Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Tausende Ärzte und Lehrer fehlen. Doch der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Das war absehbar. Denn wer nicht oder zu wenig ausbildet, Studiengänge und sogar ganze Fachbereiche schließt, darf sich nicht wundern, wenn er anschließend niemanden findet, den er einstellen kann. Die Nachwuchsnöte in beiden Berufsgruppen weisen auf eine Katastrophe, der bald noch andere folgen könnten. Denn die Bedeutung der Bildungspolitik scheint im freien Fall und eine Änderung noch immer nicht in Sicht, „Jamaika“ hin oder her. Widerstand dagegen formiert sich bislang, wenn überhaupt, nur in homöopathischen Dosierungen. Dass man es besser machen kann, zeigen Unternehmen wie die Strube GmbH & Co. KG. Das renommierte niedersächsische Pflanzenzuchtunternehmen praktiziert den strategisch weiten Blick nach vorne. Und das nicht allein bei der Züchtung ertragreicherer Pflanzensorten, sondern vor allem beim Personalrecruiting. Wir haben uns angeschaut, wie sie das machen. Auch viele Hochschulen erkennen inzwischen die Zeichen der Zeit und unterlegen ihr Werben um leistungsstarke Studieninteressenten mit einer zielgruppenspezifischen, gleichwohl seriösen Informationsbasis. In dieser Ausgabe stellt sich mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden zwar nicht die größte, aber doch eine der interessantesten Kunsthochschulen vor. Wie unterschiedlich die Anforderungen und wie spannend die Aufgaben in den verschiedenen Berufen sind, zeigen wir dieses Mal an Dolmetschern und Übersetzern, an Trainern und Übungsleitern sowie an Mediendesignern. Die Berichte lohnen das Lesen. Ich verspreche es. Schließlich sind sie nicht nur mit Akribie recherchiert und fachkundig analysiert. Was uns vom Berufsreport darüber hinaus seit der ersten Ausgabe auszeichnet und woran wir auch in Zukunft festhalten werden, wir sind unabhängig und niemandem außer unseren eigenen Qualitätsansprüchen verpflichtet. Das können inzwischen nur noch ganz wenige von sich behaupten. Damit wünschen wir Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Jahreswechsel. Bleiben Sie uns gewogen. Bis zur nächsten Ausgabe im Februar verabschiede ich mich als Ihr

Hans-Martin Barthold


Zum Thema …

In diesem unscheinbaren Bürogebäude der Stiftung für Hochschulzulassung wird über Schicksale entschieden (Foto: Wikipedia/Norbert Schnitzler)

Masterplan Medizin 2020: Bewerber müssen 
weiter auf den großen Wurf warten

Bewerbern, Beratern und anderen Insidern war es schon lange klar. Das in die Jahre gekommene Zulassungsverfahren für die medizinischen Studiengänge bedarf dringend einer Generalüberholung. Doch stand das Beharrungsvermögen von Politik und Universitäten bis jetzt einer Anpassung erfolgreich im Wege. 2012 aber kündigte sich nach vielen Jahren der Stagnation Ungemach an. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen legte 2012 dem Bundesverfassungsgericht die Klage eines Abiturienten wegen der unzumutbar langen Wartezeit auf einen Studienplatz zur Grundsatzklärung vor. Die Karlsruher Richter kündigten jüngst nach fünfjähriger (!) Prüfung des Falles ihr Urteil für den kommenden Januar an. Im März dieses Jahres wurden plötzlich auch die Bundesbildungsministerin und der Gesundheitsminister aktiv. Das Ergebnis ihres Nachdenkens nannten sie „Masterplan Medizin 2020“. Ein großer Wurf, ein mutiger Schritt nach vorne ist es freilich nicht geworden. Was künftige Studienplatzbewerber davon zu erwarten haben, findet sich in unserem Bericht.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

Dolmetscher in ihren Kabinen stehen nur selten im hellen Rampenlicht (Foto: Wikipedia/flickr)

Dolmetscher/Übersetzer: Vermittler ohne 
Diplomatenpass

Ihre Aufgabe scheint so einfach: das richtige Wort finden. Und ist doch eine gewaltige Herausforderung! Denn das nur beinahe richtige Wort reicht nicht. Diesem Anspruch gerecht zu werden, müssen Dolmetscher und Übersetzer um die Besonderheiten beider Sprachen, den fachlichen Kontext sowie die kulturellen Hintergründe von Autor und Zielgruppe wissen. In politischen Verhandlungen, bei Anmeldungen von neuen Patenten und wirtschaftlichen Analysen für millionenschwere Investoren, auch bei Bedienungsanleitungen technischer Systeme oder dem Beipackzettel eines Medikaments kommt es auf jede Nuance an. Als Lohn der Mühe winkt eine tiefe Befriedigung. Immerhin können Dolmetscher und Übersetzer etwas, was auf diesem Niveau nur wenigen gelingt. Bei vielen Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Dolmetschern und Übersetzern freilich auch große Unterschiede. Wer mehr über den Berufsalltag von Dolmetschern und Übersetzern wissen möchte, sollte unseren Bericht lesen.   Mehr >

 

Trainer leitet das Warm up der Spieler des englischen Fußballclubs FC Everton (Foto: Wikimedia/Dan Farrimond)

Trainer/Übungsleiter: Zwischen Hingabe und 
Besessenheit

Ihre Gestaltungsmacht ist nahezu unbegrenzt. Aber doch sind Trainer immer und an allen Orten auch das schwächste Glied in der Kette, ist ihr Job ein Risikoberuf. Das gilt bei den Amateuren ebenso wie bei den Profis. Die Währung, an der Trainer gemessen werden, heißt Erfolg. Den zu erreichen, lassen ihnen Vereine, Verbände und Fans bis auf seltene Ausnahmen wenig Zeit. Bleiben Siege und Rekorde aus, ist ihr Rauswurf nur eine Frage der Zeit. Natürlich sind sie Fachleute für Fitnessaufbau, Trainingsmethodik und Wettkampftaktik. Viel mehr aber noch sind Trainer Führungskräfte ihrer Mannschaft oder ihres Athleten und natürlich Krisenmanager. Diese Mischung, dazu das unmittelbare Feedback schon am nächsten Spieltag ist es, was die Männer und Frauen an der Seitenlinie so fasziniert. Ähnlich die Situation bei den Übungsleitern im Freizeit- und Gesundheitssport. Auch sie haben sportliche Ziele. Doch sind es eher die Freude an der Bewegung, das Erwerben sozialer Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Durchhaltewille und Ergebnisorientierung. Wie man Trainer wird und wie man es bleibt, können sie hier erfahren.   Mehr >

 

Darth Vader aus Star Wars (Foto: Wikimedia/The Community – Pop Culture Geek)

Mediendesigner: Spezialisten für Bewegtbilder und 3D

Mediendesigner sind keine Künstler. Ihr Job ist es zu gestalten. Sie sind Fachleute für bewegte Bilder. Sie sorgen dafür, dass der Eisberg, an dem die Titanic vor mehr als einhundert Jahren zerschellte, im Film aussieht, als hätte er sich mit seinen scharfen Kanten und Algen behangenen Gesteinseinschlüssen gerade erst von einem grönländischen Gletscher gelöst. Sie sind es, die der kalifornischen Abendsonne, der das neue Automodell mit Elektroantrieb entgegen rollt, im Werbetrailer das Image einer unendlich sauberen Energiequelle verleihen. So, dass sich beim Kunden das Gefühl einstellt, mit dem Kauf genau dieses Modells einen wichtigen Beitrag zur Rettung des Weltklimas geleistet zu haben. Sie tauchen das Kundenportal des Unternehmens X in warme Farben und geben den Konturen mit weichen Linien ein Good Feeling, das zum Bleiben ohne schlechtes Gewissen einlädt. Ihr wichtigstes Arbeitsmittel ist der Computer, ihr Beruf einer zwischen Gestaltung und IT. Wie ihr Arbeitsalltag in Berlin, Vancouver und Braunschweig aussieht, haben wir für sie erkundet und aufgeschrieben.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Josef Kraus (Foto: privat)

Josef Kraus: Wenn einer Bildung als Recht 
und Pflicht denkt

Schule und die Bildung junger Menschen lagen ihm ein Berufsleben lang am Herzen. Den 126 Kultusministern, die er in seinen vielen Jahren als Präsident des Deutschen Lehrerverbandes kommen und gehen sah, war er ein immer engagierter, wenngleich nur selten pflegeleichter Gesprächspartner. Auch wenn die Zahl der Berufsjahre mit der Zeit größer wurde, die Wellenlänge seines Herzschlags blieb stets auf Schülerfrequenz – zugewandt, authentisch, ehrlich und weit weg von der gequälten Attitüde eines alternden Berufsjugendlichen. „Bildung ist Persönlichkeitsentwicklung und Schule mehr als nur ein Zulieferbetrieb für die Personalabteilungen der Unternehmen“, lautet seine Überzeugung. Dafür stieg er immer wieder in die Arena öffentlicher Diskussionen, auch und gerade dann, wenn der Mainstream Erfolge ohne Anstrengungen versprach. Was den Lehrer Kraus auszeichnete, war sein Gespür für Gerechtigkeit wie seine Bereitschaft, den Schwachen Schutz zu bieten. Und dem besseren Argument, wer immer es einbrachte, zu folgen. Mehr vom Weg dieses Mannes finden Sie hier.   Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

Rhea Harder (Franzi Jung) und Bruno Apitz (Hans Moor) beim Außendreh für eine Folge von „Notruf Hafenkante“ (Foto: Letterbox/Boris Laewen)

Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH: „Wir 
drehen die Welt“

Die Muttergesellschaft der Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH (SHPG), Studio Hamburg, gehört zu einhundert Prozent dem Norddeutschen Rundfunk. Die SHPG produziert für Film und Fernsehen. Sie kann alle Programmsegmente. Ihr Produktportfolio reicht von der Serie über Fernseh- und Kinofilme, von der spannenden Dokumentation über die unterhaltsame Fernsehshow bis zu den Daily Soaps. Sie zählt zu den ganz Großen in der deutschen Film- und Fernsehproduktionslandschaft. Doch steht kein einziger Regisseur, Schauspieler, Beleuchter oder Kameramann auf ihrer Lohnliste. Dort finden sich nur Herstellungsleiter, Produzenten, Produktionsleiter und Kaufleute für audiovisuelle Medien, also die Ideengeber, Finanzierungsplaner und Organisatoren. Zur künstlerischen Umsetzung werden entsprechende Spezialisten vom freien Markt verpflichtet. Da können dann statt der 60 fest angestellten Mitarbeiter noch einmal 2.000 Frauen und Männer von technischen Dienstleistern und als Freiberufler tätige Künstler kommen. Das ist in der Branche üblich. Was es noch zu berichten gibt, haben wir in unserem Bericht zusammengetragen.   Mehr >

 

In diesem edlen Ambiente am Ufer der Elbe studieren die Frauen und Männer der Hochschule für Bildenden Kunst Dresden (Foto: Dorothée Billard/HfBK Dresden)

Hochschule für Bildende Künste Dresden: Studie-
ren zwischen Reflektion und Anwendung

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden ist eine Kunsthochschule mit langer Tradition. Und doch stand sie stets mitten in der Zeit. Genau das tut sie auch heute noch. In ihrem Selbstverständnis ist sie eine Hochschule, für die immer und überall der Weg das Ziel beschreibt. Und für diesen Lauf sind neugierige Studierende eingeladen, die bereit sind, Teil der Suchenden zu werden. Schließlich stellt die Kunst und stellen Künstler mehr Fragen, als sie Antworten zu geben vermögen. Markenzeichen der Hochschule für Bildende Künste Dresden sind die vielfältigen Synergien zwischen Freier und Angewandter Kunst, zwischen reflektierender Analyse und praktischem Tun. Neben dem Studium der Bildenden Kunst kann man sich in Dresden denn auch in den Studiengängen Restauration, Bühnen- und Kostümbild, Theaterausstattung sowie postgradual in KunstTherapie einschreiben. Einblicke in das Innenleben einer Kunsthochschule vermittelt ein jährlich stattfindender einwöchiger Workshop „D_Art“. Mehr über die Dresdener Hochschule findet sich in unserem Hochschulporträt.   Mehr >

 

Auf der Suche nach dem besten Weizensamen (Foto: Strube GmbH & Co. KG)

Strube GmbH & Co. KG: Arbeiten, wo Zukunft 
Tradition hat

Ohne Unternehmen wie die Strube GmbH & Co. KG würden die Felder der landwirtschaftlichen Betriebe ohne Pflanzen und die Lebensmittelregale in den Supermärkten weitgehend leer bleiben. Die Strube GmbH & Co. KG ist ein Pflanzenzuchtbetrieb, spezialisiert auf Getreide, Zuckerrüben und Sonnenblumen. Es ist eine spannende Arbeit und eine, die neben einem breiten naturwissenschaftlichen Können viel Geduld erfordert. Vom ersten Versuch bis zum Ende des Zulassungsverfahrens für eine neue Sorte vergehen mindestens zehn, gar nicht selten aber auch schon einmal fünfzehn Jahre. Das fordert den Agrarwissenschaftlern, Biologen, Biotechnologen, den Kaufleuten, Fachinformatikern, Pflanzentechnologen und Landwirten viel ab. Allem voran Begeisterung. Aber auch die Bereitschaft, sich auf die Wirklichkeit moderner Landwirtschaft einzulassen. Angst, dass ihnen irgendeines nahen oder fernen Tages die Arbeit ausgehen könnte, ist unbegründet. Vor welchen neuen Aufgaben Mitarbeiter eines Pflanzenzuchtbetriebes stehen, welche beruflichen Qualifikationen sie dafür benötigen, wir haben es recherchiert.
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Bericht über …

Bibliotheken sind für Geisteswissenschaftler auch in der Moderne durch nichts zu ersetzen – Hier: Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (Foto: Wikimedia/Stephan Herz)

Das passende Studienangebot (2): Geistes-
wissenschaften sind etwas für Entdecker

Namen sind Schall und Rauch. Umso mehr, wenn Marketingüberlegungen die Entscheidungen diktieren. Das gilt auch für die Hochschulen und ihre Kreativität bei der Schöpfung neuer Studiengangbezeichnungen. Bei genauem Hinsehen erweisen sich die Unterschiede zwischen den Studienangeboten einzelner Hochschulen oft genug als marginal. Die Entscheidung für das eine und gegen das andere Studienangebot sollten Studienanfänger deshalb tunlichst an den Curricula fest machen. Immerhin entscheiden allein deren Inhalte über eine spätere berufliche Laufbahn. Alles andere ist unwichtiger Firlefanz. Heute erklärt Rainer Hoppe geisteswissenschaftliche Studienangebote in den Fächergruppen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, der Sprach- und Kulturwissenschaften, den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie der Kunst und Gestaltung. Es geht ihm dabei um die großen Vorwegweiser. Für Details und ausführliche Darstellungen einzelner Fächer oder Fächergruppen verweist er auf Berufsreportagen in unserem Archiv sowie das von der Stiftung für Hochschulzulassung und der Bundesagentur für Arbeit herausgegebene Buch „Studien- und Berufswahl“.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Neues Berufsbild: Kaufmann im E-Commerce +++ Power and Data Engineering +++ MINT Niedersachsen +++ Wirtschaft und Sprachen +++ Info-Broschüre: „Berufsbild Psychologie“ +++ Online Mathematik Brückenkurs OMB +++ Musicdesign +++ Digitale Denkmaltechnologie +++ Naturwissenschaftlich-technisches Einstiegssemester an Hochschule Hannover +++ Sicherheit studieren +++ Online-Portal „Berufe in der Energie- und Wasserwirtschaft“ +++ JobTrends 2017 +++ Portal „checkwork.de“ für Flüchtlingsbetreuer +++ Berufe im Bereich „Stunt“ +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >