Herzlich willkommen …

… liebe Leser! Hallo liebe Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die auf die Welt der Arbeit und Berufe neugierig (geblieben) sind!

Den passenden Beruf  zu entdecken, die erfolgversprechendste Ausbildung aufzuspüren, eine berufliche Karriere zu planen, sind große und spannende Herausforderungen. Gibt es für das Gelingen ein Erfolgsgeheimnis? Gewiss doch, wenn auch jedes Mal ein ganz persönliches. Es lautet Passgenauigkeit. Und die setzt die spannende Arbeit voraus, sich seiner selbst, seiner Begabungen, seiner Ziele und seiner Wertvorstellungen gewahr zu werden. Notker Wolf mit seiner Vita scheint dafür bestes Beispiel. Seinen ganz eigenen Weg zu gehen, heißt, sich auf eine Entwicklung einzulassen und auf die Brechstange zu verzichten. Was fachlich heute noch nicht passt, wo die Persönlichkeit erst noch Zeit zum Wachsen braucht, kann sich morgen schon die perfekte Konstellation ergeben. Die Angst, Chancen zu verpassen, ist unbegründet, wie unser Bericht über die Studienmöglichkeiten ohne Abitur zeigt. Offen für Entwicklungen zu sein, heißt freilich nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Ein gezielter Kompetenzaufbau bedarf eines klaren Plans. Der sieht für jeden Beruf anders aus. In dieser Ausgabe sind wir eingetaucht in die Welt der Betriebswirtschaftler, Notfallsanitäter und Förster. Darüber hinaus gibt es eine Neuerung. Unsere Rubrik „Unternehmen aus der Bewerberperspektive …“ heißt auf vielfachen Leserwunsch ab sofort „Unternehmen und Hochschulen aus der Bewerberperspektive …“. Den (hochschulischen) Anfang macht die Technische Universität Braunschweig. Nur selten im Blick von Berufswählern sind die von uns dieses Mal vorgestellten Unternehmen: Die Leipziger Messe AG und die größte Jugendstrafvollzugseinrichtung in Hameln. Für das neue Schuljahr, das erste Ausbildungs- oder Studienjahr wünschen wir einen guten Verlauf. Denjenigen, die im Prüfungsstress für Bachelor, Master oder Staatsexamen stehen, wünschen wir einen erfolgreichen Abschluss. Bleiben Sie uns gewogen! Bis zur nächsten Ausgabe im November verabschiede ich mich als Ihr

Hans-Martin Barthold


Zum Thema …

Hörsaal der Universität Hamburg (Foto: Universität Hamburg)

Offen auch für Studienanfänger ohne Abitur (Foto: Universität Hamburg)

Studieren ohne Abitur: Vom Meister zum Master

Es ist kein Spaziergang, wohl aber ein Weg, die Begrenzung der gläsernen Decke auf der Karriereleiter erfolgreich zu überwinden. Mehr noch, beruflich wie persönlich zu neuen Ufern aufzubrechen, seinen Wissenshunger zu stillen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Meister und Facharbeiter heute nämlich auch ohne Abitur studieren. Allerdings noch immer mit der einen oder anderen Einschränkung. Die formalen Hürden und Engstellen sind ein Problem, ein ganz anderes die individuelle Umstellung auf ein völlig neuartiges Lernumfeld. Im Ergebnis sind die Studenten mit dem Meisterbrief anstelle des Abiturzeugnisses weiterhin eine Minderheit. Knapp zwei Prozent aller Studenten nur gelangen auf diesem Weg an und in die Hochschulen. Doch haben Sie erst einmal Fuß gefasst, gehen sie ihren Weg oft straight ahead und gehören nicht selten sogar zu den Besten. Kein Wunder, dass die Betriebe gerade sie nur ungern ziehen lassen. Unverständlich aber ist etwas anderes. Nur selten finden die Meister und zukünftigen Master zu einer strategischen Kooperation. Noch mehr Informationen gibt es in unserem Beitrag.   Mehr >

 

Berufe unter der Lupe …

Eine der Kaderschmieden für BWLer - Die Universität Mannheim (Foto: Stefanie Eichler/Universität Mannheim)

Eine der Kaderschmieden für BWLer – Die Universität Mannheim (Foto: Stefanie Eichler/Universität Mannheim)

Betriebswirtschaftler: Job zwischen Sinn und 
Gewinn

Betriebswirtschaftler sind Fachleute für den Ausgleich von Nachfrage und Angebot, für unternehmerische Effizienz, Gewinnsteigerung und Kostenoptimierung. Über kaum eine andere Berufsgruppe aber wird deshalb auch so kontrovers geurteilt wie über die ihre. Sehen sie die einen als Garanten für Beschäftigung und Wohlstand, machen sie die anderen für Billiglohnsektor, Arbeitsplatzverluste sowie die Spaltung der Gesellschaft in wenige Reiche und viele Arme verantwortlich. Doch ungeachtet aller Kritik vereinen Universitäten wie Fachhochschulen die meisten Studienanfänger noch immer hier. In der Tat eröffnet kaum ein anderes Studium eine derart breite Palette beruflicher Einsatzmöglichkeiten wie das der Betriebswirtschaftslehre. Und gibt den unterschiedlichsten Interessen wie Begabungen so viel Raum zur Entfaltung! Das reicht vom Einkauf über die Fertigungsplanung und strategische Unternehmensführung, das Marketing, Personalwesen, Controlling, die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Verkauf. Gemessen werden sie stets an Zahlen und Bilanzen. Überzeugen aber müssen sie mit Persönlichkeit. Was Studieninteressierte sonst noch wissen sollten, finden sie in unserem Bericht.   Mehr >

 

Rettung eines Notfallpatienten (Foto: Wikipedia/Nallchen) - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Malteser_Rettungsdienst.jpg

Rettung eines Notfallpatienten (Foto: Wikipedia/Nallchen)

Notfallsanitäter: Von Beruf Lebensretter

Sie werden oft gerufen. Immer muss es schnell gehen. Nie wissen Notfallsanitäter, was sie genau erwartet. Jedes Mal heißt es dann hinschauen, zuhören, entscheiden, handeln. Sofort! Oft genug, noch bevor der Notarzt eintrifft. Bei Schlaganfällen, Embolien, Herzinfarkten, Unfällen, Knochenbrüchen, Verbrennungen. Nicht immer, aber gar nicht selten geht es um Leben und Tod. Sie sind in aller Regel die Ersten in der Rettungskette. Genauso regelmäßig endet ihr Job mit der Übergabe des Patienten in die Notfallstation des nächstgelegenen Krankenhauses. Dann geht es zurück zur Rettungswache. Bis zum nächsten Einsatz. In diesem Beruf ist kein Tag wie der andere. Eine Planung des Arbeitsablaufes ist unmöglich. Niemand weiß, was kommt. Gerade deswegen müssen Notfallsanitäter gut organisiert sein. Empathie brauchen sie ebenso wie eine professionelle Distanz zum Geschehen. Was Menschen wie Dora Weyhe an diesem Beruf so fasziniert, ist seine Unverstelltheit. Hier kann sich niemand verstecken. Hier zählen nur Mut, Können und Persönlichkeit. Wer mit diesem Beruf liebäugelt, sollte zuvor unbedingt lesen, was wir beobachtet haben.   Mehr >

 

Moderne Holzrückmaschine, sogenannter Forwarder (Foto: Wikipedia/H.-J. Sydow) - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Forwarder1.jpg

Moderne Holzrückmaschine, sogenannter Forwarder (Foto: Wikipedia/H.-J. Sydow)

Förster: Die Veränderung ist das Beständige

In einer schnelllebigen Zeit wie der unseren haben Förster oft keinen leichten Stand. Denn kaum ein Beruf, in dem Nachhaltigkeit eine derart wichtige Rolle spielt wie hier. Den Lohn ihrer Arbeit ernten stets erst ihre Enkel oder Urenkel. So lange brauchen Bäume, bis sie ausgewachsen sind und geschlagen werden können. Doch ist die Holzproduktion schon lange nicht mehr die einzige Funktion des Waldes. Schutz vor Bodenerosion, Wasserspeicher, Luftfilter, Lebensraum für Tiere aller Art, Platz für eine aktive Erholung der Bürger. Die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Welche Funktion in welchem Revier und mit welcher Begründung die Hauptrolle einnimmt, müssen Förster deshalb stets neu mit der Politik und Öffentlichkeit verhandeln. „Die Arbeit mit dem Wald“, formuliert Reinhard Ferchland, „ist heute vor allem Arbeit mit den Menschen.“ Den Förster, der einsam durch den Wald stapft, gibt es also schon lange nicht mehr. Statt mit Hund und Gewehr sieht man ihn heute mit Smartphone und Laptop. Wer einen Beruf an der Nahtstelle zwischen Natur, Biologie, Technik, Betriebswirtschaft, Soziologie und Geologie sucht, sollte unsere Reportage lesen.   Mehr >

 

Talk about Job – Gespräch über Beruf und Karriere mit …

Notker Wolf (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf (Foto: Notker Wolf)

Notker Wolf: Vom Weg eines Berufenen

„Für die moderne Unternehmensführung reichen die benediktinischen Regeln völlig aus“, sagt der Mönch Notker Wolf. Und ein spitzbübisches Lächeln spielt in seinem Gesicht. Denn er weiß sehr wohl, dass so ein Satz für die meisten Manager eine Provokation ist. Doch Notker Wolf redet nicht wie die Jungfrau vom Kind. Schließlich führte er als Abtprimas von Rom aus bis zum Ende des letzten Jahres den ältesten Orden der Christenheit, den der Benediktiner. Das entspricht in Aufgabenstellung, Größe und Verantwortung der Funktion eines Vorstandsvorsitzenden in einem weltweit agierenden internationalen Konzern. Auf Kosten zu achten und Ressourcen nicht zu vergeuden, hält er für ein Gebot der Nächstenliebe. Überschüsse zu erzielen, ist für ihn nichts Unchristliches. Doch über allem steht für den Mann mit der schwarzen Mönchskutte das Wohl der Menschen. Weshalb Ökonomie für ihn immer mehr als nur ein Sammelsurium schlauer Managementtheorien, sondern stets angewandte Ethik ist. Er lebt heute wieder in seinem Heimatkloster St. Ottilien, die Gipfel der Alpen zum Greifen nah. Und steht doch mitten im Leben. So, als er vor geraumer Zeit zusammen mit der Rockband Deep Purple ein Konzert gab. Mehr über den ungewöhnlichen Weg dieses Mannes finden Sie hier.   Mehr >

 

Unternehmen aus der Bewerberperspektive …

Mauern und Draht versperren den Weg nach draußen (Foto: Jugendanstalt Hameln)

Haft ist der Verlust von Freiheit (Foto: Jugendanstalt Hameln)

Jugendanstalt Hameln: Trainingszentrum für einen Neustart

 Viele Mitarbeiter in der Jugendstrafvollzugseinrichtung Hameln sind zu ihrem Job zwar ungeplant, aber dennoch nicht zufällig gekommen. Zwar erfahren die meisten von den Berufsmöglichkeiten hier erst durch Berufsberater, Bekannte oder Mitarbeiter. Aber dann informieren sie sich vor ihrer Bewerbung aufs Genaueste. In diesem Job muss man schließlich wissen, was es zu tun gibt, wie der Arbeitsalltag aussieht und ob man den Anforderungen gewachsen ist. Sonst droht das Scheitern. Deshalb nötigt die Arbeit im Knast selbst den ganz coolen Respekt ab. Das hat auch sein Gutes, denn in der Folge sind Ausbildungsabbrüche so selten wie Schneestürme am Äquator. Gesucht werden in Hameln wie den anderen Justizvollzugsanstalten Teamplayer mit Durchsetzungsvermögen, Erzieher mit einem klaren Plan und Ausdauersportler mit einem langen Atem. Die Jugendanstalt Hameln ist mit 750 Haftplätzen und 460 Mitarbeitern die größte ihrer Art in Deutschland. Am Ende ihrer Haft sollen die Gefangenen gut vorbereitet für einen Neustart sein. Wir haben uns in Hameln umgeschaut, welche Berufe im Justizvollzug gesucht werden, was sie machen und was die Bewerber mitbringen müssen.   Mehr >

 

Studierende vor dem Altgebäude der TU Braunschweig (Foto: Andreas Bormann/TU Braunschweig)

Studierende vor dem Altgebäude der TU Braunschweig (Foto: Andreas Bormann/TU Braunschweig)

Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu 
Braunschweig: Hotspot für Hightech und noch 
viel(es) mehr

Wer eine erfolgreiche Kombination von Tradition und Moderne sucht, sollte sich unbedingt die Technische Universität Braunschweig anschauen. Wer an einer Hochschule studieren möchte, die für die ingenieurtechnischen Herausforderungen der Zukunft ausbildet, findet kaum eine bessere als die TU in der Stadt Heinrichs des Löwen. Immerhin ist Braunschweig eine der aktivsten Forschungsregionen Europas, die Carolo-Wilhelmina eine Hochschule mit modernstem Equipment und trotz inzwischen über 20.000 Studenten gleichwohl noch immer eine Hochschule mit familiärer Atmosphäre. Schon im Bachelor-Studium sind sich Wissenschaftler und Studierende sehr nahe. Die Lehre besitzt einen hohen Stellenwert. Mit dem „LehrLeo“ prämiert die TU die besten Vorlesungen und Seminare. Für die Themen Mobilität, Systembiologie, insbesondere für Infektionen und Wirkstoffe, Städtebau und Messtechnik präsentiert sich das Netzwerk aus Technischer Universität und zahlreichen, nur einen Steinwurf entfernt gelegenen, renommierten Forschungsinstituten als eines der leistungsfähigsten Kompetenzzentren. Wer noch mehr Argumente sucht, findet sie in unserem Bericht.   Mehr

 

Aussteller und Besucher der Leipziger Messe(n) kommen aus aller Herren Länder – Ungezählte Nationalflaggen vor dem Messeturm, an dem das Doppel-M prangt (Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch)

Aussteller und Besucher der Leipziger Messe(n) kommen aus aller Herren Länder – Ungezählte Nationalflaggen vor dem Messeturm, an dem das Doppel-M prangt (Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch)

Leipziger Messe GmbH: Zusammenführen, was 
zusammenpasst

12.000 Mitarbeiter verdienen ihr Geld in den Unternehmen der Messewirtschaft, schätzt der Branchenverband AUMA. 400 davon stehen bei der Leipziger Messe GmbH unter Vertrag. Messegesellschaften sind Hotspots für Eventer, Marketingfreaks und Kommunikationsspezialisten, deren Aufgaben so vielfältig wie spannend. Es beginnt mit der Marktanalyse und Zielgruppendefinition, setzt sich in der Akquise von Ausstellern und Besuchern fort, umfasst die Planung der Messestände und endet bei der Betreuung der VIP’s noch lange nicht. Für die Aussteller geht es um gute Geschäfte, für die Besucher um ein nachhaltiges Erlebnis. Messegesellschaften sind Dienstleister, die Mitarbeiter Service- und Kommunikationsspezialisten – immer mit internationaler Ausrichtung. Weshalb die Personalreferentin Irma Schulze bei allen Bewerbern nach Lebenserfahrungen jenseits der deutschen Grenzen, nach Begeisterungsfähigkeit, Kreativität, Teamfähigkeit, Stressresistenz und einer unkomplizierten Kontaktfähigkeit sucht. Wer wissen will, wie das Messegeschäft in Leipzig funktioniert, wir berichten davon in unserem Beitrag.   Mehr >


Bericht über …

(Foto: hmb)

Studiengangkompass (Foto: hmb)

Das passende Studienangebot (1): System ins Chaos bringen

Die Studienwahl gleicht einem Marathon. Nicht genug, dass man endlich das Ziel definieren kann. Das heißt für den einen Biologie, für den nächsten Germanistik, den dritten Lehramt, noch wieder jemand anderes findet es im Fach Medizin, der letzte setzt auf die Informatik. Wer nun allerdings meint, damit aller Sorgen ledig zu sein, irrt gewaltig. Die Bildungspolitik hat die Hochschulen mit der Bologna-Reform in den Wettbewerb geschickt. Die Curricula müssen zwar eine fachliche Logik aufweisen, Vergleichbarkeit aber wird nicht mehr gefordert. Und in der Benennung ihrer Studiengänge sind die Hochschulen völlig frei sowie an keinerlei Regeln gebunden. Entsprechend bunt sind die Wortschöpfungen. Inzwischen gibt es über 10.000 Bachelor- und fast ebenso viele Masterangebote. Das Studienangebot zu finden, das dem eigenen Ziel am vollständigsten entspricht, ist eine Herkulesaufgabe. In dieser und den nächsten drei Ausgaben des „Berufsreport“ wird unser Gastautor Rainer Hoppe Licht ins Dunkel und System ins Studiengangchaos bringen. Wie, das erfahren sie hier.   Mehr >

 

News aus der Welt der Berufe …

+++ Job-Futuromat +++ Global Business and Economics +++ Online-basierter Brückenkurs Mathematik +++ Künftig Zulassungsbeschränkungen und Studiengebühren in Österreich +++ Audiovisual Arts Computing +++ Masterplan Medizinstudium 2020 +++ Enterprise and IT-Security +++ Werkstoffe und Oberflächen +++ Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der deutschen Games-Industrie +++ Student Self-Reflection Tool +++ Business Management and Psychology +++ International Event Organiser +++ Journalistik und Strategische Kommunikation +++ Niedrige Gehaltsentwicklung bei Bachelor-Absolventen +++ Biomedizinische Physik und Bildgebung +++ Deutschsprachige Studiengänge weltweit +++ Zunehmend mehr FH-Absolventen promovieren +++ Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft +++   Mehr >

 

Veranstaltungskalender für Berufswähler …

+++ Hochschulinformationstage +++ Berufsinformationsveranstaltungen +++ Bildungsmessen +++ Überbrückungsmöglichkeiten +++ Berufseinstiegsmessen +++   Mehr >

 

Archiv

Hier finden sie die Themen und Beiträge der vergangenen Ausgaben.   Mehr >