Börsenhändler – Dem Tag verpflichtet

Von Hans-Martin Barthold | 15. Mai 2014

Auch wenn ihr Stern seit der Finanzkrise nicht mehr ganz so hell leuchtet, besitzt ihr Beruf für viele junge Menschen doch noch immer eine große Faszination. Börsen sind schließlich so etwas wie ein Wirtschaftsbarometer, das schon auf klitzekleinste Veränderungen im magischen Dreieck von Finanzindustrie, Realwirtschaft und Politik, und sei es auch am Ende der Welt, hochsensibel reagiert. Aus der Perspektive von Berufswählern gibt es allerdings noch einen weiteren Grund für die Anziehungskraft dieses Berufes. Börsenhändler sind nicht nur Beobachter des Geschehens, sondern als Akteure aktiv an diesen Entwicklungen beteiligt, im Guten wie im Schlechten. Gestaltungsmacht nennt sich das im Managersprech. „An den Börsen wird die Zukunft gehandelt“, beschreibt Boris Ziganke, Geschäftsführer der Frankfurter Scheich & Partner Börsenmakler GmbH, zutreffend das, was seinen Job als Börsenhändler ausmacht. Das bedeutet für viele Händler Adrenalin pur.

Parketthandel an der Deutschen Börse Frankfurt: Moderne Arbeitsinseln (Foto: Deutsche Börse AG)

Parketthandel an der Deutschen Börse Frankfurt: Moderne Arbeitsinseln (Foto: Deutsche Börse AG)

Das Börsenflair früherer Jahre gibt es indessen nicht mehr. „Die Hektik der Vergangenheit“, beobachtet Markus Gürne, „hat heute einer nüchternen Betriebsamkeit Platz gemacht.“ Diese  Feststellung kommt aus berufenem Mund. Immerhin ist Gürne Leiter der Börsenredaktion des Hessischen Rundfunks und hat sein Studio direkt in der Frankfurter Wertpapierbörse am Börsenplatz 4. Wild gestikulierende und laut schreiende Händler sind sowohl in der hessischen Bankenmetropole wie auch an den anderen deutschen Börsen in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Berlin und Leipzig schon lange durch Inseln mit Computerarbeitsplätzen abgelöst worden. Modernste Hochleistungsrechner bestimmen nun den Tagesrhythmus der Floor Trader und Broker, wie die Börsenhändler auch noch genannt werden. Alle sitzen sie, fast wie in einem Science-Fiction-Film, mehr als einer Handvoll Bildschirmen gegenüber, umgeben von ebenso vielen Telefonen. Und im Xertra-Terminhandel stehen die Börsen-Rechner sogar in normalen Büros verteilt über das ganze Land.

Kaufen, verkaufen, neu kaufen, wieder verkaufen

Auf diesen Bildschirmen verfolgen die Broker die weltweite Kursentwicklung. Das bedarf allerhöchster Konzentration sowie der Fähigkeit, einen Überfluss von Informationen in kürzester Zeit erfassen und verarbeiten zu können. Damit ist eine weitere Anforderung verbunden. Börsenhändler müssen auch in unübersichtlichen Situationen entscheidungsbereit sein. Kaufen, verkaufen, neu kaufen, wieder verkaufen, das prägt ihren Arbeitsalltag. „Wir bringen Unternehmen, die Geld benötigen, und Anleger, die über Geld verfügen, zusammen“, formuliert Boris Ziganke genauso einfach wie korrekt das, was Börsenhändler tagtäglich tun. Konkret heißt das, sie kaufen und verkaufen Wertpapiere, an hektischen Tagen im Schweiße ihres Angesichts. Als Berater werden sie dabei nicht gefordert. „Unsere Kunden sind institutionelle Anleger, also Profis“, sagt Ziganke, „die wissen, was sie tun.“

Bulle und Bär auf dem Frankfurter Börsenplatz als Symbole für steigende und fallende Aktienkurse (Foto: Wikipedia/Eva K. - Eva K.)

Bulle und Bär auf dem Frankfurter Börsenplatz als Symbole für steigende und fallende Aktienkurse (Foto: Wikipedia/Eva K. – Eva K.)

Der Börsenhandel hat eine lange Geschichte. Die älteste deutsche Börse wurde schon 1558 in Hamburg eröffnet, Frankfurt folgte bereits 27 Jahre später. Damals wie heute ist ihre Aufgabe einzig und allein, Unternehmen eine Plattform zur schnellen und unkomplizierten Geldbeschaffung für die Finanzierung des eigenen Betriebes über das vorhandene Eigenkapital hinaus bereitzustellen. Genauso alt sind der Beruf und die Aufgaben des Börsenhändlers, moderne elektronische Handelssysteme hin oder her. Eine geregelte Ausbildung für diesen Beruf gibt es freilich bis heute nicht. Allerdings benötigt jeder Händler laut Börsengesetz eine Zulassung. Die wird abhängig gemacht vom Nachweis persönlicher Zuverlässigkeit und der notwendigen beruflichen Eignung. Für letztere sind eine mindestens sechsmonatige einschlägige Berufspraxis bei einem an der Börse zugelassenen Unternehmen sowie die erfolgreiche Börsenhändlerprüfung nachzuweisen.

Ohne Unternehmens- und Branchenkenntnisse geht nichts

Wie Thomas Posovatz, Vorstand und Sprecher der Münchener mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, sind deshalb die meisten Börsenhändler irgendwie in diesen Beruf hineingewachsen, zwar oft ungeplant, aber nur selten zufällig. Denn die Finanzwirtschaft, so ist immer wieder zu hören, hat es fast allen angetan. Das war auch bei Thomas Posovatz so. Ursprünglich war das Kreditwesen einer Bank sein Ziel nach Abschluss des BWL-Studiums. Doch als sich das kurzfristig zerschlug, zögerte er nicht lange, nahm ein Angebot der Paul Berwein Börsenmakler GmbH an – und blieb dem Börsengeschäft treu, bis heute. Was ihn gehalten hat und weiterhin reizt? „Es ist die intellektuelle Flexibilität, die uns Börsenhändlern abverlangt wird und die den Beruf so spannend macht“, begründet er sein Bleiben. Darüber hinaus erhalte man tiefe Einblicke in viele Unternehmen. „Wir handeln schließlich Aktien und nicht lediglich Wertpapierkennnummern.“

Der Frankfurter Börsenhändler Boris Ziganke (Foto: privat)

Der Frankfurter Börsenhändler Boris Ziganke (Foto: privat)

Das gilt ganz besonders für die sogenannten Kursmakler, ehemals Skontroführer und jetzt Preis festsetzende Spezialisten genannt. Ihnen obliegt zusätzlich zu ihren Handelsaktivitäten die Aufgabe der Preisfestlegung von Aktien der durch sie betreuten Unternehmen. Scheich & Partner etwa ist in Frankfurt zuständig für die DAX-Titel Deutsche Telekom, Deutsche Lufthansa, Henkel, Beiersdorf und Münchner Rückversicherung, die MDAX-Titel Hannover Rück und Talanx. Dazu zeichnet Scheich & Partner für zahlreiche ausländische Unternehmen wie etwa Facebook, Royal Mail, Makita und Coca Cola verantwortlich. Börsenhändler müssen also den Pulsschlag der Unternehmen genau so zutreffend wie rechtzeitig zu deuten wissen. Das verlangt ihnen eine Menge wirtschaftlichen Sachverstand ab. War früher der Akademisierungsgrad unter Börsenhändlern eher gering, ist er wegen der Komplexität des Marktes wie der wachsenden analytischen Anforderungen inzwischen stark angestiegen. „Bei Neueinstellungen suchen wir gezielt Hochschulabsolventen“, so Ziganke. Er selbst ist gelernter Jurist.

Erfahrung ist nicht alles, doch ohne Erfahrung ist alles nichts

Doch gerade weil Börsenhändler viel von Wirtschaft verstehen, weiß keiner so gut wie sie, akademisches Wissen allein reicht lange nicht, um gut zu sein. Denn Märkte sind psychologische Gebilde. Ob eine Aktie steigt oder fällt, hat allem voran etwas mit dem Vertrauen der Käufer in die zukünftige Leistungsfähigkeit des jeweiligen Unternehmens, bei Staatsanleihen in die politische Stabilität des jeweiligen Landes zu tun. Und klar ist auch, nirgendwo anders werden ökonomische und politische Veränderungen so schnell antizipiert wie hier. „Börsenhändler“, beschreibt Gürne deshalb, „müssen einen Zugang zu den Eigenheiten der Börse besitzen. Und die gleicht einem Basar.“ Da kennt sich Gürne bestens aus. Schließlich war er mehrere Jahre Südostasienkorrespondent der ARD im Studio New Delhi, zuständig auch für Pakistan und Afghanistan. Er weiß deshalb um die Gerüchte, verdeckten Wahrheiten, Falschmeldungen, die Nebelkerzen, das Palaver ohne Ende und den Einfluss von Meinungsführern unter den Basaris.

Stockbroker (Foto: Wikipedia/Andyhill 8)

Stockbroker bei der Arbeit (Foto: Wikipedia/Andyhill 8)

Auch Thomas Posovatz kennt diese Mentalität und Atmosphäre. Er hat einige Jahre für ein Unternehmen der Londoner City gearbeitet. Börsenhändler, ist er überzeugt, dürften sich ähnlich Schachspielern nicht provozieren lassen, sondern auch bei dreisten Provokationen stets kühlen Kopf bewahren. Überhaupt stehe Erfahrungswissen ganz weit oben in der Reihe der beruflichen Qualifikationen. „Um rechtzeitig ein- oder aussteigen zu können, braucht man als Börsenhändler ein über viele Berufsjahre angesammeltes Gespür dafür, wann eine Bewegung nach oben oder nach unten endet“, formuliert er es. Die aktuell zu beobachtende Loslösung des börslichen Geschehens, weg von den harten unternehmerischen Wirtschaftsdaten hin zu den weichen Entscheidungen von Politik und Notenbanken, zwinge die Börsenhändler freilich zu einer Neubewertung. „Dadurch erhalten die Geschäfte immer öfter einen irrationalen Charakter“, so Posovatz.

Statt zu hoffen, lieber auf den Tag konzentrieren

Verzweifelt klingt der an allen deutschen Börsen zugelassene Börsenmakler aus Gräfelfing dennoch nicht. Tatsächlich ist diese Situation für ihn und seinen Berufsstand nicht grundlegend neu. Das Erfordernis, sich dem Trend schnell anpassen zu müssen, gilt seit jeher. Händler denken kurzfristig, denn sie müssen täglich Gewinn erwirtschaften. Wer wirtschaftspolitische Grundsatzdiskussionen über das Woher und Wohin dieser Welt führen möchte, sollte einen anderen Beruf ergreifen. „Der beste Börsenhändler ist der, der am Abend nur noch wenige Papiere auf seinen Büchern hat“, formuliert sein Frankfurter Kollege Ziganke die Berufsanforderungen im Slang der Börsianer. Warum? Weil die Welt am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen kann und der Preis der Aktie, die gestern noch ein Renner war, schon vierundzwanzig Stunden später zu den Loosern gehören könnte.

Thomas Posovatz, Vorstand der Münchener mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG (Foto: privat)

Thomas Posovatz, Vorstand der Münchener mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG (Foto: privat)

Das macht vor allem Eines deutlich. Börsenhändler sind Händler, aber keine Investoren mit einer Vision, Langzeitperspektiven oder gar den Ansprüchen eines Missionars. Zwar müssen sie eine Bewegung nicht allein quantitativ, sondern auch qualitativ zu erfassen vermögen. Gewinne aber sind stets in kurzen überschaubaren Zeiträumen zu realisieren. Die Sichtweise eines klugen Börsenhändlers ist deshalb immer eine duale. „Natürlich fließen die aktuellen Unternehmensdaten, die Zukunftsfähigkeit seiner Produkte und seine wettbewerbliche Performance in unsere Entscheidungen ein“, erklärt Thomas Posovatz. „Allerdings“, schränkt er gleichzeitig ein, „muss ich schauen, beurteilen die anderen das Geschehen genau so wie ich.“ Beginne etwa trotz guter Leistungsdaten ein Großinvestor mit dem Verkauf umfangreicher Aktienpakete und sinke dadurch der Aktienwert, dann müsse man nachziehen, „denn der Kunde erwartet von mir Gewinn, jetzt und nicht erst in fünf Jahren.“

Mit der Welt im Blick Entscheidungen für das Hier und Jetzt

Boris Ziganke bestätigt diese Einschätzung. „Als Börsenhändler darf man nicht Recht haben oder wissenschaftliche Erfolge erzielen wollen“, beschreibt er eine wichtige Charaktereigenschaft von Börsenhändlern. Die wissen nur zu gut, der Markt lässt sich nicht durch Argumente überzeugen, und seien sie logisch noch so bestechend begründet. „Stattdessen muss er Fehler in der Einschätzung einer Entwicklung zugeben können und möglichst schnell korrigieren wollen.“ Je länger ein Händler aus falsch verstandenem Ehrgeiz an einer offenkundigen Fehlentscheidung festhalte, umso größer werde der Verlust. Den modernen Entwicklungen müssen sich die Börsenhändler aber auch mit Blick auf die Elektronisierung ihres Berufes stellen. Der Hard- und Softwareeinsatz, das Verständnis für dieses Arbeitswerkzeug werden immer wichtiger, freilich auch immer kostspieliger. Das wird die Konzentrationstendenzen in der Branche beschleunigen. Händler, die als Freihändler auf eigenes Risiko arbeiten, gibt es schon jetzt so gut wie nicht mehr.

Markus Gürne: Leiter der ARD-Börsenredaktion (Foto: privat)

Markus Gürne: Leiter der ARD-Börsenredaktion (Foto: privat)

Sogenannte Hochfrequenzhändler setzen sogar alles auf diese Karte. Anders als die klassischen Börsenhändler unterliegen sie keiner Preisfestsetzung. Gnadenlos spielen sie die Vorteile ihrer optimierten Algorithmen ebenso aus wie sie die Schnelligkeitsvorteile ihrer Rechner und Datenübertragungswege nutzen, die oft nur im Promillbereich einer Sekunde liegen. Noch haben Börsen und Börsenmakler kein probates Mittel gegen diese Freibeuter des Marktes gefunden. Doch die Sprengkraft für die Realwirtschaft ist groß, daran lässt Thomas Posovatz keinen Zweifel. Bleibt ein Letztes. Die Ausrichtung des Börsengeschäfts war von Beginn an global. Daran hat sich nichts geändert, doch sind die entsprechenden Anforderungen noch einmal gestiegen. Markus Gürne spricht gar vom Erfordernis einer umfassenden weltpolitischen Bildung, über die ein erfolgreicher Börsenhändler heute verfügen müsse. „In Mumbai ticken die Menschen anders als in Frankfurt“, sagt er, „das sollte ein Börsenhändler wissen.“

Ein Händler kann ohne Markt nicht leben

Die Gegenwart des Berufsstandes präsentiert sich beschäftigungsmäßig momentan eher verhalten. Die Handelsumsätze der Börsen hierzulande sind im Vergleich zu den fetten Jahren aktuell auf ein recht bescheidenes Niveau gefallen. Sackte der Handel in Frankfurt von 2007 auf 2013 nur um sechzig Prozent ab, minderten sich die Börsenumsätze an allen deutschen Börsenplätzen im gleichen Zeitraum um nicht weniger als vierundachtzig (!) Prozent. So etwas bezeichnet man gemeinhin als dramatisch. Das hat tiefe Bremsspuren auch in den Beschäftigungsmöglichkeiten für Börsenhändler hinterlassen.

Tatsächlich sank die Zahl der in Frankfurt zugelassenen Händler in dieser Zeit von 5.000 auf 4.000 mit entsprechenden Auswirkungen auch auf die Gehälter. Dazu steigt der Druck durch die Automatisierung vieler Prozesse. Mehr als vierzig Prozent des deutschen Aktienhandels laufe inzwischen komplett computergesteuert ab, ist zu hören. Doch für ängstliche Gemüter, die sich nur mit Hosenträger und Gürtel auf die Straße trauen, war der Job auf dem Börsenparkett noch nie etwas. Ein richtiger Händler braucht das Flair des Wochenmarktes mit all seinen Unwägbarkeiten, denn das ist sein Leben.

 


Daten, Fakten & Links
(Stand: 01.04.2014)

Berufstätige Börsen- und Bankenhändler (Parkett- bzw. Spezialistenhandel) – Quelle: Angaben der örtlichen Börsen: 5.714 (ohne European Energy Exchange Leipzig und Börsen AG Hamburg-Hannover)

  • Tradegate Exchange Berlin: 200
  • Börse Berlin: 293
  • Börse Düsseldorf: 12
  • Börse Frankfurt: 4.042; im onlinebasierten Xetra-Terminhandel zusätzlich 7.745 Eurex-Händler
  • Börse Hamburg-Hannover: keine Angaben
  • European Energy Exchange Leipzig: keine Angaben
  • Börse München: 234
  • Börse Stuttgart: 933

Einkommen (Berufsanfänger): arbeitgeber- und regionsabhängig 50.000 – 60.000 Euro Grundgehalt; Boni und Provisionen können das Grundgehalt z.T. deutlich übersteigen
Ausbildungsmöglichkeiten: Die Deutsche Börse AG Frankfurt sowie die Börse Stuttgart bieten Vorbereitungslehrgänge auf die Börsenhändlerprüfung an. Prüfungen im Jahr 2013:

  • Deutsche Börse AG Frankfurt: 1.400 (1/3 Kassamarktprüfungen für den Parkett- bzw. Spezialistenhandel; 2/3 Eurex-Prüfungen für den Xetra-Handel) – Erfolgsquote: 93 %
  • Börse Stuttgart: 15 Prüfungen – Erfolgsquote 85 %.

Weiterführende Informationen:
http://www.financial-career-bw.de/berufsprofile/kapitalmarkt/boersenhaendler-broker/
und
http://makler.cc/boersenmakler/
und
http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/resultList.do?resultListItemsValues=6785&duration=&suchweg=begriff&searchString=%27+B%C3%B6rsenh%C3%A4ndler*+%27&doNext=forwardToResultShort
und
http://boersenlexikon.faz.net/

 

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