silvia Schuck, die gerade in diesen Tagen zum zweiten Mal Mutter geworden ist, steht für viele. Und sie schwärmt von ihrem Arbeitgeber. Die enge Kameradschaft habe sie genossen. Die Fahrten auf dem Segelschulschiff Gorch Fock hätten die Offiziersanwärter zusammengeschweißt wie kaum etwas sonst. „Neugieriges Erstaunen vielleicht, aber Diskriminierung wegen meines Frauseins habe ich nicht erlebt“, blickt sie zurück. Tatsächlich konnte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes selbst entscheiden, ob sie wieder zur See fuhr oder sich für den Dienst an Land einteilen ließ. Ihrer militärischen Karriere tat das keinen Abbruch. Das Gleiche galt bei ihr für mögliche Auslandseinsätze. Auf Eines weist Silvia Schuck noch hin. Und es betrifft Frauen wie Männer. „Kaum ein Arbeitgeber legt so viel Wert auf eine berufslebenslange Weiterbildung wie die Bundeswehr“, gibt sie allen Interessenten mit auf den Weg.

Vor dem Blick auf die Möglichkeiten einer zivilen Karriere bei der Bundeswehr gilt es noch, auf die Karrieremöglichkeiten für Männer und Frauen hinzuweisen, die bereits außerhalb der Bundeswehr erfolgreich in einem zivilen Beruf stehen und dort auch bleiben möchten. Ihnen bietet die Bundeswehr Chancen für eine nebenberufliche Karriere. Es ist die zum Unteroffizier beziehungsweise zum Offizier der Reserve. Deren Ausbildung erfolgt mittels fünf Ausbildungsmodulen von je 10 Tagen Dauer, ihr anschließender Einsatz bei Bedarf und für regelmäßig stattfindende Manöver. Ein Letztes zu den Jobs bei den Streitkräften. Für viele Bundeswehrinteressierte stellt sich die Frage nach den Wiedereingliederungschancen in einen zivilen Beruf nach Ende der Dienstzeit. Die werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Gleichwohl seien die Aussichten auf einen reibungslosen Übergang in die zivile Arbeitswelt sehr gut, heißt es von Seiten der Bundeswehr. Tatsächlich finden 90 Prozent aller durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) beratenen Soldaten unmittelbaren Anschluss. Auch Silvia Schuck beispielsweise erwarb nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Offiziersdienst einen vom BFD geförderten Master in Betriebswirtschaft, was ihrer Bewerbung um eine Stelle im Controlling des Bundesamtes für Personalmanagement den entscheidenden Spin gab.

Zivile Karrieremöglichkeiten in der Bundeswehr

Eurofighter Typhoon (Foto: Wikimedia/bomberpilot)

Damit zu den zivilberuflichen Karrieremöglichkeiten in der Verwaltung der Bundeswehr. Die zivilen Mitarbeiter, 85.000 sind es insgesamt, darunter viele im Arbeitsverhältnis von Beamten, nehmen Aufgaben in allen Bereichen der Bundeswehr wahr. Das betrifft insbesondere Aufgaben im Bereich Personalmanagement, bei der Beschaffung, Wartung und Instandhaltung von Material und Waffensystemen, in der Liegenschaftsverwaltung der Kasernen, aber auch in Fragen des Umweltschutzes. Die Bundeswehrverwaltung ist hinsichtlich Arbeitszeiten, Gehältern und Organisationsstrukturen vergleichbar mit jedem anderen öffentlichen Arbeitgeber. Der Unterschied liegt in der Bandbreite wahrzunehmender Aufgaben und damit einer Vielzahl an Berufen, die dafür benötigt werden. Aufgrund des gegenwärtig hohen Personalbedarfs stellt die Bundeswehrverwaltung sowohl extern ausgebildete Fachkräfte und Hochschulabsolventen ein, wie sie gleichzeitig selbst ausbildet oder duale Studienplätze anbietet. Dies tut sie im militärischen und im zivilen Sektor.

Dringend gesucht werden vor allem Ingenieure der Elektro-, Luft- und Raumfahrt-, Schiffs- sowie Kraftfahrzeugtechnik, dazu des allgemeinen Maschinenbaus. Extern eingestellten Ingenieuren bietet die Bundeswehrverwaltung zum Einstieg ein 12-monatiges Trainee-Programm an. Anschließend erfolgt die Verbeamtung und die Übernahme in den gehobenen technischen Verwaltungsdienst. Von Zeit zu Zeit aber werden auch Stellen für Redakteure, Feuerwehrmänner, ebenso Dolmetscher und Übersetzer ausgeschrieben. Insgesamt offeriert die Bundeswehrverwaltung etwa 1.300 Ausbildungs- und duale Studienplätze in den Berufsbereichen Verwaltung, Logistik & kaufmännische Berufe, Medizin & Gesundheit, IT und Elektronik, Handwerk sowie der mittleren und gehobenen Beamtenlaufbahn. Eine detaillierte Aufstellung der Berufe findet sich auch hier am Ende des Berichtes.

Große Berufszufriedenheit

Anflug eines Hubschraubers Sea Lynx auf die Fregatte Emden (Foto: Bundeswehr/Jan Frederik Holst)

Was die Beamten, nicht die Angestellten (!), der Bundeswehrverwaltung mit den Soldaten der Streitkräfte vereint, ist die Akzeptanz zur bundesweiten Versetzung. Tatsächlich sind die Dienststellen der Bundeswehrverwaltung ähnlich den Kasernen über das gesamte Bundesgebiet verstreut. Und auch die Bereitschaft zu Auslandseinsätzen in den Reihen der Angestellten und Beamten wird gerne gesehen, auch wenn sie arbeitsvertraglich dazu nicht verpflichtet sind. Zwar praktiziert auch die Bundeswehrverwaltung zeitlich befristete Arbeitsverträge, die Mehrheit der Mitarbeiter aber verfügt über unbefristete Verträge. Silvia Schuck jedenfalls zieht eine positive Bilanz. „Ich bin mit meinem Weg und dem, was ich gegenwärtig mache, absolut zufrieden“, sagt sie. Sie würde die Entscheidungen immer wieder so treffen. Schüler, die prüfen möchten, ob das bei ihnen auch so werden könnte, haben die Möglichkeit sich über Schülerpraktika ein eigenes Bild zu machen.

 


Unternehmenssteckbrief
(Stand: 01.07.2018)

Gründung: 1955.

Sitz der Unternehmenszentrale: Bonn (Hauptsitz), Berlin (Zweitsitz).

Mitarbeiter: 179.000 Soldaten (Frauenanteil: 11 Prozent), 85.000 Zivilangestellte und -beamte.

Offiziere: 35.598 (Frauenanteil: 10 Prozent)

Etat: 37 Milliarden Euro (2017).

Militärfachliche Ausbildungsmöglichkeiten in den Streitkräften:

Zu den Studienmöglichkeiten der Offiziersanwärter siehe die Informationen der Bundeswehruniversitäten in:

München: https://www.unibw.de/studium/studiengaenge/studiengaenge
Hamburg: https://www.hsu-hh.de/studium

Zivilberufliche Ausbildungsmöglichkeiten in der Bundeswehrverwaltung:

Ausbildungsberufe: https://www.bundeswehrkarriere.de/fuer-schueler/ausbildung/zivile

Duales Studium für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst: https://www.bundeswehrkarriere.de/blueprint/servlet/blob/28212/7c3a6e3e2cb6342a89893a1263b8f0e5/broschuere-gehobener-dienst-stand-11-2017-data.pdf

(Duales) Hochschulstudium: https://www.bundeswehrkarriere.de/blueprint/servlet/blob/28212/7c3a6e3e2cb6342a89893a1263b8f0e5/broschuere-gehobener-dienst-stand-11-2017-data.pdf

Bewerbungen:

https://www.bundeswehrkarriere.de/bewerbungsverfahren
und
https://www.bundeswehrkarriere.de/bewerbungsverfahren/assessment-trainer (Auswahltest)

Schülerpraktika: Ja. Weiterführende Informationen unter: https://www.bundeswehrkarriere.de/fuer-schueler/schuelerpraktikum

Kontaktmöglichkeiten: http://www.bwkarriere-event.de/fb/bw_karrierereiter/

Internet: https://www.bundeswehrkarriere.de/

 

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