Herzlich willkommen …

 

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Bildung, so lässt sich die neue Bundesregierung vernehmen, die wieder die alte ist, stehe ab sofort ganz oben auf der Dringlichkeitsliste. Das ist eine gute Botschaft. Gehört hat man das freilich schon öfter. Deshalb sollten den Worten nun endlich Taten folgen – an Schulen, Universitäten und in den Unternehmen. Das wird kaum einfach werden. Denn nicht nur sind der Investitionsstau und der Finanzbedarf riesig. Auch die Verständigung über das, was unter Bildung zu verstehen ist, scheint kompliziert. So fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) von den Hochschulen einen nachhaltigen Beitrag zur Fachkräftesicherung der Wirtschaft, was nichts anderes als bedarfsgerechte (Aus)Bildung heißt. Die Bundesregierung denkt ähnlich und fordert den Ausbau neuer sogenannter „hybrider“ Formate über das Angebot der „dualen Studiengänge“ hinaus. Darin bestimmen die Unternehmen bereits heute in hohem Maße die Studieninhalte (mit). Und stellen doch gar nicht selten fest, dass die Konsensfindung unter ihresgleichen kaum weniger schwierig ist als mit den Partnern aus dem Bildungssektor. Studierende wiederum bemängeln oft genug die suboptimale Verzahnung von Studium und praktischer Ausbildung. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erhebt gegen diese Entwicklung grundsätzlich Einspruch. So wichtig die Arbeitsmarktpassung sei, heißt das Argument des scheidenden Präsidenten Horst Hippler, werde man den Anforderungen der modernen Arbeitswelt mit und gerade wegen der alleinigen Fokussierung darauf nicht gerecht. „Hochschulen müssen ihre Absolventen in die Lage versetzen, mit diffusen und komplexen Problemlagen umzugehen und neue Situationen zu meistern, kurz: Unsicherheit souverän zu bewältigen“, formuliert es Hippler. Wir sind auf den weiteren Fortgang dieser Debatte gespannt. Wie unterschiedlich die Wege zur vollen individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit sind, wie töricht es wäre, alles über einen Leisten schlagen zu wollen, zeigen die Beiträge dieser Ausgabe. Brandneu ist eine Information in der Nachrichten-Rubrik über die Neuregelung des Zulassungsverfahrens zum Medizinstudium. Wie immer wünschen wir viel Freude beim Lesen. Bleiben Sie uns gewogen. Bis zur nächsten Ausgabe im August verabschiede ich mich als Ihr

Hans-Martin Barthold


Zum Thema …

Unaufdringlich, aber kompetent – Der Career Service der Technischen Universität Braunschweig (Foto: TU Braunschweig)

Career Service: Die Wegweiser zum ersten Job

Manche Lernprozesse dauern an Hochschulen gefühlte Ewigkeiten. Die Erkenntnis, dass neben Forschung und Lehre zu ihren Aufgaben auch die Begleitung der Absolventen in den ersten Job gehört, ist dafür so ein Beispiel. Für die pragmatisch denkenden Präsidenten US-amerikanischer Universitäten war das dagegen nie eine Frage. Und tatsächlich ist der Erfolg ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt für Eltern und Studierende wichtiger Ausweis hochschulischer Ausbildungsqualität. Entsprechend groß ist ihre Bedeutung. Das müssen sich die Career Services hierzulande erst noch erarbeiten. Was bei der dafür überall viel zu dünnen Personaldecke nicht einfach scheint. Wir haben mit dem Leiter des Career Service der Technischen Universität Braunschweig gesprochen. Er  führt Beratungsgespräche, hält den Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern, organisiert Vortragsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen. Als seinen größten Wunsch nennt er eine frühe curriculare Verankerung des Themas. Was er uns sonst noch erzählte, haben wir für Sie fest gehalten.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

Kindergartengruppe beim freien Spiel (Foto: Wikimedia/Marvirbar)

Erzieherinnen: Kinder und Jugendliche ins Le-
ben begleiten

Es ist ein Wachstumsberuf. Und was für einer. Allein in den letzten zehn Jahren hat die Zahl der berufstätigen Erzieherinnen um 45 Prozent zugenommen! Kaum ein anderer Beruf kann auf solche Zuwachsraten verweisen. Tatsächlich wirkte der seit 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz wie ein Konjunkturprogramm. Die in einigen Bundesländern bereits beschlossene Beitragsfreiheit und der von der Bundesregierung geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an den Grundschulen dürfte die Nachfrage weiter anheizen. Bedeutungsvoller aber noch scheinen die fachlichen Entwicklungen. In einer immer komplizierter werden Welt wird auch die Begleitung von Kindern und Jugendlichen ins Leben anspruchsvoller. Erzieherinnen müssen dem gerecht werden. Ihr Lohn für diese Anstrengungen? Nein, keine Traumgehälter. Und auch die gesellschaftliche Wertschätzung verharrt weiter auf niedrigem Niveau. Die Erfolgswährung von Erzieherinnen sind stattdessen strahlende Kinderaugen und ein cooles Dankeschön von Jugendlichen. Für Menschen, denen das wichtiger ist als Geld und Karriere, gibt es kaum einen schöneren, aber zugleich auch kaum einen herausfordernden Beruf als diesen. Mehr darüber finden Sie hier.     Mehr >

 

Bau der Autobahn A7 nördlich Pfronten (2005) – Landschaftsplaner sorgen für Ausgleichsmaßnahmen (Foto: Wikimedia/Softeis)

Landschaftsplaner: Anwälte von Natur und Um-
welt

Auch wenn sie ihre Arbeitstage vorwiegend im Büro verbringen, sollte ihnen die Natur und deren Schutz ein Herzensanliegen sein. Ihre Aufgaben sind so vielfältig wie die Farben einer blühenden Frühlingswiese zahlreich. Sie erstrecken sich von der Rekultivierung zerfallener Industriebrachen über die Planung von Stadtparks und der Ausweisung von Schutzgebieten bis hin zur Erforschung der Folgen von Urbanisierung und zunehmendem Flächenverbrauch auf das Klima. Landschaftsplaner sind Analytiker, Gestalter, Kommunikator, Mahner, Motivator, Planer, Moderator und Anwalt in einem. Stets müssen sie das Ganze im Blick behalten. Das gilt für Straßenbauprojekte ebenso wie für die Genehmigung neuer Windparks, für die Nachverdichtung des Wohnungsbestandes in den Städten ebenso wie für das Ausgleichsflächenmanagement. Immer gilt es, mit diplomatischem Geschick für widerstreitende Interessen einen fairen Ausgleich zu finden. Das Ziel ihrer Arbeit ist stets die Unversehrtheit der Natur. Das ist spannend und schwierig, erfüllend und frustrierend zugleich. Was dieser Beruf sonst noch zu bieten hat, haben wir für Sie recherchiert.   Mehr >

 

Explosion: Berufsalltag für Stuntleute (Foto: Volkhart Buff)

Stuntmen: Bewegungsspezialisten für alle Fälle

Sie springen von Hausdächern, lassen sich von Autos überfahren, kämpfen mit Fäusten und Messern bis zur Bewusstlosigkeit, stürzen in rasendem Galopp von ihren Pferden, laufen furchtlos in brennende Häuser. Und verletzen sich doch nur ganz selten. So laufen, fahren, fallen, springen und boxen sie sich durch ungezählte Filme. Oft geben sie ihnen erst den außergewöhnlichen Spin. Doch ihre Namen und ihre Gesichter kennt kaum einer. Dabei arbeiten sie höchst professionell. Sie sind Bewegungsgenies und Spezialisten für jede Form von Action. Ohne Mut und Talent geht in ihrem Beruf nichts. Nicht weniger wichtig ist freilich genaueste Vorbereitung. Schließlich geht es für alle Stuntleute um die Beherrschung des Risikos. Dafür brauchen sie eine schnelle Auffassungsgabe, gute Reflexe und absolute Körperkontrolle. Wir haben Männer und eine Frau getroffen, die sich ihrem Beruf mit Haut und Haar verschrieben haben, die intelligent und welterfahren sind, und die so gar nichts mit dem Klamauk von Sensationsdarstellern auf Schützenfesten oder Jahrmärkten verbindet. Wie sie das machen, was sie tun, finden Sie in unserem Bericht.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Blick in die Wetterküche (Foto: Olaf Rayermann)

Sven Plöger: Wenn aus Leidenschaft Berufung wird

Es gibt inzwischen viele Wettermoderatoren. Der bekannteste unter ihnen: Sven Plöger. Kaum einer kann den Blick in die Wetterküche so spannend und so leicht verständlich erklären wie er. Seine Begeisterung steckt an. Schon als Dreijähriger faszinierten ihn Sonne, Wind und Wolken. Eine Alternative zum Meteorologiestudium gab es deshalb für den Abiturienten des Rhein-Sieg-Gymnasiums in St. Augustin nicht. Als Klassenbester in Mathe und Physik konnten die Voraussetzungen nicht besser sein. Das Studium an der altehrwürdigen Kölner Universität forderte ihm dennoch alles ab. Heute denkt Sven Plöger die Meteorologie breiter und ist zu einem ausgewiesenen Klimaexperten geworden. Besser vielleicht zu einem der besten Klimakommunikatoren. „Das Wissen um die einschlägigen Zusammenhänge ist das Eine“, sagt er. „Dieses Wissen so unter die Leute zu bringen, dass sie handeln, das Andere.“ Plöger kann das. In seinen täglichen Wettervorhersagen, in seinen Büchern und natürlich in seinen Filmdokumentationen. Wie er wurde, was er heute ist, hat er uns erzählt. Und wir haben es für sie aufgeschrieben.   Mehr >

 

Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …

Tobit‘s Headquarters in Ahaus (Foto: Tobit)

Tobit Software AG: Ein Hauch vom Silicon Val-
ley im Münsterland

Der Zungenschlag ist westfälisch. Das moderne Firmengebäude könnte freilich auch im Silicon Valley stehen. Die Tobit Software AG hat Ihren Sitz unweit der deutsch-niederländischen Grenze in der Kleinstadt Ahaus. Ihre Programmierer entwickeln Software zur Information, Kommunikation und Organisation mittelständischer Unternehmen. Seit Einführung des Smartphones gehören auch einschlägige Apps zum Portfolio. Das Unternehmen bevorzugt branchentypisch eine objektbezogene Arbeitsorganisation. Das gibt den Mitarbeitern viel Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit, verlangt ihnen im Gegenzug gleichwohl auch eine hohe persönliche Verantwortung ab. Die Wege in das Unternehmen Tobit Software AG sind vielfältig. Neben der Möglichkeit einer betrieblichen Ausbildung bietet Tobit auch duale Studienplätze, für externe Studierende darüber hinaus eine Zusammenarbeit bei der Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten an. Und wer als Schüler einen Praktikumsplatz zur Berufsorientierung sucht, kann es gut zur Erkundung des Innenlebens einer Softwareschmiede nutzen.   Mehr >

 

WHU-Zentrale am Burgplatz in Vallendar (Foto: (WHU)

WHU – Otto Beisheim School of Management: In-
ternational anerkannt, in der Region ver-
wurzelt

Sie gilt als die deutsche Kaderschmiede für den Managementnachwuchs. Das entspricht ihrem Selbstverständnis. Ganz unbefangen versteht sich die WHU als wirtschaftswissenschaftliche Elitehochschule, in der das unternehmerische Denken in den Mittelpunkt gestellt wird. Freilich nicht eine für den Geldadel, sondern für leistungsorientierte Studienbewerber. Jeder sechste Studienplatz ist deshalb ein Freiplatz, für den begabte aber nicht begüterte Studierende von den Studiengebühren befreit sind. Die WHU steht mit beiden Beinen in ihrer Region, ohne provinziell zu sein. Manager müssen die Welt verstehen. Einen Teil des Studiums an einer der zahlreichen Partnerhochschulen zu verbringen, ist deshalb ebenso selbstverständlich wie Praktika in ausländischen Unternehmen. Hervorragende Platzierungen in nationalen wie internationalen Rankings bestätigen die hohe Ausbildungsqualität der WHU. Doch fällt auch in Koblenz-Vallendar und Düsseldorf niemandem etwas in den Schoß. Ob man den hohen Leistungsansprüchen genügt, sollten Studieninteressenten deshalb sehr verantwortlich prüfen. Mehr erfahren sie im Folgenden.   Mehr >

 

Bericht über …

Offener Unterricht in der Metropolitan School Berlin (Foto: Wikimedia/Metropolitan School)

Das passende Studienangebot (4): Lehramts-
studiengänge – Training für die Wissensver-
mittlung

„Faule Säcke“ nannte Gerhard Schröder die Lehrer und die, die es werden wollten. Entschuldigt hat er sich dafür bis heute nicht. Doch anders als die „Agenda 2010“ kostete ihn diese Entgleisung weder politisches noch persönliches Renommee. Das wirft einen dunklen Schatten auf das geringe Sozialprestige eines der wichtigsten Berufe in unserer wissensbasierten Gesellschaft. Denn in ihr sind die Anforderungen für Wissensvermittler hoch. Als große Herausforderung erweist sich bereits die Informationssuche über den richtigen Weg in diesen Beruf. 16 Bundesländer, 16 Lehramtsprüfungsordnungen, 16 unterschiedliche Fächerkombinationsvorschriften … Unser Bericht hilft, die Weichen an den vielen Weggabelungen richtig zu stellen: für die Wahl der Schulform, der Unterrichtsfächer, des Bundeslandes, genauso wie für die zutreffende Selbsteinschätzung. Schließlich sehen Schüler immer nur eine Hälfte der Berufswirklichkeit. Damit endet unsere Serie Das passende Studienangebot. Wir hoffen, den Studiendschungel etwas transparenter gemacht und ihnen die Navigation erleichtert zu haben.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Neues über die Zulassung zum Medizinstudium +++ Hansestadt gründet „Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) +++ Zusatzqualifikation „Onkologie an Uni Kiel +++ Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie +++ Studiengang „Internet of Things – Digitale Automation“ +++ Anrechnungsmöglichkeiten praktischer Berufsqualifikationen auf späteres Studium +++ Stadtverwaltung bietet „Duales Studium Bauingenieurwesen“ an +++ UNO-Organisation als Arbeitgeber in Deutschland +++ Online-Masterstudium „Arts and Cultural Management“ +++ Uni Bonn und Uni Siegen bieten Studium „Digitale Medizin“ an +++ Studium „Entertainmanagement“ +++ Studium „Computervisualistik“ an Uni Magdeburg +++ MS Wissenschaft mit der Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“ auf Tour +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >