Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Wer über Berufe informieren will, muss neben großer Empathie für die Berufswähler viel von Wirtschaft, Technik und Märkten verstehen. Denn Berufe folgen stets den gesellschaftlichen Entwicklungen. Das gilt nicht nur für die Zahl derer, die ihn ausüben. Nein, es betrifft auch und vor allem ihre Arbeitsinhalte, Qualifikationsanforderungen und Kompetenzprofile. Berufe kommen und gehen. Außer den Geschichtsinteressierten kennt heute niemand mehr den Fischbeinreißer, den Lichtputzer, den Plattner, den Pfaidler oder den Zokelmacher. Sie hatten ihre Zeit. Irgendwann veränderten sich die Lebensverhältnisse und ging die Entwicklung über sie hinweg. Heute sind sie Vergangenheit. An diese „Erkenntnis“ wurden wir bei unseren Recherchen für den Maschinenbauingenieur erinnert. Als den klassischen Metallbauexperten wird es diesen Beruf schon bald nicht mehr geben. Als Fachmann an der Nahtstelle von Mechanik, Hydraulik, Pneumatik, Materialwissenschaften, Elektronik, IT und Sensorik umso mehr. Vom permanenten Wandel der Berufe berichten auch unsere Unternehmensporträts. Dieses Mal waren wir in einer Großbäckerei, einer Kindertagesstätte und einem Betrieb des Öffentlichen Personennahverkehrs. Die Informationsvielfalt stellt hohe Anforderungen an die Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit. Sind sie dafür ausreichend vorbereitet und genügend gut qualifiziert? Antwort darauf versucht unser letzter Beitrag. All denen, die in wenigen Tagen das Abiturzeugnis erhalten und für die im Sommer ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt, wünschen wir einen erfolgreichen Start. Wir aber verabschieden uns erst einmal bis zur nächsten Ausgabe am 15. August. Zuvor freilich noch ein Hinweis, den ich an dieser Stelle gerne wiederhole. Nur der besseren Lesbarkeit wegen verwenden wir in unseren Berichten die Berufsbezeichnung in der männlichen Form. Dessen ungeachtet gelten alle Berufsnennungen für Frauen und Männer gleichermaßen!

Ihr Hans-Martin Barthold


Zum Thema …

(© hmb)

(© hmb)

Ausbildungsabbruch: Reden gegen das Scheitern

Es ist ein Thema, das Auszubildende und Ausbildungsbetriebe gleichermaßen seit vielen Jahren begleitet. Darüber sprechen möchten indessen die einen so wenig gerne wie die anderen. Und wenn sie es doch tun, dann nicht mit-, sondern übereinander, vor allem aber begleitet von gegenseitiger Schuldzuweisung. Beanstanden die Unternehmen eine immer öfter fehlende Ausbildungsreife, klagen die Azubis über inkompetente Ausbilder und einen zu hohen Arbeitsdruck. Nun hat sich das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) des Themas angenommen. Sein Fazit: „Voice statt Exit!“ Richtig so, denn nur wer das gemeinsame Gespräch sucht, kann Lösungen finden. An dieser Stelle gibt es noch viel zu tun, haben die Göttinger Forscher festgestellt und sehen Nachholbedarf auf beiden Seiten. Für die, die mehr wissen möchten, haben wir in unserem Beitrag die wichtigsten Ergebnisse aufbereitet.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

So komplex kann Fahrzeugtechnik sein – Chassis eines BMW X5 (Foto: Wikipedia/Achmad Ziyad Maricar)

So komplex kann Fahrzeugtechnik sein – Chassis eines BMW X5 (Foto: Wikipedia/Achmad Ziyad Maricar)

Maschinenbauingenieur: Fachleute für bewegte
Anwendungen und Verfahren

Ihr Beruf ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Und ebenso klar ist, ohne sie wird es auch weiterhin keinen technischen wie gesellschaftlichen Fortschritt geben. Aber doch stehen Maschinenbauingenieure vor einschneidenden Veränderungen. So viel ist klar, die Zeit des klassischen Metallbauexperten läuft ab. Gesucht werden zunehmend Fachleute all in one – für Mechanik, Hydraulik, Pneumatik, Materialwissenschaften, Elektronik, IT und Sensorik. Diesen Wandel ihres Berufes erfolgreich zu gestalten, haben Maschinenbauingenieure freilich beste Chancen. Schon immer war ihre Fachdisziplin die universellste unter den Ingenieurfachrichtungen. Schon immer arbeiteten sie nicht nur im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Nein, auch in der Energiewirtschaft, der Medizintechnik, der Raumfahrt- und chemischen Industrie, in der Automatisierungstechnik werden sie gebraucht. Offen ist derzeit, in welcher Menge. In den letzten zwanzig Jahren wuchs die Zahl der Maschinenbauingenieure von 334.000 auf 451.000. Das dürfte sich so schnell nicht wiederholen lassen. Denn unübersehbar sind die Verunsicherung der Unternehmen und ihre Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Fachkräfte. Worauf beim Berufswunsch Maschinenbauingenieur zu achten ist, wir haben es recherchiert.   Mehr >

 

Service im Bereich der Best Seats an Bord eines Airbus A319 der Germanwings (Foto: Wikipedia/Oxfordian Kissuth)

Service im Bereich der Best Seats an Bord eines Airbus A319 der Germanwings (Foto: Wikipedia/Oxfordian Kissuth)

Flugbegleiter: Markenbotschafter hoch über
der Erde

Für die meisten ist es ein Traumjob. Und bleibt es das auch. Für nicht wenige sogar bis zur Rente. Das sind die, deren Herz für einen Serviceberuf schlägt, die die Nähe zum Kunden suchen, die statt eines auf Monate hinaus durchgetakteten Arbeitsalltags im unregelmäßigen Schichtdienst arbeiten können, die heute hier und morgen dort sein möchten, die neugierig sind auf fremde Länder und Kulturen, mehr noch auf die Menschen, die von dort kommen. Flugbegleiter sind das Gesicht ihrer Airline. Für manche von ihnen aber wird der Traum zum Albtraum. Gehetzte, herablassende, angetrunkene, gar nicht selten sogar pöbelnde Fluggäste, großer Arbeitsdruck, eine hohe körperliche Belastung, immer wieder Jetlag, wenig Zeit zur Pflege von Freundschaften, nicht selten verbesserungswürdige Gehälter. Das alles bestreiten auch die Enthusiasten nicht. Doch wenn die Sicherheitsbelehrung abgeschlossen ist, die Triebwerke starten, die Landebahn und der Tower unter den Wolken verschwinden, ist alles vergessen. Dann zählen nur die Zufriedenheit der Passagiere und die Vorfreude auf Rom, Rio, Schanghai oder Singapur. Wir haben freilich noch viel mehr zu erzählen.   Mehr >

 

Nicht nur im Kölner Rathaus stand nach der Silvesternacht 2015 ein Mikrofon am anderen - Alltag für Pressesprecher (Foto: Wikipedia/Raimond Spekking)

Nicht nur im Kölner Rathaus stand nach der Silvesternacht 2015 ein Mikrofon am anderen – Alltag für Pressesprecher (Foto: Wikipedia/Raimond Spekking)

Pressesprecher:  Die Reputationsexperten

Ohne ihren Pressesprecher Steffen Seibert wäre Bundeskanzlerin Angela Merkel nur die Hälfte wert. Immerhin ist er es, der ihr politisches Handeln, die Beschlüsse des Kabinetts und ihre persönlichen Ziele über die Medien unters Wahlvolk bringt. Wie er sind Pressesprecher wichtig für den Erfolg ihrer Unternehmen, ihrer Verbände und  ihrer Institutionen. Sie sind wichtig, auch wenn sie die Entscheidungen nicht selbst treffen, über die sie anschließend die Medienvertreter informieren. In der modernen Informationsgesellschaft sind sie inzwischen sogar unverzichtbar. Denn Informationen, Erklärungen und Interpretationen diktieren die Entscheidungen. Ihre vordringlichste Aufgabe, sie müssen ebenso komplexe wie komplizierte Vorgänge für ihre journalistischen Gegenüber leicht verständlich auf den Punkt bringen. Meist unter hohem Zeitdruck. Dafür hat man sie eingestellt, dafür bezahlt man sie. Als Pressesprecher befinden sie sich in einem permanenten Spagat. Auf der einen Seite sind sie gegenüber ihrem Arbeitgeber zu absoluter Loyalität verpflichtet. Auf der anderen Seite ist das ungetrübte Vertrauensverhältnis gegenüber den Medienleuten ihr wichtigstes berufliches Kapital. Mehr über diesen Beruf erfahren Sie hier.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Wolfgang Schaupensteiner (Foto: privat)

Wolfgang Schaupensteiner (Foto: privat)

Wolfgang Schaupensteiner: Ein Staatsanwalt in der Hitze
der Gesellschaft

Manchmal mag sich der Staatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner gefühlt haben wie der kleine David in seinem Kampf gegen Goliath. Die Hydra der Korruption war ähnlich übermächtig wie die großen Hände und starken Arme des Riesen furchteinflößend. Für beide gab es deshalb auch nur eine Chance auf den Sieg. Sie mussten klüger sein als der Gegner. Fand David mit seiner Steinschleuder den einzigen Punkt, an dem der Riese verwundbar war, gelang es Wolfgang Schaupensteiner, die Handlungsmuster der Verdächtigen zu entschlüsseln und so Licht in die Schmiergeldströme zu bringen. Doch ist die Korruption noch lange nicht besiegt. Sie mag ihre Erscheinungsform gewandelt und ihre Betätigungsfelder verlagert haben. An Vitalität aber hat sie kaum etwas eingebüßt. Wolfgang Schaupensteiner schaut dennoch zufrieden zurück. Er weiß, auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Der Frankfurter Staatsanwalt hat viel erreicht. Wie er wurde, was er war, erfahren sie hier.   Mehr >

 

Unternehmen aus der Bewerberperspektive …

üstra-Mitarbeiter in neuer Dienstkleidung vor der neuen Stadtbahn TW 3000 (Foto: üstra)

üstra-Mitarbeiter in neuer Dienstkleidung vor der neuen Stadtbahn TW 3000 (Foto: üstra)

üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG: Die 
umweltschonenden Mobilitätsdienstleister

Wer in der niedersächsischen Landeshauptstadt umweltbewusst, klug oder einfach auch nur bequem von A nach B kommen möchte, fährt mit der üstra. Klar doch! Die Stadtbahnen fahren mit CO2-freiem Strom, die Hälfte der Busse verfügt über Hybridmotoren, die ersten Elektrobusse werden im Linienbetrieb getestet. Wer seine Termine pünktlich erreichen will, vertraut sich der üstra an. Und lässt die Staus links liegen! Wer als Fahrer, Techniker oder Kaufmann einen zukunftssicheren Arbeitgeber mit viel Kundenkontakt sucht, findet ihn in der üstra. Auszubildende und Quereinsteiger wissen die gute Ausbildung ebenso wie die familiäre Arbeitsatmosphäre zu schätzen. Und bleiben oft für immer! 638 Kilometer lang ist das Liniennetz. Über 1.000 Buss- und Stadtbahnfahrer bringen jeden Tag 450.000 Fahrgäste schnell und sicher an ihr Ziel. Das macht im Jahr 39 Millionen Wagenkilometer. Die Frauen und Männer im Hintergrund, in den Werkstätten und in der Verwaltung, sorgen dafür, dass Busse und Bahnen stets betriebsbereit, die Fahrpläne aufeinander abgestimmt und alle Versorgungslücken schnell geschlossen sind. Wir haben uns angeschaut, wie sie das machen.         Mehr >

 

Welches Brot soll es sein? (Foto: Brotmeisterei Steinecke)

Welches Brot soll es sein? (Foto: Brotmeisterei Steinecke)

Brotmeisterei Steinecke: Die Brotspezialisten

Vor knapp dreißig Jahren stand die Brotmeisterei Steinecke kurz vor dem Aus. Das Backhaus im heimischen Mariental war eines Morgens bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Erich Steinecke, Gründer und alleinhaftender Besitzer, stand vor den Trümmern seines Lebenswerkes, die Belegschaft vor ihren in Rauch aufgegangenen Arbeitsplätzen. Es dauerte ein paar Tage. Doch dann hatte sich der knorrige wie sturmerprobte Niedersachse mit seiner Enkelin und Nachfolgerin Katrin verständigt. Es sollte weitergehen. Beide krempelten die Ärmel hoch. Klein beigeben war nicht ihre Art. Heute ist die Großbäckerei ein Unternehmen, das von Hannover über Sachsen-Anhalt und Berlin bis nach Sachsen viele Menschen kennen. Viele tausende Brote verlassen jeden Tag die Backöfen in Mariental und Berlin. „Und beim Brot“, ist Katrin Steinecke stolz, „gehören wir zu den Besten.“ Die Gründe für diesen Erfolg sind einfach erklärt. Die Brotmeisterei Steinecke backt hohe Stückzahlen in handwerklicher Qualität. Als genauso wichtig erweist sich die Bedienung mit Herz in den vielen hundert Filialen. Da kommen die Kunden gerne wieder. Wer die ganze Geschichte über die Brotspezialisten erfahren möchte, findet sie hier.   Mehr >

 

Volle Konzentration (Foto: Kita Edith Stein/Wolfsburg)

Volle Konzentration (Foto: Kita Edith Stein/Wolfsburg)

Kindertagesstätte „Edith Stein“: Dienst-
leister für frühkindliche Bildung

Die Kita „Edith Stein“ in Wolfsburgs Süden ist weit über die Grenzen der Volkswagenstadt hinaus bekannt. Nicht nur, weil die Kinder vom ersten Tag an Englisch und im letzten Jahr auch noch ein paar Brocken Chinesisch lernen. Nein, ihre Bekanntheit gründet auch darin, dass hier manches anders gemacht wird, als es der Kindergarten-Mainstream sonst empfiehlt.  Alles freilich gut begründet, immer wieder auf seine Tauglichkeit überprüft und erst dann professionell verankert. Das größte Kapital von Leiterin Doris Heubach sind denn auch die Menschen, die mit ihr gemeinsam diesen Weg gehen. Die Erzieherinnen, Sozial- und Heilpädagogen, die Nativspeaker, aber natürlich auch die Kinder, die jeden Morgen erwartungsfroh in ihren modernen hellen Gruppenräumen gespannt sind auf das, was kommt. „Wir nehmen die Neugier der Kinder auf“, weist Doris Heubach auf das Herzstück ihres Konzeptes, „und bauen den Rahmen für erfolgreiches Lernen.“ Das ist für alle ein erfahrungsreicher Prozess.  Wer mehr wissen möchte, wie in der Kita „Edith Stein“ gearbeitet wird, findet es in unserem Beitrag.   Mehr >


Bericht über …

(Logo: Wikipedia, bearbeitet von hmb)

(Logo: Wikipedia, bearbeitet von hmb)

Berufsberatung: Strategien für eine 
tragfähige Berufswegplanung entwickeln

Kein Schülerjahrgang entgeht dieser Frage. Was kommt nach der Schule? Ausbildung, Studium oder doch erst einmal eine Zeit zur Selbstfindung? Für viele ist die Berufswelt eine Black Box. Eltern und Lehrer können nur noch punktuell helfen. Welcher Informatiker vermag schon seinem Sohn oder seiner Tochter etwas über das Medizinstudium und den Beruf des Arztes zu erzählen? Hier schlägt die Stunde der Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit. Sie haben den Überblick über alle Ausbildungsmöglichkeiten und Fachrichtungen. Und sie besitzen die Kompetenz, die Informationen für die jeweilige Einzelperson individualisieren zu können. Allerdings eines vermögen und wollen sie nicht: ihrem Gegenüber die Entscheidung abnehmen. Ihr Motto lautet stattdessen „Hilfe zur Selbsthilfe“. Doch kämpfen Berufsberater in ihrer täglichen Arbeit an vielen Fronten. Besonders schwer tragen sie am Selbstverständnis ihres Arbeitgebers. Schließlich versteht sich die Bundesagentur für Arbeit nicht als Traumfabrik. Ganz oben auf ihrer Agenda stehen niedrige Arbeitslosenzahlen. Und deshalb gilt in ihren Dienststellen: die beste Lösung ist die schnellstmögliche. Für Berufsberater als Architekten individuellen Erfolgs bleibt da oft nur der Katzentisch. Denn ihre Arbeit braucht Zeit und Träume. Warum, verrät der Bericht unseres Gastautors.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Überstunden in der Ausbildung +++ Studium „Industrielle Sicherheit“ +++ Informationsportal zu „Studienselbsttests“ +++ „Filmberufe“ +++ Volunteers für das Reformationsjubiläum +++ Studiengang „Medizin- und Gesundheitstechnologie +++ Berufsabschluss über Teilqualifikationen (TQ) +++ Fördermöglichkeiten für Studierende aus Entwicklungsländern +++ Hotline zur Weiterbildung +++ Berufsschullehrer werden +++ Während der Ausbildung ins Ausland +++ Studium „Management in der Biobranche“ +++ Studieren in den USA und Kanada +++ Studiengang „Data Science“ +++ Journalist werden – aber wie? +++ „Europäisches Solidaritätskorps“ sucht Bewerber +++ Studiengang „Business Analytics, Controlling & Consulting“  +++ Kostenlose App „AzubiWelt“ +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >